Mein kleiner 4 Monate alter Neffe hat schon von Anfang an zwei unterschiedlich große Pupillen. Zwar reagiert die „große“ auch auf Licht und so, ist aber dennoch immer deutlich erweiterter als die andere. Die Kinderärztin konnte nicht sagen, was das bedeutet und wo das herkommt. Könnte es sein, daß er auf dem einen Auge extrem Kurzsichtig ist?
Ich bin zwar kein Mediziner. Deshalb möchte ich alle um Verzeihung bitten, die es besser wissen. Aber ich hab mal im Pschyrembel nachgeschlagen.
Anisokorie:
Seitendifferente Weite der Pupillen (Pupillendifferenz > 1mm); Ätiol.: 1. angeb. Anomalie (sog. essentielle od. physiologische A.)Vork. bei 4% aller Menschen; 2. Störung der parasympathischen Efferenz (Sphinkterstörung) bei Okulomotoriuslähmung od. Pupillotonie; 3. Störung der sympathischen Efferenz (Dilatatorstörung) bei Horner-Symptomenkomplex; 4. inf. ophth. (z. B. Iritis Glaukom) od. neurol. Erkrankungen z. B. intrakranielle Raumforderung)
So, Zitat Ende.
Jetzt sind vielleicht die angehenden Ärzte gefragt.
Bin kein Mediziner, von daher hab ich nichts verstanden, vielleicht meldet sich dazu noch jemand.
Kurzsichtige haben tatsächlich erweiterte Pupillen, ich denke theoretisch könnte das eine Erklärung sein, auch wenn ich nicht so recht dran glaube, da man den Unterschied ja anscheinend mit bloßem Auge erkennen kann!
Also denke ich, die richtige Lösung ist, sich an einen Augenarzt zu wenden. Der weiß bestimmt mehr. Fehlsichtigkeiten können darüberhinaus schon bei Kleinkindern per Computeranalyse festgestellt werden, ich weiß allerdings nicht, ob das auch schon im Säuglingsalter möglich ist.
Kein Panik
Zum ersten denke ich immer wieder in diesem board, dass wer Angst hat um seine Angehörigen oder sich selbst, was bestimmte Krankheiten, sollte sich gleich an einen Arzt wenden, ehe er hier durch irgendwelche Halbwahrheiten noch mehr Angst bekommt.
Wegen der Pupillen: Wenns Deinem Neffen sonst gut geht, er keine Probleme hat, und die Pupillen seid längerem schon so unterschiedlich sind, ist das alles vermutlich halb so schlimm, lt. Pschrymbel siehe Zitat, immerhin bei 4% der Bevölkerung zufällig vorkommend.
Sowas gibs allerdings auch bei Verletzungen nach Unfall, aber das solltet ihr wohl wissen, ob so was passiert ist.
Wg. Fehlsichtigkeit solltet ihr euch jetzt noch keinen Kopf machen - das ist sicherlich der seltenste Grund. Und fangt ja nicht an, den armen Kleinen in irgendeine Maschinerie zu zwängen, nur um jetzt schon zu wissen, ob er mit zehn vielleicht eine Brille braucht.
Achja: Am häufigsten stellt man unterschiedliche Pupillen fest, weil die Beleuchtung tatsächlich unterschiedlich ist in beide Augen. Also: Wirklich abgedunkelter Raum oder völlig gleichseitig beleuchtete Augen.
Und: Schade um Eure Kinderärztin.
Gruß
Oliver
Beleuchtung tatsächlich unterschiedlich
ist in beide Augen. Also: Wirklich
abgedunkelter Raum oder völlig
gleichseitig beleuchtete Augen.
Und: Schade um Eure Kinderärztin.
Gruß
Oliver
Na ja, dieses Phänomen kann man ja wirklich umgehen indem man mehrere „Sitzpositionen“ ausprobiert. Trotzdem mal einen Facharzt aufsuchen, zuwas gibt es die denn!!
Er ist VIER Monate alt, hat sie geschrieben, wie es um sein Sehvermögen steht weiß man natürlich nicht!!!
Mit „in eine Maschinerie zu zwängen“ hat die Überprüfung der Fehlsichtigkeit gar nix zu tun, da werden Lichtstrahlen, die in das Auge geworfen vermessen, ist weder schmerzhaft noch sonstwas! Und… nicht wenige Kleinkinder, die sich noch nicht selbst artikulieren können, brauchen eine Brille, das fängt nicht erst ab 10 Jahren an, ich frage mich, wie du auf diese Zahl kommst!!
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Meine Tochter (16 Monate) hat das auch, ist mir sofort aufgefallen, je größer die Pupillen waren (bei dunklen Lichtverhältnissen), desto mehr fiel der Unterschied auf. Ich war mit ihr als sie ca. 3 Monate alt war zum ersten Mal beim Augenarzt, der sah nichts besorgniserregendes, bestellte uns aber mit 1/2 Jahr nochmals. Er meinte, daß sich das bis dahin noch legen könnte, weil das Nervensystem einfach noch nicht ganz ausgereift ist. Es legte sich nicht, auch bei der Kontrolle mit 1 Jahr war der Unterschied unverändert. Aber es ist ganz harmlos, sie sieht auch nicht schlechter auf einem Auge - sie sieht auf beiden Augen sehr gut.
Aber den Augenarzt würde ich auf jeden Fall konsultieren.
Er ist VIER Monate alt, hat sie
geschrieben, wie es um sein Sehvermögen
steht weiß man natürlich nicht!!!
…das weiss ich auch.
Ich dachte nur, es wäre besser, ein wenig die ganze Sache abzuwiegeln, als in blanke Hysterie zu verfallen. Mannomann, seht Ihr, genau das ist das Problem bei diesem Board.
Mit „in eine Maschinerie zu zwängen“ hat
die Überprüfung der Fehlsichtigkeit gar
nix zu tun, da werden Lichtstrahlen, die
in das Auge geworfen vermessen, ist weder
schmerzhaft noch sonstwas!
Schon gut, hab´s kapiert
Und… nicht
wenige Kleinkinder, die sich noch nicht
selbst artikulieren können, brauchen eine
Brille, das fängt nicht erst ab 10 Jahren
an, ich frage mich, wie du auf diese Zahl
kommst!!
Alles klar, bin vom Fach, weiss auch, dass es Kinder gibt, die schon mit zwei oder drei eine Brille brauchen, bin auch nicht so ganz unbedarft. - aber die werden sicher nicht durch eine Anisokorie auffällig.
Aber wie gesagt: Cool down, siehe das Posting von Mojo oben
Liebe Swantje: Geh zu einem Augenarzt, lass dich beraten, sei kritisch.
Gruß, Oliver
leider kann ich aus eigener Erfahrung das Vertrauen in die Ärzte so nicht teilen. Ich sehe das Brett auch mehr als „Hinweis-Brett“ nach welchen Zusammenhängen ich auch noch fragen sollte. Eine Ferndiagnose oder gar Heilung ist hier natürlich nicht möglich.
Ich hoffe, dass wirklich jeder der hier Rat sucht, das nur als Hinweis auffasst, sonst könnte es in der Tat zu Problemen führen.
Allen „Gute Gesundheit“
Gruss volker
ich will auch gar nicht in Panik verfallen. Ich sehe das hier auch nur als reine Information, was man beim Arzt noch ansprechen könnte… auf manche Dinge kommen die Ärzte ja auch gar nicht. Sie sind auch nur Menschen. Letztlich klären muß das selbstredend ein Arzt.
Darum danke ich für alle Anregungen und möchte eine Bitte loswerden: Geht doch nicht gleich so aufeinander los. Jeder meint es doch nur gut.