Liebe Medizinexperten,
bei Vitamin E wird immer wieder davor gewarnt, es zusammen mit blutverdünnenden Mitteln zu nehmen, da es selbst eine blutverdünnende Wirkung habe.
Beruht diese Wirkung auf dem gleichen Mechanismus wie z.B. bei Aspirin, d.h. dass die Klebrigkeit der Blutplättchen herabgesetzt wird? Oder ist es eher wie bei Marcumar, wo die Bildung der Gerinnungsfaktoren in der Leber beeinflusst wird? Und welcher Dosierung von Vitamin E würden 100 mg Aspirin entsprechen?
Bei Aspirin sind ernstzunehmende Nebenwirkungen und Gegenanzeigen bekannt, ganz zu schweigen von Marcumar. Bei Vitamin E dagegen sind keine Gegenanzeigen aufgeführt, unter Nebenwirkungen kommt eben die Sache mit der Blutverdünnung und noch, dass man es nicht zusammen mit Eisen nehmen sollte - und dann liest man noch „Gefährliche Krankheitserscheinungen bei Überdosierung sind nicht bekannt“.
Wenn das so ist, was ist dann der Grund, dass man nicht gleich Vitamin E zur Blutverdünnung einsetzt ???
Vitamin E wird ja auch eine günstige Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem zugeschrieben - neulich habe ich gelesen, mit 200 mg täglich kann das Risiko für einen Herzinfarkt halbiert werden - da könnte man doch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, weil doch gerade Patienten, die Probleme mit ihren Blutgefäßen haben, blutverdünnende Medikamente nehmen.
Also, liebe Mediziner, wer weiß etwas darüber?
Würde mich wirklich interessieren.
Klio