Atopisches Ekzem?

Hallo Mediziner und Experten,

seit Monaten habe ich um die Naseneingänge und den Nasobialfalten entlang einen schmerzenden ‚Ausschlag‘. Kleinere Flächen sind auf dem rechten Lid und auf den Stirnfalten. Wenn ich Kaban (kortisonhaltige Salbe) benutze, ist es fast über Nacht weg, zumindest die Pickel sind verschwunden, nur die Rötung ist noch da. Laß ich Kaban weg und nehme Kamillosan oder Nachtkerzenölsalbe oder was anderes, fängt es nach ein paar Tagen wieder an zu blühen.
Allergietest ergab: absolut keine allergischen Reaktionen.
Was kann ich tun, damit das endlich wegbleibt?

Danke für Eure Antworten
Gruß Marlene

Hallo Marlene,

seit Monaten habe ich um die Naseneingänge und den
Nasobialfalten entlang einen schmerzenden ‚Ausschlag‘.
Kleinere Flächen sind auf dem rechten Lid und auf den
Stirnfalten. Wenn ich Kaban (kortisonhaltige Salbe) benutze,
ist es fast über Nacht weg, zumindest die Pickel sind
verschwunden, nur die Rötung ist noch da. Laß ich Kaban weg
und nehme Kamillosan oder Nachtkerzenölsalbe oder was anderes,
fängt es nach ein paar Tagen wieder an zu blühen.
Allergietest ergab: absolut keine allergischen Reaktionen.
Was kann ich tun, damit das endlich wegbleibt?

Du kannst dir natürlich ständig Cortison draufschmieren, aber das scheint nicht dein Wunsch zu sein.
Mit dem Verschmieren irgendwelcher Salben ist so ein Ekzem in der Regel nicht zu behandeln, sondern nur zu unterdrücken.
Wenn du Heilung und nicht nur Unterdrückung möchtest, dann solltest du dir einen Behandler suchen, der nicht nur ein
(Salben)Schmierer ist, sondern sich die Mühe macht, nach den Ursachen zu suchen.
Ob es sich um ein atopisches Ekzem handelt kann ich aus der Ferne nicht beurteilen, halte dies aber eher für unwahrscheinlich.
Gruß
KH

Atopie unterdrücken
Hallo Marlene,

ohne mich an diagnostisches heranwagen zu wollen, kann ich Dir sagen, daß man seit heuer ein atopisches Ekzem ohne Kortison nebenwirkungsfrei und auf Dauer vollständig unterdrücken kann.

Die Wundersalbe heißt Protopic von Fujisawa (vormals Klinge). Mit dem Wirkstoff gibt es langjährige Erfahrungen in der Transplantationsmedizin, in der Salbe ist er jedoch ungleich niedriger dosiert.

Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Marlene,

Die Diagnose eines atopischen Ekzems kann nur gestellt werden, wenn mindestens drei diagnostische Kriterien Erster Ordnung und gleichzeitig mindestens drei diagnostische Kriterien Zweiter Ordnung erfüllt sind. Die Erkrankung kann nur aufgrund eines Bündels von Merkmalen bei der körperlichen Untersuchung erkannt werden. Siehe folgender Link:
http://yavivo.lifeline.de/Erkrankungen/Atopisches_Ek…

Ein Neurodermitiker hat nicht zwangsläufig einen positiven Allergietest, obwohl sein Allergiepotential idR. recht hoch ist. Andererseits werden die meisten Allergietests als Screenings gemacht, in denen nur die bekanntesten Allergene und oftmals im Pool, getestet werden. War ein Test negativ, heißt das noch lange nicht, dass man nicht doch allergisch auf bestimmte Stoffe reagiert. Alle können ja nicht getestet werden. Meistens merkt man schon selbst, dass z. B. eine best. Sorte Toilettenpapier nicht vertragen wird, oder eine Gesichtskosmetik. Diese Artikel sollte man unbedingt auch mitbringen, wenn ein Test bevorsteht.

Der Dermatologe stellt aufgrund verschiedener, vorhandener o.a. Kriterien die Diagnose.
Die Ausprägung der Erkrankung kann sehr unterschiedlich sein: der eine leidet unter ständigen Schüben, und der andere bekommt nur selten Schübe z. B. in starken Stresssituationen, die durch bestimmte Nahrungsmittel, Wolle oder Zigarettenqualm z. B., begünstigt werden können. Beim Austesten ist man selber sehr gefordert.
Bisher wurden bei schlimmen Schüben zeitlich begrenzt Kortisonsalben verschrieben.
Bestrahlung mit UV-B 311 nm von Oktober bis April, bzw. Rausgehen an das Tageslicht, wann immer möglich helfen. In der Sommerzeit bessern sich die Symptome im Gesicht und an Hautstellen, die etwas an die Sonne kommen, merklich.

Doch wie bereits erwähnt, gibt es mittlerweile andere kortisonfreie Salben, u. a. ein Extrakt aus dem in Japan gezüchteten Pilz Tacrolimus. Die daraus hergestellte Salbe heißt „Protopic“. Sie ist seit Anfang des Jahres in Deutschland zugelassen, sie ist sehr teuer, wird aber im Bedarfsfall vom Hautarzt verschrieben. Sie kuriert zwar auch nur die Symptome, weil Neurodermitis in diesem Sinne nicht heilbar ist (abgesehen von Stressbewältigung, Weglassen bestimmter Auslöser, usw., ansonsten genetische Disposition) Aber sie hat so gut wie keine Nebenwirkungen, macht keine Hautverdünnung wie Kortison. Es kann anfangs lediglich mal zu einem lokalem Jucken kommen.

Gruß, Renate

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Protopic nicht so teuer
Ist nämlich äußerst ergiebig.

Es gibt Protopic mit 0,1 mg und mit 0,03 mg Tacrolimus. Die 0,03-Tube kostet so 90 Euros.
Mein ziemlich schwer atopischer Sohn hat die erste Tube Protopic im Mai bekommen (Krankenkasse hat bezahlt), und es ist immer noch ordentlich was übrig.

Gruß,

Wolfgang Berger

Herzlichen Dank für Eure Antworten, die mir sehr geholfen haben. Ich habe schon einen Termin beim Dermatologen und hoffe, Protopic verschrieben zu bekommen (auf KK). Ich denke, dass es sich bei mir um die sog. Minimalvariante des Ekzems handelt (prima Link, danke!)

Renate, zu Deinem posting möchte ich gerne noch etwas anmerken: Es gibt eine Möglichkeit, alle Stoffe zu testen, auf die man allergisch reagieren könnte. Möglich ist das mittels Mora-Therapie, die ich habe anwenden lassen:

„Eine jahrelang bewährte Behandlungsform in der Biokybernetischen Medizin stellt die MORA- Therapie dar. Im Gegensatz zu den vorab genannten Therapien benutzt sie die elektromagnetischen Informationen der körpereigenen Schwingungen, die der aktuellen, biochemischen Situation entsprechen. Durch elektronische Bearbeitung und Modulierung dieser Informationen ist es möglich, nach deren Rückgabe, das physikalische und damit auf Dauer das biochemische Milieu im Körper des Patienten zu verändern und somit gezielt Heilungsvorgänge einzuleiten. Wie bei der Elektroakupunktur lassen sich Substanzinformationen auf Verträglichkeit bzw. Unverträglichkeit testen und übertragen, womit die MORA-Therapie-Wirkung zusätzlich gesteigert werden kann“ http://www.biophysics.nl/mora.htm).

Viele Grüße
Marlene