Hi All!
Ich bin kurzsichtig samt starker Hornhautkrümmung und trage deshalb seit Jahren eine Brille, was mich v.a. im Winter nervt. Jetzt habe ich den Weg der Kontaktlinsen beschritten, aber so der Hit war das nicht. Ergo, letzter Ausweg…Augen lasern lassen. Wenn von Euch jemand damit Erfahrung hat, oder mir Infos über das wie, wo und wie teuer geben kann, bin ich um jede Antwort dankbar. Bin wahrlich nicht scharf auf so Doktorspiele…aber zumindest muss man`s mal ins Auge fassen…
Vielen Dank für Eure Hilfe, saluti, Euer Lucky
Hallo!
Ein Freund von mir hat sich vor ein paar Monaten dieser Operation unterzogen, hier mal ein paar Fakten dazu:
-Krankenkasse zahlt nichts
-er hat’s in Mannheim machen lassen, dort ist wohl ein ziemlich guter Arzt auf dem Gebiet
-Kosten: Voruntersuchung: etwa 100,-, Operation: etwa 2000,- pro Auge (Euro, natürlich
)
-zur Operation selber: dauert 'ne halbe Stunde, danach für einen Tag 'ne Augenklappe, noch ein paar Wochen Tropfen rein, ab und zu zur Nachuntersuchung.
Nebenwirkungen kann’s natürlich auch geben. Das Auge kann vernarben, kann sogar bis hin zur Blindheit führen (kommt allerdings äußerst selten vor, man sollte es trotzdem nicht außer acht lassen und das alles nicht auf die leichte Schulder nehmen (wie jede Operation)).
Ist bei meinem Bekannten ziemlich gut verlaufen, hab’s mir bei mir auch schon überlegt (fehlt grade noch’s Geld dazu…). Und es müssen natürlich gewisse Voraussetzungen erfüllt sein, damit du operiert werden kannst (z.B. darf sich deine Sehstärke in den letzten Jahren nicht verändert haben,…).
So, das war mal alles,
Schönen Gruß
Andre
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
- Stimmt, Krankenkassen DÜRFEN nichts zahlen, einige Privatkassen tun es oder zumindest Zuschuss - Verhandlungssache.
- Preise ca. 4000 Euro für beide Augen.
- Ernsthafte Risiken liegen unter 1% - sollte man sich nicht verrückt machen. Wichtig ist in der Tat ein erfahrener Operateur.
- Heute lasert man beide Augen in einer Sitzung im Abstand von ca. 15 - 30 Min. Regelmäßige Nachkontrollen sind sehr wichtig, um evtl. Probleme frühzeitig zu erkennen!
- Linsenträger sollten 10-14 Tage vor den Voruntersuchungen bzw. Eingriff KEINE Linsen mehr tragen - Ersatzbrille nehmen.
- Per Lasik lassen sich Sehfehler im Bereich ca. +3 bis -9/-10 dpt und/oder in Kombination Hornhautverkrümmung + bis - 4 dpt korrigieren.
- Schmerzlos - keine Spritzen.
- Älter als 18 Jahre (das Auge muss ausgewachsen sein)
- Sehfehler innerhalb des letzten Jahres stabil geblieben.
- Altersweitsichtigkeit kann man (noch) nicht korrigieren, d.h. ab ca. 45 wird auf alle Fälle eine Lesebrille fällig!!
Es gibt jede Menge guter Websites, die alles genau erklären. Einfach „LASIK“ in Suchmaschine eingeben - man hat dann auch gleich 'ne passende Klinik in der Nähe.
Viel Erfolg
Ciao Pit
Es gibt auch noch diese permanente Linse
Hi!
Was kann ich Dich verstehen! Auch ich bin sehr kurzsichtig und würde gerne - aber das Geld ist mir noch zu schade…
By the way - es gibt auch die Möglichkeit sich eine „Kontaktlinse“ permanent einsetzen zu lassen. Frage mich jetzt nicht nach genauerem, aber der Vorteil soll sein, dass diese auch tauschbar ist, wenn sich die Werte verändern…
Grüße
Guido
Stimmt, es gibt welche, die kann man vor die Pupille „klemmen“ mit guter Vorhersagbarkeit und auch bei sehr starker Kurzsichtigkeit einsetzbar und welche, die schwimmen hinter der Pupille auf dem Tränenfilm. Dieser Typ ist allerdings noch nicht ausreichend alltags-getestet. Dann gibt es auch intercorneale Ringe (ICR), die neben dem Sehzentrum eingepflanzt werden können - alle haben den Vorteil, dass sie wieder explantiert werden können. Der Augenarzt sollte individuell über die verschiedenen Möglichkeiten aufklären können und etwas zu den Kosten sagen.
Gruß Pit
fast genaue antwort
Hallo Lucky!
Wenn von Euch jemand damit Erfahrung hat, oder
mir Infos über das wie, wo und wie teuer geben kann, bin ich
um jede Antwort dankbar.
Art der OP:
Aufenthaltsdauer insgesammt max 3 Tage: 1 Tag Aufnahme, 2Tag OP, 3 Tag Verbanswechsel und Entlassung. Es werden nie beide Augen auf einmal operiert! Wär ja blöde, da würdest Du am OP Tag nix mehr sehen.
Am Vorabend ab 22 nichts mehr Essen und trinken
OP Tag:
Op wird in Örtliche Betäubung gemacht, auf Wunsch auch Vollnarkose ( ist aber meist nicht nötig)
Die Hornhaut wird mittels eines Lasers korrigiert. Sie wird zu gut deutsch „abgeschliffen“. Der Eingriff dauert unterschiedlich lang, je nach Stärke der Verkrümmung. Aber 30 Minuten ist Maximum (mit allem drum und dran)
Nach OP hast Du für 24 Stunden einen Augenverband.
Teilweise können nach Op starke Schmerzen auftreten die mit Tramal i.v. oder Dolantin i.m. behandelt werden. Das wirkt recht gut.
Am nächsten Tag ist Verbandwechsel, der Verband kommt weg, Deine Brille als Schutz reicht völlig aus.
Dann bekommst Du zwischen 3 und 5 mal täglich Augensalbe verschrieben und ein Augengel zum befeuchten. Namen nenn ich hier nicht, wegen der Werbung.
Nach ca 4 -6 Wochen kann das andere Auge gemacht werden. Diese Zeit wartet man damit man sich ganz sicher ist, daß das OP Auge ohne Befund ist.
Die Kosten übernehmen die Kassen noch nicht, allerdings habe ich von Einzelfällen gehört, bei denen die Kasse zugesponsert hat. Da kommt es dann auf die Dioptrinzahl an und auf den weiteren Verlauf, d.h. in welchem Zeitraum eine weitere Sehverschlechterung zu erwarten ist.
Kosten liegen ca bei 2500 € für die OP, pro Auge. Da ist aber der Krankenhausaufenthalt nicht unbedingt miteinberechnet.
Zum Schluß noch: Diese Methode ist relativ jung, es gibt noch keine Langzeitstudien. Somit ist man sich auch nicht ganz sicher, wie es sich mit evtl Vernarbungen im Alter verhält, oder wie die HH darauf reagiert, wenn im Alter evtl ander Augen OPs durchgeführt werden.
Gruß Natascha
Zur Richtigstellung:
Es gibt 2 Arten der Laserkorrektur - PRK (wie unten beschrieben) und LASIK, die die z.Zt. bevorzugte Methode ist aus verschiedenen Gründen.
Aufenthaltsdauer insgesammt max 3 Tage: 1 Tag Aufnahme, 2Tag
OP, 3 Tag Verbanswechsel und Entlassung. Es werden nie beide
Augen auf einmal operiert! Wär ja blöde, da würdest Du am OP
Tag nix mehr sehen.
Nicht richtig. Nur in Ausnahmefällen wird stationär behandelt - ambulant ist absolut üblich. Heute operiert man bei Lasik beide Augen an einem Tag im Abstand von 30 Min. Die Sehfähigkeit ist aufgrund der besseren Methode sofort vorhanden bzw. spätestens am nächsten Tag fast optimal, auf alle Fälle ohne Hilfsmittel möglich.
Op wird in Örtliche Betäubung gemacht, auf Wunsch auch
Vollnarkose ( ist aber meist nicht nötig)
Wozu? Da der Eingriff schmerzlos ist und dazu recht kurz wäre eine Vollnarkose eine absolut unnötige und belastende Betäubung. Die Augen werden mit Tropfen schmerzfrei getropft, ein Beruhigungsmittel kann gegeben werden und das ist alles!
Teilweise können nach Op starke Schmerzen auftreten die mit
Tramal i.v. oder Dolantin i.m. behandelt werden. Das wirkt
recht gut.
Bei der Lasikmethode dürfen keine Schmerzen auftreten, das wäre ein Notfall. Bei der PRK sind Schmerzen allerdings die Regel.
Am nächsten Tag ist Verbandwechsel, der Verband kommt weg,
Deine Brille als Schutz reicht völlig aus.
Kontrolluntersuchungsintervalle müssen unbedingt eingehalten werden, um möglichst frühzeitig auf Probleme reagieren zu können. Deine Brille brauchst du nach Lasik (hoffentlich) nie mehr! Und als Schutz schon gar nicht. Am ersten Tag nach OP kann man eine medizin. Kontaktlinse als Schutz tragen - muss aber nicht sein.
Die Kosten übernehmen die Kassen noch nicht, allerdings habe
ich von Einzelfällen gehört, bei denen die Kasse zugesponsert
hat.
Gesetzl. KK dürfen nicht zuschießen oder bezahlen, private tun es manchmal. Verhandlungsgeschick.
weiteren Verlauf, d.h. in welchem Zeitraum eine weitere
Sehverschlechterung zu erwarten ist.
Wer operiert, obwohl mit einer Verschlechterung zu rechnen ist, ist ein SCharlatan - dann darf man nicht operieren. Der Sehfehler muss konstant geblieben sein innerhalb des letzten Jahres.
Kosten liegen ca bei 2500 € für die OP, pro Auge. Da ist aber
der Krankenhausaufenthalt nicht unbedingt miteinberechnet.
Na ja, wer’s bezahlt. Normalerweise leiegen die Kosten incl. aller Leistungen vor und nach der OP bei 4000 Euro für beide Augen und Lasik. PRK ist billiger.
Zum Schluß noch: Diese Methode ist relativ jung, es gibt noch
keine Langzeitstudien. Somit ist man sich auch nicht ganz
sicher, wie es sich mit evtl Vernarbungen im Alter verhält,
oder wie die HH darauf reagiert, wenn im Alter evtl ander
Augen OPs durchgeführt werden.
Na ja, was heißt jung. PRK gibts schon länger und auch Lasik ist wissenschaftl. anerkannt, d.h. ausreichend Ergebnisse für Langzeitvorhersagen liegen vor.
Gruß Pit
Hallo PiT!
Es gibt 2 Arten der Laserkorrektur -
Hab ich nicht bestritten:smile:
Nicht richtig. Nur in Ausnahmefällen wird stationär behandelt
Oh bei uns in der Augenklinik war das wie beschrieben, davon habe ich berichtet. Gut ich darf auch nicht vegessen, daß das Durchschnittsalter ziemlich hoch bei unseren Patienten ist. Deswegen wird da nicht viel ambulant gemacht.
Heute operiert man bei Lasik
beide Augen an einem Tag im Abstand von 30 Min.
s.o.
Wozu? Da der Eingriff schmerzlos ist und dazu recht kurz wäre
eine Vollnarkose eine absolut unnötige und belastende
Betäubung.
Schmerzlos? Das haben mir Patienten anders berichtet und ich habe es auch anders erlebt. Es ist ja keine banale ALC Laserung oder so. Ja und ich sagte auf Wunsch wird es in Vollnarkose gemacht.Das ist also kein Standard, sondern ausdrücklich auf Wunsch des Patienten und etliche wollen dies so.Da kann man zehntausendmal erklären, hilft alles nix.
Die Augen werden mit Tropfen schmerzfrei getropft,
ein Beruhigungsmittel kann gegeben werden und das ist alles!
Kerakain wird als Lokalanästhetikum angesehen, auch wenn es so nicht genau stimmt. Aber ich habe mir erlaubt, daß nicht bis ins Detail zu erörtern, darum sagte ich ja : Eine fast genaue Antwort 
Manchmal wird aber auch eine Retrobulbäre gesetzt, daß entscheidet der behandelnde Arzt, je nach dem. Warum er dann genau diese Methode bei einer Laserung wählt, weiß ich auch nicht.
Bei der PRK sind Schmerzen allerdings die
Regel.
Ich dachte bei dem Anfangsbericht, daß es eben nur um PPK geht, da hab ich mich wohl zu undeutlich ausgedrückt.
Kontrolluntersuchungsintervalle müssen unbedingt eingehalten
werden,
Das versteht sich von selbst, meiner Meinung nach
Und als Schutz schon gar nicht. Am ersten Tag nach OP
kann man eine medizin. Kontaktlinse als Schutz tragen - muss
aber nicht sein.
Oh ja aber die Kosteneinsparung in den lieben Krankenhäusern…da wird schneller gesagt:„Halten Sie heute die Brille noch auf, damit sie nicht im Tran im Auge reiben und morgen brauchen Sie sie nicht mehr“ Richtig ist das auf keinen Fall.
Gesetzl. KK dürfen nicht zuschießen oder bezahlen, private tun
es manchmal. Verhandlungsgeschick.
Die Sehverschlechterung wird oft bei den Verhandlungen mit den Krankenkassen angegeben. Ich spreche hier nur von privaten KK. Da wird dann von Patient als Begründung genannt, wenn die Sehverschlechterung innerhalb der nächsten 4 -5 Jahre um soundsoviel steigt ect. Manche Kassen lassen sich davon breitschlagen
Sehfehler muss konstant geblieben sein innerhalb des letzten
Jahres.
Ja das stimmt. Aber ein Jahr ist manchmal eine sehr kurze Zeit und Sehverschlechterungen halten sich nicht an die Zeit.
Na ja, wer’s bezahlt.
Meist Privatversicherte, nach meiner Erfahrung und es kommt drauf an wer operiert. Beim Herrn Chefarzt muß eben mehr gelöhnt werden, als beim Herrn Oberarzt.
Na ja, was heißt jung. PRK gibts schon länger
Es gibt soviel ich weiß, keine Langzeitstudien von 15 bis 20 Jahren und an denen wären die Auenärzte interessiert.
Gruß Natascha