ich möchte von einem Fall in der Bekanntschaft erzählen, den ich persönlich fragwürdig fand: (versuche , es kurz zu halten)
Frau, 74 Jahre , ansonsten quitschfidel und munter, hatte kürzlich einen Schlaganfall im Beisein Ihrer Tochter, die sofort reagiert hat, der Rettungswagen war sehr schnell da und das Krankenhaus 5 Minuten entfernt.
Die Ausfallerscheinungen sind Halbseitenlähmung, einseitige Sichteinschränkung (genaueres weiss ich leider nicht), aber sie ist klaren Verstandes und das Sprachzentrum ist auch nicht betroffen.
Inzwischen ist sie aus´m KH raus und in einem PFLEGEHEIM.
Und sie bekommt keine REHA, ja noch nicht einmal Krankengymnastik oder sonstwas zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit…
mit der Begründung, es sei zuviel kaputtgegangen…
Find ich merkwürdig, oder ist das so üblich???
Muß dazu sagen, das war/ist ein Provinzkrankenhaus mit auch ansonsten teilweise zweifelhaftem Ruf…
ohne Dir nahetreten zu wollen, aber Du hast vielleicht nicht alle relevanten Informationen, die man zur Beurteilung benötigt.
Es kann nämlich sein, daß es im Verlauf zu einem weiteren Schlaganfall gekommen ist, der eine dramatische Verschlechterung bewirkt hat.
Dann kann ein anscheinend harmloser Schlaganfall sich im Laufe der Zeit verschlimmern, wenn z.B. das Gerinsel wandert.
Einige Ausfälle treten erst mit einer zeitlichen Verzögerung auf etc.
Das keine Pflege- bzw. Rehemaßnahmen durchgeführt werden, kann daran liegen, das diese Maßnahmen zur Zeit eher kontraproduktiv sind. Das muß ein Arzt nach Beurteilung aller Faktoren veranlassen.
ich habe selber am eigenen Leib erfahren müssen, dass nicht alles unternommen werden darf durch die Ärzte um die Gesundheit wieder herzustellen. Ist die Person pflichtversichert, besteht nur noch ein gewisser Anteil zur Gesundung zur Verfügung.
Die KK schauen z.B. eine ganze Weile zu bei langwierigen Krankheiten, aber dann geht es Ruckzuck und man wird durch den Medizinischen Dienst der KK eine gesunde Person, egal wie…mir so ergangen. Bei mir wurde nicht einmal ein EKG bzw. ein Belastungs-EKG gemacht, obwohl dieses zum Feststellen des Krankheitszustandes notwendig ist. Hier reichte eines aus, welches bereits 6 Monate alt war. Ich darf wieder arbeiten…aber mit erheblichen Einschränkunken. Sprich, solch einen Arbeitsplatz gibt es überhaupt nicht, aber die KK ist die Kosten los. Und wer bezahlt den Gutachter des Medizinischen Dienstes???
Ich habe meinen Arzt in einem konkreten Fall gefragt, können oder dürfen Sie mir nicht helfen? Die Antwort spare ich mir hier.
Gruss
Gerd
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Tach auch:smile:
Was Du an Symptomen beschreibst,ist völlig normal bei einem Schlaganfall und ich frage mich wirklich, warum die Dame keine Reha bekommt. Denn 74 ist für einen Schlaganfall noch kein Alter. Da haben wir 88 jährige noch hinbekommen, die mehr Ausfallserscheinungen hatten!
mit der Begründung, es sei zuviel kaputtgegangen…
Das A und O nach einem Apoplex ist nicht nur die rasche medizinische Versorgung, sondern auch die der Krankengymn. und Ergotherapie, sowie falls nötig Sprachunterricht ect.
Je länger der Therapiebeginn rausgezögert wird, desto höher steigt das Risiko, daß z.B. die Lähmungen schneller in Spastiken übergehen und nicht mehr rückläufig werden.
Die angesprochenen Therapieformen können auch ambulant durchgeführt werden, daß ist billiger als ein Reha- Aufenthalt.
Selbst wenn die Frau multiple Schlaganfälle bekommen hätte, wäre das erst recht der Grund die Therapie noch schneller zu beginnen.
Normalerweise fängt diese schon im Krankenhaus an.
Find ich merkwürdig, oder ist das so üblich???
Nein definitiv nicht.
Ihr könntet in einer Physiotherapiepraxis anrufen und dort nachfragen, ob sich ein Krankengym. die Frau ansieht und dann einen Therapieplan in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt festlegt.