Gewichtsreduktion

Hallo @all,

nein, es geht nicht um mich :wink:, sondern um einen Freund, der aus gesundheitlichen Gründen abnehmen möchte.

Das Problem: Er ist extrem adipös dritten Grades (BMI 49), es geht also nicht um den Verlust von schlappen 10 oder 15 kg, sondern um mindestens 40, am besten 50 - 70 kg Gewichtsreduktion.

Frage: Wie geht bei bei einem solchen Ziel am besten vor? Welche Schritte sollte er zuerst in Angriff nehmen?

Dankbar für Hinweise
Diana

Hallo

Das Problem: Er ist extrem adipös dritten Grades (BMI 49), es
geht also nicht um den Verlust von schlappen 10 oder 15 kg,
sondern um mindestens 40, am besten 50 - 70 kg
Gewichtsreduktion.

Frage: Wie geht bei bei einem solchen Ziel am besten vor?

Natürlich sind alle organischen Ursachen auszuschliessen, danach habe ich von guten Erfahrung mit sogenannten Magenringen gehört. Der Magen wird verkleinert, dadurch die Nahrungsaufnahme erschwert. Eine therapeutische Begleitung ist (auch hierbei) anzuraten.

Gruss
Jaro

Hallo Diana,

ich denke, daß wichtigste ist, dass er sich klar darüber werden muss, dass so eine Diät nicht ein oder zwei Wochen dauert sondern 1 bis 2 Jahre dauern kann, immerhin handelt es sich hier ja um enorme Gewichtsmassen.

Auf jeden Fall sollte ein Arzt dies therapeutisch begleiten, dass heißt er sollte mind. 1 mal im Monat zu seinem Hausarzt gehen und sich dort durchchecken lassen, dass das Abnehmen seinen Körper nicht zu sehr belastet.

In Hinblick auf die Ernährung hilft wohl eine langsame und dosierte Reduktion der Kalorienmenge, vor allem Reduktion von Zucker und Fett, da bei einem solchen Gewicht die Gefahr einen Diabetes zu bekommen sehr hoch ist und evtl. schon eine Insulinressistenz besteht (was vielleicht zusätzlich durch einen Check abgeklärt werden sollte).

Des weiteren ist Sport bei einem solchen Reduktionsziel wohl unerlässlich. Angesischts des Gewichts bieten sich wohl vor allem Sportarten an, die die Gelenke nicht allzusehr belasten, also Schwimmen, Radfahren et cetera.

Von operativen Eingriffen und Medikamenten halte ich persönlich herzlich wenig, denn sie lösen nicht die Ursache, sondern nur teilweise das Problem.

Das wichtigste was er natürlich braucht ist Disziplin und Durchhaltevermögen, aber das kann ihm niemand abnehmen.

Hoffe ein wenig geholfen zu haben.

Grüße

Bernd

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Noch ein bisschen was :smile:
Vielleicht hilft ihm am Anfang auch ein Plan weiter, in dem er genau aufschreibt was er Essen darf und wann und wie viel Sport er machen sollte. Diesen Plan am besten mit einem Arzt erarbeiten. Auf keinen Fall von 100 auf 0 reduzieren, dass heißt keine Hungerkuren! Was Süßigkeiten et cetera angeht, dürften die Meinungen wohl auseinandergehen. Manche würden sagen ein bisschen was zwischen durch ist besser als ganz damit aufzuhören, ich denke das kommt ganz auf den Menschen und seine Disziplin an. Beim Sport sollte er langsam anfangen, also vielleicht mal 10 Minuten Radfahren für eine Woche, dann 15 et cetera, auf keinen Fall keine zu hohe Belastung, weil das dem Körper mit Sicherheit nicht gut bekommen würde. Bestehen denn schon Krankheiten wie Hypertonie, Diabetes Mellitus et cetera die es zu berücksichtigen sollte?

Und er sollte und muss sich auch mit dem Gedanken abfinden, dass es mit der Diät nicht getan ist, sondern er sein ganzes Leben für immer Umstellen muss, seine Ernährung, bewegung et cetera. Denn nur wenn er dies konsequent tut, kann er dem gefürchteteten Jojo-Effekt entgehen. Und er muss sich auch darüber bewußt sein, dass es Durststrecken geben wird, in denen er vielleicht nichts abnehmen wird obwohl er wenig isst und viel Sport macht, da ist es dann besonders wichtig diszipliniert dabei zu sein, eventuell auch durch Hilfe von Freunden und Ärzte.

Na ja, wenn mir noch was einfällt schreibe ich noch was, hoffe es hilft Dir ein bisschen, resp. ihm.

Grüße

Bernd

Gesundheit
Hallo Bernd,

vielen herzlichen Dank erstmal für die Tipps :smile:

Auf keinen Fall von 100 auf 0 reduzieren, dass heißt keine Hungerkuren!

Das ist klar, ihm ist auch bewußt, daß es die Gewichtsreduktion nur langsam vonstatten gehen kann: Er hat ja umgekehrt auch nicht von heute auf morgen sooo zugelegt.

Vielleicht noch etwas über seine Ernährungsgewohnheiten:

Süßigkeiten reizen ihn nicht, die meisten Kalorien holt er sich wohl über die ungeheuren Mengen an fettem Fleisch etc., die er verzehrt. Eines seiner Probleme ist, daß er beim Essen jedes Maß verloren hat, ebenso das Gefühl für Hunger oder Sättigung - zum Frühstück ißt er schnell mal 10 Mettbrötchen und im Restaurant ordert er mindestens zwei Vorspeisen und zwei Hauptgerichte.

Er kocht übrigens sehr gerne und sehr gut (allerdings auch sehr schwer).

Bestehen denn schon Krankheiten wie Hypertonie, Diabetes Mellitus et cetera die es zu berücksichtigen sollte?

Nein, er ist, soweit ich weiß, kerngesund. Übergewichtig war er schon als Kind, so extrem übergewichtig ist er allerdings erst, seit er eine reine Schreibtischtätigkeit ausübt. Er ist übrigens erst Ende Zwanzig.

Viele Grüße
Diana

Hallo Diana,

vielen herzlichen Dank erstmal für die Tipps :smile:

bitte bitte :smile:

Süßigkeiten reizen ihn nicht, die meisten Kalorien holt er
sich wohl über die ungeheuren Mengen an fettem Fleisch etc.,
die er verzehrt. Eines seiner Probleme ist, daß er beim Essen
jedes Maß verloren hat, ebenso das Gefühl für Hunger oder
Sättigung - zum Frühstück ißt er schnell mal 10 Mettbrötchen
und im Restaurant ordert er mindestens zwei Vorspeisen und
zwei Hauptgerichte.

Das klingt ja wirklich schon sehr extrem! Meinst Du er würde es schaffen für eine gewisse Zeitlang ganz auf Fleisch u.ä. zu verzichten oder wäre es sinniger das Maß einzuschränken, aber nicht ganz zu verbieten?

Er kocht übrigens sehr gerne und sehr gut (allerdings auch
sehr schwer).

Hier wären vielleicht Kochbücher für „leichte Kurse“ oder evtl. auch solche Kurse das Richtige?!

Nein, er ist, soweit ich weiß, kerngesund. Übergewichtig war
er schon als Kind, so extrem übergewichtig ist er allerdings
erst, seit er eine reine Schreibtischtätigkeit ausübt. Er ist
übrigens erst Ende Zwanzig.

Dann hat er noch die Chance, dass wenn er abnimmt, dass ganze einigermaßen ohne Folgeschäden zu überstehen, wobei der Körper sicherlich in den letzten Jahren dadurch schaden genommen hat. Aber ich denke er sollte schon einmal von einem Arzt Blutdruck, Cholesterin, Tryglizeride, Glucose et cetera untersuchen lassen, um abzuchecken ob da wirklich alles in ordnung ist.

Grüße

Bernd

Hi Diana,

wenn er, wie Du schreibst, kein Sättigungsgefühl mehr hat, kann es ev. nötig bzw. unterstützend sein, dies als Hebel für eine Psychotherapie zu nutzen.
Ein Verlust des Sättigungsgefühles kann, muß aber nicht, psychische Gründe haben, kindliche Erlebnisse (bevor Du den Teller nicht leergegessen hast, stehst Du nicht vom Tisch auf etc.), Phobien wegen Mangel und Not (das kommt auch in sehr gut versorgten Gesellschaften vor).

Sind die Schilddrüsenhormone überprüft worden?

Manchmal hilft auch eine Akkupunktur. Sie kann in einigen Fällen Hungerattacken bremsen, allerdings sollte so was ein erfahrener Akkupunkteur machen.

Gandalf

Veränderung
Hallo Bernd,

Das klingt ja wirklich schon sehr extrem!

tja, von nix kommt nix…

Meinst Du er würde es schaffen für eine gewisse Zeitlang ganz auf Fleisch u.ä. zu verzichten oder wäre es sinniger das Maß einzuschränken, aber nicht ganz zu verbieten?

Seine Ernährung umzustellen und auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren wird für ihn sicher schon schwierig genug. Ich denke, es ist leichter für ihn, sich auf mageres Fleisch etc. umzustellen, als ganz darauf zu verzichten.

Hier wären vielleicht Kochbücher für „leichte Kurse“ oder evtl. auch solche Kurse das Richtige?!

Ja, denke ich auch. Wenn er Lust am Herumexperimentieren mit leichter Küche gewönne, würde das sicher vieles erleichtern.

Dann hat er noch die Chance, dass wenn er abnimmt, dass ganze einigermaßen ohne Folgeschäden zu überstehen, wobei der Körper sicherlich in den letzten Jahren dadurch schaden genommen hat.

Ich frage mich auch, wie z.B. die Haut sich verhält, wenn er so stark abnimmt? Durch das hohe Übergewicht hat das Bindegewebe sowieso schon gelitten.

Aber ich denke er sollte schon einmal von einem Arzt Blutdruck, Cholesterin, Tryglizeride, Glucose et cetera untersuchen lassen, um abzuchecken ob da wirklich alles in ordnung ist.

Ohne Begleitung eines guten Arztes ist eine so hohe Gewichtsreduktion vermutlich gar nicht möglich?

Viele Grüße
Diana

Schlaraffenland
Hallo Gandalf,

wenn er, wie Du schreibst, kein Sättigungsgefühl mehr hat, kann es ev. nötig bzw. unterstützend sein, dies als Hebel für eine Psychotherapie zu nutzen.

vermutlich - denn Adipositas ist, wenn nicht physisch bedingt, Sucht. Die Diät muß bei ihm im Kopf beginnen. Daß er etwas für seine Gesundheit tun will, ist schon mal ein guter Ansatz.

Kindheitserfahrungen spielen tatsächlich eine Rolle. Er erzählte mal, daß er schon als Kind unglaublich viel habe essen können, was seine Mutter aber immer einzuschränken versucht habe. Sein sehnsüchtigster Kindheitstraum war es, endlich so viel essen zu dürfen, wie er wollte. Was er mit Auszug aus der elterlichen Wohnung vor einigen Jahren dann auch prompt in die Tat umgesetzt hat.

Sind die Schilddrüsenhormone überprüft worden?

Hm, das weiß ich nicht.

Manchmal hilft auch eine Akkupunktur. Sie kann in einigen Fällen Hungerattacken bremsen, allerdings sollte so was ein erfahrener Akkupunkteur machen.

Zu dem Thema werde ich mal googeln.

Herzlichen Dank & viele Grüße
Diana

Hallo Diana,

was ihm vielleicht gut helfen könnte, wäre eine Fastenkur als Einstieg.
Die unabdingbare Voraussetzung dafür ist(insbesonderen mit diesem hohen BMI) ein Check beim Hausarzt, der mit der Thematik Fasten vertraut ist und das Ganze auch regelmäßig überwachen sollte.

Ich weiß, dass Fasten zur längerfrisitgen Gewichtsreduktion als ungeeignet betrachtet wird. Aber es ist meiner Meinung nach ein super Einstieg in eine Ernährungsumstellung.

Der erste Lerneffekt dabei ist, dem Essen als solches mal die „Wichtigkeit“ wegzunehmen und erfahren zu können, wie lange und problemlos (bis auf die ersten 2-3 Tage, ok) es möglich ist, ohne feste Nahrung auszukommen. Wenn dann noch der Energieschub dazukommt, der sich bei längeren Fasten durch erhöhte Endorphin-Ausschüttung einstellt, ist er erst mal weg von der „Droge Essen“.
Falls der Arzt sein OK gibt, ist es für einen Menschen in seinem Alter kein Thema 5+ Wochen zu fasten.
Der Gewichtsverlust wird dann auch beachtlich sein, denn wer viel zu viel hat, nimmt einfach schneller ab, als jemand, der mit seinen 3 Idealkilos hadert. Dadurch entsteht natürlich zusatzliche Motivation - auch zum weitern Durchhalten mit einer konventionellen Diätmethode.
Wichtig ist dabei auch noch eine Grundversorgung mit Spurenelementen und Vitaminen sicherzustellen - da gibts ja genügend Literatur dazu.
Nach einer Fastenkur kommmt der noch wichtigere Lerneffekt, das Fastenbrechen. Da man die Essensaufnahme sehr schonend und langsam wieder aufbauen muss (je länger das Fasten gedauert hat, desto langsamer), hat er nun die Möglichkeit, die Bedürfnisse seines Körpers neu zu erfahren und aus alten Mustern rauszukommen.
Das erschint mir in diesem Fall besonders wichtig.

Begleitende Therapie und/oder wirklich gute Freunde und Zuhörer wird er ausserdem brauchen. Drastische Gewichtsabnahmen verändern die Psyche und es ist auch wichtig, in dieser Phase nicht ständig zu hören zu kriegen : … dicker warst du aber besser drauf.
Viele Übergewichtige schirmen ihr Innerstes gut ab und es kommt beim Abnehmen Schicht für Schicht ein neuer Mensch heraus, der möglicherweise ganz anders ist, als er als „Dicker“ war. Und sein Schutzsystem, ursprünglich ja seine Körperfülle, ist nun weg. Das muss neu und mit anderen Mitteln aufgebaut werden.

LG und alles Gute für deinen Bekannten
Heidi

Hallo Diana,

Seine Ernährung umzustellen und auf ein vernünftiges Maß zu
reduzieren wird für ihn sicher schon schwierig genug. Ich
denke, es ist leichter für ihn, sich auf mageres Fleisch etc.
umzustellen, als ganz darauf zu verzichten.

Aber auf Dauer ist mageres Fleisch auch nicht so gut :smile: Vielleicht auf 2 bis maximal 3 mal pro Woche reduzieren… Mag er auch Fisch? Wäre evtl. ein Ersatzstoff und ist weitaus gesünder…

Ja, denke ich auch. Wenn er Lust am Herumexperimentieren mit
leichter Küche gewönne, würde das sicher vieles erleichtern.

Ja, denke ich auch :smile:

Ich frage mich auch, wie z.B. die Haut sich verhält, wenn er
so stark abnimmt? Durch das hohe Übergewicht hat das
Bindegewebe sowieso schon gelitten.

Hat er denn schon Schwangerschaftsstreifen am Bauch? Die werden wohl nicht weggehen nach der Diät, höchstens durch Lasern.

Ohne Begleitung eines guten Arztes ist eine so hohe
Gewichtsreduktion vermutlich gar nicht möglich?

Möglich schon, aber nicht sinvoll! Andererseits wenn Du keine Medikamente o.ä. einsetzt, bleibt dem Arzt auch nicht viel übrig als Blutdruck zu messen oder Laborwerte zu checken, aber das kann schon viel helfen.

Grüße

Bernd

Zu Risiken & Nebenwirkungen
Hallo Bernd,

Aber auf Dauer ist mageres Fleisch auch nicht so gut :smile:

nuja, Ansichtssache. Sicherlich wird er die Menge und Häufigkeit des Fleischverzehrs einschränken und häufiger Fisch essen. Vegetarier wird er, wie ich ihn kenne, kaum werden (was ich übrigens gut nachvollziehen kann :wink:

Hat er denn schon Schwangerschaftsstreifen am Bauch? Die werden wohl nicht weggehen nach der Diät, höchstens durch Lasern.

Ja, hat er, er hat sie mir mal gezeigt (wußte gar nicht, daß männliches Bindegewebe dazu neigt).
Wie verhält es sich bei hoher Gewichtsreduktion mit der „überflüssigen“ Haut? Die wird sich doch kaum wieder so stark straffen, oder?

Möglich schon, aber nicht sinnvoll!

Genau das meinte ich eigentlich: sinnvoll.

Andererseits wenn Du keine Medikamente o.ä. einsetzt, bleibt dem Arzt auch nicht viel übrig als Blutdruck zu messen oder Laborwerte zu checken, aber das kann schon viel helfen.

Gibt es denn gesundheitliche Risiken und/oder Nebenwirkungen, die während des Abnehmens auftauchen können?

Viele Grüße
Diana

Hallo Diana,

nuja, Ansichtssache. Sicherlich wird er die Menge und
Häufigkeit des Fleischverzehrs einschränken und häufiger Fisch
essen. Vegetarier wird er, wie ich ihn kenne, kaum werden (was
ich übrigens gut nachvollziehen kann :wink:

Er soll ja auch gar nicht Vegetarier werden! Aber eben die Fleischzufuhr auf 2 bis 3 mal pro Woche reduzieren, und dann auch nur mageres Fleisch. Stattdessen mehr Obst, Gemüse, Milchprodukte, Kartoffeln, Reis, Nudeln, Fisch et cetera.

Ja, hat er, er hat sie mir mal gezeigt (wußte gar nicht, daß
männliches Bindegewebe dazu neigt).
Wie verhält es sich bei hoher Gewichtsreduktion mit der
„überflüssigen“ Haut? Die wird sich doch kaum wieder so stark
straffen, oder?

So genau weiß ich das leider auch nicht, ich bin kein Hausarzt :smile: Wie ist es denn bei Frauen nach dem Ende der Schwangerschaft? Wird sich wohl bei seiner Haut dann ähnlich verhalten.

Gibt es denn gesundheitliche Risiken und/oder Nebenwirkungen,
die während des Abnehmens auftauchen können?

Es gibt die Gefahr, daß er nicht genügend Vitamine und Mineralstoffe zu sich nimmt, was vor allem bei einseitigen oder Radikaldiäten der Fall ist. Deshalb ist es auch so wichtig, den Ernährungsplan mit dem Arzt durchzusprechen. Hier können auch evtl. Mineral und Vitaminpräperate helfen, um den Mangel während der Diät im Körper auszugleichen.

Grüße

Bernd

Hi Diana,

meiner Erfahrung nach beginnt das Abnehmen nicht beim Umsetzen neuer Essgewohnheiten, sondern damit, sich ein vernünftiges, genaues Ziel zu setzen, das so attraktiv ist, dass dein Bekannter es auch gerne erreichen möchte.

Essen -ob nun falsch oder zuviel- hat ja meistens mehrere Ursachen und auch Gewinne. Primär ist dies vielleicht, sich das Fett als Schutzpanzer zuzulegen. Der sekundäre Gewinn ist das, was mit dem Essen bezweckt wird… und dieser Zweck kann in jeder Situation wieder verschieden sein (zB abends nach der Arbeit Entspannung, während des Abends Langeweile bekämpfen, wenn man alleine ist, ein wohliges Gefühl zu erzeugen). Diese Sekundärgewinne sind natürlich so unterschiedlich wie die Menschen und sollten daher auch so individuell behandelt werden.

Sind die Ursachen und Gewinne von zuviel Essen und Dicksein nicht erfolgreich bearbeitet, wird dein Bekannter evtl. immer gegen sein Übergewicht bzw. seine Esslust kämpfen. Und das ist anstrengend und hat oftmals den so berühmt-berüchtigten JoJo-Effekt zur Folge.

Gesundheitliche Folgen treten beim Abnehmen dann oftmals auf, wenn derjenige zu schnell zu viel abnimmt. Das Herz muss sich ja (trotz aller Entlastung) auch erst einmal darauf einstellen, weniger Körper versorgen zu müssen. Wird zusätzlich zur Gewichtsreduktion bzw. deren Unterstützung Sport im aeroben Bereich (mit rel. niedriger Pulsfrequenz also) betrieben, dann besteht die Chance, dass sich seine Haut bei langsamer Gewichtsabnahme mit rückbildet.

Die Bindegewebsrisse werden bleiben. Bildet sich die Haut nicht mit zurück, dann besteht die Möglichkeit, die überschüssige Haut operativ entfernen zu lassen.

Hilfreich zur mentalen Annäherung an dieses Thema mag dieses Buch sein:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3612205773/qid…

Abnehmen ist ein sehr komplexes Thema und ich mag gar nicht mehr sagen, dass es zwingend notwenig ist, bestimmte Dinge zu essen und andere zu meiden. Sind die Ursachen gelöst, dann wird sich das auch auf Dauer einpendeln. Zur Überbrückung ist es natürlich wichtig, erst einmal ein neues Essverhalten zu lernen, um zB eben festzustellen, wann man denn eigentlich satt ist. Das ist durchaus machbar, führt hier aber wahrscheinlich etwas zu weit.

Sich regelmäßig vom Arzt durchchecken zu lassen, wird wohl auch dabei nicht schaden. Der erste Schritt ist meiner Meinung nach das Ziel (ganz genau, positiv, terminiert, überprüfbar -auch gefühlsmäßig- und attraktiv… das kennst du ja eh vielleicht *g*)

Liebe Grüße
Xelya
die deinem Bekannten die Daumen drückt…

Hallo Diana

Dein Bekanter sollte sich zunächst einmal mit dem Fett und Zuchergehalt von Nahrungsmitteln auseinander setzen.
Tabellen studieren und Bücher lesen um ein Gefühl zu bekommen welche Nahrungsmittel Fettarm sind
Weiters würde ich empfehlen den Fettverbrauch auf ca 30g pro Tag zu reduzieren.Er sollte darauf achten das er nicht hungert sonst bekommt der Körper ein Mangelgefühl und er stellt sich auf weniger Nahrung ein, dann braucht man wenige Nahrung und nimmt trotzdem nicht ab.Das heißt er muss viel Obst und Gemüse essen sonst geht sich das mit der Fettmenge nicht aus.Wenn er wirklich soviel Fett gegessen hat kann er auch etwas mehr Fett essen und er wird abnehmen.Aber er soll versuchen so wenig wie möglich aber kein Abnehmstreß denn der bewirkt genau das Gegenteil.
Zusätzlich etwas Bewegung langsam anfangen und steigern.
Und wenn alles nicht hilft schau mal hier http://www.miller.co.at

Gruß

Mary

Schwangerschaft
Hallo Bernd,

Er soll ja auch gar nicht Vegetarier werden!

sorry, las sich fast so :wink:

:smile: Wie ist es denn bei Frauen nach dem Ende der Schwangerschaft? Wird sich wohl bei seiner Haut dann ähnlich verhalten.

Puh, keine Ahnung, da fragst Du die falsche…viele (vielleicht sogar nahezu alle?) behalten die Streifen, glaube ich.

Viele Grüße
Diana

Hallo Heidi,

vielen Dank für den Tipp mit dem Fasten :smile:

…das Fastenbrechen. Da man die Essensaufnahme sehr schonend und langsam wieder aufbauen muss (je länger das Fasten gedauert hat, desto langsamer), hat er nun die Möglichkeit, die Bedürfnisse seines Körpers neu zu erfahren und aus alten Mustern rauszukommen. Das erschint mir in diesem Fall besonders wichtig.

ja, das denke ich auch.

Drastische Gewichtsabnahmen verändern die Psyche und es ist auch wichtig, in dieser Phase nicht ständig zu hören zu kriegen : … dicker warst du aber besser drauf. Viele Übergewichtige schirmen ihr Innerstes gut ab und es kommt beim Abnehmen Schicht für Schicht ein neuer Mensch heraus, der möglicherweise ganz anders ist, als er als „Dicker“ war.

Das vermute ich auch. Als schlanken Mann kann ich ihn mir, so wie ich ihn von seiner Persönlichkeit her kenne, z.B. kaum vorstellen.

Viele Grüße
Diana

Hi Diana,

falls sich dein Bekannter fürs Fasten entschließt und er Fragen dazu hat, kann er mich gerne mal anmailen - oder du…

Viel Erfolg!
Heidi

Hallo Diana,

:smile: Wie ist es denn bei Frauen nach dem Ende der
Schwangerschaft? Wird sich wohl bei seiner Haut dann ähnlich
verhalten.

Die Streifen sind Risse im Bindegewebe und bleiben - auch wenn die Kosmetikindustrie andere Dinge behauptet :wink:
Ich hatte auch mal einen extrem übergewichtigen Bekannten, der nach drastischer Abnahme sehr viel üverschüssige Haut und auch die Streifen hatte. Er hat sich nach langen Versuchen von allen möglichen Wundermitteln zu einer OP entschieden und konnte durch ein psych. Gutachten einen Teil der Kosten von der Kasse erstattet bekommen. Ist allerdings schon lange her …

LG
Heidi

Hallo, Diana!

Das Problem ist mir nicht unbekannt. *seufz* Seit Anfang des Jahres rücke ich meinem Speck zu Leibe. Was für mich wichtig ist: Ich brauchte die sichtbaren Erfolge. Und die lassen - rein äußerlich - bei sehr starkem Übergewicht durchaus eine Weile auf sich warten. Begonnen habe ich mit einem BMI von 42 und bin jetzt bei 39. Allerdings sieht man mir die 6,5 verlorenen Kg bisher nicht an. )c: Ich habe mir eine Tabelle an den Schrank gepinnt, in der ich zu Anfang täglich, mittlerweile zweimal wöchentlich mein Gewicht eintrage. Die Kurve, die sich stetig weiter nach unten bewegt, motiviert beinahe mehr als der Anblick der Waage.

Fast alle Diäten sind kein dauerhaftes Heilmittel gegen Übergewicht, weil meist nach Beendigung der Diät „wie vorher“ weitergegessen wird. Ich vermeide bzw. ersetze Fett wo es geht. Z.B. Butter unter Käse/Wurst durch fettarme Mayo, Senf, Tomatenmark oder vegetarische Brotaufstriche; Vollmilch und Sahnejoghurt durch fettreduzierte Produkte. Bei Heißhunger auf Süßkram helfen Gummibärchen oder Dickmanns (man glaubt es kaum, aber die großen Negerküsse haben einen (relativ) geringen Fettanteil). Es gibt in Kochbüchern und auch im Netz jede Menge hilfreiche Tipps für fettarme Rezepte für’s Essen. Viel (!!) Trinken ist ganz wichtig - aber diese theoretischen Kenntnisse hat er sicher alle, oder?

Darüber hinaus ist Sport/Bewegung wichtig. Schwimmen ist superklasse, weil man sein eigenes Gewicht nicht so spürt. Wenn er nicht in der Öffentlichkeit sporteln mag, bietet sich vielleicht ein Trainigsgerät für daheim an: ich habe einen Crosstrainer und schaue z.B. nebenbei einen Video. Für das Bindegewebes und die Haut ist es wichtig, sehr gute Hautpflege zu betreiben. Wechselduschen, häufiges Cremen und Zupf- bzw. Bürstenmassagen helfen da sehr gut. Ob die vielgepriesenen teueren Produkte zur Hautstraffung halten, was sie versprechen, weiß ich nicht - ich benutze wg. diverser Allergien eine Hautpflegeserie aus der Apotheke, die nicht ausdrücklich hautstraffend wirkt.

Was neben allem anderen für mich wichtig ist: Ich „darf“ auch mal über die Stränge schlagen, mir auf einer Party zwei Portionen Lasagne nehmen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Klar, danach hab ich Stillstand (oder sogar wieder 500 g mehr) auf der Waage. Wenn ich aber immer nur diät-mäßig esse, kommt unweigerlich irgendwann eine Heißhungerattacke oder ich werde hochgradig unzufrieden.

Es war nach etwa vier Wochen eine ganz neue Erfahrung für mich, daß mein Magen tatsächlich „satt“ signalisieren konnte - auch wenn noch etwas auf dem Teller lag.

Es gibt ein Ernährungsprogramm, welches nicht mit vorgefertigten Rezepten arbeitet. Man bekommt Ernährungspläne, die etwa folgendermaßen aussehen: eine Tabelle mit den sieben Hauptgruppen Fisch/Fleisch, Milchprodukte, Fette, Nährmittel (Brot, Getreideprodukte, Nudeln & Co.), Obst, Gemüse und Verschiedenes (Zucker etc.). Dort kann man für jeden Tag per 50er Joule-Päckchen abstreichen, was man gegessen hat. So kann man sich die Mahlzeiten selbst zusammenstellen, ohne sich streng nach Rezepten zu richten. (Hm, war das jetzt halbwegs verständlich erklärt?) Die Unterlagen dazu stammen von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (oder so ähnlich) und sind ziemlich leicht verständlich, auch ohne einen Kurs besucht zu haben.

Das ist jetzt ziemlich unsortiert „aus dem Bauch (sic) raus“ geschrieben, vielleicht hilft es etwas weiter.

Schönen Gruß vom
Sams