Wer kann mir eine mögliche Kausalkette nennen, die im Wochenbett zu einer Sinusvenenthrombose führt.
Keine Kontrazeptiva über viele Jahre, kein Bluthochdruck und keine sonstigen Risiken bekannt.
Fragend
Martin Klaiber
P.S. Wer nicht weiß was eine Sinusvenenthrombose ist möge bitte nicht auf diesen Artikel antworten.
An der Mantelkante?
http://www.lifeline.de/cda/page/center/0,2845,16-358…
eine mögliche Kausalkette, die im
Wochenbett zu einer Sinusvenenthrombose führt.
Liste von Streßereignissen, die in Krankheit münden können:
Streßpunkte nach Holms und Rahe
- Tod des Ehepartners 100
- Scheidung 73
- Trennung vom Ehepartner 65
- Gefängnisstrafe 63
- Tod eines Familienangehörigen 63
6.Unfall oder schwere Krankheit 53
- Eheschließung 50
- Kündigung des Arbeitsplatzes 47
- Versöhnung mit Ehepartner 45
- Pensionierung 54
- Krankheit eines Familienangehörigen 44
12 Schwangerschaft 40
- Sexuelle Schwierigkeiten 39
- Familienzuwachs 39
- Beruflicher Aufstieg 39
- Veränderung der finanziellen Verhältnisse 38
- Tod eines guten Freundes 37
- Versetzung an einen anderen Arbeitsplatz 36
- Wiederholte Ehestreitigkeiten 35
- Schulden über 25000 Mark 31
- Zwangsvollstreckung 30
- Wechsel der Firma 29
- Kind verläßt das Haus 29
- Schwierigkeiten mit den Schwiegereltern 29
- Persönliche Überbeanspruchung 28
- Ehefrau beginnt oder beendet Arbeitsverhältnis 26
- Einschulung bzw. Schulabgang eines Kindes 25
- Jegliche Veränderung der Lebensgewohnheiten 24
- Ärger mit dem Chef 23
- Veränderte Arbeitszeit 20
- Umzug 20
- Schulwechsel der Kinder 20
- Neue Freizeitbeschäftigungen 19
- Veränderung im gesellschaftlichen Umgang 18
- Kredit unter 25000 Mark 17
- Veränderte Schlafgewohnheiten 16
- Längere Besuche von Verwandten 15
- Neue Eßgewohnheiten (Fasten, Gewichtszunahme) 15
- Urlaub 13
- Weihnachtszeit 12
41 Kleinere Gesetzesübertretungen (Verkehrsstrafe) 11
Zwei Tragödien gibt es im Leben:
die eine, nicht zu bekommen,
was das Herz wünscht,
die andere, es zu bekommen.
Bernhard Shaw
Hallo Martin,
da kämen gleich mehere Sachen in Frage:
-
Die (immer noch) hohen Östrogenspiegel. Sie steigern die Gerinnbarkeit des Blutes. Daher sind Thrombosen in der Schwangerschaft häufiger, genauso wie bei der Einnahme östrogenhaltiger Pillen.
-
Blutungen während der Geburt, sofern in größerem Umfang aufgetreten. Sie können das Gelichgewicht zwischen gerinnungshemmenden und gerinnnungsaktivierenden Substanzen verstärken.
-
Die Plazenta ist, soweit ich mich erinnere, stark thromboplastinhaltig. Thromboplastine sind Proteine, welche die Gerinnung aktivieren und bei der Plazentablösung in die Blutbahn eingeschwemmt werden könnten.
-
Das Pressen während der Geburt erhöht den Zentralvenendruck und verlangsamt damit den venösen Rückstrom. In solch stehedem Blut bliden sich leichter Gerinnsel aus.
Wahrscheinlich haben alle vier Faktoren eine gewisse Rolle in der Entstehung der Thrombose gespielt.
Zu denken wäre prinzipiell auch an eine Infektion der Hirnhäute oder des Mittelohrs, bzw. an eine bakterielle Blutvergiftung. Es ist zwar nichts darüber bekannt, daß diese Erkrankungen während Schwangerschaft und Geburt häufiger auftreten, jedoch ist das Immunsystem in dieser Zeit auf bestimmten seiner zahlreichen Augen blind (um eben den Fetus nicht anzugreifen). Zudem kann es über die offene Wundfläche der ehemaligen Plazenta leicht zur Bakterieneinschwemmung kommen. Kann aber auch genausogut von der häufigen Brustdrüsenentzündung der milchproduzierenden Brust herkommen.
Sowas würdet ihr dann aber schon merken, keine Angst 
Eventuell würde man noch abklären, ob nicht ein bisher noch unbekannter, erst anhand der Schwangerschaftsbelastungen manifest gewordener angeborener Mangel an gerinnungshemmenden Substanzen (wie z.B. die Protein-C-Protein-S-Defizienz) vorliegt. In der weiteren Differentialdiagnose stünden dann noch alle anderen Erkrankungen, die unabhängig von einer Schwangerschaft thrombotische Ereignisse verursachen.
viele Grüße,
Oliver