Sterilisation

Meine Frage dazu ist: Inwieweit habe ich mit der Sterilisation weniger Probleme mit Hormonschwankungen, als mit allen anderen Verhütungsmethoden? Bisher habe ich ja jahrelang Hormonpräparate eingenommen,zuletzt wie im anderen Artikel erwähnt, die 3-Monatsspritze. Mit allen Pillen habe ich irgendwelche Probleme gehabt, Zwischenblutungen, Kopfschmerzen, Depressionen, Bluthochdruck - zuletzt Libidoverlust, Brustbeschwerden. Also irgendwie habe ich mit allen Präparaten - außer Spirale, die ich nie probiert habe und es auch nicht möchte, wegen des Fremdkörpergefühls - nicht das Richtige für meinen Körper gefunden.
Von einer Sterilisation verspreche ich mir nun endlich Ruhe. Aber wie stellt sich der Körper auf die fehlenden Hormone ein. Kann es dabei ebenso größere Probleme geben?
Die Frage nach Kinder bekommen stellt sich mir nicht mehr. Ich habe zwei jugendliche Kinder und will auf gar keinen Fall weitere Kinder. Egal was mal irgendwann sein könnte.

Hallo Anne

Aber wie stellt sich der Körper auf die fehlenden Hormone ein.
Kann es dabei ebenso größere Probleme geben?

Bei der Sterilisation der Frau (Tubenligatur) werden nur die Eileiter verklebt. Somit kann keine Befruchtung mehr statt finden, weil die Spermien nicht mehr zum Ei gelangen können.
Am Hormonstatus ändert sich dadurch NICHTS - es sollte danach alles wieder so werden, wie es eigentlich sein sollte.
Das Ganze wird laparoskopisch, meist ambulant vorgenommen und ist eine bewährte Standard-OP.
Wenn allerdings die Familienplanung abgeschlossen ist und der Partner auch keine Kinder mehr möchte, wäre die Sterilisation des Mannes eine Alternative, weil erheblich riskoloser! Denn ein Risiko gibt es bei jedem medizin. Eingriff.

Schöne Grüße

Pit

Übermorgen
Liebe Anne,

Spirale… Fremdkörpergefühl

Bei allem Respekt vor der Entschlossenheit, mit der du im Moment deine Familienplanung in die Hand nehmen willst: Sterilisation ist weitgehend irreversibel. Außerdem ist dein Nabel - deine Mitte - dann anders, falls du sie piercen magst. Du lebst genau einmal. Auch nach Sterilisation. Die selbe Funktionsmodulation wie durch den Ligaturfaden, der aus körperfremden Material besteht, hast du auch durch eine jederzeit explantierbare Spirale, die leichter zu entfernen ist als ein Inlay. Der Schmerzreiz beim Einsetzen der Spirale ist vergleichsweise gering. Am ehesten mit dem von Eishänden bei der Probenentnahme für die Krebsvorsorge vergleichbar. Lass dir Zeit. Manchmal machen auch Enkel Lust auf weitere Schwangerschaften.

Herzlich
Biggi

Zyklus bleibt ‚äußerlich‘ unverändert
Hallo Anne,

zwei meiner Schwestern haben sich mit Mitte 30 sterilisieren lassen und sind beide hochzufrieden: Der Eingriff verlief ohne Komplikationen und danach lief bzw. läuft in puncto mens alles wie gewohnt weiter.

Das betrifft Dich zwar nicht, aber ich stells mal zur Info für interessierte Leserinnen ein: Wenn man als Frau unter 35 Jahre alt ist, keine Erbkrankheiten hat und bis dato kinderlos ist, ist es gar nicht so einfach einen Arzt zu finden, der diesen irreversiblen Eingriff vornimmt.

Weitere Infos findest Du hier: http://www.gyn.de/verhuet/sterilisation.php3#frau

Viele Grüße
Diana

Sterilisation beim Mann (offtopic)
Hallo Diana und andere,

Das betrifft Dich zwar nicht, aber ich stells mal zur Info für
interessierte Leserinnen ein: Wenn man als Frau unter 35 Jahre
alt ist, keine Erbkrankheiten hat und bis dato kinderlos ist,
ist es gar nicht so einfach einen Arzt zu finden, der diesen
irreversiblen Eingriff vornimmt.

Kann ich auch bei der maennlichen Variante bestaetigen: Mann war immerhin schon 40, 2 Adoptivkinder, aber keine biologischen Sproesslinge. Arztsuche war lang (aber schliesslich erfolgreich). Der Grund war uebrigens, noch off topicker, weil er meinte, jetzt sei es mal an ihm, unters Messer zu duerfen.

Tschuess, Elke