Krebszellen am Gebährmuttermund

Hallo und Hilfe!

Hat jemand Erfahrung damit?
Wie hoch ist die Chance, daß nach einer Operation mit Ausschabung danach kein Krebs wächst?
Kann man nach einer Operation - wo ein Stück vom Muttermund mit den bösen Zellen entfernt wird noch Kinder bekommen?
Muß man Angst haben, wenn der Abstrich so derartig negativ war?
Ist das Krebsrisiko bei so einer Diagnose im ganzen Körper ebenfalls erhöht?

Ganz liebe Grüße und schonmal vielen Dank für evlt. Antworten!
Tanja

Hallo Tanja!

Ohne Befund würd ich dir auch als Arzt in einer so ernsten Angelegenheit keinen Rat geben wollen.

Was sagt dir dein Arzt? Es geht ja hier nicht um nen Pickel und du hast ein Recht zu erfahren wie es um dich bestellt ist.

Fordere es ein oder wechsel den Arzt

Alles Gute
Dusan

Hallo Nachtigall,

Wie hoch ist die Chance, daß nach einer Operation mit
Ausschabung danach kein Krebs wächst?

i.A. praktisch 100%, da sich die Zellen zunächst nur auf der Oberfläche vermehren und die Grenzmembran zu den tieferen Schichten noch nicht durchschreiten. Sollten sie das aber bereits getan haben (man sieht das erst sicher, wenn das kegelförmig entfernte Stück Muttermundkanal mikroskopsich untersucht wird), so sind die Heilungschancen immer noch sehr gut. Meistens haben sie das aber wie gesagt ohnehin noch nicht. Ein stückweit kann man das auch schon von der klinischen Untersuchung her vermuten.

Kann man nach einer Operation - wo ein Stück vom Muttermund
mit den bösen Zellen entfernt wird noch Kinder bekommen?

Falls es sich um die oben angesprochene „Koniotomie“ handeln sollte (und nicht mehr wie bei einem in die Tiefe wachsenden Krebs): Prinzipiell auf jeden Fall, weiß aber nicht sicher, ob es Erkenntnisse gibt bezüglich einer reduzierten Fruchtbarkeit.

Ist das Krebsrisiko bei so einer Diagnose im ganzen Körper
ebenfalls erhöht?

Nein. Die HPV-Viren, welche den Krebs erzeugt haben, gelten nach dem Stand der Forschung nur für den Muttermund als krebserzeugend. Alles andere ist nicht sicher etabliert.

Also: Mit dem recht kleinen Eingriff dürfte wieder alles in Ordung kommen. Eventuelle Gedanken würde ich mir am ehesten noch darüber machen, wie es zu der Infektion gekommen ist. Will sagen: Man sollte immer im Hinterkopf haben, daß es noch schlimmeres als HPV gibt.

viele Grüße,

Oliver

Hallo Tanja,

Die Diagnose „Krebs“ kann so simpel nicht gelautet haben.

In aller Regel kommt ein Abstrich bei der Standard-Kontrolle alle halben Jahre unter’s Mikroskop und wird auf entartete Zellen getstet.
Den Abstrich nennt man PAP-smear.
Die Klassifikation abweichender Zellen wird nach einem Ziffernsystem gemacht. Ab PAP III z.B. rät der Arzt zur Koniotomie, also zur Abtragung des entsprechenden Schleimhautareals.

Ursache für Zellveränderungen kann u.a. eine chronische Entzündung oder vielfach auch eine Infektion mit Herpes genitalis gewesen sein: auch hier wird der PAP erhöht sein.
Eine Kontrolluntersuchung im Monatsabstand sollte dann tendenziell wieder eine bessere Kategorie aufweisen.

Kinder kann frau nach einer Koniotomie natürlich schon bekommen.

Ich würde also erst mal nicht den Arzt wechseln, sondern den Arzt Deines Vertrauens um eine ausführlichere Info bitten. Er soll zunächst die Sache mit Deinem PAP genau erklären, in Deinem Posting ist ja davon nichts zu sehen. So kann ich auch dazu nichts Genaueres schreiben.

Alles Gute,

Vo.

Zahnentzündung im Zusammenhang mit PAP-Wert?
Hallo,

die Diagnose hieß „Vorstadium“ von Krebs. Und inzwischen bin ich Dank Eurer Antworten schon viel schlauer und vor allem beruhigter.

Ich hatte auch bereits einen Aufklärungstermin mit dem Arzt vereinbart, doch der findet erst in einer Woche statt…und so lange wollte ich mich nicht unwissend die Nächte rumquälen.

Mein Arzt ist top! und aufgrund meiner Vorgeschichte (Endometriose) möchte ich auch nicht unbdingt den Arzt wechseln. Die Fülle dessen was in meiner Akte enthalten ist würde ein weiteres halbes Jahr Zeit benötigen für den neuen Arzt damit er alles von mir weis. Das ist mir einfach zu umständlich.

Ich hatte Ende Oktober eine Wurzelbehandlung - die zeitweise auch mega-Entzündet war und immernoch nicht ganz erledigt ist. Der Zahn ist momentan offen und ich versuche in so weit zu beruhigen, daß ich um eine Wurzelresektion herum komme. Denke, die Resi kann ich dann immernoch machen, wenn es nicht funktioniert.

Der Zeitpunkt der ersten Nervenentzündung und des Abstriches liegt nicht weit auseinander.

Kann es sein, daß diese Zahn-Entzündung mit den veränderten Werten zusammenhängt?

Danke an alle!
Hallo Dusan,

mein Arzt ist schon i.O. Er hat mir ja auch einiges erklärt, doch er setzte (wahrscheinlich aufgrund meiner Vorgeschichte) mehr GRUND-Wissen voraus; und es ist doch kein Problem…Dank solcher Foren wie diesem

Vielen Dank nochmal…auch an alle anderen!

Tanja

Der gangränöse Zahn hat mit dem PAP nichts zu tun.
Trotzdem in beiden Fällen alles Gute
V.