Was genau ist ein Lungenödem?

Salü

Ich habe mir den Film „Vertical Limit“ gekauft.
Auf dem kommt das Wort Lungenödem vor.
Irgendwie sammelt sich Wasser in der Lungen in grosser höhe an, so hat das im Film jedenfalls geklungen!

Kann mir jemand das genauer erklären, wieso und warum das passiert und was das genau ist?

Danke und schöne Grüsse von
Stifi

Hab ich geklaut: hier
http://www.m-ww.de/krankheiten/

Zusammenfassung
Unter Lungenödem versteht man die krankhafte Ansammlung von Flüssigkeit im Lungengewebe, die als Folge verschiedener Grunderkrankungen auftreten kann. Herzschwäche (=Herzinsuffizienz) ist in unseren Breiten die häufigste Ursache, gefolgt von Nierenerkrankungen mit eingeschränkter Nierenfunktion, während Hungerleiden, Höhenkrankheit und Ertrinken im Salzwasser von geringer Bedeutung sind. Beim Lungenödem handelt es sich um ein sehr ernstes Krankheitsbild, das durch Atemnot, Unruhe des Patienten, Husten und „brodelnde“ Atemgeräusche gekennzeichnet ist. Neben der ärztlichen Untersuchung lassen Lungenröntgen und Blutgasanalyse auf den Schweregrad des Lungenödems schließen. Allgemeine Maßnahmen zur Behandlung sind Hochlagerung des Oberkörpers und Sauerstoffgabe. Die weitere Therapie und auch die Prognose sind von der zugrunde liegenden Ursache abhängig.

Definition
Unter einem Lungenödem versteht man die Ansammlung von seröser Flüssigkeit im Lungengewebe. Die Flüssigkeit sammelt sich zuerst im Zwischengewebe der Lunge an, man nennt das ein interstitielles Lungenödem. Greift der Prozess auf die Lungenbläschen über, entsteht das alveoläre Lungenödem. Da in diesem Stadium die für den Gasaustausch erforderlichen Oberflächen drastisch verkleinert sind, wird die Funktion der Lunge nachhaltig gestört.

Ursachen
Man kann, je nach der auslösenden Ursache, ein Lungenödem durch Flüssigkeitsansammlung in der Lunge sowie durch eine Zerstörung der Barrierefunktion der Membran der Lungenbläschen unterscheiden.

Eine Flüssigkeitsüberladung kann vorliegen bei:
einer Erhöhung des Lungenvenen- und/oder Kapillardruckes bei Linksherzinsuffizienz, z.B. nach einem akuten Herzinfarkt (kardiales Lungenödem)
einer Abnahme des kolloid-osmotischen Druckes infolge einer absoluten Verminderung der Plasmaproteine, z.B. bei Hunger, Nierenerkrankungen (renales Lungenödem) oder einer relativen Verminderung der Plasmaproteine bei verstärkter Flüssigkeitszufuhr
einer Störung des Lymphabflusses durch Druckerhöhung in der oberen Hohlvene, z. B. bei einer Rechtsherzinsuffizienz.
Eine Störung der Barrierefunktion ist die Folge:
einer Schädigung der Kapillarwände mit daraus resultierender Erhöhung der Durchlässigkeit (Permeabilität), z.B. durch allergische Reaktionen oder durch Reizgase wie Chlor oder Ammoniak
Ein Lungenödem kann außerdem im Rahmen der Höhenkrankheit oder beim Ertrinken in Salzwasser auftreten.

Symptome
In der überwiegenden Mehrheit der Fälle liegt ein kardiales, d.h. durch Herzerkrankungen bedingtes Lungenödem vor. Dabei handelt es sich um ein schweres Krankheitsbild. Die Patienten sind unruhig, haben starke Atemnot und atmen flach und schnell, wobei sie bemüht sind, den Oberkörper erhöht zu lagern. Häufig tritt Husten mit weißlichem schaumigem Sekret auf. Der Puls ist stark beschleunigt. Als Folge der mangelhaften Sauerstoffaufnahme kommt es zur Zyanose der Akren. Dies sind die „äußersten“ Teile des Körpers, das heißt Zehen, Nase, Kinn, Jochbögen und Augenbrauen.

Diagnose
Das Lungenödem ist ein lebensbedrohliches Krankheitsbild, dessen Diagnose bereits klinisch, d.h. durch die Untersuchung des Patienten gestellt werden kann. Wichtige Hinweise sind die beschleunigte Atmung und Herzfrequenz (Tachypnoe und Tachykardie), die Zyanose sowie der Auskultationsbefund der Lunge, also das Abhören der Lunge mit dem Stethoskop. Beim Abhören der Lunge sind anfangs giemende, danach sowohl beim Ein- als auch Ausatmen feinblasige, später auch grobblasige „brodelnde“ Geräusche zu vernehmen.

Das EKG kann Hinweise auf Herzrhythmusstörungen oder -Infarkte geben. Mit einer Blutgasanalyse lässt sich das Ausmaß des Sauerstoffmangels nachweisen. Im Röntgenbild der Lunge findet man erweiterte Lungengefäße, insbesondere in den oberen Anteilen der Lunge, außerdem so genannte Kerley-B-Linien als Zeichen der Flüssigkeitsansammlung im Interstitium sowie eine schmetterlingsförmige Zeichnungsvermehrung.

Therapie
Eine intensive medizinische Behandlung ist notwendig. In jedem Falle empfiehlt sich die Hochlagerung des Oberkörpers und Tieflagerung der Beine. Die Atmung kann durch Gabe von O2 über eine Nasensonde unterstützt werden. Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung kann eine Überdruckbeatmung notwendig werden.

Die medikamentöse Therapie orientiert sich an der zugrunde liegenden Ursache. Bei einer Linksherzinsuffizienz ist die intravenöse Gabe von herzanregenden und harntreibenden Mitteln angezeigt. Liegt ein toxisches Ödem vor, müssen zusätzlich Glukokortikosteroide eingesetzt werden, sowohl inhalativ als auch intravenös. Ein durch Nierenerkrankungen hervorgerufenes Lungenödem , d.h. durch eine renal bedingte Überwässerung, bedarf des Einsatzes der Hämofiltration und Dialyse.

Die Unruhe und Angst des Patienten lassen sich mit Diazepam und Morphinen behandeln.

Prognose
Das Lungenödem ist eine sehr ernste Erkrankung. Die Prognose ist in erster Linie von der zugrunde liegenden Ursache und der dementsprechenden intensiv-medizinischen Therapie sowie der kardiopulmonalen Reserve des Patienten abhängig.

Wahrscheinlich kann die dünne Luft (=die Luft bei dem sehr geringen Atmosphärendruck) da oben nicht so viel Wasser aufnehmen, wie Du abatmen möchtest.