Hypersensibilisierung

Hallo!

Ich bin auf Bienen und Wespen allergisch. Hab mich zu einer Hypersensibilisierung entschlossen.
Jetzt muss ich 16 Wochen wöchentlich hingehen und danach 5 Jahre lang monatlich. Wenn ich mit den ersten 16 Wochen fertig bin, kann ich erst mit den anderen (Wespe) 16 Wochen anfangen.
Es ist sehr viel und auch sehr nervig.
Ich war jetzt 3x. Ich habe Hautunreinheiten (Pickel) am Körper bekommen und einen Ausschlag an meinem Zehen. Kann das damit zusammenhängen? So schlimm war es lang nicht mehr. An Stress (oder Regel) kann es momentan aber nicht liegen.
Habt Ihr Erfahrungen damit? Bringt das wirklich was? Was sind Nebenwirkungen? Und ist es jemanden passiert, daß er allergisch auf eine Spritze reagiert hat? Immerhin muss man ja 30min. danach kontrolliert werden!

Danke und LG
Katja

Hallo,

Such doch einfach mal nach Hyposensibilisierung im Web.
(Hyper = mehr, stärker; Hypo = weniger, schwächer)

da findest du jede Menge zum aktuellen Stand zB.
http://www.allergie.medhost.de/hyposensibilisierung…

Im Gegensatz zu früheren, als die HS mehr Nebenwirkungen und weniger Erfolgsaussichten hatte, ist es heute eine sehr zuverlässige Therapie. Du solltest auch bedenken, welche folgen ein Insektenstich hat, wenn du keine entsprechenden Mittel gegen die allergische Reaktion zur Hand hast.

Gruss, Niels

Hi
Bei mir hat es was gebracht, obwohl ich den durchgang nur 2x gwemacht hab. kann halt wieder nachlassen. Falls jemand akut reagiert wird es bald sein, daher die halbe Stunde. Wenn du nicht die nerven hast jede Woche einen Termin von einer stunde wahrzunehmen, hättst du es lassen sollen. es ist übrigens nicht unbedingt auf die Stunde präzise einzuhaltzen, man kann durchaus einen Termin verschieben. Sicher können die Reaktionen von der injektion kommen, wie reagierst du denn auf einen stich? Das ist ja der Sinn, den körper an gerade das zu gewöhnen, auf das er allergisch reagiert. logisch das dann auch ne Reaktion kommt.

Ich hab jedenfalls auf meine (19!) Sachen auf die mein Körper beim Test reagiert hat deutliche besserung, nur irgendetwas in manchen Nüssen verursacht mir noch probleme…

Gruss, Hh

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p.s. wenn es nicht bis jetzt zu heftigereren akuten Reaktionen gekommen ist, wird es wahrscheinlich auch nicht mehr dazu kommen…

Hallo,

Ich habe meine Allergologin gefragt, ob es einen Zeitpunkt während der Therapie gibt, an dem kein allergischer Schock mehr zu erwarten hat. Sie meinte daraufhin nur, dass die ein, zwei Fälle jährlich in ihrer Praxis am Ende der Therapie stattgefunden haben (also nach zwei, drei Jahren) … Ich hab die Hypo übrigens abgebrochen, da ich mich während der halben Stunde Wartezeit und auch davor zu sehr in meine Angst hineingesteigert habe.

Übrigens: Der allergische Schock kann soweit ich weiß auch nach vier bis sechs Stunden auftreten (zwar selten, aber durchaus möglich).

Gruß

Marie

Jetzt muss ich 16 Wochen wöchentlich hingehen und danach 5
Jahre lang monatlich.

Hallo Katja,

mein Freund sollte vor Jahren mal eine Hypersensibilisierung machen, und hat sie eben wegen der vielen Termine schon nach kurzer Zeit abgebrochen. Zuerst mag einem das alles machbar erscheinen, aber ich sehe das ganze eher kritisch. Hatte selber eine langwierige medizinische Behandlung, wo ich zuerst einmal pro Woche hinmusste, dann alle 2 wochen, zum schluss alle vier wochen. Und das über fast 3 Jahre. Manchmal hängt es einem dann wirklich alles zum Hals raus. Das sollte man wirklich bedenken, bevor man eine solche langwierige Behandlung beginnt.

Viele Grüsse
Anna

Hallo Katja,
Die Hyposensibilisierung hat leider nur eine geringe Erfolgsquote, aber sie verschafft den sogenannten Allergologen ein Heer von Dauerpatienten, die über Jahre in die Praxis kommen.
Für mich ist das Patientenverarschung.
Gruß
KH

Hi

kann er natürlich… aber halt so selten, dass man die leut nicht acht Stunden da sitzen lässt :smile:

Ich hätts durchgezogen. was machst du im sommer beim anblick von 2000 wespen beim bäcker im kuchenfach? wenn du nach der spritze schon Panik bekommst, was passiert denn bei ner tatsächlichen gefahr?

Ich bin froh, auch wenn ich fauler kerl nur 2 Durchgänge geschafft hab… ich kann mich im frühjahr auf der wiese rumtreiben ohne zu ersticken und mein kopf schwillt wenn ne katze auf mir rumsteigt auch nicht mehr um 200% an insofern seit drei jahren ein echter gewinn…

HH

Hi KH
bei mir war eine Verbesserung nach dem ersten durchgang gegen Baumpollen spürbar. ich bin nur 2 Durchgänge hingegagen und seit 3 Jahren muss ich keinen Bogen mehr um katzenbesitzerinnen machen und kann mich im sommer unter bäumen auf gemähten Wiesen Wälzen… was ich in denm letzten 25 Jahren davor mit juckenden Augen, geschwollenen Schleimhäuten, Atemnot unds Juckenden pusteln bezahlen musste…
gruss
HH

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Insbesondere bei Privatpatienten tun sich da wirklich schöne Einnahmequellen auf.

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Hallo,

Die Hyposensibilisierung hat leider nur eine geringe
Erfolgsquote

worauf beruht diese Aussage. Nach allem was ich gehört habe liegt die Erfolgsaussicht bei bis über 90% (je nach Allergen). Wenn du solche Aussagen machst, wäre es gut Quellen zu nennen. Da ich selber Allergiker bin und mit dem Gedanken an eine Hyposensibilisierung spiele würden mich Untersuchungen interessieren, die die negative Seite deutlicher beleuchten.

Gruss, Niels

Hallo Katja!
Ich bin ebenfalls über Jahre desensibilisiert worden und es hat leider nix genützt. Meiner Meinung nach ist das nur Geldmache für den Arzt. Ich lasse mir auch nie wieder einen Allergietest machen, da ich gegen soviele Pollen und anderes Zeugs allergisch bin, dass ich eh nur Tabletten nehmen konnte fast das ganze Jahr über. Ich habe meine Allergie mit Akupunktur in den Griff bekommen, aber da zahlt die Krankenkasse höchstens was dazu, meine leider gar nichts. Das bin ich mir aber wert gewesen.
Allerdings wirkt sowohl die Desensibilisierung als auch die Akupunktur bei jedem anders.
Gruss
Quirli

Hallo Niels,

Die Hyposensibilisierung hat leider nur eine geringe
Erfolgsquote

worauf beruht diese Aussage. Nach allem was ich gehört habe
liegt die Erfolgsaussicht bei bis über 90% (je nach Allergen).
Wenn du solche Aussagen machst, wäre es gut Quellen zu nennen.
Da ich selber Allergiker bin und mit dem Gedanken an eine
Hyposensibilisierung spiele würden mich Untersuchungen
interessieren, die die negative Seite deutlicher beleuchten.

Wie niedrig oder hoch die Erfolgsquoten sind kann ich nicht sagen, ich kann nur aus eigener Erfahrung berichten.

Mir hat der Doc damals einen ziemlichen Schrecken eingejagt von wegen ich koenne Asthmatikerin werden etc wenn ich diese Hyposensibilisierung NICHT mache. Also bin ich brav 3 Jahre lang jede Woche zum Arzt geeiert, jedes Jahr kam beim Test mehr dazu anstatt es weniger wurde. Und meine Allergie gegen Pferde (wegen der ich ueberhaupt den Test machen liess) kam erst nach 3 Jahren bei dem Test heraus…

Ich bin dann bei einem Lungenfacharzt gewesen und habe seitdem diese Spritzen nicht mehr bekommen. Weder habe ich Asthma noch geht es mir sonderlich schlecht. Die Naehe von Pferden und Katzen bekommt mir nicht sonderlich gut aber damit kann ich leben.

Ergo halte ich nix von den Spritzen, aber letzlich muss das ja jeder fuer sich selbst entscheiden. Einer meiner Freunde laesst sich gegen den Heuschnupfen akupunktieren und schwoert darauf, ich selbst hab’s noch nicht probiert.

liebe Gruesse,
Astrid

Hallo,

Mir hat der Doc damals einen ziemlichen Schrecken eingejagt

wann war damals? Ich frage nicht, weil ich dir nicht glaube, sondern weil in den letzten zehn Jahren die Qualität der Allergenpräparate deutlich besser (reiner) geworden sein soll.

Gruss, Niels

Hallo Katja,

hier in diesem Thread werden zwei Dinge in einen Topf geworfen: erstens die Hyposensibilisierung gegen Pollen und zweitens die Hyposensibilisierung gegen Bienengift.

Während die Hyposensibilisierung gegen Pollen nur dann Erfolg zu bringen scheint, wenn man nur gegen ganz wenige Pollenarten allergisch ist, ist die Hyposensibilisierung gegen Insektengift wesentlich häufiger erfolgreich. Während erstere Allergie extrem lästig, aber nicht lebensbedrohlich ist, so sieht das bei letzterer ganz anders aus. Beides zusammen begründet den Sinn bzw. die Notwendigkeit dieser Therapie.

Ob die von Dir genannten Erscheinungen durch die Hyposensibilisierung bedingt sind, läßt sich nicht sicher ausschließen - ich kann mir allerdings nicht vorstellen, daß sie zu den Nebenwirkungen gehören, die in kontrollierten Studien beobachtet worden sind. Wahrscheinlich handelt es sich um ein zufälliges Zusammentreffen.

viele Grüße und und weiterhin viel Tapferkeit,

Oliver

Hallo,

Hyposensibilisierung kann auch Kreuzallergien hervorrufen. Ein Bekannter hat sich vor einigen Jahren Hyposensibilisieren lassen, da er sehr stark auf div. Pollen reagiert hat. Dagegen ist er mittlerweile nicht mehr allergisch, dafür aber gegen Äpfel, Haselnüsse und Krabben, allerdings ist diese Allergie nicht so stark, wie bei dem Heuschnupfen und allergischem Asthma vorher gegen die Pollen.

Gruß Maja