Hallo, Diana!
Das Problem ist mir nicht unbekannt. *seufz* Seit Anfang des Jahres rücke ich meinem Speck zu Leibe. Was für mich wichtig ist: Ich brauchte die sichtbaren Erfolge. Und die lassen - rein äußerlich - bei sehr starkem Übergewicht durchaus eine Weile auf sich warten. Begonnen habe ich mit einem BMI von 42 und bin jetzt bei 39. Allerdings sieht man mir die 6,5 verlorenen Kg bisher nicht an. )c: Ich habe mir eine Tabelle an den Schrank gepinnt, in der ich zu Anfang täglich, mittlerweile zweimal wöchentlich mein Gewicht eintrage. Die Kurve, die sich stetig weiter nach unten bewegt, motiviert beinahe mehr als der Anblick der Waage.
Fast alle Diäten sind kein dauerhaftes Heilmittel gegen Übergewicht, weil meist nach Beendigung der Diät „wie vorher“ weitergegessen wird. Ich vermeide bzw. ersetze Fett wo es geht. Z.B. Butter unter Käse/Wurst durch fettarme Mayo, Senf, Tomatenmark oder vegetarische Brotaufstriche; Vollmilch und Sahnejoghurt durch fettreduzierte Produkte. Bei Heißhunger auf Süßkram helfen Gummibärchen oder Dickmanns (man glaubt es kaum, aber die großen Negerküsse haben einen (relativ) geringen Fettanteil). Es gibt in Kochbüchern und auch im Netz jede Menge hilfreiche Tipps für fettarme Rezepte für’s Essen. Viel (!!) Trinken ist ganz wichtig - aber diese theoretischen Kenntnisse hat er sicher alle, oder?
Darüber hinaus ist Sport/Bewegung wichtig. Schwimmen ist superklasse, weil man sein eigenes Gewicht nicht so spürt. Wenn er nicht in der Öffentlichkeit sporteln mag, bietet sich vielleicht ein Trainigsgerät für daheim an: ich habe einen Crosstrainer und schaue z.B. nebenbei einen Video. Für das Bindegewebes und die Haut ist es wichtig, sehr gute Hautpflege zu betreiben. Wechselduschen, häufiges Cremen und Zupf- bzw. Bürstenmassagen helfen da sehr gut. Ob die vielgepriesenen teueren Produkte zur Hautstraffung halten, was sie versprechen, weiß ich nicht - ich benutze wg. diverser Allergien eine Hautpflegeserie aus der Apotheke, die nicht ausdrücklich hautstraffend wirkt.
Was neben allem anderen für mich wichtig ist: Ich „darf“ auch mal über die Stränge schlagen, mir auf einer Party zwei Portionen Lasagne nehmen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Klar, danach hab ich Stillstand (oder sogar wieder 500 g mehr) auf der Waage. Wenn ich aber immer nur diät-mäßig esse, kommt unweigerlich irgendwann eine Heißhungerattacke oder ich werde hochgradig unzufrieden.
Es war nach etwa vier Wochen eine ganz neue Erfahrung für mich, daß mein Magen tatsächlich „satt“ signalisieren konnte - auch wenn noch etwas auf dem Teller lag.
Es gibt ein Ernährungsprogramm, welches nicht mit vorgefertigten Rezepten arbeitet. Man bekommt Ernährungspläne, die etwa folgendermaßen aussehen: eine Tabelle mit den sieben Hauptgruppen Fisch/Fleisch, Milchprodukte, Fette, Nährmittel (Brot, Getreideprodukte, Nudeln & Co.), Obst, Gemüse und Verschiedenes (Zucker etc.). Dort kann man für jeden Tag per 50er Joule-Päckchen abstreichen, was man gegessen hat. So kann man sich die Mahlzeiten selbst zusammenstellen, ohne sich streng nach Rezepten zu richten. (Hm, war das jetzt halbwegs verständlich erklärt?) Die Unterlagen dazu stammen von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (oder so ähnlich) und sind ziemlich leicht verständlich, auch ohne einen Kurs besucht zu haben.
Das ist jetzt ziemlich unsortiert „aus dem Bauch (sic) raus“ geschrieben, vielleicht hilft es etwas weiter.
Schönen Gruß vom
Sams