Triglyceride sehr hoch,Cholesterin normal

hallo www.ler,
nach der letzten Blutuntersuchung traf mich der Schock: Triglyceride gut 900. Nun habe ich mir bei google einiges herausgesucht, hört sich alles nicht prickelnd an. Die beiden Cholesterinwerte (HDL u. LDL) sind im Normbereich.
Gestern war ich nun erneut bei meiner Ärztin im Krankenhaus, um nach möglichen Ursachen und Folgen zu fragen. Folgen können sehr schlimm sein, aber die Ursachen? Ich trinke keinen Alkohol (fast keinen, so 2 Glas Sekt im Jahr), rauche nicht, esse seit 4 Jahren nur magerstes Fleisch und komme auf einen Fettverzehr von 20 - 35 g am Tag, nehme zwischen 400 und 600 kcal zu mir, habe erhebliches Übergewicht, welches nicht weniger wird (Zunahme durch 9 Monate tägliche Cortisonspritzen 50 kg) Naschen ist schon wegen der Allergien nicht. Habe allerdings Diabetes, Nahrungsmittelallergien, Schlafapnoe und sehr schlecht eingestellten Blutdruck.
Ich entsinne mich dunkel, dass im Krankenhaus in Bad Homburg auch jemand mit so einem extremen Wert war - da es mich nicht betraf, habe ich aber nicht weiter zugehört.

Fragen: woher kann das kommen
was kann ich dagegen unternehmen?

Wäre schön, wenn ihr mir weiterhelfen könntet. Ich werde zwar im Januar stationär aufgenommen - aber diese Ungewißheit ist schwer zu ertragen.
Danke und Gruß
Chris

Hallo Christel,

Fragen: woher kann das kommen
was kann ich dagegen unternehmen?

Ich bin zwar kein Fachmann auf diesem Gebiet, aber bei mir waren die Triglyceride auch schon sehr hoch. Dies war jedoch unmittelbar nach einer Alkoholentgistung.
Der Arzt in der Klinik machte dann sofort eine Knochenmarksuntersuchung.
Allerdings meinte mein Hausarzt hinterher: Direkt nach der Entgiftung stünde der Körper unter einem sehr hohen Streß, und man hätte das Abklingen des Stresses abwarten sollten bevor man diese doch recht unangenehme Sache durchführt, zumal die erhöhten Werte sich nur langsam wieder auf Normalniveau einpendelten.

Grüße
HylTox

hi HylTox
Alkohol spielt bei mir gar keine Rolle, auch kein Grünkohlessen, oder Eisbein oder sonst was ungesundes. Die Ärztin meinte, ein derartiger Wert käme nicht von heut auf morgen.

Da Blutkontrollen bei mir sehr schwierig sind, werden sie nur selten vorgenommen. Die letzte Kontrolle war im Mai. Aber bisher hat mir nie jemand gesagt, dass die Werte so hoch sind und von Triglyceriden wußte ich bis vor 10 Tagen nichts. Cholesterin ja - aber da hatte ich nie Probleme.

Trotzdem danke
Chris

Hi Christel,

Alkohol spielt bei mir gar keine Rolle, auch kein

Der Arzt meinte auch nicht den Alkohol an sich, sondern den körperlichen Sreß durch den Entzug. Ich hatte damals das „Alkoholersatzmittel“ nicht vertragen und wäre beinahe daran gestorben (14 Tage Intensiv). Auch nach OP’s oder so, scheint es dieses Phänomen zu geben.

Trotzdem alles Gute
HylTox

Stress???
o weh, da habe ich genug - auf mehreren Ebenen und das seit Jahren - da habe ich dann sehr schlechte Karten. Möge das nicht die Ursache sein— weil die Diagnose insgesamt nicht sehr beruhigend klang - gar nicht.
Puh… nun wird mir noch mulmiger
Danke Chris

Hi Chris,

… beunruhigen wollte ich Dich auf keinen Fall, ich meinte damit nur, daß die erhöhten Triglyceride keine organischen Ursachen haben müssen.

Aber das wird Dein Arzt sicher abklären können.
Und: ich war froh, nachdem der körperliche Streß weg war, sind auch die Werte kontinuierlich wieder gefallen.

Ich wünsche Dir das Beste!
HylTox

PS: Ich bin medizinischer Laie, nur durch eigene Krankheiten „klug“ geworden

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Hallo Chris,

Die beiden

Cholesterinwerte (HDL u. LDL) sind im Normbereich.

Die Berechnung des LDL-Cholesterins liefert keine zuverlässigen Werte, wenn sog. Chylomikronen (optisch milchig fettes Serum, mit oberer „Rahmschicht“ nach Stehenlassen) vorhanden sind, bzw. die Triglyceride über 400 mg/dl liegen.

Gestern war ich nun erneut bei meiner Ärztin im Krankenhaus,
um nach möglichen Ursachen und Folgen zu fragen. Folgen können
sehr schlimm sein, aber die Ursachen?

hier scrollen, bis „In welchen Fällen sind Triglyzerid-Werte zu hoch?“
http://www.netdoktor.de/laborwerte/fakten/blutfette/…
Neben der familiären, primären Hypertriglyzeridämie, gibt es noch die sekundären Hypertriglyzeridämien, die du im Link nachlesen kannst. Dabei spielen solche Faktoren, wie Behandlung mit Hydrocortison, manifester Diabetes, starkes Übergewicht und ß-Blocker (z. B. bei Hypertonie) eine ursächliche Rolle.

Es gibt noch eine ganze Liste weiterer Medikamente die nicht im Link aufgeführt sind, die ebenfalls in der Lage sind, eine Hypertriglyzeridämie, unterschiedlich starken Ausmaßes zu induzieren (siehe ggf. Packungsbeilagen deiner Medikamente, unter Nebenwirkungen - muss immer aufgeführt sein)

Ich trinke keinen

Alkohol (fast keinen, so 2 Glas Sekt im Jahr), rauche nicht,
esse seit 4 Jahren nur magerstes Fleisch und komme auf einen
Fettverzehr von 20 - 35 g am Tag, nehme zwischen 400 und 600
kcal zu mir, habe erhebliches Übergewicht, welches nicht
weniger wird (Zunahme durch 9 Monate tägliche Cortisonspritzen
50 kg) Naschen ist schon wegen der Allergien nicht. Habe
allerdings Diabetes, Nahrungsmittelallergien, Schlafapnoe und
sehr schlecht eingestellten Blutdruck.
Fragen: woher kann das kommen

Dein Wert ist extrem hoch.
Fehler bei der Blutentnahme müssen als Erstes vermieden werden:
Die Triglyzeride im Blut sind zunächst direkt nahrungsabhängig, d. h. die Nahrungskarenz sollte vor der Blutabnahme mindestens 12 Stunden betragen!
Ebenfalls wichtig ist es, dass bei der Blutentnahme die Stauzeit der Venen möglichst ganz kurz gehalten wird, da langes Stauen dazu beiträgt, dass man durch Stauung der sog. Chylomikronen, (milchiges Serum) einen besonders hohen Triglyzeridwert erhält.
Derart hohe Werte führen leicht zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pancreatitis).

Du schreibst (ich glaube, es war weiter unten), dass aufgrund der schwierigen Blutentnahme selten Triglyzeride bestimmt würden. Das geht auch anders:
Wenn ein Einzelwert (z.B. Triglyzeride) mal zwischendurch bestimmt werden soll, dann lässt sich das sehr gut per Trockenchemie, z. B. per „Reflotron“, mit speziellem Teststreifen in der Apotheke machen. Die Methode kann in den Qualitätskontrollen/Richtigkeit sehr gut mit der sog. Nass-Chemie konkurieren, d.h. die gemessenen Werte sind zuverlässig, wenn bei der Blutentnahme die Blutmenge präzise abgemessen wird. Man benötigt dazu einen Tropfen Blut (20 µl) z. B. aus dem gut durchbluteten, warmen Finger (keine venöse Entnahme). Vor wenigen Jahren bezahlte man ca. 5,- DM für eine Bestimmung.
Die Trockenchemie lohnt sich zeitlich aber nicht für Serienmessungen mit vielen Parametern, da man alle Bestimmungen einzelnen durchführen muss, mit entsprechenden Wartezeiten von ca. 3 Minuten, bis der Messwert erscheint und bevor man die nächste Messung erst durchführen kann.

was kann ich dagegen unternehmen?

Es ist jetzt die dringende Aufgabe der Ärzte, herauszufinden, ob evt. Medikamente, Stoffwechselstörungen, etc. die Ursache sind.
Bei der Ernährung kann es hilfreich sein, mehrfach ungesättigte Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren aus Kaltwasserfischen (Fischöl) oder bestimmten Pflanzenölen, in der Nahrung aufzunehmen, übliche tierische Fette meiden. Im Gegensatz zu einfach ungesättigten Fettsäuren kann der Körper diese nicht selbst produzieren.

Wäre schön, wenn ihr mir weiterhelfen könntet. Ich werde zwar
im Januar stationär aufgenommen - aber diese Ungewißheit ist
schwer zu ertragen.
Danke und Gruß
Chris

Eine große Hilfe war ich sicher nicht, aber vielleicht bist du etwas gewappnet, um deinen Ärzten die richtigen Fragen stellen zu können.

Viel Erfolg und gute Besserung wünscht dir
Renate

hallo Renate,
vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Dabei spielen solche Faktoren, wie
Behandlung mit Hydrocortison, manifester Diabetes, starkes
Übergewicht und ß-Blocker (z. B. bei Hypertonie) eine
ursächliche Rolle.

mmh, da habe ich natürlich Medikamente, seit 3/4 Jahr auch einen Betablocker…

Es gibt noch eine ganze Liste weiterer Medikamente die nicht
im Link aufgeführt sind, die ebenfalls in der Lage sind, eine
Hypertriglyzeridämie, unterschiedlich starken Ausmaßes zu
induzieren (siehe ggf. Packungsbeilagen deiner Medikamente,
unter Nebenwirkungen - muss immer aufgeführt sein)

ich geb zu, so sehr lese ich die Nebenwirkungen eigentlich nicht, weil man dann letztlich kein Medikament nehmen dürfte. Allein was bei meinem Schmerzmittel alles steht --läßt Gesunden die Haare zu Berge stehen.

Fehler bei der Blutentnahme müssen als Erstes vermieden
werden:
Die Triglyzeride im Blut sind zunächst direkt
nahrungsabhängig, d. h. die Nahrungskarenz sollte vor der
Blutabnahme mindestens 12 Stunden betragen!

ist als Diabetiker und voll berufstätig täglich 14 Stunden natürlich schwierig…Da ich um 3:00 wegen meines Rückens immer schon aufstehen muss, um sportliche Übungen zu machen, habe ich dadurch auch nur 3 - 4 Stunden Schlaf…

Ebenfalls wichtig ist es, dass bei der Blutentnahme die
Stauzeit der Venen möglichst ganz kurz gehalten wird, da
langes Stauen dazu beiträgt, dass man durch Stauung der sog.
Chylomikronen, (milchiges Serum) einen besonders hohen
Triglyzeridwert erhält.

das könnte (fast) die Lösung sein, denn bei mir wird immer lange und oft gestaut, mehrfach versucht die Blutentnahme vorzunehmen (es ist ein Graus für Arzthelferin-Arzt und mich)

Derart hohe Werte führen leicht zu einer
Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pancreatitis).

diese Sorge habe ich im Hinterkopf, da Ur-, Groß- und Mutter daran verstorben sind, bzw. an den Begleiterscheinungen. Damals gab es auch nicht die entsprechenden Medikamente.

Du schreibst (ich glaube, es war weiter unten), dass aufgrund
der schwierigen Blutentnahme selten Triglyzeride bestimmt
würden. Das geht auch anders:
Wenn ein Einzelwert (z.B. Triglyzeride) mal zwischendurch
bestimmt werden soll, dann lässt sich das sehr gut per
Trockenchemie, z. B. per „Reflotron“, mit speziellem
Teststreifen in der Apotheke machen. Die Methode kann in den
Qualitätskontrollen/Richtigkeit sehr gut mit der sog.
Nass-Chemie konkurieren, d.h. die gemessenen Werte sind
zuverlässig, wenn bei der Blutentnahme die Blutmenge präzise
abgemessen wird. Man benötigt dazu einen Tropfen Blut (20 µl)
z. B. aus dem gut durchbluteten, warmen Finger (keine venöse
Entnahme). Vor wenigen Jahren bezahlte man ca. 5,- DM für eine
Bestimmung.

Da werde ich mich drum kümmern, vielen Dank für den Tipp.

Die Trockenchemie lohnt sich zeitlich aber nicht für
Serienmessungen mit vielen Parametern, da man alle
Bestimmungen einzelnen durchführen muss, mit entsprechenden
Wartezeiten von ca. 3 Minuten, bis der Messwert erscheint und
bevor man die nächste Messung erst durchführen kann.

Es ist jetzt die dringende Aufgabe der Ärzte, herauszufinden,
ob evt. Medikamente, Stoffwechselstörungen, etc. die Ursache
sind.
Bei der Ernährung kann es hilfreich sein, mehrfach
ungesättigte Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren aus
Kaltwasserfischen (Fischöl) oder bestimmten Pflanzenölen, in
der Nahrung aufzunehmen,

das mache ich bereits in hoher Dosierung

übliche tierische Fette meiden.

habe doch schon auf Minigrammmengen reduziert und Fisch gibt es 2x die Woche, ganz ohne Eiweiß geht es nicht bei so wenigen Kalorien - zumindest nicht mit einem derart langen Arbeitstag.

ganz herzlichen Dank für deine Mühe
Chris

hallo HylTox

PS: Ich bin medizinischer Laie, nur durch eigene Krankheiten
„klug“ geworden

dem kann ich mich nur anschließen - nur leider habe ich eine lange ärztliche Behandlungs"karriere" hinter mir. Auf die würde ich gerne verzichten. Heute noch einem Arzt zu vertrauen – braucht mehr als nur das erste Gespräch und ein paar freundliche Worte. Auch bei Ärzten habe ich die Scala von 1 - 6 durch - sonst hätte ich auch nie 5 Bandscheiben-OPs an denselben Wirbeln hinter mir. Alles andere sind Folgeerkrankungen von einer Fehlentscheidung vor nun bald 16 Jahren…

Alles Gute
Chris

Hallo,
Streß kann auch durch die extreme Dauerdiät kommen, die
Du betreibst.

Gruss
Enno

hallo Enno,
sicher ist das ein Stressfaktor - nur ich habe keine Alternative. Solange ich nicht einen ärztlich vertretbaren BMI haben werde, soll ich auf der niedrigen Kalorienzahl bleiben. Und Meinungen der Schulmedizin darf ich doch nicht anzweifeln?? Viel weiter runter schaffe ich nämlich nicht - hat ja in der Kur in 5 Wochen bei 800 kcal null Abnahme geschafft.

Letztens meinte doch mein Arzt, dass die Lebensqualität bei dem Kalorienstand (400-max. 600)und den Allergien ja äußerst gering sei und er dies nicht durchhalten würde.

Ganz schlimm ist, dass ich momentan bei den Temperaturen kein Mineralwasser mag und eigentlich nur auf grünen Tee ausweiche - als Abwechslung Pfefferminztee.

Es muss doch möglich sein, die Fettzellen zu überlisten. Irgendwann muss doch das Cortison mal schwinden (man hatte mir prophezeit ca. 10 Jahre - aber die will ich nicht in den Körpermassen rumlaufen, ich habe die Nase gestrichen voll).

Leider lässt sich bei einem 14Stundenarbeitstag nicht tägliches Schwimmen verwirklichen, zumal die Schwimmhalle nur 2 x die Woche um 6:30 öffnet und abends 21 Uhr schließt.

Und ob ich bei dem nächsten stationären Aufenthalt abnehme… ich wage es zu bezweifeln, da das Krankenhaus keine Schwimmmöglichkeit hat.

So long
Chris

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Hallo,

ich gabs zu…ich hab die anderen Threads nur zum Teil überflogen…kann es sein, daß Du *plötzlich* sehr viel Sport treibst? Oder hast Du unmittelbar vor der Blutentnahme Sport getrieben? Ich hatte kürzlich ein sehr interessantes Gespräch mit einem Biologen, der meinte, wenn man viel Sport treibt bzw. nicht trainiert ist, und sich zuviel zumutet, eben auch die Leberwerte erhöht sind, wird im Anschluß an den Sport, Blut genommen…

Gruß Maja

Hallo Maja,

Hallo,

ich gabs zu…ich hab die anderen Threads nur zum Teil
überflogen…kann es sein, daß Du *plötzlich* sehr viel Sport
treibst? Oder hast Du unmittelbar vor der Blutentnahme Sport
getrieben? Ich hatte kürzlich ein sehr interessantes Gespräch
mit einem Biologen, der meinte, wenn man viel Sport treibt
bzw. nicht trainiert ist, und sich zuviel zumutet, eben auch
die Leberwerte erhöht sind, wird im Anschluß an den Sport,
Blut genommen…

Unter den sogenannten Leberwerten gibt es besonders einen Parameter, die GOT (heute AST), die nach langer, anstrengender Muskelarbeit ansteigen kann, aber auch nach einem Herzinfarkt, weil dieses Enzym nicht nur in den Leberzellen, sondern ebenfalls in den Herzmuskel- und Skelettmuskelzellen zu finden ist.
Aber Chris hatte eine Frage zu den Lipiden, insbesondere den Triglyzeriden gestellt.

Gruß, Renate