Flüssigkeitsaufnahme

Huhu!

Was passiert, wenn man zuwenig trinkt?
Ich versuche meinem Freund ständig klar zu machen, dass das gar nicht gut ist, wenn er nur einen halben Liter Apfelschorle am Tag trinkt, aber mir fehlen die rechten Argumente.
D.h. ich suche konkrekt die Folgen mangelnder Flüssigkeitsaufnahme.

Danke, Vanessa

Es geht an die Nieren!
Hi Vanessa!

Wer zuwenig trinkt hat das „Vergnügen“ eher Nierensteine zu bekommen als andere. War vor allem früher für Männer ein Erlebnis als es noch nicht die Nierensteinzertrümmerer gegeben hat. Rat mal wo der Stein rausmußte:wink:)

Dazu folgenden Text:
Wodurch entstehen Nierensteine?

Nierensteine entstehen immer dann, wenn die Konzentration bestimmter Substanzen im Harn größer las deren Löslichkeit ist. Die meisten Steine bestehen aus Kalziumverbindungen, seltener gibt es auch Steine, die Magnesiumphosphat, Harnsäure, Zytin oder Xanthin enthalten. Harnwegsinfekte und Abflussstörungen in den ableitenden Harnwegen können die Bildung von Nierensteinen begünstigen.

Wie können Sie Nierensteinen vorbeugen?

Die wichtigste Maßnahme besteht in Trinken, Trinken und nochmals Trinken. Das bedeutet: Viel Trinken, das Richtige Trinken und zu den richtigen Zeiten trinken.

Ein dünner, fast wasserklarer Urin, wie Sie ihn nach reichlich Flüssigkeitszufuhr beobachten können, kann praktisch keine Steine bilden. Entscheidend ist dabei nicht die Flüssigkeitsmenge, die Sie trinken, sondern jene, die Sie ausscheiden. Im Sommer ist die Harnmenge wegen der Flüssigkeitsverluste über den Schweiß möglicherweise viel geringer als im Winter, obwohl Sie mehr getrunken haben. Sammeln Sie doch einmal an mehreren Tagen hintereinander Ihren Harn und messen Sie das Volumen. Ist es weniger als ein Liter, so sollten Sie unbedingt mehr trinken. Liegen Sie zwischen ein und zwei Liter, dann können Sie schon zufrieden sein. Hatten Sie schon einmal Nierenstein, so sollten mehr als zwei Liter die Regel und weniger die Ausnahme sein.

Gefunden bei:http://www.gesundheitstipps.wicker-kliniken.de/natur…

Grüße Dusan

Buchtipp: Wasser trinken
Hallo Vanessa,

wenn Dein Freund plötzlich zu trinken (also Wasser und so) anfängt, nur weil Du ihn mit Argumenten löcherst, dann sag mir Bescheid - dass es auf diese Weise klappt, glaub ich nämlich nicht ;o)

Ich habe bis vor fünf Jahren auch kaum was getrunken: Im Büro halt zwei-drei Tassen Kaffee, mittags 0,5 l Apfelschorle - und abends vielleicht noch irgendwas.
Da ich allgemein gesehen ganz okay drauf war gesundheitlich, zumindest kam’s mir so vor, sah ich nicht nur keine Veranlassung, sondern KONNTE auch nicht mehr trinken. Ich hatte weder das Verlangen, noch hab ich - selbst bei guten Vorsätzen - extra Flüssigkeit (Schorle, Wasser, etc.) in mich reingebracht. Und meistens zogen die Tage vorbei, ohne dass ich es gemerkt hätte.

Nebenbei bemerkt war es auch superpraktisch: Ich musste nämlich praktisch nie aufs Klo.

Da ich wusste, dass ich mir auf Dauer nichts Gutes tue, wollte ich vor einigen Jahren dann mal SEHEN, worauf sich das mit dem Wasser-trinken überall auswirkt. Also wie mein Körper so aussieht, wenn er „unterversorgt“ ist und wenn alles gut gewässert ist. Ich hab mir dann dieses Buch hier gekauft:

Wasser, die gesunde Lösung. Ein Umlernbuch.
ISBN:3924077835 Buch anschauen

Hauptsächlich wegen des Zusatzes „Umlernbuch“, aber auch wegen der Skizzen, die drin sind und die zeigen, wie einzelne Details des Körpers aussehen sollten bzw. wie sie es tun, wenn sie zuwenig Wasser bekommen.

Der Rest war dann Training: Also ganz bewusst mehr trinken als vorher. Mein Tipp: Langsam steigern. Oft hört man ja „unter xy l pro Tag brauchst Du gar nicht anfangen“. So’n Quark! Besonders, wenn man vorher sehr wenig pro Tag getrunken hat, dann ist das anfangs ganz schön schwer (fand ich, zumindest), sich zu steigern.
Trinkt Dein Freund Kaffee? Dann kann er ja damit anfangen, wie im Kaffeehaus, ein kleines Glas Wasser dazu zu trinken.
Wenn er gern Apfelschorle trinkt, soll er halt einfach eine zweite pro Tag trinken, das sind dann schon 100 % mehr.

Das Gute: Man gewöhnt sich nicht nur ziemlich schnell, sondern man braucht dann auch mehr.

Im Nachhinein ist es mir ein Rätsel, wie ich früher überlebt habe *lach*.

Ach so, und zu oben noch: Kopfweh, Verdauung, „wach sein“/energiereich bzw. -los, fit(ter) im Kopf sind ein paar der Dinge, die ich selbst im nachhinein damit in Verbindung gebracht habe.

Noch was, auch wenn’s absurd klingt: Ich hab mich ganz am Anfang damit motiviert, dass ich mir vorgestellt habe, wie sich meine Zellen und alles jetzt freuen und jubeln, dass sie Wasser bekommen. Da musste ich dann während des Trinkens immer lachen.

Ansonsten schlepp ich immer eine tragbare Wasserflasche mit mir rum - hab ich von meiner Kollegin abgeschaut, die immer so eine Radlerflasche mit dabei hat: die kann man wunderbar, wo man geht und steht, mit Leitungswasser auffüllen.

Viele Grüße
Gitte

Huhu!

Danke! Das (und die andere Mail) werde ich gleich mal weiterleiten!

Bye, Vanessa

Hallo,

Was passiert, wenn man zuwenig trinkt?

Der Stoffwechsel leidet, Regeneration und Hormonproduktion
lassen nach. Die Frage ist warum Dein Freund zuwenig trinkt ?

Gruss
Enno

das gehirn trocknet ein!
… und der schniepel schrumpelt! *fg*

huhu nes,

sind das keine argumente?

alberne grüße von
ann
PS: verzeih mir!

… und der schniepel schrumpelt! *fg*
sind das keine argumente?

*lach* Ersteres mag ich gerne glauben, zweiteres konnte ich bisher (noch??!) nicht feststellen :wink:

Bye, Vanessa

Huhu!

Der Stoffwechsel leidet, Regeneration und Hormonproduktion
lassen nach. Die Frage ist warum Dein Freund zuwenig trinkt ?

Siehe unten Gittes Antwort; sie hat seine Argument ziemlich genau auf den Punkt gebracht. Er mag einfach nicht mehr; hat noch nie mehr getrunken, der Gedanken, sich zu zwingen, verursacht eher Brechreiz als Durst …

Bye, Vanessa

Huhu!

wenn Dein Freund plötzlich zu trinken (also Wasser und so)
anfängt, nur weil Du ihn mit Argumenten löcherst, dann sag mir
Bescheid - dass es auf diese Weise klappt, glaub ich nämlich
nicht ;o)

Ich auch nicht. :frowning: Aber irgendwas muss ich doch versuchen, oder?

Ich habe bis vor fünf Jahren auch kaum was getrunken: Im Büro
halt zwei-drei Tassen Kaffee, mittags 0,5 l Apfelschorle - und
abends vielleicht noch irgendwas.

Ja, genauso. Und das Argument, dass gerade Kaffee eigentlich nicht in die Flüssigkeitsmenge einzurechnen ist, sieht er gar nicht ein.

Da ich allgemein gesehen ganz okay drauf war gesundheitlich,
zumindest kam’s mir so vor, sah ich nicht nur keine
Veranlassung, sondern KONNTE auch nicht mehr trinken. Ich
hatte weder das Verlangen, noch hab ich - selbst bei guten
Vorsätzen - extra Flüssigkeit (Schorle, Wasser, etc.) in mich
reingebracht. Und meistens zogen die Tage vorbei, ohne dass
ich es gemerkt hätte.

Ja, genau das sagt er auch! Ich versteh das einfach nicht! *wunder*

Wasser, die gesunde Lösung. Ein Umlernbuch.
ISBN:3924077835 Buch anschauen

Danke, davon habe ich schonmal gelesen. Werde ich mir mal ansehen.

Ach so, und zu oben noch: Kopfweh, Verdauung, „wach
sein“/energiereich bzw. -los, fit(ter) im Kopf sind ein paar
der Dinge, die ich selbst im nachhinein damit in Verbindung
gebracht habe.

Ja, das bemerke ich nämlich auch. Oder meine ich zumindest zu bemerken. Aber er glaubt mir ja nicht, dass das vom Nicht-Genug-Trinken kommen kann.

Danke, Vanessa

Hallo Vanessa,

problematisch kann es werden, wenn chronisch, also über eine sehr lange Zeit hinweg, täglich zu wenig getrunken wird. Durch die eintretenden Hirnleistungsstörungen reagiert nun das Durstzentrum im Gehirn nicht mehr zuverlässig, bis hin zum komplett fehlenden Durstgefühl!!
Man unterscheidet auch zwischen akutem und chronischem Flüssigkeitsmangel.

Die Folgen von Flüssigkeitsmangel sind wirklich nicht zu unterschätzen - „normale“ Beispiele:
Ein Schulkind hat Konzentrationsmängel bei der Klassenarbeit. Ein Jugendlicher, besonders wenn er groß und schmal ist, hat schon mal Blutdruck- bzw. Kreislaufprobleme.
Sportler bekommen einen Leistungsknick.
Fluggäste auf Langstreckenflügen entwickeln eher eine Thrombose.
Manche ältere Menschen haben nachts evt. regelmäßig Wadenkrämpfe. Ihre Verwirrtheit wird häufig auf das Alter geschoben und als Demenz ausgelegt - so tragisch kann Wassermangel sich entwickeln!

Konkret:
Der Körper trocknet langsam aus, es kommt zu

  • Verdauungsstörungen mit Verstopfung und Blähungen
  • Schwindel, leichte Kopfschmerzen, Antriebsarmut, Konzentrationsstörungen, Depressionen, Müdigkeit, Verwirrtheit
  • (reversible Demenz bei älteren Leuten - häufiges Problem!)
  • das Blut dickt ein, Durchblutungsstörungen, Absinken des Blutdrucks (Die orthostatische Hypotonie wird im Stehversuch diagnostiziert / resultiert aus dem Volumenmangel!), Pulsanstieg, Übelkeit, Herzrhythmusstörungen, Kollaps
  • schnelleres „Umkippen“ in psych. oder körperlich belastenden Situationen: Sauna, heißer Sommertag, langes Stehen z. B. bei Konzerten, usw.
  • Eindickung des Blutes, herabgesetzte Fließeigenschaften - Schwächung des Immunsystems!!!
  • Neigung zu Krämpfen - nächtliche Wadenkrämpfe
  • Fehlregulierung der Körpertemperatur, im Akutfall Anstieg der Temperatur/Fieber
  • trockenere Haut, Tränensäcke, trockenes Auge
  • Thrombose-, Schlaganfall- und Herzinfarktgefährdung
  • Ödeme, offenes Bein
  • wenig und dunkler Urin, häufige Entzündungen der ableitenden Harnwege, gesteigerte
  • Harnsteinbildung, höhere Blasenkrebsrate
  • hyperosmolares Koma beim DiabetesII
  • reduzierte Gelenksflüssigkeit, auch in den Bandscheiben (Gallertkern)
  • mangelndes Durstgefühl, welches sich durch die auftretenden Hirnleistungsstörungen weiter reduziert. Es ist ein Teufelskreis.

ergiebiger Link zum Thema:
http://www.naturheilkunde-online.de/gn/Wasser.htm

Gittes Buchempfehlung kann ich nur unterstützen!!
Wenn man sich noch nicht ausgiebig mit dem Thema Flüssigkeitsmangel auseinandergesetzt hat, wird man sich gelegentlich (ungläubig) wundern, wie weitreichend die Folgen für unsere Gesundheit sind, die der iranisch-amerikanische Autor beschreibt.

Viele Grüße, Renate

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Vanessa,

zuerst einmal kann der Körper einen Flüssigkeitsmangel durch verschiedene Mechanismen kompensieren. Zum Beispiel wird die Harnproduktion reduziert. Da aber die nierengängigen Schlackenstoffe trotzdem aus dem Körper entsorgt werden müssen, wird diese geringere Harnmenge umso konzentrierter (dunkelgelbe bis gelborange oder rötlichgelbe Färbung - je nach Nahrungsaufnahme und/oder Tätigkeit). Dies zieht ein erheblich erhöhtes Risiko der Nieren- oder Blasensteinbildung mit sich, da aus hoch konzentrierten Lösungen viel schneller Kristalle ausfällen als in gering konzentrierten. Gleichzeitig hat die durch die kleinen Nierengänge hin zum Nierenbecken fließende konzentrierte Flüssigkeit auf diese Nierengänge auf Dauer einen negativen Einfluss, so dass das Risiko von Nierenentzündungen und dauerhaften Nierenschäden ebenfalls größer ist. Die Gefahr von Harnwegsinfektionen steigt auch, da die Harnwege nicht mehr so stark durchspült werden wie normal und deshalb auch Keime, die entlang der Harnröhre in Richtung Blase „wandern“, nicht mehr so effektiv wieder herausgespült werden. Zusätzlich kann bei chronischem Flüssigkeitsmangel Flüssigkeit aus dem Zwischenzellraum (oder gar aus den Körperzellen selbst) in die Butbahn mobilisiert werden, was eine allmähliche „Austrocknung“ des Körpers zur Folge haben kann. Ein Anzeichen für Austrocknung ist, wenn man z.B. am Handrücken, an der Unterarminnenseite oder seitlich am Bauch zwischen Daumen und Finger eine Hautfalte bildet, diese leicht anzieht und wenn sie nach dem Loslassen nur langsam (einige Sekunden) wieder verschwindet bzw. länger bestehen bleibt. Es kann auch dazu kommen, dass das Blut konzentrierter ist als gewöhnlich: Der zelluläre Anteil (in Prozent) ist dann größer als normal, was sich auf die Fließeigenschaften des Blutes (besonders in den kleinsten Haargefäßen) negativ auswirkt. Es kann zu Mikroembolien kommen (Verstopfung kleiner Blutgefäße). Dass diese - egal wo sie stattfinden - der Gesundheit nicht gerade förderlich sind, kannst du dir sicher vorstellen. In schweren Fällen der Austrocknung (neudeutsch: Exsikkose) entwickelt sich erhöhte Körpertemperatur und Benommenheit oder Verwirrung. Auch kann es dann passieren, dass die Niere sogar die Harnproduktion komplett einstellt, um nicht weiter Flüssigkeit zu verlieren. Es reichern sich dann Schlackenstoffe im Blut an. Schlimmstenfalls kommt es zu starken Elektrolytverschiebungen, die sogar den Tod zur Folge haben können.

Dies ist alles ziemlich schwarz gemalt, aber dein Freund reagiert sicher noch selbst auf die Signale seines Körpers und trinkt sicher auch hin und wieder mal mehr als nur einen halben Liter am Tag. Auf Dauer jedoch ist ein halber Liter/Tag ganz sicher zu wenig. Besonders wenn man berücksichtigt, dass ein Erwachsener am Tag alleine schon durch Verdunstung (Atmung, Schweiß etc.) einen halben Liter Wasser verliert (Perspiratio insensibilis) und diese Menge an heißen Sommertagen ein Vielfaches betragen kann, könnte ich mir vorstellen, dass dann schon mal grenzwertige/kritische Werte erreicht werden. Geh doch einfach mal bei Gelegenheit mit deinem Freund zum Arzt und weise diesen darauf hin. Was der deinem Freund dann erzählt, wird vielleicht auch eine überzeugende Wirkung haben. Am einfachsten ist die Taktik, sich mindestens 2 Liter Flüssigkeit (ohne Kaffee, Alkohol und Cola etc.) zurechtzustellen und sich vorzunehmen, diese am Ende des Tages getrunken zu haben. Nach einiger Zeit gewöhnt man sich vielleicht daran und es werden ohne darüber nachzudenken 2 Liter getrunken. Hoffentlich.

War zwar jetzt ziemlich viel, aber vielleicht ist ja was dabei, was dir bei der Überredung deines Freundes zu mehr Flüssigkeitsaufnahme hilft. Ich wünsche dir (und deinem Freund) viel Erfolg dabei.

Gruß
Huttatta

Huhu!

Hui, danke! Das war auch mal ausführlich!

Bye, Vanessa

Hallo Vanessa,

Ich habe bis vor fünf Jahren auch kaum was getrunken: Im Büro
halt zwei-drei Tassen Kaffee, mittags 0,5 l Apfelschorle - und
abends vielleicht noch irgendwas.

Ja, genauso. Und das Argument, dass gerade Kaffee eigentlich
nicht in die Flüssigkeitsmenge einzurechnen ist, sieht er gar
nicht ein.

Im Gegenteil - Kaffee ENTZIEHT dem Körper Flüssigkeit, daher erhält man in AU z. B. immer ein Glas Wasser zum Kaffee.

Grüße
Diana

Huhu!

Verspätet, aber auch dir noch vielen Dank!

bye, Vanessa

Huhu

Ja, genauso. Und das Argument, dass gerade Kaffee eigentlich
nicht in die Flüssigkeitsmenge einzurechnen ist, sieht er gar
nicht ein.

Im Gegenteil - Kaffee ENTZIEHT dem Körper Flüssigkeit, daher
erhält man in AU z. B. immer ein Glas Wasser zum Kaffee.

Eben, das meinte ich ja. Aber das erklär mal jemanden, der’s nicht einsehen will … :-/

Bye, Vanessa