Antwort von
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hilfreich
Re: melatonin
Hallo!
Die Wirkung von Melatonin ist Mitte der 90-er Jahre so richtig publik geworden. Dementsprechend wurden Mittel, die Melatonin enthalten, immer wieder von kurzlebigen Firmen angeboten und beworben, weil man ganz gut Geld damit machen konnte oder das zumindest dachte. Das klappte immer so lange, bis die zuständige Arzneimittelbehörde dahinterkam und das Inverkehrbringen dieser Mittel untersagte. Sehr schnell wurde dann eine andere Briefkastenfirma gegründet und dem Kind ein neuer Name gegeben. Jetzt ist das wohl nicht mehr so einfach. Zwischenzeitlich wurde für den Import eines entsprechenden Mittels aus den USA geworben, was aber auch nicht dem Arzneimittelrecht entsprach, weil das Mittel (zumindest damals, ich weiß nicht, ob das jetzt vielleicht anders ist) in den USA keine Zulassung als Arzneimittel hatte, sondern als Nahrungsergänzungsmittel im Verkehr war. Nach deutschem Recht wurde es aber als Arzneimittel eingestuft und hätte somit einer Zulassung bedurft. Der Import von Arzneimitteln durch Privatpersonen ist übrigens nach deutschem Recht auch nicht zulässig, so daß z.B. Bestellungen übers Internet vom Zoll abgefangen werden (wenn er es mitkriegt).
Um die Wirksamkeit eines Mittels zu beweisen, sind etliche aufwendige Studien notwendig. Es reicht nicht, wenn einige Leute festgestellt haben, daß sie mit dem Mittel besser schlafen können. Außerdem werden für die Zulassung als Arzneimittel umfangreiche Unterlagen zu Giftigkeit, Nebenwirkungen usw. gefordert. Folglich kostet die Zulassung eine Menge Geld, das nur investiert wird, wenn es sich wirklich lohnt.
In hohen Dosen hat Melatonin auch eine empfängnisverhütende Wirkung. Mir ist auch etwas von Schäden an der Regenbogenhaut am Auge in Erinnerung, habe dazu aber leider keine Unterlagen mehr gefunden.
Also: abwarten und Melissen-/Baldriantee trinken.
Tschüß,
die Katz