Impfen von Babys

Hallo!
Wer kann mir Infos zum Thema Impfen von Babys geben?
Welche Impfungen sind sinnvoll?
Ich bin über jede Info dankbar.

Elke

Mahlzeit!

Wer kann mir Infos zum Thema Impfen von Babys geben?

Grundsätzlich wohl jeder Kinderarzt. Die direkte Nachfrage beim Arzt Deines Vertrauens sollte Erfolgversprechend sein.

Alternativ kannst Du Dich vorab auch hier http://www.rki.de/GESUND/IMPFEN/IMPFEN.HTM?/GESUND/I… informieren.

Welche Impfungen sind sinnvoll?

Unter dem obigen Link findest Du eine Aufstellung der von der Ständigen Impfkommission beim RobertKochInstitut empfohlenen Impfungen.

Wenn Dich meine persönliche Meinung interessiert: Jede dieser empfohlenen Impfungen ist sinnvoll. Lieber eine Impfung zuviel, als eine zuwenig.

Ich bin über jede Info dankbar.

Bitte schön. Weitere Fragen dazu beantworte ich gern.

Gruß vom

Dicken MD.
*dessenKindervollständiggeimpftsind*

Hallo Elke !

Lebst Du in irgendeinem afrikanischen Kral und traust dem Medizinmann nicht?

Sollte es um Dein Kind gehen, muß man sich aber an den Kopf fassen und sich fragen …

Gruß max

Hi,

ich kann dem Dicken nur zustimmen!
Sicher haben auch Impfungen ihre Risiken, aber der Nutzen überwiegt deutlich.
Das Argument, ein Mensch müsse, um sein Imunsystem zu stärken, die Infektionen durchmachen, halte ich für verantwortungslos! Ich halte übertriebene Hygiene für falsch (in unserem Haushalt gibt es z.B. kein Desinfektionsmittel und wir nutzen Waschwindeln), aber es gibt bestimmte Krankheiten, deren Komplikationen so schwerwiegend sein können, daß ich sie meinem Kind ersparen will. Es bleiben beileibe noch genügend Erreger übrig, mit denen das Immunsystem meines Sohnes trainieren kann.

Gruß Stefan

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Elke,
Das Thema „Impfen“ wird heute zunehmend kritisch diskutiert.
Zu einer umfangreichen Information gehören auch die Argumente der Impfgegner.
Beispiel: http://www.impfkritik.de/

Gruß
KH

Hi Goosi,

Sicher haben auch Impfungen ihre Risiken, aber der Nutzen
überwiegt deutlich.

wir haben da etwas differenzierter gehandelt. Einige Impfungen haben wir durchführen lassen (Tetanus, Polio), andere nicht (Windpocken, Mumps …).
Das geschah übrigens in Absprache mit unserem Kinderarzt.

Es bleiben beileibe noch genügend
Erreger übrig, mit denen das Immunsystem meines Sohnes
trainieren kann.

Es gibt inzwischen Hinweise, daß es neben der Unzahl von unnützen Chemikalien (Aromastoffe, Farbstoffe …) durchaus auch sein kann, daß ein unterfordertes Immunsystem sich gegen den eigenen Körper wendet und Allergien auslösen kann. Das Immunsystem wurde über Jahrmillionen trainiert, gegen alles mögliche zu kämpfen und man kann es nicht mal eben auf die ruhige Bank schieben. Hat es nichts zu tun, sucht es sich was, sei es nun irgend was eigentlich ungefährliches (Allergen) oder eben der eigene Körper; klingt für mich logisch.

Gandalf

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Hallo Gandalf,

wir haben da etwas differenzierter gehandelt. Einige Impfungen
haben wir durchführen lassen (Tetanus, Polio), andere nicht
(Windpocken, Mumps …).
Das geschah übrigens in Absprache mit unserem Kinderarzt.

Ihr seid die Eltern und ich bin mir sicher, daß ihr nach besten Wissen und Gewissen handelt. Da Ihr Eure Entscheidung auch noch in Absprache mit Eurem Kinderarzt gefällt habt, werde ich nicht im Traum daran denken diese Entscheidung zu kritisieren.
Auch eine Entscheidung von Eltern ihr Kind überhaupt nicht zu impfen, halte ich zwar für verantwortungslos, aber ein wirkliches Urteil steht mir darüber nicht zu. Es ist nun mal eine Tatsache, daß es auch Mediziner gibt, die Impfungen ablehnen und dafür gute (und begründbare) Gründe haben.

Es gibt inzwischen Hinweise, daß es neben der Unzahl von
unnützen Chemikalien (Aromastoffe, Farbstoffe …) durchaus
auch sein kann, daß ein unterfordertes Immunsystem sich gegen
den eigenen Körper wendet und Allergien auslösen kann. Das
Immunsystem wurde über Jahrmillionen trainiert, gegen alles
mögliche zu kämpfen und man kann es nicht mal eben auf die
ruhige Bank schieben. Hat es nichts zu tun, sucht es sich was,
sei es nun irgend was eigentlich ungefährliches (Allergen)
oder eben der eigene Körper; klingt für mich logisch.

Ob es einen solchen Mechanismus gibt weiß ich nicht. Ansonsten kann ich aber nur dick unterstreichen, daß man dem Immunsystem genug Trainigsmöglichkeiten verschaffen muß.
Mein Sohn wächst sicher nicht in einer keimarmen Umgebung auf. Da wir zwei Vögel haben, die nicht nur im Käfig gehalten werden, möchte ich nicht wissen, wieviel von deren Kot unser Sonnenschein schon verdrückt hat. Da sie aber nicht mit Wildtieren in Berührung kommen, bin ich mir relativ sicher, daß sie keine schweren Erkrankungen übertragen.
Auch kommt mir kein Desinfektionsmittel ins Haus (es sei denn ein Familienmitglied erkrankt an einer schweren Infektion, vor der der Rest der Familie geschützt werden muß) und unser Sohn hat im freien schon so manchen Mist gefuttert und spielt regelmäßig mit Sand und Dreck.
Meine Mutter sagte immer: „Sieben Kilo Dreck braucht der Mensch im Jahr“, und diesen Satz empfinde ich wirklich als treffend.

Aber ich bin auch der festen Überzeugung, daß ich dem Immunsystem meines Sohnes keine Trainingsmöglichkeiten vorenthalte, wenn ich ihn gegen einige, im Krankheitsverlauf möglicherweise sehr schwere, Krankheiten impfen lasse.
Effektives Training für das Immunsystem ist nicht der Kampf gegen eine sehr schwere Krankheit, sondern der tägliche Umgang mit allen möglichen verschiedenen Erregern.
Wenn Eltern das Immunsystem ihrer Spösslinge unterfordern, dann nicht deshalb weil sie impfen lassen, sondern weil sie die Umwelt des Kindes möglichst keimarm halten. Es ist ein himmelschreiender Schwachsinn, in einem normalen Haushalt ohne Kranke, Toiletten oder sonstiges zu desinfizieren!

Gruß Stefan

P.S.: Gerade die als harmlos geltende Kinderkrankheit Masern hat gelegentlich einen sehr schweren Verlauf, in dessen Folge die betroffenen Kinder schwerbehindert zurückbleiben.

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Hallo Elke !

Lebst Du in irgendeinem afrikanischen Kral und traust dem
Medizinmann nicht?

Wir sind zwar für jede Antwort dankbar, aber…

Sollte es um Dein Kind gehen, muß man sich aber an den Kopf
fassen und sich fragen …

was willst du eigentlich sagen?

Gruß max

Eine neue Studie ergab, das Frauen nach Infektionen im Kindesalter (Masern, Mumps. Röteln und Windpocken) als Erwachsene ein bis zu zweieinhalbfach erhöhtes Risiko, an Allergien zu erkranken, haben.
Danish Epidemiology Science Center Kopenhagen.
Gruß
Rainer

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Pflichtimpfungen…
Liebe Elke,

nu nochmal von meiner Seite. Ich bin absolut nicht für jede erhältliche Impfung, da auch ich meine, dass gewisse Krankheiten ein gutes Training für das Immunsystem sind. Allerdings halte ich die Impfungen, die auch das Robert-Koch-Institut dringend empfiehlt, für Pflicht, aus folgenden Gründen:

Tetanus: Sollte jeder Mensch haben, weil die Auswirkungen der Krankheit (Tod oder mehrere Wochen künstliche Beatmung, bis die gelähmten Atemmuskeln das Gift überwunden haben) nicht wirklich witzig sind.

Diphtherie: Haben wir wieder in Deutschland, geht entweder tödlich aus oder mit schlimmer Erkrankung, auch hier Tod durch Ersticken, da der Rachen mit einem festen Gewebe überzogen wird. Kann man komplikationsfrei zusammen mit Tetanus machen und sollte auch beim Erwachsenen wie Tetanus alle 10 Jahre aufgefrischt werden.

Pertussis (Keuchhusten): Wer einmal ein Keuchhustenkind 4 Wochen lang in der Kinderklinik sich die Lunge aus dem Hals husten hören hat, lässt sein Kind dagegen impfen. Ist zwar nicht tödlich aber im Vergleich mit Windpocken arg quälend. Als Erwachsener liegt man noch mehr auf der Nase damit (habe ich bei einem Fachkollegen gesehen, der sich an seinen kleinen Patienten angesteckt hat… Lucky me: ich bin geimpft…).

Polio (Kinderlähmung): Weltweit immer noch zu viele Fälle. Die, die’s überleben, haben meist bleibende Schäden und sind körperlich behindert. Ferner gibt es Dauerausscheider von Leuten, die möglicherweise gar nicht daran erkrankt sind oder noch eine von den früher gegebenen Lebendimpfungen bekommen haben. Alle 10 Jahre auch als Erwachsener auffrischen, da zwar Deutschland im Allgemeinen gut durchgeimpft ist, aber das Ausland (wo man’s selbst mit einschleppt oder wo’s von anderen mitgebracht wird) eben nicht.

MMR (Mumps, Masern, Röteln): Nicht für Babies, erst ab 12. Lebensmonat. Halte ich im Gegensatz zu manch anderem auch für eine Pflichtimpfung, wegen der Komplikationen (s.u.) und weil es sich um Viruserkrankungen handelt, die man - wenn man sich angesteckt hat - durchstehen muss und es keine Antibiotika (wie für bakterielle Infektionen) dagegen gibt.
Masern hat ziemlich schwere Komplikationen in einer für meinen Geschmack zu hohen Prozentzahl (Ohren-/Lungenentzündungen bei ca. 15% in den Industrieländern, Gehirnentzündungen akut bei 1:2000, chronisch nach Jahren bei 1:200000 Patienten mit jeweils hoher Rate an bleibenden Schäden und Todesfällen).
Mumps zu Entzündungen aller Drüsen (auch Bauchspeicheldrüse, Sexualorgane [Sterilität bei Jungen bis 25%]), Gehirnhautentzündung (10%) und Hörverlust führen.
Röteln in der Schwangerschaft (und man steckt sich ziemlich schnell damit an) führt beim Baby zu schweren Augen-, Ohren-, Herz- und Hirnstörungen. Beim Erkrankten kann es zu Gehirnentzündungen, Hautblutungen und Gelenksentzündungen kommen, auch nicht so witzig.

Hämophilus-Influenzae-B: häufigster Erreger für Lungenentzündung und Hirnhautentzündung bei Kindern, daher wegen häufiger Komplikationen, Dauerschäden und akuter Lebensgefahr auch meiner Meinung nach Pflichtimpung.

Hepatitis B: Gehört mittlerweile auch zu den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, da eine Infektion zu einer chronischen Erkrankung mit der Folge einer Leberzirrhose und dem kompletten Organausfall führen kann. Die Lebertransplantation macht nicht wirklich Spaß und heilt nicht immer die Grunderkrankung. Solange diese Impfung von den Kassen für Kinder bezahlt wird, sollte man dies nutzen, da der Anteil der Erkrankten auch in Deutschland immer mehr steigt.

Über alle anderen Impfungen kann man sich unterhalten, z.B. Windpocken. Diese sind meiner Meinung nach nur bei Kindern notwendig, die es mit ihrem eigenen Immunsystem (wg. einer chronischen Erkrankung: HIV, angeborener Immundefekt, Krebs) nicht schaffen würden.

Aber die oben genannten sind meiner Meinung nach unerlässlich und ich bekomme jedes Mal Aggressionen, wenn ich im Ärzteblatt oder der Zeitschrift vom RKI die Erkrankungszahlen bei manchen Masernepidemien lese. Viele Eltern machen sich die Folgeschäden und übrigens auch nicht den akuten Krankheitsverlauf, der meist ja langwierig und schwerwiegend ist, nicht klar und erst wenn man „mittendrin“ ist, kommt das große Lamentieren.

Claudia Franke

Viren und KIGA
Hallo liebe Claudia,

Über alle anderen Impfungen kann man sich unterhalten, z.B.
Windpocken.

Wir hatten küzlich im KIGA eine Ärztin da, die eine medizinische…Informationsveranstaltung…triffts am ehesten abhielt…die Doktorin meinte aber da, daß es gar keine Impfung gegen Windpocken gäbe…ja wat nu?

Zudem machte mich dieser Vortrag etwas nachdenklich…was ist denn, wenn im KIGA tatsächlich Kinder sind, deren Eltern, oder auch sie selbst Hepatitis B oder HIV positiv sind? Diese Frage konnte ich damals nicht stellen, da ich auch niemandem vor den Kopf stoßen wollte…wie ist da denn aber von Ams Wegen geregelt? Normalerweise erfährt man das ja nicht, wer an was leidet…das ist auch gut so, aber wie erfährt man, ob im eigenen KIGA jemand eine ansteckende Krankheit hat und wie bereitet man die Kinder darauf vor?
Ich mach da keine Panik…hab im Bekanntenkreis ein Paar mit drei Kindern…er Hepatatitis c und B und sie nur B…aber dennoch…die Blutsbrüderschaft mit dem Freund sollte dann passé sein, oder?

Grüße Maja

Liebe Maja,

Wir hatten küzlich im KIGA eine Ärztin da, die eine
medizinische…Informationsveranstaltung…triffts am ehesten
abhielt…die Doktorin meinte aber da, daß es gar keine
Impfung gegen Windpocken gäbe…ja wat nu?

Also, soweit ich gehört habe, kann man beispielsweise HIV-Infizierte gegen Windpocken impfen lassen… Sicher, 'ne Pflichtimpfung, die alltäglich in jeder Kinderarztpraxis zu haben ist, ist das nicht.

Tja, die Sache mit der Hepatitis B/C ist natürlich 'ne heikle… Natürlich wär’s gut, wenn man sagt, dass seine Kinder mit Hepatitis oder einer anderen Erkrankung infiziert sind. Jedoch muss dann (denn es gibt eben auch genug Eltern, die dann absolute Panik veranstalten) gleichzeitig ein konsequenter Aufklärungsuntericht insbesondere der Eltern durchgeführt werden, was die Ansteckungswege angeht. Sex werden die Kleinen wohl kaum haben, aber Blutkontakte sollten eben vermieden werden.

Wie bereitet man also Kinder darauf vor? Ich denke, dass man ihnen einschärft, dass blutige Finger nicht in den Mund gehören, auch nicht, wenn’s der Finger vom besten Freund ist. Das sollte eine Grundregel auch für später sein.

Nach heutigen Impfempfehlungen ist die Grundimmunisierung gegen Hepatitis B in Deutschland mit Beendigung des 1. Lebensjahres abgeschlossen. Bei Eltern mit Hepatitis besteht die Möglichkeit, auch das Neugeborene gleich zu impfen, damit es sich nicht ansteckt, denn natürlich hat nicht jedes Baby Hepatitis oder HIV, weil seine Mutter daran leidet.

Daher denke ich, dass die Ansteckungsgefahr mangels Gelegenheit und bei konsequenter Durchimpfung im Kindergarten und in der Grundschule gering ist.

Gruß,

Claudia

Danke für die Info :smile: owT
.

Hallo Elke,
ich bin froh, meine Tochter (noch) nicht geimpft zu haben (9 Mon.). Kann Dir sehr folgende Lektüre empfehlen:
„Die Impfentscheidungen“ von Dr. Friedrich Graf

Evtl. nur über den Homöopathie-Buchhandel zu beziehen oder über ihn selbst:
F.R. Graf
Sprangsrade Verlag
Hof Sprangsrade
24326 Ascheberg

Alles Gute!
Gabi