nachdem Deutschland ja nun Pockenimpfungen kauft, würde mich mal interessieren, ob die mei mir bereits vorgenommene Impfung ausreicht oder ob ich mich nochmals impfen lassen müsste?
Welche Nebenwirkungen hat denn solch eine Impfung, denn ein Arzt meinte gestern, dass soetwas nicht ganz ungefährlich sei.
Zu guter Letzt: Wie wird die Impfung durchgeführt?
Ich habe ja so einen Abdruck auf der Schulterecke. Bisher wurde mir immer gesagt, das rührt vom Pockenstempel. In dem Bericht gestern wurde aber gesagt, dass es mit einem Messer gemacht wird.
das Thema wurde gestern abend in der ZDF-Sendung „Praxis“ besprochen. Eine Pockenimpfung, die man als Kleinkind bekommen hat, reicht nicht aus, um heute noch einen Impfschutz gewährleisten, sagte ein Mediziner vom Robert-Koch-Institut. Die Impfung selber wird mit einer Art „Zacke“ gemacht, einem lanzettenartigen Dingens.
Früher, als es die Pocken noch gab, wurde man als Kind mit zwei Skalpellstichen geimpft. Diese Stelle mußte dann aufgehen und schorfen. Man sieht sie heute noch.
Als es dann weltweit keine natürlichen Pocken mehr gab, hat man diese Impfung in Deutschland für überflüssig erklärt.
Arbeitete man jedoch beruflich in ehemals pockengefährdeten Gebieten, wurde diese Impfung alle vier Jahre wiederholt. Aber mit Nadel und Injektion.
Ich bin bis in die 70er Jahre so alle vier Jahre geimpft worden.
Dann hat man geglaubt, der letzte pockenbefallene Mensch ist geschafft und es gibt jetzt wirklich keine Pocken mehr.
Damit war auch die pockenimpfung beendet.
Heute, durch die künstliche Pockengefahr, ist man vorsichtig und lagert das Serum ein. Man impft wohl nicht, weil man nicht weiß, ob und wann so ein Pockenanschlag geschieht. Würde man heute Impfen, müßte diese Impfung spätestens in vier Jahren erneuert werden. Also würden gewaltige Kosten alle vier Jahre auf uns zukommen. Man wartet also bis zum ersten Pockenbefall, das ist vollkommen ausreichend.
Welche Nebenwirkungen hat denn solch eine Impfung, denn ein
Arzt meinte gestern, dass soetwas nicht ganz ungefährlich sei.
Hallo Marco,
es gibt ein Impfrisiko, also soundsoviele Tote pro Million Geimpfter. Dieses Risiko ist bei der Pockenschutzimpfung nicht so klein, daß die obligatorische Impfung noch vertretbar erscheint. Beziffern kann ich das Risiko nicht. Ich kann nur weitergeben, was ich vom Hörensagen weiß.
Die Pocken gelten als ausgerottet. Von daher kann ich im Moment keinen Anlaß für Sorgen und eine Schutzimpfung sehen. Die Impfstoff-Bevorratung ist eine reine Vorsichtsmaßnahme für den Fall, daß irgend ein Idiot Pockenerreger als Kampfmittel einsetzt. Wir sollten uns vor allen Dingen nicht in Panik versetzen lassen, denn die Angst, die einige westliche Politiker schüren, ist auch eine Art des Terrors.
am Montagabend war im NDR3 Fernsehen „Visite“ ein Beitrag über die Pockenimpfung. Dabei war der Professor, der 1972 den letzten Pockenfall in Deutschland behandelt hatte. Er gab an, daß die Schutzimpfung in Deutschland nach Eintreten des ersten Pockenfalls anläuft. Vorbereitungen für dieses Ereignis laufen, um aus dem Stand heraus impfen zu können. Diese Pockenimpfung wird für alle angeordnet. Aber Kranke und erst recht chronisch Kranke können natürlich nicht geimpft werden, weil ihr Immunsystem schon zusammengebrochen ist (Lebensgefahr!). Zu rechnen ist bei der Pockenimpfung, die er unter allen Impfungen als die gefährlichste bezeichnete, als Konsequenz bundesweit mit ca. 100 Toten und mit einem mehrfachen davon an körperlich und geistig Versehrten. Interessant war auch die Aussage, daß bei einer Durchimpfung der Bevölkerung von ca. 80% schon vollkommener Schutz vor Pocken enstehen würde.
Nun zu meiner persönlichen Erfahrung: Ich wurde in meiner Kindheit (geb.1948) nie geimpft, weil ich immer zum Impfzeitpunkt krank war. Da ich 1977 nach Australien fahren wollte, was damals noch zwingend die erfolgreich durchgeführte Pockenimpfung zur Einreise vorschrieb, ließ ich mich gegen Pocken bei der Amtsärztin impfen. Niedergelassene Ärzte lehnten aus Haftungsgründen (s.o. die Gefahr, die von der Pockenimpfung ausgeht) die Impfung ab. Meine linker Oberarm schwoll so an, daß er die Dimension meiner Oberschenkel annahm. Ich war ernstlich mit derben Schmerzen zwei Wochen krank! Aus dieser Erfahrung heraus werde ich die Pockenimpfung ablehnen, ich werde krank sein. Nur ein Gedanke: wie wird das sein, wenn 40 Millionen Erstimpflinge in Deutschland mindestens zwei Wochen krank feiern?
Wer jetzt sich noch weiter informieren will, bitte: http://homepages.compuserve.de/abswer/literatur/buch…
Ich hoffe, Dir geholfen zu haben
Bernd
Einerseits wird immer wieder gesagt, dass die Pockenimpfung gefährlich sei (siehe z.B. Posting von Bernd).
Andererseits sind in der ehem. DDR doch Säuglinge und Schulkinder zumindest bis Ende 70er / Anfang 80er Jahre (fast) komplett durchgeimpft worden. Natürlich hat nichts in der Zeitung gestanden - aber von größeren Impfschäden hat man (im Gegensatz zur Kinderlähmungsimpfung) nichts gehört.
Wurde bei uns ein andersartiger Wirksoff verwendet?
daher bin ich ja auch geimpft… und das definitiv als Kleinkind. Es ist nämlich schon so lange her, dass ich weiß, als Kleinkind mich schon nicht mehr an die Impfung erinnern zu können.
Andererseits sind in der ehem. DDR doch Säuglinge und
Schulkinder zumindest bis Ende 70er / Anfang 80er Jahre (fast)
komplett durchgeimpft worden. Natürlich hat nichts in der
Zeitung gestanden - aber von größeren Impfschäden hat man (im
Gegensatz zur Kinderlähmungsimpfung) nichts gehört.
Stimmt, wurde auch als Kleinkind und Schulkind geimpft gegen
Pocken und kein Witz: wir Grund-Schüler wurden auf dem Schulhof
geimpft! Die Frage wäre nun wirklich, was die da geritzt haben
(nicht gespritzt, geritzt wurde man). Zwischenfaelle aus unsere
Schule sind mir auch nicht bekannt, sprich die gab es nicht.
Wenn wer näheres weiss, würde mich auch interessieren.
Würde man
heute Impfen, müßte diese Impfung spätestens in vier Jahren
erneuert werden.
NUn drängt sich mir doch eine Frage auf:
ich habe schon viele Menschen mit den Narben auf dem Oberarm gesehen… aber noch nie einen mit mehr als 4 Narben. Das sind dann nur 16 Jahre.
Wurde die Impfung so früh eingestellt, oder habe ich einfach zu wenig Oberarme gesehen???
Hi Max!
irgendwie macht das Sinn… aber woher kommen dann die drei bis vier Narben???
Ich selbst habe zwei davon… jedenfalls zwei Narben, die sichtbar sind!
Kurzfassung:
Alle Geimpften Verfügen zumindest noch über einen Teilschutz.
Die Komplikationsquote der Impfung ist relativ hoch, mit ca 1 Toter auf 1 Million Primärimpfungen und 1 Toter auf 4 Mio Nachimpfungen muss gerechnet werden.
Eine generelle prophylaktische Durchimpfung wird sowohl vom RKI als auch der WHO klar abgelehnt.
An meine Erstimpfung kann ich mich natürlich nicht mehr erinnern. Bei der 2. Impfung wurde mir jedenfalls der Impfstoff in die Haut geritzt. Ob mit Skalpell oder Lanzette weiß ich nicht mehr, jedenfalls gab es Keine Spritze mit Nadel.
Die Narben von der Erstimpfung sind leider kaum noch zu erkennen und bei der 2. Impfung hat sich nur eine Impfstelle entzündet - aber bei genauer Ansich habe ich auch 3 Pockennarben (+ 1 von einer anderen Impfung - ich glaube Diphtherie)
Wenn ich Dein Schreiben „Re: Pocken - Max. Eyth, 23.1.2003 10:43“ noch mal genau lese, dann drängt sich mir der Verdacht auf, dass es zwei verschiedene Impfungsmöglichkeiten gegeben hat. Was Du als Erstimpfung und ich als Erst- UND Wiederholungsimpfung bekommen habe, waren offensichtlich Impfungen mit abgeschwächten Erregern. Die Spritze, die Du alle 4 Jahre bekommen hast, enthielt wahrscheinlich „nur“ Antigene vom Pockenvirus - war also so was wie die Grippe- oder FSME-Impfung.
Haben wir zufällig unter den Teilnehmern einen emeritierten Virologie-Prof.??? - Bitte melden!!!
dass es zwei verschiedene Impfungsmöglichkeiten gegeben
hat.
Das ist natürlich möglich
Was Du als Erstimpfung und ich als Erst- UND
Wiederholungsimpfung bekommen habe, waren offensichtlich
Impfungen mit abgeschwächten Erregern.
Richtig.
Die Spritze, die Du
alle 4 Jahre bekommen hast, enthielt wahrscheinlich „nur“
Antigene vom Pockenvirus - war also so was wie die Grippe-
oder FSME-Impfung.
Ich meine mich zu erinnern, dass es für die Pockenschutzimpfung (Folgeimpfungen im 4Jahresrhytmus) keine Spritze gab, sondern wie bei der Erst- und Zweitimpfung einen Lanzettstich - also abgeschwächte Erreger. Naja, das letzte Mal ist etwa 20 Jahre her, ich kann mich irren.
Spritzen gab es im 10-Jahres-Abstand gegen Gelbfieber.