Prostata-Strategie

Liebe ExpertInnen,

seit einigen Jahren wird mein Strahl zum Strählchen. Zum Pinkeln habe ich zwar genug Zeit, dennoch stellt sich mir die Frage, wie ich am besten vorgehe. Für eine Operation kann ich mich nicht recht begeistern, weil nach den letzten Zahlen in gut 30 % der Fälle mit Verschneiden, sprich Impotenz zu rechnen ist. Andererseits befürchte ich, dass ich im Notfall - Harnverhalten? - einem Metzger in die Hände falle, der eher wenig von der Sache versteht.

Für meinen Hausarzt ist das Ganze kein Thema. Zum Abtasten und zum PSA-Test reicht es, aber darüber hinaus scheint ihm das Gespräch peinlich zu sein. Restharn bleibt keiner drin, gegen das Zwicken hilft Prostamed, ein Kürbiskernextrakt.

Mir wäre sehr geholfen, wenn jemand mir den möglichen weiteren Verlauf beschreiben könnte, damit ich mich darauf einstellen kann und dann weiß, wonach ich mir den Operateur aussuchen muss. Wer weiß was?

Danke für jede Antwort!

Hallo,
ich hab mal (in irgendeinem Hobbythek-Tip) gelesen, daß Beckenboden-Gymnastik helfen soll. Eigene Erfahrungen hab ich da aber keine.

Axel

Hallo,

die meisten Männer ab 50 leiden mehr oder weniger zunehmend unter einer sich vergrößernden Prostata. Gut, wenn die Vergrößerung gutartig ist, schlecht wenn bösartig - sprich Tumor. Ich nehme an, dass die Palpation durch den Hausarzt und der PSA-Wert OK sind?!
Prostatakarzinom wächst zunächst sehr langsam und kann im Anfangstadium gut behandelt (operativ) werden, auch nerverhaltend und damit potenzerhaltend bei einem guten Operateur. Prostata-Ca ist auch gar nicht so selten; deshalb ist es sehr lobenswert, dass du zur Vorsorge gehst, was viele Männer nicht tun.
Bei einer gutartigen Vergrößerung (Adenom) kann meistens durch die Harnröhre die Verdickung „ausgeschält“ werden. Das geschieht mit einem koagulierenden dünnen gebogenen Draht unter Videokontrolle. Ist ein Standardverfahren und relativ unproblematisch. Da sollte es zu keinerlei Beeinträchtigungen der Potenz kommen, da das Gerät gar nicht in die Nähe der Nerven kommt, sondern lediglich die Durchgängigkeit der Harnröhre wieder herstellt, indem wucherndes Gewebe elektr. abgehobelt und ausgespült wird.
Ich rate dir zu einem (ambulant operierenden) Urologen statt Hausarzt zu gehen. Der macht ggf. eine Blasenspiegelung, bei der man die Verdickung sieht und kann per Ultraschall schauen, ob das Gewebe normal aussieht. GGf. kann eine Biopsie entnommen werden (Nadelpunktion), um eine Bösartigkeit auszuschließen.

Bevor eine Diagnose gestellt ist, mach dir nicht zu viele Gedanken. Gehe mögl. bald zu einem Urologen, um sicher zu sein.

Alles Gute und Erfolg wünscht dir
Pit

Lieber dram,

zunächst kann ich Dir, wie Pit auch, nur raten baldmöglichst einen Urologen aufzusuchen. Deine Sache gehört auf keinen Fall in die Hände eines Hausarztes!

Ich bin selbst an PK erkrankt und operiert. Wichtig war für mich Experte meiner Krankheit zu werden. Regelmäßig tausche ich mich deshalb in einem entsprechenden Forum mit Mitbetroffenen aus.

Es gibt bestimmt spezielle Fragen, mail mich einfach an, ich will Dir gern behilflich sein.

Viele Grüße
Michael

Prostata ist kein Hobby! Gruß (owt)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

1 „Gefällt mir“

Hi Michael,

wie wär’s mit einem Link zum Forum?

Gruß Ralf

Hallo Ralf,

wie wär’s mit einem Link zum Forum?

klick Dich mal hier rein. In diesem Forum findest Du auf Deine Fragen kompetente Antworten.

http://www.prostatakrebse.de

Alles Gute!!!
Michael