Hallo Black Eddy,
Atteste und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigugnen werden tatsächlich nicht von Krankenversicherungen bezahlt. Siehe hierzu
http://home.t-online.de/home/dmerchel/igel.htm#besch
Auf dieser Site findest Du auch die Information, daß pro Attest normalerweise zwischen € 5,50 und € 10 verlangt wird. Euer Kinderarzt ist also noch sehr zurückhaltend.
Wenn ein Arbeitnehmer krank geschrieben wird, muss er doch
auch keine 5 EUR für diese Bescheinigung zahlen.
Das ist reine Kulanz der Ärzte.
Kennt sich jemand in diesem Bereiche (BKK) aus?
Zu BKKs föllt mir ein, daß ihre Kopfpauschalen u.U. nicht ausreichen, um die Kosten mehrerer Behandlungen während eines Quartals zu decken. Wenn der Arzt trotzdem weiterbehandelt, dann ist das - wiederum - Kulanz. Verpflichtet zur Behandlung ist er entgegen weitläufiger Meinung nicht, sofern ein anderer Arzt oder eine Akutversorgungseinrichtung (wie z.B. die Ambulanz einer Klinik) in „erreichbarer Nähe“ ist.
Viele Ärzte versuchen, gesetzlich Versicherten zusätzlich
Leistungen nach GOÄ zu liquidieren.
Ist das Deine Vermutung? Oder wird beim Glaukom (willkürliches Beispiel) von der KK vielleicht nur die Augendruckmessung bezahlt, und das ebenso wichtige Vermessen des Gesichtsfeldes nicht?
Unsere frühere Kinderärztin (jetzt Ruhestand) bescheinigte
kostenfrei z. B. Arzttermine. Das ist doch auch nichts
anderes, als wenn man bei einer Terminreservierung einen
Merkzettel bekommt.
Naja, rechtlich gesehen ist es wohl schon ein Dokument, sofern es mal hart auf hart kommen sollte. Die Gebühr ist dafür gedacht, daß der Arzt im Zweifelsfalle seinen Kopf hinhält.
Ich muß ja nicht erwähnen, wieviel Geld Ämter und (vor allem) Notare für Bescheinigungen und Dokumentationen verlangen.
Übrigens: Wenn man bei einem Notdienst versehenden Arzt ein
Rezept bekommt, sollte man den Vermerk „noctu“ (= nachts)
ankreuzen lassen, damit man außerhalb der gesetzlichen
Ladenöffungszeiten keine Notdienstgebühr bezahlen muss. (Da
denkt man oft nicht dran!)
Ein guter Tip! Der Apotheker, der nachts um vier aus seinem Bett geklingelt wird, um jemandem (sicher nicht kostentragend) eine Schachtel Aspirin zu verkaufen, freut sich bestimmt, wenn er auf dem Rezept entdeckt, daß er nicht mal seine paar Cent Notdienstgebühr erhält.
Ein weiterer guter Tip von mir: Wer volle Wartezimmer nicht mag, der gehe gar nicht erst zum Arzt, sondern nach 20 Uhr in eine Klinikambulanz. Keine Wartezeit, und Patienten können nicht abgelehnt werden. Darüber freuen sich dann so Leute wie ich, die sich dort unbezahlt die Nächte zwischen zwei ganz normalen Arbeitstagen um die Ohren hauen.
viele Grüße (und trotz allem nichts für ungut),
Oliver