ich mache gerade meinen Motorbootführerschein und da bin ich mit meiner Farbfehlsichtigkeit angeeckt. Mir ist eine Deuteranopie attestiert worden. Allerdings hatte ich vor einem Jahr einen Anomalquotienten von 0,8 und vor ca. 10 Jahren bin ich auch zur Segelprüfung zugelassen worden.
Nun meine ich gelesen zu haben, dass sich die Farbfehlsichtigkeit im Verlauf des Lebens nicht verändert. Kann das sein?
bei Frauen kommt dies ja äußerst selten vor…, falls du jedoch ein Mann bist, dann hast du die „Grünblindheit“ vom Großvater über die Mutter geerbt, so oder so ändert sich natürlich nie etwas an deiner erblich bedingten Farbanomalie. Wie sieht es denn mit anderen (männlichen) Verwandten von Mutters Seite aus, um feststellen zu können, ob es sich um eine unveränderliche Erbanomalie handelt.
Nur bei nichtgenetisch bedingten Augenerkrankungen sieht es mit Veränderungen anders aus.
Eine Verminderung der Farbwahrnehmung kann durch Augenerkrankungen hervorgerufen werden.
Viel häufiger jedoch ist die angeborene Farbfehlsichtigkeit.
Die Anomalie wird rezessiv geschlechtsgebunden vererbt, das heisst von einem farbuntüchtigen Grossvater über normalfarbsichtige Töchter an die Enkelsöhne, niemals
jedoch direkt von Vater auf den Sohn. Das für die Anomalie entscheidende X-Chromosom wir einem Jungen immer von der Mutter weitergegeben. Als Überträgerinnen gelten rund 15 Prozent aller Frauen. Bedingt durch den Erbvorgang tritt bei Frauen nur dann eine Farbstörung auf, wenn die Anlage von beiden Eltern vererbt wird. Deshalb sehen vorwiegend Männer die Welt weniger bunt.
Gruß, Renate
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Hallo Renate,
danke erstmal für deine Antwort. Ich gehöre zum männlichen Teil der Bevölkerung
Bei mir kommt die Farbfehlsichtigkeit ganz klar aus der Linie meiner Mutter (zwei ihrer Brüder haben das auch).
Dann kann ich mir doch noch Hoffnung auf den Schein machen, denn genau ferststellen kann das anscheinend keiner.