Nasenschleimhäute geschwollen,keine'Diagnose'lang

Guten Morgen zusammen!

Vielelicht kann mir jemand helfen, mit „Brainstorming“, eigenen Erfahrungen und / oder Fachmeinungen von hier mitlesenden Ärzten… alles sehr sehr willkommen.

Meine Freundin hat seit Weihnachten eine inwändig entzündete Nase, die sie selbständig bis vor einer Woche (also ca. einen Monat lang) mit einer Nasensalbe (Wirkstoff: Dexpanthenol) „therapierte“.

Die Nase schwoll innen immer mehr an, Krusten bildeten sich. Aber sie hatte und hat keinen Schnupfen. Und auch keine verschleppte Grippe.

Vor einer Woche war sie nun beim Arzt, der ihr ein Cortisonnasenspray verschrieb (irgendwas ganz neues, wo das Cortison nur lokal in der Nase wirken soll und sich lt. Beipackzettel sonst nicht im Körper verbreitet…).

Von diesem soll sie 1x pro Tag einen Sprühstoß nehmen. Das hat Ihr wohl etwas geholfen. Aber eigentlich nur in sofern, dass diese Schwellung nicht weiter voranschritt. Zurück ging diese nicht wirklich.

Es wurde keine Krankheit (Grippe, Virus, Erkältung oder dgl.) diagnostiziert. Aber es sei eine „leichte Verkrümmung des Septums“ (Nasenscheidewand) möglich. Außerdem hat sie eine vor ca. 5 Jahren festgestellte Hausstaubmilbenallergie, die aber in den letzten Jahren etwas weniger belastend war, als die Jahre davor.

Die Ärztin meinte nun letzte Woche, da sie keine Entzündung oder dgl. feststellen konnte, dass es eine „trockene Nase“ aufgrund von:

  1. Heizungsluft sein kann (Winter)
  2. und „Im Winter haben viele Menschen mal eine trockene Nase, die sich dann mit diesen (Ihren) Symptomen zeigt“…
  3. Oder doch eine verschleppte Erkältung/Grippe

Meine Freundin hat aber keine Schleimentwicklung (Gelomyrtol, das sie u.a. 2 Wochen genommen hat und sonst immer super den Ausfluss förderte) wirkte nicht, außer dass es einen „guten Gemschmack“ machte. Antibiotikum wollte sie nicht nehmen, da eben auch keine Viruserkrankung vorlag und sie bei den ca. 3 Antibiotik-Behandlungen, die bei Ihr bis dato (34 Jahre) durchgeführt worden sind, Magen-Darm-Probleme, Scheidenentzündungen usw. mitmachen musst und sich danach dann erst richtig krank fühlte.

Viel Trinken (Wasser) tut sie auch, nur morgens ca. 2 Tassen Kaffee, gesunde Ernährung, kocht immer selber, (kaum bis gar kein Fleisch, viel Gemüse, Nudeln, Brot usw., wirklich abwechlungsreich), hat (wie gesagt) Sylvester mit Rauchen aufgehört, ab und zu abends Alkohol, einmal die Woche ca. 50 Min. Jogging, normales Gewicht. Wirklich glückliche Partnerschaft, toller Job, keine Sorgen (also nicht „Nase-voll-Syndrom“ :wink: Neu -seit Herbst- ist ein Kamin in der (Altbau-)Wohnung (Kein Teppich, Parkett überall). Kein Haustier.

Nun meinte die Ärztin, wenn es nach 10 Tagen mit dem Cortisonspray nicht besser wird, möchte sie die Nasen-Area röntgen lassen. Evtl. stehe eine Septum-Begradigung an.

Okay, wer meine Geschichte „kennt“ (drei Nasen-OP´s innen) usw. weiss, dass ich mich damit viel auseinander gesetzt habe. Und sowohl bei mir, als auch bei fast allen, die ich kennenlernen durfte, und die eine solche Septum-Begradigungs-OP über sich ergehen lassen haben, war das Fazit: Hat nichts geholfen, nochmal unters Messer, um Muschelbegradigung oder „Löchern“ der Nasennebenhöhlen vorzunehmen.

Ich hoffe, das sind erstmal genug Vorinformationen…??

Meine Fragen sind…:

  1. Habt Ihr so etwas schon einmal gehabt? Wenn „ja“, wie wurde das behandelt und wie ging die Schwellung zurück, wie lange dauerte es ca.?

  2. Was haltet Ihr von Septum-Begradigung? Schonmal erlebt und vor allem: hat es bei Euch etwas gebracht (positives)?

  3. Habt Ihr Vorschläge, was man noch probieren könnte (Medis, Salben, Homöopathisch, Allopathisch)?

Sie leidet vor allem darunter, dass sie so schwer Luft bekommt, eben die Schwellung nicht zurückgeht und zwar nicht in dem Maße, wie man das sonst nach einer z.B. überstandenen Erkältung (so nach ca. einer Woche) gewohnt ist.

Vielen lieben Dank schon einmal an alle, die sich darüber Gedanken machen und etwas dazu schreiben. Ich bin für jeden Tipp dankbar.

Lieber Gruß
Bettina

Hallo Bettina,

hier kurz das, was mir dazu einfällt:

Meine Fragen sind…:

  1. Habt Ihr so etwas schon einmal gehabt? Wenn „ja“, wie wurde
    das behandelt und wie ging die Schwellung zurück, wie lange
    dauerte es ca.?

Ich hatte derartiges mit Mitte 20, und als mich der HNO-Arzt mit irgendwelchen i.m.-Spritzen therapieren wollte, über Wochen, wechselte ich bald den Arzt.
Der nächste HNO-Arzt sagte mir, dass hier nichts dauerhaft die Nasenschleimhäute abschwellen lassen würde, die einzige Konsequenz sei eine Nasenpolypenentfernung, denn die würden bei manchen Patienten nachwachsen. Das war doch ein klares Wort - gesagt, getan.
(Bei meinen Kindern hieß es übrigens nach der Polypen-OP, dass kein Nachwachsen im Erwachsenenalter mehr zu befürchten sei, da man heute anders operiert - ganz ausschält).
Ich habe jedenfalls seit meiner 2. Nasenpolypen-OP, im Erwachsenenalter, Ruhe damit.
Hat deine Freundin auch eine 2. oder weitere Meinung von einem Facharzt eingeholt?
NNH-Aufnahme ist natürlich immer notwendig, man sieht eventuelle Entzündungsherde, Wucherungen, etc., bevor man herumexperimentiert.

  1. Was haltet Ihr von Septum-Begradigung? Schonmal erlebt und
    vor allem: hat es bei Euch etwas gebracht (positives)?

Mein Mann hatte vor Jahren permanente Luftprobleme, die laut Messung auf ein nichtgerades Septum zurückgeführt wurden. Aber - keiner hat ein ganz gerades Septum! Der Arzt riet zur OP, Schema F. Gebracht hat es ihm nicht viel - er würde das nicht noch einmal machen lassen.

  1. Habt Ihr Vorschläge, was man noch probieren könnte (Medis,
    Salben, Homöopathisch, Allopathisch)?

Wenn wir Probleme haben (Schnupfen im Anzug, Luftprobleme wegen geschwollener Schleimhäute), dann schwören wir auf die Nasenkannen, mit Dosiermesslöffel für normales Salz, die wir alle kostenlos von der Krankenkasse (GEK) bekommen haben. Morgens und abends mit warmer, physiologischer NaCl-Lösung gespült, schwellen die Schleimhäute wunderbar ab, sie werden befeuchtet, Schleimpropfen lösen sich. Mein Mann benutzt die Kanne 2x täglich - erlöste ihn vom gefährlichen Nasenspray -, mir reicht 1x täglich. Man soll sie ja, wie das Zähneputzen regelmäßig anwenden, um die Nasenschleimhäute zu pflegen und um Schnupfen vorzubeugen. Pollenallergiker spülen damit vor allem abends, die auf den Schleimhäuten haftenden Pollen weg.
Man bekommt die Kannen auch etwas teurer in der Apotheke gekauft, die dann Emser-Salz in Portionspackungen dazu verkaufen.

Sie leidet vor allem darunter, dass sie so schwer Luft
bekommt, eben die Schwellung nicht zurückgeht und zwar nicht
in dem Maße, wie man das sonst nach einer z.B. überstandenen
Erkältung (so nach ca. einer Woche) gewohnt ist.

Das kann ich mir sehr gut vorstellen.
Sie sollte mal nachhören, inwiefern ihre Polypen das evt. Problem sind, ansonsten kann ich nur jedem die regelmäßigen, angenehmen Spülungen mit der Nasenkanne empfehlen, das wirkt wahre Wunder. (Muss gestehen, ich war zunächst eine sehr kritische Patientin, habe die Kanne wochenlang da stehen gehabt und nicht angefasst, weil mir das Spülen suspekt vorkam, habe erst einmal zugeschaut, wie mein Mann das macht - einen halben Liter NaCl-Lösung nacheinander durch beide Nasenlöcher laufen lassen, ca. 3 Minuten, fertig. Danach habe ich mich auch überwunden - seitdem finde ich diese Sache unentbehrlich.

Hoffentlich findet Ihr bald die richtige Lösung - viel Glück dabei!

Gruß, Renate

Hi

„Antibiotikum wollte sie nicht nehmen, da eben auch keine Viruserkrankung vorlag und sie bei den ca. 3 Antibiotik-Behandlungen, die bei Ihr bis dato (34 Jahre) durchgeführt worden sind, Magen-Darm-Probleme, Scheidenentzündungen usw. mitmachen musst und sich danach dann erst richtig krank fühlte“

Was sollten Antibiotika auch bei einer Virusinfektion ausrichten? Wenn sie immer bei Virusinfektionen Antibiotikakuren macht, wird sie sich immer schlecht fühlen, denn den Virus juckt das nicht, aber sie macht ihr Immunsystem tot und tötet Bakterien (die uU auch ne Funktion haben) ab. Was bitte für ein Arzt verschreibt sowas? Den Virus macht ihr körper nur selber weg, und du hilfst ihm nicht wenn du ihn noch schwächst.
HH

Vielen Dank!
Liebe Renate,

vielen lieben Dank für Deine Antwort. Habe sie eben schon weitergeleitet. Bin gespannt, ob sie von den prima Tipps etwas annimt oder/und umsetzt. Ich finde sie gut!

Liebe Grüße und ****

Bettina

PS: Ich freu mich darüber, dass gerade Du geantwortet hast, denn ich finde Deine Beiträge im Brett „Medizin“ immer sehr hilfreich und ausführlich.

Hi!

Eben. Ich würde bei sowas auch keine Antibiotika mehr einnehmen. Bin da aufgrund von schlechten Erfahrungen (inzwischen selber gegen 5 Antis resistent) ganz ihrer Meinung.

Dazu:

Was bitte für ein Arzt verschreibt sowas?

HNO - Ärztin empfahl ihr das, sowie auch der Hausarzt. Wie auch bei mir damals. Manchmal ist es sicher notwendig. Aber die Ärzte spreaden das ja inzwischen geradezu (Hilflosigkeit?)

Den Virus macht ihr
körper nur selber weg, und du hilfst ihm nicht wenn du ihn
noch schwächst.

Eben.

Gruß
Bettina

Hi
wenn dir (oder denm Opfer) der Eiter aus der Nase rinnt und im Rachen zu sehn ist dann ist natürlich ein Antibiotikum sinnvoll. Nur halt nicht bei nem reinen Virusbefall. Kann natürlich sein das der arzt mehr gesehen hat als wir wissen. Nur - Diagnose Virusinfekt >> Antibiotika ist Schmarrn. Wenn er aber gegen Bakteriellen Befall vorgehen wollte >> richtig.
Mein Hausarzt war aber auch so einer. beim ersten Kratzen im Hals antibiotika, lange bevor sich die mögliche Veariante einer Stirnhölenvereiterung abzeichnen konnte verschrieb er mir prinzipiell Doxyclin, ich habs meist beseite gelegt, in 2 von 5 Fällen hab ich es dann als es nötig war tatsächlich genommen.
HH

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Liebe Bettina,

darüber freue ich mich natürlich sehr, wenn jemand sagen kann, dass ihm meine Antwort auch nur ansatzweise weitergeholfen hat - und ich bleibe dadurch immer auf dem Laufenden, würde ja sonst fachlich einrosten :smile:

bis bald mal wieder - viele Grüße,

Renate

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