hallo www.ler, ich frage für meine beste Freundin und hoffe, ihr könnt hilfreiche Tipps geben.
Ich habe die Überschrift bewusst vorsichtig formuliert, denn die Diagnose ist so hart mit so fatalen Folgen und betrifft nicht nur das Thema Medizin, sondern ihr „Sein“ und „Überleben“.
Doch nun zum Anfang:
sie ist 41 Jahre alt, hat 2 Kinder im Alter von 3 und 6 (dazu krank) Jahren. Ihr Mann hat sie vor 2 Jahren wegen einer jüngeren Frau verlassen. Das ist noch relativ „normal“
dann hat er vor 1 1/2 Jahren seinen sicheren Job aufgegeben und sich in der Baubranche selbständig gemacht und gleichzeitig dei Scheidung eingereicht.
Die beiden haben ein Haus - sie ist aber nicht mit eingetragen.
Nun kommts: er hat im Sommer den Unterhalt gekürzt, jetzt im Dezember eine weitere Kürzung angedroht, sie über Anwalt aufgefordert das Haus bis 30.6. zu verlassen und Ende Januar gedroht zum 1.3. Strom, Wasser, Telefon, Heizung zu kündigen. Dazu attaktiert er sie telefonisch und wenn er die Kinder mal gelegentlich abholt oder bringt.
Das war Druck pur.
Sie hat eine Wohnung gefunden, klein aber mit den beiden Kindern eine Perspektive. Sie versucht sich ausserdem eine finanzielle Existenz aufzubauen, hat aber niemanden für die Kinder. D.h. Druck ohne Ende: 8:00 Kindergarten, 9:00 Tochter zur Schule, 12:00 Kind aus Kindergarten, 13:00 Kind aus Schule. Einen Job für die 3 Stunden dazwischen (Fahrzeit müßte auch innerhalb liegen) nicht möglich. Sie ist also permanent unter „Strom“.
Die siebzigjährige Mutter ist selbst sehr krank und „nicht unproblematisch“ fordert, nörgelt… und ist einfach mit den kleinen Kindern auf Dauer total überfordert.
Meine Freundin hat nun den Umzug vorbereitet (zwischendrin tapeziert, Kinder, gestrichen, Kinder usw.), dann die Termine bei Anwalt und Jugendamt, dann Möbel schon rübertransportiert…
Sie ist zusammengebrochen, mit dem Gesicht auf Treppenstufen geknallt, Lippe durchgebissen (?) dabei und hat fürchterlich geblutet, war wohl auch 5 Minuten bewußtlos. Im Krankenhaus wurde ein Krampfanfall im Gehirn - eine Form von Epilepsie festgestellt. (Vor 4 Jahren hatte sie durch wochenlangen extremen Schlafentzug schon einmal einen Krampfanfall erlitten, sonst aber in den 4 Jahren keine Beschwerden und auch keine Medikamente).
Ist diese Diagnose schon fatal – sie bekam ein Fahrverbot für 1 Jahr, Medikamente. Während des Krankenhausaufenthaltes bekam sie am Wochenende 6 STd. frei für den Umzug - ohne was tun zu dürfen.
Ich bin nun mit ihr der Meinung, dass dieser Krampfanfall durch Häufung besonders ungünstiger und vor allem gehäufter belastender Umstände hervorgerufen/gefördert wurde. Ich habe auch viel Material aus dem Internet herausgesucht.
Meine Frage nun, was kann sie unternehmen - wenn nun etliche Druckumstände abgebaut sind (wahrscheinlich habe ich nicht einmal alle erwähnt) um sich besser zu fühlen, um einen möglicherweise etwaigen weiteren Krampf zu verhindern und vor allen Dingen gesundheitlich begründet – eher wieder fahren zu können.
Psychotherapie? Autogenes Training? Nahrungsumstellung? Übungen? Habt ihr Ideen, an wen oder was sie sich wenden knnte, welche Ärzte/Institutionen helfen könnten - ich wäre euch sehr dankbar. Wobei sie auf dem Lande wohnt und immer die Kinder mitnehmen müßte, da ihr die finanziellen Mittel für Kinderbetreuung fehlen.
Wer kann hilfreiche Tipps geben?
Danke Chris