Kapaltunnelsyndrom nach dauerhaften Schlägen?

Hallo zusammen,

wie hilflos steht der Jurist doch oft vor medizinischen Fragestellungen wie der obigen. Kann man ein Kapaltunnensyndrom durch über Jahre ständig ausgeführte Stockschläge auf Hand und Handgelenk (mit)verursachen?

Gruß vom Wiz

hallo!!

wie hilflos steht der Jurist doch oft vor medizinischen
Fragestellungen wie der obigen. Kann man ein
Kapaltunnensyndrom durch über Jahre ständig ausgeführte
Stockschläge auf Hand und Handgelenk (mit)verursachen?

würde ich mit ja beantworten.
wenn die schläge kleine verletzungen hervorrufen die anschliessend vernarben und man das ganze „hobbymässig“ betreibt dann wird nach und nach der raum im karpaltunnel enger und enger.

wesentlich wichtiger ist aber bei CTS die halswirbelsäule. wenn die entsprechenden nerven dort schon unter druck geraten dann reichen in der peripherie kleinigkeiten aus um die symptome auszulösen.

tschüss

matthias

Hallo Matthias,

kannst Du mir mehr zu der HWS-Geschichte erzählen? Es geht hier darum, dass jemand über Jahrzehnte im Haushalt (teilweise auch Großküche) gearbeitet hat, und ständig mit einem Gehstock auf die Hände und Handgelenke geschlagen wurde. Jetzt stellt sich mir die Frage, inwieweit ich als Mitursache für das CTS die Schläge erfolgreich einführen kann, um dann hierfür Schmerzensgeld verlangen zu können. Macht es Sinn, in diese Richtung weiter zu denken, oder wird man da gleich abgebügelt mit dem Hinweis, die Erkrankung könne nicht in einen Kausalzusammenhang mit den Schlägen gebracht werden? Bevor ich mich da jetzt bei den behandelnden Ärzten lächerlich mache, hätte ich da gerne mal eine Einschätzung.

Gruß vom Wiz

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hallo!!

als vergleich nehmen wir einen gartenschlauch. der stellt den nerv dar der (mehr oder weniger) von der hws in den arm runterläuft. wichtig ist dass am ende genügend wasser rauskommt (oder wie darwin so schön schreibt „nerve force“ :wink:)).

kommt es weit „oben“ (hws, schulterbereich) zu einer kompression des nerven/schlauchs so wird dieser schlecht ernährt und ist weiter unten erhöht anfällig.
dann gibt es die „bekannten“ symptome.

nur den nerven/schlauch am handgelenk zu behandeln zeigt in vielen fällen ungenügende erfolge-weil die ernährung von oben her nicht stimmt-dann muss man eben dort ansetzen.

ich habe viele patienten schon selber behandelt deren hand/armsymptome durch reine hws behandlung deutlich besser wurden bzw. ganz verschwunden sind.

andere ursachen gibt es jede menge-ich glaube übermässiger alkoholkonsum ist auch noch ein faktor.
daher: die schläge stellen (m.E.) nach sicher einen beitragenden faktor dar-kausalzusammenhang wird man aber wahrscheinlich nicht nachweisen können da es zu viele andere ursachen gibt.

tschüss

matthias

p.s. frag doch mal in einer handklinik, z.b. bad neustadt nach.

kannst Du mir mehr zu der HWS-Geschichte erzählen? Es geht
hier darum, dass jemand über Jahrzehnte im Haushalt (teilweise
auch Großküche) gearbeitet hat, und ständig mit einem Gehstock
auf die Hände und Handgelenke geschlagen wurde. Jetzt stellt
sich mir die Frage, inwieweit ich als Mitursache für das CTS
die Schläge erfolgreich einführen kann, um dann hierfür
Schmerzensgeld verlangen zu können. Macht es Sinn, in diese
Richtung weiter zu denken, oder wird man da gleich abgebügelt
mit dem Hinweis, die Erkrankung könne nicht in einen
Kausalzusammenhang mit den Schlägen gebracht werden? Bevor ich
mich da jetzt bei den behandelnden Ärzten lächerlich mache,
hätte ich da gerne mal eine Einschätzung.

Gruß vom Wiz

hallo!!

wie hilflos steht der Jurist doch oft vor medizinischen
Fragestellungen wie der obigen. Kann man ein
Kapaltunnensyndrom durch über Jahre ständig ausgeführte
Stockschläge auf Hand und Handgelenk (mit)verursachen?

würde ich mit ja beantworten.
wenn die schläge kleine verletzungen hervorrufen die
anschliessend vernarben und man das ganze „hobbymässig“
betreibt dann wird nach und nach der raum im karpaltunnel
enger und enger.

wesentlich wichtiger ist aber bei CTS die halswirbelsäule.
wenn die entsprechenden nerven dort schon unter druck geraten
dann reichen in der peripherie kleinigkeiten aus um die
symptome auszulösen.

tschüss

matthias

Hallo,

hier dürfte die Datenlage zu dünn sein. Ich nehme mal an, dass es keine Präzedensfälle gibt, die haben Sie sicher schon nachgesehen.

Die Ursache eines Karpaltunnelsyndroms ist nicht gekläret. Die Erkrankung ist eine Verdickung einer einzigen Bandstruktur am Handgelenk (Innenseite) und der Hohlhand. dadurch wird der hier zwischen Knochen und Band in einem Tunnel verlaufende Nerv eingeengt und geschädigt. Es gibt keinerlei bekannte Ursache ausser Unfälle, die den Tunnel durch den der Nerv zieht, stark einengen (Knochenbrüche). Das Karpaltunnelsyndrom tritt auch bei Patienten auf, die keine schwere körperliche Arbeit leisten und muss auch nach Knochenbrüchen nicht auftreten.

Sie müssten also den Beweis führen, dass dieses Syndrom nur auf Grund der Schläge eingetreten ist, und sonst nicht eingetreten wäre. Sie werden aber wahrscheinlich keinen Gutachter finden, der Ihnen genau diese Meinung vertritt.

Diesen Prozess können Sie nur bei schlafmützigen Anwälten der gegenseite gewinnen.

Mit freundlichen Grüßen.

Dr. J. Sauer

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Kapatalmailsyndrom
Hallo
Ich wollte dem Dr. Sauer meine Erkenntnisse mitteilen , aber so wird das nix .
MfG