Ausfall von Kopfhaaren bei Frauen

Hallo Mediziener,

meine Frau hat seit einiger Zeit ein Problem mit ihren Kopfhaaren. Die fallen nämlich in Unmengen auf. Da sie (bisher) dichte lange Haare hat, fällt es nicht direkt auf, aber ihre Friseuse sagte, daß sie wohl schon kahle Stellen auf dem Kopf hat, ohne daß Haare dort nachwüchsen.

Daraufhin ist sie zu einer Hautärztin und hat sich untersuchen lassen. Die hat Haare ausgerupft, um die Wurzeln zu untersuchen und Blut abgenommen um diverse Parameter zu prüfen.

Das Ergebniss: Sie ist weitestgehend kerngesund. Einzig die Werte für Häm und Östrogen sind grenzwertig niedrig, aber beim Häm waren die Werte während der Schwangerschaften stets deutlich niedriger.

Was genau untersucht wurde, kann ich noch nicht sagen, weil der genaue Bericht noch zugeschickt wird, aber es soll wohl ein großes Blutbild gewesen sein.

Ihre Ernährung möchte ich ausgewogen nennen, Sport betreibt sie auch (Fahrrad fahren und Fitnesstudio) außerdem zwei quirllige Knaben.

Eine Sache, die mir noch erwähnenswert erscheint, ist, daß auch ihre Mutter im ca. gleichen Alter einen solchen Haarausfall hatte, wir sie aber leider nicht mehr befragen können, weil sie mitlerweile verstorben ist. Kurioserweise kann sich auch niemand mehr an den Verlauf, geschweige denn an die Ursache des Haarausfalls erinnern, selbst Schwester und Ehemann nicht. Meine Frau war damals zu klein, um sich an Details zu erinnern.

Ihr Vater und die gesammte väterliche Linie, soweit es zurückverfolgbar ist (vier Generationen), hatten auch schon in jungen Jahren eine fast komplette Glatze. Aber da die Mutter meiner Frau ähnliche Probleme hatte wie sie, möchte ich das mal als Grund ausschließen.

Gibt es eurer Meinung nach Ursachen für solche Haarausfälle bei Frauen, auf die wir bisher nicht gekommen sind?!
Z.B. haben wir auch schon an androgenen Haarausfall gedacht, wissen aber nicht, ob er auch bei Frauen auftritt.

Da die Sache für meine Frau mitlerweile mehr als nur ein kosmetisches Problem ist, wäre ich froh, wenn von euch Gedanken, Anregungen oder konkrete Vorschläge kämen.

Elrond

Hormone
Hallo Elrond,

ist der Hormonspiegel Deiner Frau untersucht worden? Evtl. handelt es sich um hormonell bedingten Haarausfall?

Viele Grüße
Diana

Hallo Elrond,

aber ihre Friseuse sagte, daß sie wohl schon kahle Stellen auf
dem Kopf hat, ohne daß Haare dort nachwüchsen.

Alopecia areata? (kreisrunder Haarausfall)
Mögliche Ursachen können sein:
Hormonstörungen, Stress oder andere starke psychische Belastungen, enterales Malabsorptionssyndrom, Mineralstoffmangel (besonders Zink), Folge von toxischen Belastungen

Die Hautärzte sind leider meistens beim Haarausfall überfordert, was man daran sieht, dass ihnen oft nichts besseres einfällt, als irgendwelche Salben oder Tinkturen auf die Kopfhaut zu schmieren.
Gruß
KH

Hallo K.H.

Die Hautärzte sind leider meistens beim Haarausfall
überfordert, was man daran sieht, dass ihnen oft nichts
besseres einfällt, als irgendwelche Salben oder Tinkturen auf
die Kopfhaut zu schmieren.

Mein Hautarzt ist super, und kennt sich sehr wohl mit Haarausfall aus. Nur die Krankenkassen lassen nur ganz wenige Behandlungsmethoden zu (das ist echt ein Kreuz mit unserem idiotischen "Gesundheits"system).
So kann ich empfehlen zu verschiedenen Ärzten zu gehen (Hausarzt=Stoffwechsel-Schilddrüse-Mineralhaushalt - Frauenarzt=Hormone, Hautarzt=Kopfhaut) und die unterschiedlichesten Gründe für Haarausfall von einer Fachkraft herausfinden zu lassen, wobei der Besuch bei einem Heilpraktiker sicher auch zu empfehlen ist. Damit habe ich allerdings keine Erfahrung.
Was überprüft ein Heilpraktiker, wenn er herausfinden will woran Haarausfall liegt?

viele Grüße
Claudia

Hi Elrond,

hat Deine Frau zufällig ca. 3 Monate vor Beginn des Haarausfalls eine Heilfastenkur gemacht? Oder hat sie vielleicht eine schwere OP gehabt? Die Haare reagieren ca. 3 Monate nach einem schweren Eingriff.

Keine Medizinerin, war aber selbst mal betroffen… (Hatte damals sämtliche Fachkliniken „durchgemacht“ - ohne Ergebnis. Nach ein paar Monaten kamen die Haare von alleine wieder)

Gruß,
Christiane

Hallo Elrond,

Einzig die

Werte für Häm und Östrogen sind grenzwertig niedrig, aber beim
Häm waren die Werte während der Schwangerschaften stets
deutlich niedriger.

Während einer Schwangerschaft ist es physiologisch (also ok.), wenn Häm bzw. Hämoglobin leicht erniedrigt sind. Nach der Entbindung sollte sich der Wert wieder normalisieren.
Wenn nicht, könnte es in irgendeiner Form am Eisen liegen: zu geringe Aufnahme, Eisenverwertungsstörung durch unterschiedliche Ursachen, usw., aber auch ständige Blutungen führen natürlich zu niedrigen Werten.
Da ja einige Untersuchungen laufen, wird hoffentlich auch ein vollständiger EISENSTATUS (Serumeisen, Ferritin, Transferin, Vitamin B12, Hämoglobin, usw.) gemacht werden.
Eisenmangel kann ein Grund für Haarausfall sein!!
Dazu kommen meist noch brüchige Haare, Juckreiz und trockene Haut.

Ebenso kann Biotinmangel Haarausfall, ein schlechtes Hautbild und brüchige Fingernägel verursachen. Eine Substitution sollte nicht unter 3 Monaten dauern.

(Fahrrad fahren und Fitnesstudio) außerdem zwei
quirllige Knaben.

Frage ist, wie lange liegt die letzte Entbindung zurück?
Denn nach einer Geburt setzt bei manchen Frauen ein starker Haarausfall ein. Eine Erklärung ist der Östrogenanstieg während der Schwangerschaft, der sich postpartal wieder normalisiert und dann nach einigen Wochen zu starkem Haarausfall führen kann.

Dieser hormonell bedingte Haarausfall kann bis zu 6 Monaten nach der Entbindung andauern und ist nicht ungewöhnlich. Bei manchen Frauen lichten sich dann die Haare mehr oder weniger erschreckend stark, sodass teilweise die Kopfhaut sichtbar wird. Nach einem halben Jahr sollte sich spätestens eine Normalisierung einstellen.

Manchmal kann auch das Absetzen einer Antibabypille die gleichen Symptome auslösen in Bezug auf den postpartalen Haarausfall, allerdings doch in abgemilderter Form.

Eine Sache, die mir noch erwähnenswert erscheint, ist, daß
auch ihre Mutter im ca. gleichen Alter einen solchen
Haarausfall hatte,

im gleichen Alter? etwa ebenfalls in den Monaten nach den Entbindungen?

Gibt es eurer Meinung nach Ursachen für solche Haarausfälle
bei Frauen, auf die wir bisher nicht gekommen sind?!
Z.B. haben wir auch schon an androgenen Haarausfall gedacht,
wissen aber nicht, ob er auch bei Frauen auftritt.

Doch das gibt es auch, aber dann gäbe es noch weitere Symptome (SAHA-Syndrom: Seborrhoe, Akne, Hirsutismus = starke Körperbehaarung, Bartwuchs, Alopezie = Haarausfall). Das ist der Grund, weshalb manche Frauen mit einigem Widerstreben Pillen nehmen, wie die Valette oder Diane35, die ihre Nebenwirkungen haben und heute nur noch gegen Akne, usw. obiger Genese zugelassen sind.

Eine Schilddrüsenüberfunktion sollte noch ausgeschlossen werden, extremer Stress

http://www.wdr.de/tv/service/gesundheit/inhalte/9909… mit kompetenten Adressen im Anhang
hier ist eine Seite mit speziellem Forum:
http://www.alopezie.de/Haarausfall/Frauen/index.php

Gruß, Renate

Hi Diana,

ist der Hormonspiegel Deiner Frau untersucht worden? Evtl.
handelt es sich um hormonell bedingten Haarausfall?

ja, die wurden auch untersucht, aber bis auf einen grenzwertig niedrigen Östrogenwert waren die untersuchten Werte im grünen Bereich.

Elrond

Es gibt tatsächlich Fälle, da weiss mans nicht…und findet auch keinen Grund.

Aber man kann damit alt werden :smile:)

Meine Grossmutter hat seit Ihrem 19. Lj. nur noch ein Haarkränzchen…und wurde vergangenen Monat 96 :smile:)

Hi Christiane,

hat Deine Frau zufällig ca. 3 Monate vor Beginn des
Haarausfalls eine Heilfastenkur gemacht?

nein

Oder hat sie
vielleicht eine schwere OP gehabt?

auch nicht.

Sie geht aber seit ca. 4 - 5 Monaten in ein Fitnesstudio und hat seitdem ca. 8 kg abgenommen. Ihre Ernährung hat sie allerdings nicht umgestellt, sie ißt seitdem eher etwas mehr.
Sport treibt sie außerdem kaum, außer regelmäßigem ‚Zweckfahrradfahren‘

Elrond

Hi Renate,

Während einer Schwangerschaft ist es physiologisch (also ok.),
wenn Häm bzw. Hämoglobin leicht erniedrigt sind.

Bei ihr sind die Eisenwerte seit Jahren unter dem Normwert, deshalb durfte sie irgendwann auch kein Blut mehr spenden. Während der Schwangerschaften waren sie schon extrem niedrig.

Nach der
Entbindung sollte sich der Wert wieder normalisieren.

haben sie sich für ihre Verhältnisse auch.

Da ja einige Untersuchungen laufen, wird hoffentlich auch ein
vollständiger EISENSTATUS (Serumeisen, Ferritin, Transferin,
Vitamin B12, Hämoglobin, usw.) gemacht werden.

Werd ich weitergeben bzw. fragen, ob das auch gemacht wurde.

Eisenmangel kann ein Grund für Haarausfall sein!!
Dazu kommen meist noch brüchige Haare, Juckreiz und trockene
Haut.

Das hat sie nicht.

Ebenso kann Biotinmangel Haarausfall, ein schlechtes Hautbild
und brüchige Fingernägel verursachen.

Das liegt auch nicht vor.

Frage ist, wie lange liegt die letzte Entbindung zurück?

Dreieinhalb Jahre.

Denn nach einer Geburt setzt bei manchen Frauen ein starker
Haarausfall ein. Eine Erklärung ist der Östrogenanstieg
während der Schwangerschaft, der sich postpartal wieder
normalisiert und dann nach einigen Wochen zu starkem
Haarausfall führen kann.

Das war bei ihr auch so, allerdings bei weitem nicht so stark wie momentan.

Manchmal kann auch das Absetzen einer Antibabypille die
gleichen Symptome auslösen in Bezug auf den postpartalen
Haarausfall, allerdings doch in abgemilderter Form.

Die nimmt sie schon seit ettlichen Jahren nicht mehr.

im gleichen Alter? etwa ebenfalls in den Monaten nach den
Entbindungen?

Das kommt in etwa hin, sie war auch ca. dreieinhalb, als bei ihr der Haarausfall einsetzte. Aber wie gesagt, über Verlauf und Schwere kann (will?!) keiner was sagen.

Eine Schilddrüsenüberfunktion sollte noch ausgeschlossen
werden, extremer Stress

Stress ist ‚normal‘, das mit der Schilddrüse werd ich weitergeben.

http://www.wdr.de/tv/service/gesundheit/inhalte/9909…
mit kompetenten Adressen im Anhang
hier ist eine Seite mit speziellem Forum:
http://www.alopezie.de/Haarausfall/Frauen/index.php

Das wird sie sich sicher anschauen.

Vielen Dank für Deine Mühe

Elrond

Hi Elrond,

Sie geht aber seit ca. 4 - 5 Monaten in ein Fitnesstudio und
hat seitdem ca. 8 kg abgenommen.

Hmm, also ich hatte eben gute 3 Monate vor besagtem Haarausfall innerhalb von 3 Wochen 9kg abgenommen (eher aus Versehen, denn es war ja Heilfasten und keine Schlankheitskur wie ich dummerweise glaubte:wink:. Aber wenn Du schreibst, daß sie innerhalb von fast 5 Monaten diese 8kg abgenommen hat und dann auch noch eher durch Sport als durch weniger essen, dann klingt das durchaus „sehr gesund“. Na ja, es war halt ein Versuch, denn ich hatte damals wahrlich eine Tournee von Kliniken hinter mir - mit meist faszinierten Ärzten, die es gar nicht glauben konnten wie mir die Haarbüschel ausfielen!

Was man z. B. noch vermutet hatte, war irgendwie eine Vergiftung (Schwermetalle z. B.), da ich erwähnt hatte, daß ich sehr gerne und viel Fisch (Sushi und so) esse. Bei mir war nichts zu finden, aber in der Umweltambulanz hörte ich, daß es ein kleines Mädchen hier gibt, das keine Haare mehr hatte, da sie tonnenweise Thunfischpizza gegessen hatte.

Da die Ärzte bei mir ratlos waren, hab ich „lauter gute Sachen“ für die Haare bekommen, also Biotin, Zink u.v.m. und wie gesagt, nach einigen Monaten kamen die Haare wieder (erfreulicherweise genauso intensiv wie sie ausgefallen waren, ich hatte quasi noch nie so dicke Haare:wink:.

Viele Glück für Deine Frau!

Liebe Grüße,
Christiane