Trotz fast noch jugendlichen Alters und körperlich zufriedenstellender Kondition gibt´s Tage, an denen mir mein Rücken zu schaffen macht. Das alles fing vor Jahren während meines Zivildienstes an, wurde nach vielen Einheiten Krankangymnastik ein wenig besser und überfällt mich heute grundsätzlich, wenn ich etwas sehr schweres gehoben habe. Schmerzen: im Rücken nur wenig, aber vom Po ausstrahlend in den rechten oder linken Oberschenkel. Schlaf´ ich dann noch eine Nacht auf meiner mittlerweile nur noch mittelmäßig wohltuenden Matratze, krieche ich wie Ozzy Osbourne durch den Tag. Gleichzeitig scheine ich dadurch so falsch zu liegen, daß ich große Schmerzen in beiden Schultern kriege - so daß ich meine Arme nur noch recht zaghaft über die Höhe meines Kopfes heben kann.
Das passiert zwar recht selten - und doch plagt mich das. Wie soll ich in ferner Zukunft jemals meine Braut über die Schwelle tragen, wenn ich danach zwei Diclofenac einschmeißen muss?
Daher: was gibt es für Alltagstipps, um gerade diese Schmerzen(Po und Oberschenkel) zu vermeiden? Welche Haltung sollte man annehmen, gehend, sitzend und im Schlaf? Sind Sitzbälle gut? Wer hat´s hinter sich gebracht?
Hallo JFK,
ich will Dir ja keine Angs einjagen, aber bei mir waren genau diese Art von Schmerzen (mit denen ich jetzt seit September leben muss) die Folge eines Bandscheibenvorfalls, der den Ischiasnerv eingequetscht hat. Ich habe mich auch ein paar Monate lang gewundert, warum mir immer das Bein so weh tut, und als ich schon fast gar nicht mehr gerade laufen konnte, bin ich zum Arzt. Mit Hilfe einer Kernspintomographie wurde dann der eingequetschte Nerv festgestellt. Ich habe Krankengymnastik verschrieben bekommen, und dann eine Cortisonspritze an die Nervenwurzel (in die Wirbelsaeule) bekommen, was die Sache eine Weile verbessert hat. Allerdings muss man irgendetwas machen, von alleine geht das nicht weg, und wenn man mit der Behandlung aufhoert, wird’s wieder schlimmer! Jetzt arbeite ich leider in Gross-Britannien, wo ich auch krankenversichert bin, das heisst, ich bekomme keine Behandlung mehr, und muss die naechsten drei Jahre irgendwie die Zaehne zusammenbeissen (ich kann jetzt, nach einem Monat ohne irgendeine Behandlung und einem superueblen Buerostuhl und schlechter Beleuchtung schon wieder fast nicht mehr gehen, aber da kann man halt jetzt nichts mehr machen). Ich kann Dir also nur raten, zum Arzt zu gehen, und irgendetwas zu machen - ich kann Dir sagen, wenn man nichts macht, wird’s nicht besser!
Und solange Du in einem Land wohnst, wo es Aerzte gibt, die Dich behandeln, und die Behandlung auch irgendjemand bezahlt, nutze die Chance! Ich bin frueher auch nie zum Arzt gegangen, und merke erst jetzt, wo es nicht mehr geht, was fuer ein wunderbares Geshenk es ist, zum Arzt gehen zu koennen, wenn man Schmerzen hat!
Gruss Steffi
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ging mir ganz genau so wie Dir, nur dass es bei mir beim Bund anfing
Ich habe immer mal wieder Diclo eingeworfen, Massagen, Krankengymnastik und Fango bekommen, sprich, das ganz normale Programm. Mein Arzt hat mir die Schonhaltung empfohlen-> Rückenlage -> Beine 90° Winkel und Knie ebenfalls 90°. Es ging dann immer eine Zeit lang.
Dann habe ich eine neue Krankengymnastin gefunden, die nicht nur gut aussah, sondern auch etwas neues probiert hat. Den Namen der Methode habe ich leider vergessen. Irgend etwas mit Kin…
Jedenfalls war die bei mir erfolgreichste Übung folgende:
Langsame Liegestütze die NUR aus den Armen heraus gemacht werden, also die umgekehrte Richtung der Schonhaltung. Es schmerzt natürlich im moment etwas, aber ich habe seitdem KEINE starken Schmerzen mehr. Immer wenn es beginnt (leichtes Ziehen, Schmerzen) mache ich diese Übung und alles wird gut.
Im übrigen sagte sie, dass in der Kernspin fast bei jedem ein leichter Bandscheibenvorfall zu finden ist. Man muss halt lernen damit zu leben und in den meisten Fällen geht das auch ohne OP sehr gut.
deine beschreibung ist untypisch für den „normalen“ rückenpatienten.
wenig bis kein rückenschmerz aber dafür schmerz im oberschenkel und den noch beidseitig-da werde ich hellhörig!
in diesem fall ist eine röntgenaufnahme nötig um zu sehen ob du nicht eine (bitte festhalten! lateinischer begriff!) spondylolisthesis mit dir rumträgst die noch keinem aufgefallen ist.
in diesem fall ist eine röntgenaufnahme nötig um zu sehen ob
du nicht eine (bitte festhalten! lateinischer begriff!)
spondylolisthesis mit dir rumträgst die noch keinem
aufgefallen ist.
damit wir nicht dumm sterben müssen hab ich mal aus
Abgleiten eines Wirbelkörpers nach vorn, z.B. bei (meist) angeborener oder erworbener Spaltbildung im interartikulären Abschnitt des Bogenteils (»Spondylolyse«). Führt zu Bandscheibendegeneration; Sklerose, Arthropathie angrenzender Gelenke. Symptome: Wirbelsäulensteife, Kreuzbeinsteilstellung mit scheinbar verstärkter Lendenlordose u. abgeflachter Kyphose der BWS, Vorragen des zugehörigen Dornfortsatzes, Stauchungs- u. Klopfschmerz der WS, evtl. spinale oder radikuläre neurologische Störungen; s.a. Spondyloptose. Bei Sp. des 5. Lendenwirbels gerad-verengtes Becken (= »Spondylolisthese-«, ROKITANSKY*, KILIAN*, Prager Becken).