Athroskopische Meniskus-OP - Erfahrungen?

Ich bin im Mai 2003 mit dem Fahrrad auf das Knie gestürzt. Nach etwa 2 Wochen waren die Schmerzen scheinbar weg und ich habe mir nichts weiteres dabei gedacht. Im Spätsommer/Herbst habe ich dann festgestellt, dass ich das Knie nicht mehr ganz beugen kann. Eine Untersuchung beim Orthopäden hat ergeben, dass mein Meniskus gerissen ist. Die „normalen“ täglich anfallenden Bewegungen sind schmerzfrei möglich. In die Hocke kann ich aber nicht mehr gehen.
Im Freundes-/und Kollegenkreis habe ich nun die unterschiedlichsten Meinungen gehört, ob ich es operieren lassen soll, oder nicht.
Wer hat Erfahrungen zum Thema. Sind die Beschwerden besser geworden? Kamen andere Beschwerden hinzu (z.B. Narbenschmerzen)? …

Im voraus besten Dank.

Gruß
Sabine

Hi
Ich hatte Korbhenkel(abriss), hab als das Knie mal grad nicht angeschwollen war (radfahren ist da ganz klasse) nen Termin gemacht bei nem Ambulanten Chirurgen in Berlin/Merkwürdiges Viertel, bin Freitag um 9:00 rein, um 11:00 wieder raus, hab mich nach haus bringen lassen. nächsten Morgen Kontrolle, punktiert - ein Gläschen suppe abgelassen, mit Krücke nachhause. Montag hab ich die Krücken da gelassen, dienstag war ich mit Fahrrad bei meinem Hausarzt, am Freitag drauf konnt ich gut locker laufen. kann auch anders gehn.
HH

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hallo!

lass dir mal bilder vom knorpel im knie zeigen wenn ein meniskus ständig dran reibt-da legt man sich ganz ganz schnell unters messer.
bei manchen meniskusschäden wird heutzutage schon genäht-wäre das eine option die dir zur verfügung steht?

„schlechte“ ergebnisse hat man in der regel nur bei „verlegenheits-op`s“, d.h. wenn eine op gemacht wird weil man einfach nicht mehr weiss was man sonst machen soll; auch bei personen über 50/55 ist es nicht mehr so anzuraten (ernährung der menisci schlecht); ach ja-und die leute die 2 tage später wieder auf der baustelle stehen haben auch keine freude damit (aber dann ist schliesslich der therapeut schuld! :wink:)).

narbenschmerzen kann man gar nicht haben da diese kratzer durch die die instrumente eingeführt werden ja nun wirklich nicht als narbe bezeichnet werden können.

zur belastung: ich weiss dass die meisten nach 3-4 tagen wieder „voll dabei“ sind. aber: in den ersten 7-12 tagen ist keine gelenkflüssigkeit mehr im knie-die wird erst langsam nachgebildet; d.h. dass das knie nicht bzw. schlecht ernährt wird. kleine schädigungen die man sich durch belastung in der zeit zufügt („abrieb“, …) können also nicht repariert werden!
dadurch kann bei zuviel belastung das knie plötzlich nach 2 wochen dick und heiss werden-und schmerzen.

also eine woche schonung-dann erst wieder voll belasten.
hab mich da schon mit einem chirurgen „gestritten“ der anderer meinung war; gehe aber von dem aus wie es meinen patienten geht die zuviel machen.

tschüss

matthias

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Hi,
über das „ob“ kann ich dir nichts sagen, aber lass dich nach Möglichkeit nicht ambulant operieren!!! Sondern stationär. Ein Bekannter von mir hat sich vor einiger Zeit ambulant am Menikus operieren lassen, und jetzt steht er kurz davor, ein neues (künstliches) Kniegelenk zu benötigen (aufgrund von ständigen Entzündungen und Vereiterungen). Wenn du dir mal diese Seite anschaust:
http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/kh_d-003.htm

dann kannst du dir vielleicht vorstellen, warum so eine OP nicht in einer Arztpraxis stattfinden sollte.

Gruß
Nelly

Hi
Nelly

weils bei einem schiefgeht kannst du doch nicht generell sagen das ambulant Mist ist. die Infektion hätt er sich statonär genauso einfangen können. Die ambulante „Praxis“ in der ich war ist eine Klinik und keine Praxis und mit Sicherheit besser ausgestattet als jedes städtische Krankenhaus. Ne Gelenkinfektion zieht man sich meist nicht bei der OP sondern beim „ungeschickten“ Punktieren im Rahmen der Nachsorge zu. Ob nun ambulant oder stationär - das risiko ist dasselbe. Der Gedanke, dass man stationär etwa schneller drauf aumerksam geworden wäre und eher eingreifen hätte können, naja, mag sein, aber gehts am Freitag abend los merkts keiner vor Montag früh, wenn du nicht selber was sagst. und das könnt ich auch von zuhaus aus. Ich fand ambulant klasse - ich hab den Vergleich zu einer stationären OP noch vor Augen. 3 Wochen morgens anrufen, dann als es mir am wenigsten in den Kram passte Termin Morgen früh um 7:00, natürlich war da grad mein Knie wieder dick geschwollen, aber das war den Jungs egal, Bett muss belegt sein, und dann wurde das Bein gestreckt auf kosten der Kasse, 10 Tage in dem Stall um die Schwellung wegzubekommen. das hätt ich draussen mit leichter Bewegung auf dem Rad in 4 Tagen weggehabt, hatte ja ein Jahr Zeit um zu üben, denn mein Orthopääde war der Meinung es mit Salbe probieren zu müssen.
Fazit: 10 Tage stationär warten auf OP, danach 6Tage bis zum Fäden ziehen. Erfolg, Meniskus operiert, fast 16 Tage damit zugebracht, kein Wunschtermin, Bein Muskelmässig völlig runter durch mangelnde Bewegung, klasse 6 Bettzimmer gehabt mit 2 Zusatzbetten, davon ein Schultergelenk der nicht pennen konnte wegen komplett Gips und Arm nach oben und die ganze Nacht gejammert hat. Danach etwa 10 Tage gebraucht bis das Bein halbwegs wieder fit war.

Die ambulante Fassung steht etwas weiter unten…
HH

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Ich habe in einem Reha-Zentrum gearbeitet. Dort werden halt ambulante und stationäre OP’s weiterbehandelt. Es hieß immer, man kann es nicht pauschalisieren ob nun ambulant o. stationär, da es zum größten Teil eigentlich auf die körperliche Verfassung des Patienten drauf ankam, wie die OP und die Folgebehandlungen ablaufen. Wenn keine eigene Motivation am Heilgungsprozess vorhanden ist, und man von den Ärzten und Therapeuten erwartet, dass sie allein durch Handauflegen heilen, ist der Heilungsprozess und -erfolg ein sehr schwieriger und langwieriger Akt.

Such dir einen Operateur deines Vertrauens. Das ist auch ein entscheidender Faktor. Wenn er zu eine ambulanten OP rät, dann halt dieses und wenn stationär, dann soll halt sein.

Geisha

Hallo,

  1. Der gerissene Meniskus reibt den Knorpel aus dem Gelenk. Deshalb sehen die Operateure die Knorpelschäden bei jungen Leuten fast immer im Bereich von Meniskusschäden.
  2. Sollte man die Operation deshalb möglichst schnell angehen. Ob der Meniskus noch genäht werden kann, oder ob der defekte Anteil entfernt werden muss, stellt sich in der Operation heraus. Zumindest wird der Schaden im Knie minimiert, da auch der schon geschädigte Knorpel wieder geglättet werden kann.
  3. Ob die Operation ambulant oder stationär durchgeführt wird, ist nicht entscheidend, wenn die Nachbehandlung funktioniert. Man sollte sich aber auf keinen Fall auf Kompromisse einlassen, die nachher nicht nur unbequem, sondern auch schädlich sind (z.B. keine weitere Person in der Wohnung über die ersten zwei Tage, schlechte Erreichbarkeit der Toilette oder des Essenplatzes, schlechte Erreichbarkeit des Arztes, keine Begleitperson bei Besuch des Arztes etc.)
  4. Auch bei älteren Patienten kann die Arthroskopie Sinn machen, um grössere Eingriffe, wie eine Prothesenimplantation, zeitlich hinauszuschieben.
  5. Die Nachbehandlung ist extrem wichtig und sollte unbedingt physiotherapeutisch überwacht werden.
  6. Man fällt für mindestens 2 Wochen auf der Arbeit aus, da diese erste Phase von Schwellungen, auszuhaltenden Schmerzen und einem intensiven Physiotherapieprogramm gekennzeichnet ist.

Weitere Informationen gibt es unter
http://www.arthros.de

Gute Besserung

Dr. J. Sauer

Hallo sabine,

da dein Meniskus gerissen ist, wuerde ich es sobald wie moeglich operieren lassen. Wenn du laenger wartest, wirds ja auch nicht besser.

Musste mich 1995 auch am Knie operieren lassen. Hatte Kreuzbandriss und einen Meniskusschaden. Die haben das ambulant gemacht per Athroskopie. Anschliessend gings dann gleich zur Reha. Nach ca. 3 Monaten war ich wieder richtig fit, hatte keine Schmerzen mehr und die Narben waren auch klitzeklein. Heute ist alles wieder wie frueher.

Das einzige was fuer mich unangenehm war, das ich haette schon am selben Tag der OP wieder nachhause gemusst. Aber es ging nicht, da mein Kreislauf einfach nicht mitspielte. Und so wurde ich in dem OP-Zentrum irgendwie nur „geduldet“ und man merkte echt, das ich doch moeglichst schnell wieder auf die Beine kommen sollte. Wenn mir das heute nochmal passieren wuerde, ich wuerde es nur noch stationaer ( im KH) machen lassen. Aber sonst sind meine Erfahrungen wirklich nur gute.

LG Manu