Hallo
Ich bin Asthmatiker und habe von meinem Artzt „Viani 50µg/250µg Diskus“ von „GlaxoWellcome“ verschrieben bekommen. Hat jemand ne Ahnung wie das Zeug wirkt und wo der Haken dabei ist??
Ulli
Hallo
Ich bin Asthmatiker und habe von meinem Artzt „Viani 50µg/250µg Diskus“ von „GlaxoWellcome“ verschrieben bekommen. Hat jemand ne Ahnung wie das Zeug wirkt und wo der Haken dabei ist??
Ulli
Hallo Ulli,
„Viani“ enthält folgende Wirkstoffe:
„Fluticason“, ein halogeniertes Glucocorticoid (Cortison).
Das Cortison hemmt Entzündungen, die asthmatischen Erkrankungen zugrunde liegen. Aufgrund der Literatur (und wissenschaftl. Studien) wird aufgezeigt, dass die verbreitete Angst vor Nebenwirkungen inhalativ angewandter Steroide unbegründet ist.
„Salmeterol“ = (beta-2-)Sympathomimetikum;
Der Vorteil der Beta-2-Sympathomimetika ist ihr schneller Wirkungseintritt innerhalb weniger Minuten mit einem Maximum der Bronchospasmolyse (Erweiterung der Bronchien - verbessere Atmung) nach etwa 10 bis 20 Minuten und einer Wirkungsdauer von vier bis sechs Stunden. Beta-2-Sympathomimetika besitzen eine Schutzwirkung vor inhalativen (durch Einatmung bedingte) Reizungen spezifischer (Allergene) und unspezifischer (Kälte und Anstrengung) Reize.
Beide Wirkstoffe können, besonders bei Überdosierung Nebenwirkungen verursachen, die auf der Packungsbeilage des „Viani“ oder anderen Inhalatoren mit gleichen oder ähnlichen Inhaltsstoffen aufgeführt sind:
Zittern der Finger, Kopfschmerzen u. Tachykardie (beschleunigte Herzfrequenz)
Es gibt auch noch weitere mögliche, wesentlich seltener vorkommende Nebenwirkungen (siehe Packungsbeilage).
Wenige Patienten merken nach längerem Gebrauch, dass sich eine Heiserkeit entwickelt und immer weiter verstärkt, dann kann es sich hierbei ebenfalls um eine Nebenwirkung des Medikaments handeln.
Daher kann es sehr nützlich sein, nach längerem Gebrauch des Medikaments den Zettel nochmals gut durchzulesen, um eventuelle Nebenwirkungen u. a. einordnen zu können - denn das ist auch für den Hausarzt oft recht schwierig.
Die in der Packungsbeilage erläuterte Inhalationstechnik sollte genau befolgt werden, um Pilzinfektionen im Mund zu vermeiden (Zungenposition während der Inhalation, anschließend Mundspülen mit Wasser).
Kommt es aber trotzdem einmal zu einer Candida-Infektion (Mundsoor), die man als ungewöhnlich groß aussehende Aphten bezeichnen kann, ist das kein Problem. Sofort dem Arzt zeigen, der verschreibt ein Antimykotikum (Antipilzmittel), das die Infektion gezielt beseitigt.
Gruß, Renate
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vielen Dank für deine Antwort - wie´s aussieht kann ich ganz gut mit dem Medikament leben.
Ulli