Ausgereifter Organismus?

Hallo zusammen,

mein 3,5 jähriger Sohn ist eine furchtbare Wasserratte…(oder doch ein Fisch?)
Wir gehen daher mit ihm sehr oft schwimmen (Babyschwimmen mit 5 Monaten).
Nun ist es so, daß er bereits schwimmen kann…zwar in keinen so koordinierten Schwimmstil, wie bei einem älteren Kind, aber er kanns. Nun taucht er auch sehr gerne…er hat vor kurzem einen Tauchring bekommen (weil er immer nach meinem Haarkamm getaucht ist)
In der Zwischenzeit taucht er auch im ganz tiefen Wasser 1,80-2,40m nach diesem Ring…seit er vom Urlaub mit meinen Schwiegereltern zurück ist.
Ich hatte Bedenken, wegen dieser Tiefe und dem Druck auf die Ohren und fragte daher den Kinderarzt. Die Antwort die ich bekam, war alles andere als das, was ich erwartet hatte. Anders als ich, legte er den Schwerpunkt nicht auf den Druck aufs Trommelfell, sondern meinte, daß bei einem so kleinen Knirps der Organismus und die Abläufe noch nicht ausgereift seien und er durch zu langes Luft anhalten (er läßt aber Luft beim Abtauchen aus)es unter Umständen zu einem Atem oder Herzstillstand führen kann, bzw, daß das auch noch nachts passieren kann und er dann den plötzlichen Kindstot sterben könnte. Ich solle warten, bis er älter ist. Bei der DLRG werden Schwimmkurse ab 4 Jahren angeboten…klar taucht da nicht jedes Kind schon bis auf den Boden, aber dennoch meine Fragen:
Wie verhält sich das tatsächlich mit dem Tauchen und ab welchem Alter spricht man von einem ausgereiften Organismus?

Kann mir da bitte jemand helfen? Ich will natürlich nicht das Leben meines Kindes gefährden, aber ich will ihm auch nicht die Freude nehmen, wenns denn nicht stimmen sollte. Und vielleicht hat ja auch jemand ähnliche Wasserratten wie ich?
Dankeschön!
Grüße Maja

Schon so oft gelesen und…

…hat denn niemand eine leise Ahnung?

Gruß Maja

Hallo zusammen,

mein 3,5 jähriger Sohn ist eine furchtbare Wasserratte…(oder
doch ein Fisch?)
Wir gehen daher mit ihm sehr oft schwimmen …

Hallo
ich weiß wohl , eine Zeitlang war dieses Babyschwimmen überall zu lesen .
Aber wenn der Kinderarzt sagt , das es nicht unbedingt so gut ist , die Luft so lange anzuhalten ? Da würde ich doch auf Nummer Sicher gehen .
Inwiefern soll man Dir dann helfen können , und bei was denn ?
Dein Superbaby ist keins , laß es normal sein .
Ich vermute , das die Sauerstoffreserven im Kind geringer sind , als im Erwachsenen . Die Luft in der Lunge wirkt übrigens beim Tauchen störend , da sie auftreibt . Die Menge Sauerstoff in der Lunge ist auch nicht allzugroß .
Das Gehirn gilt als besonders Sauerstoff benötigend . Ein Mangel an Sauerstoff führt nicht unbedingt zu Schmerzen , so das er sich was falsches „angewöhnen“ könnte .
Eventuell sollte man mal auf die Entwicklung von Kindern eingehen .
Sie sollten ein richtiges Gewicht , gute Zähne und so weiter haben , sie sollen lernen wie man sich verständigt , sehen , hören , sprechen , laufen oder gehen , Handfertigkeiten …
Ich schätze mal , das die Kleinen schon damit ganz gut beschäftigt sind .
Zu guter Letzt fallen mir noch Aspekte der Kinderarbeit ein , da konnte ich vor langer Zeit etwas lesen , wie kindliche Anstrengung zu Veränderungen , Verformungen , frühem Tode usw. führt .
Diese Antwort kommt aus meinem Allgemeinwissen , nichtmedizinisch .
Matthias

Hallo Matthias,

ich weiß wohl , eine Zeitlang war dieses Babyschwimmen überall
zu lesen .
Aber wenn der Kinderarzt sagt , das es nicht unbedingt so gut
ist , die Luft so lange anzuhalten ? Da würde ich doch auf
Nummer Sicher gehen .

Ich habe das nur mit dazu geschrieben, damit man weiß, daß wir seinerzeit auch im Babyschwimmen gewesen sind, damals, und daß er da schon Wasser als sein Element empfand. Da mochte er dieses berühmt berüchtigte Tauchen ala Mineralwasserwerbung überhaupt nicht, einmal versucht er wollte das nicht,also haben wir das auch nicht gemacht.

Inwiefern soll man Dir dann helfen können , und bei was denn ?
Dein Superbaby ist keins , laß es normal sein .

Ich habe und hatte kein superbaby, wie kommst Du auf die Idee? Ich wollte wissen, ob ihm seine Tauchfreude Schaden zufügen kann.

Ich vermute , das die Sauerstoffreserven im Kind geringer sind
, als im Erwachsenen .

Begründest Du das auf die Größe des Kindes (hat aber dann dementsprechend auch die passenden Lunge), oder des Herzschlages wegen?

Die Luft in der Lunge wirkt übrigens
beim Tauchen störend , da sie auftreibt .

Das weiß er inzwischen, deshalb läßt er sie ja auch ab, will er tiefer runter…wie tauchst Du denn?

Die Menge Sauerstoff
in der Lunge ist auch nicht allzugroß .

Das ist klar. Aber er weiß ja auch wo seine Grenzen sind, und wenn er merkt es reicht nicht, kommt er auch wieder hoch.
Bisher kann ich nichts erkennen, was wir Großen nicht anders machen.

Das Gehirn gilt als besonders Sauerstoff benötigend . Ein
Mangel an Sauerstoff führt nicht unbedingt zu Schmerzen , so
das er sich was falsches „angewöhnen“ könnte .

Klar das Hirn braucht Sauerstoff und ziemlich viel davon, aber den Rest habe ich nicht ganz verstanden.

Eventuell sollte man mal auf die Entwicklung von Kindern
eingehen .

Das mach ich ganz gewiß. Ich gehe auf seine Entwicklung und seine Bedürfnisse voll und ganz ein.

Sie sollten ein richtiges Gewicht , gute Zähne und so weiter
haben , sie sollen lernen wie man sich verständigt , sehen ,
hören , sprechen , laufen oder gehen , Handfertigkeiten …
Ich schätze mal , das die Kleinen schon damit ganz gut
beschäftigt sind .
Zu guter Letzt fallen mir noch Aspekte der Kinderarbeit ein ,
da konnte ich vor langer Zeit etwas lesen , wie kindliche
Anstrengung zu Veränderungen , Verformungen , frühem Tode usw.
führt .

Ach jetzt weiß was Du denkst…Du meinst wir würden ihn anspornen oder drängen oder gar zwingen solche Dinge zu tun…nein, ich kann Dir versichern, mein Sohn ist ein ganz normaler 3,5 jähriger, der sich zwar sehr gerne an größeren Kindern orientiert und natürlich auch alles das machen will, was diese tun, aber wir beeinflussen ihn in keiner Weise, irgendwas zu tun. Hast Du denn Kinder?

Weißt Du, es gibt ganz sicherlich Dinge, die kann ein Kind besser als das andere. Das Eine bastelt gerne, das Andere spielt gerne mit Knete, ein anderes wiederum baut gerne Türmchen mit Bauklötzen. Jedes Kind hat seine Lieblingsaktivitäten oder Spielsachen, bei meinem sind diese Schwimmen, und mit Kugelbahnen spielen. Andere Dinge macht er auch, aber nie länger als 2 Minuten…sollte ich ihn zwingen im Sandkasten Backe Kuchen zu spielen, wenn er nicht will? :wink:
Dreiradfahren lehnt er auch kategorisch ab…dafür hängt Dir die Zunge raus, willst Du ihn auf dem Bobbycar verfolgen.

Um nochmal zum Thema Schwimmen zurückzukommen…hast Du eine leise Ahnung wie sehr Du ein Kind beaufsichtigen mußt, daß weder Schwimmärmel, noch Schwimmgürtel anzieht? Ich sehe Eltern oft genug, wie toll sie auf ihre Kinder aufpassen und wie sicher sie sich sind (och da kann ja nix passieren, der hat ja Schwimmärmel an) da sitzen sie dann auf den Liegstühlen und tratschen. Böh…nach dem Schwimmen bin ich oft echt geschlaucht, denn ich muß mich wirklich voll und ganz meinem Kind widmen, und da reiche nicht ich, nein mein Mann hat ebenfalls 100% seiner Auferksamkeit dem Kleinen gewidmet.
Also nochmal, ich dränge mein Kind in keiner Form etwas zu tun, was es nicht will, geschweigedenn etwas zu tun was es nicht kann. Wir geben unsere volle Aufmerksamkeit unserem Sohn, damit er sich frei (und sicher) entfalten kann.

Liebe Grüße maja

nur offtopic möglich?!
hallo!!

da fallen mir nur folgende sachen ein:

  1. schädlicher sind solche sprüche wie „sei brav und setz dich jetzt ruhig hin“.
    auch beliebt: „mach den mund zu sonst fliegt was rein“ (und dann plötzlich probleme mit kiefer und zähnen-ist das nicht komisch??).

wenn ein kind erstmal gelernt hat dass bewegen etwas „schlechtes“ ist und dass es fürs nicht-bewegen vielleicht sogar belohnt wird (oder fürs bewegen bestraft)-dann ruiniert das für den rest des lebens.

  1. ich möchte behaupten dass bei kindern die „somatische intelligenz“ wesentlich besser ausgeprägt ist als bei erwachsenen. die machen die dinge so wie es ihnen guttut. wenn das tauchen für dein kind unangenehm wäre, etc. dann würde es schon damit aufhören.
    erwachsene ignorieren ja schmerzen, etc. oft aus gesellschaftlichen gründen.

ich würde mir da keine gedanken machen.
„später“ wenn alkohol und nikotin zum „thema“ werden hast du noch genügend gründe dir sorgen zu machen.

tschüss

matthias

Gehört gerade noch dazu glaub ich
Hallo Weinberger Matthias,

danke für Deine Antwort…also beim Essen weiß ich ganz sicher, daß wenn man Kinder essen läßt wie sie wollen, auch meist das richtige verlangen…Mama muß sich dann eben in die Küche stellen und kochen :wink:

Bei den wirklich physich ansruchsvolleren Dingen, meine ich hängt es entschieden von den Eltern ab. Wenn ich in den Anfängen immer nur „Da bist Du noch zu klein“, „Das kannst Du noch nicht“ oder ähnliches benutze, kann ein Kind kein somatisches Gefühl für sich selbst bekommen, weil alles ja die Eltern entscheiden, und der Freiraum zur Selbstentdeckung gewöhnlich der Sorge wegen arg beschnitten wird…wie zB. ist es gut, daß mein kind da den Baum hoch klettert?
Die meisten Eltern die dabei zuschauen, sagen für gewöhnlich „Paß auf, daß Du nicht runterfällst“ anstatt zu sagen, „Halte Dich gut fest“
In die Erwachsenenwelt übertragen ist ein ganz gemeiner Spruch beim Klettern (vornehmlich im TV gebraucht) „Sieh nicht nach unten“ anstelle von „Sieh immer nach oben“. Weißt Du was ich meine?

LG Maja

Hallo Maja,

selber Ahnung in so einem wirklich nicht ganz wenig heiklen Thema habe ich auch nicht genug, um mich damit an die Öffentlichkeit zu wagen. Aber wie wäre es denn mit folgendem Vorschlag: Es gibt Tauchärzte, die sich wirklich mit dem Thema Tauchen auskennen. Über die örtliche DLRG, die Fuerwehr, die Ärztekammer, das Internet, … kommst Du sicher leicht an die Adresse des nächsten Spezialisten. Frage dann doch einfach dort einmal nach, was ein echter Fachmann davon hält. Vielleicht spricht der ja dann auch mal mit Deinem oder einem ihm bekannten Kinderarzt zu dem Thema, und dann solltest Du eine verlässliche Auskunft bekommen.

Ich würde jedenfalls zunächst mal davon ausgehen, dass Euer Kinderarzt sicher nicht wider besseres Wissen Deinem Nachwuchs den Spaß verderben will, sondern einfach (vielleicht über-) vorsichtig ist. Wenn ich an die Gefahren denke, wäre mir es allerdings auch wirklich lieber etwas übervorsichtig zu sein, als hinterher evtl. weinend an einem Kindergrab zu stehen.

Gruß vom Wiz

…hat denn niemand eine leise Ahnung?

Gruß Maja

Hallo

Inwiefern soll man Dir dann helfen können , und bei was denn ?
Dein Superbaby ist keins , laß es normal sein .

Ich habe und hatte kein superbaby, wie kommst Du auf die Idee?
Ich wollte wissen, ob ihm seine Tauchfreude Schaden zufügen
kann.

Das weiß ich natürlich nicht genau . Da kannst Du Dich besser auf die Äußerung des Kinderarztes verlassen .

Ich vermute , das die Sauerstoffreserven im Kind geringer sind
, als im Erwachsenen .

Begründest Du das auf die Größe des Kindes (hat aber dann
dementsprechend auch die passenden Lunge), oder des
Herzschlages wegen?

Auch hier weiß ich es nicht genau , aber der Kopf eines Kleinkindes ist relativ bedeutend größer als bei einem Erwachsenen . Die Muskeln , Adern und durchbluteten Räume ohne Gehirn sind bedeutend kleiner . Auch ist bei Kindern die Atemfrequenz höher , wenn sie sich anstrengen .

Die Luft in der Lunge wirkt übrigens
beim Tauchen störend , da sie auftreibt .

Das weiß er inzwischen, deshalb läßt er sie ja auch ab, will
er tiefer runter…wie tauchst Du denn?

Also wie ich tauche tut wohl nichts zur Sache . Ich bin nur ein mäßiger Schwimmer , bin aber nicht wasserscheu und kann auch etwas freitauchen . Ich weiß aber , das ich Probleme bekomme , falls es durch einen Zwischenfall zu Sauerstoffmangel kommt , und ich dann sehr wahrscheinlich bewustlos werde .
Was ich nicht weiß , ist , wie man wohl herausfinden kann , wann Bewustlosigkeit eintritt . Das ist im Wasser ein Weg ohne Rückkehr .

Das Gehirn gilt als besonders Sauerstoff benötigend . Ein
Mangel an Sauerstoff führt nicht unbedingt zu Schmerzen , so
das er sich was falsches „angewöhnen“ könnte .

Klar das Hirn braucht Sauerstoff und ziemlich viel davon, aber
den Rest habe ich nicht ganz verstanden.

Angewöhnen in Anführungszeichen soll heißen , das er es vielleicht nicht selber bemerkt , wenn er sich Schaden durch Sauerstoffmangel zufügt .
Der „Bemerker“ , also das Bewustsein , braucht ja selbst Sauerstoff .

Eventuell sollte man mal auf die Entwicklung von Kindern
eingehen .

Das mach ich ganz gewiß. Ich gehe auf seine Entwicklung und
seine Bedürfnisse voll und ganz ein.

Vielleicht ist es eine gute Erfahrung für Ihn , wenn er weiß , das er ein guter Schwimmer ist , aber das wird dann auch alles sein . Ich glaube nicht , das Ihm seine kindlichen Schwimmerfahrungen später irgendwie nutzen werden .

Ach jetzt weiß was Du denkst…Du meinst wir würden ihn
anspornen oder drängen oder gar zwingen solche Dinge zu
tun…nein, ich kann Dir versichern, mein Sohn ist ein ganz
normaler 3,5 jähriger, der sich zwar sehr gerne an größeren
Kindern orientiert und natürlich auch alles das machen will,
was diese tun, aber wir beeinflussen ihn in keiner Weise,
irgendwas zu tun. Hast Du denn Kinder?

Das ist eventuell egal , ob Ihr Ihn anspornt , oder nicht . Wenn er irgendwie was „beweisen“ will , oder irgendwie anders motiviert ist ? Auf den Verstand eines Kindes kann man sich nicht gut verlassen . Auf der anderen Seite , falls er sich tatsächlich an das Element Wasser gut gewöhnt hat , so hat er trotzdem noch keine Erfahrungen in anderer Hinsicht . Was passiert , wenn er unter Wasser mal einen Fußtritt bekommt , oder wenn er in der Schule wegen komischer Bewegungen ausgelacht wird ? Er wird dann keine Reserven haben .
Ich habe noch keine eigenen Kinder trotz meiner jetzt 39 Jahre , aber ich kann mir gut vorstellen , das man viel Zeit damit verbringt zu überlegen , was man erlauben soll und was nicht .

Was soll denn übrigens bei Dir dieses „leise Ahnung“ bedeuten ??
Wachsen bei Deinem Kleinen demnächst Kiemen :wink: ?

MfG

Hallo Maja,

ich kann Dir zwar auch nicht sagen, was dem Buben nun wirklich passieren kann, wenn er zu lange / zu oft / zu tief taucht, aber ich glaube, als Mutter würd ich’s nicht drauf ankommen lassen… Andererseits weiß ich aus eigener Erfahrung was es heißt, ne Wasserratte zu sein *g* Und vielleicht kannst Du ihm elegant ne Ersatz-Herausforderung bieten? Vielleicht „Wettschwimmen“ mit Dir? Oder ins Wasser springen? Im besten Fall läßt er sich dadurch vom Tauchen ablenken *ggg*

Liebe Grüße auch an die Wasserratte :wink:

Petzi

Also…
Hi zusammen,

habe im www.mdizin-forum.de unter „Foren“ „Kinderheilkunde“ meine Anfrage gestellt und eine echt brauchbare Antwort erhalten.
Wer möchte kann sie sich ja da anlesen.

Aber wenn jemand noch mehr Tipps hat, dann immer her damit :smile:

Dankeschön und Gruß
Maja

http://www.medizin-forum.de