Mein Freund hatte kurz vor Weihnachten einen cerebralen Anfall. Wir waren dann sowohl beim Internisten, als auch beim Neurologen wo diverse Untersuchungen durchgeführt wurden (Blutwerte, EKG, CT, Gehirnströme etc.).
Rausgekommen ist dabei, dass er zwar Gottseidank weder nen Tumor, noch ne Gehirnblutung hat, aber was es jetzt eigentlich war, das konnte uns niemand sagen. Der Neurologe meinte, sie hätten da eine Reihe von Sachen, die sie diagnostizieren können und wenn diese Befunde alle ausgeschlossen werden können, dann könne einem keiner sagen, was man eigentlich hat. Mein Freund solle sich daran gewöhnen und damit leben.
Blos ist das leichter gesagt, als getan. Er hatte seitdem noch mehrere dieser Anfälle, die immer abends auftreten. Zwar nicht mehr so schwer wie damals, aber doch so, daß ich mir tierisch Sorgen mache und langsam zum Nervenbündel werde.
Meine Frage wäre jetzt: gibt´s jemanden, der sowas auch schon mal hatte? Die Symptome sind Gleichgewichtsstörungen, Störungen in der Motorik und Artikulation. So, als wäre man stockbetrunken, was aber natürlich nicht der Fall ist.
Hallo Gudrun,
wenn es eine einmalige Geschichte gewesen wäre, dann hätte ich auch gesagt, laßt es gut sein. Da sich aber diese Anfälle häufen, weiss das eigentlich dieser Neurologe (?), müsste sich Dein Freund medikamentös einstellen lassen, damit sich die Anfälle nicht mehr wiederholen. Auf die Dauer könnte nähmlich, durch die Krampfanfälle, das Gehirn geschädigt werden. Weiter stellt dies ganze auch eine Gefahr für die Allgemeinheit dar. Stelle Dir mal vor, dies Ganze passiert gerade, wenn er mit dem Auto unterwegs wäre.
Hier nun mein Rat an Dich: nochmals mit dem behandelten Neurologen sprechen und/oder die Meinung eines zweiten Neurologen einholen.
Das hoert sich nicht gut an. Es gibt eine Untersuchungsmethode, die in der Auflistung fehlte: Kernspin-Tomographie oder auch MR-Tomographie. Diese Methode ist absolut ohne Nebenwirkungen, etwa vergleichbar mit Ultraschall. Mit dieser Methode kann man Sachen sehen, die einem sonst verborgen bleiben.
Ploetzlich auftretende neuronale Ausfaelle sind immer ein Zeichen dafuer, dass im Gehirn irgendwas nicht stimmt. Ein Tumor waere ein guter Kandidat gewesen, aber er wurde ja ausgeschlossen. Hoffentlich hat sich der Neurologe auch den Hirnstamm angesehen! Es kann auch eine Durchblutungsstoerung des Gehirns sein, eine sehr gefaehrliche Sache, weil sich daraus ein Schlaganfall entwickeln kann!
Wenn man mit der Kernspin-Tomographie sog. Diffusions- und Perfusions-Bilder macht, kann man diese Stoerungen sehen!
Die Erkrankungen, mit denen man leben muss, sind meistens Stoffwechselstoerungen im Gehirn. Aber was dein Freund da hat scheint etwas anderes zu sein. Ihr muesst unbedingt zu einem vernuenftigen Arzt. Das ist nicht normal, irgendwas stimmt da nicht! Gehirnzellen wachsen nie wieder neu, was weg ist, bleibt weg, fuer immer. Ihr muesst die Ursache dafuer finden, unbedingt.
Danke
Danke an alle, die hier oder per mail geantwortet haben.
Wir werden jetzt auf jeden Fall nochmal zum Checkup in ne Klinik gehen und ich hoffe, hoffe, hoffe, dass es nicht ganz so schlimm ist, wie es jetzt aussieht.