Hallihallo,
hat einer von Euch Ahnung, womit das zusammenhängen könnte? Ich habe immer wieder »Flecken« im Zungenbelag. Wenn meine Zunge einen leichten Belag zeigt, dann findet sich etwa in der Mitte des sichtbaren Bereiches der Zunge ein heller Fleck, welcher gar keinen Belag sondern nur das »rosige Fleisch« zeigt. Dieser Fleck ist zunächst klein und wird dann größer, bis er schließlich verschwindet. Mein Hausarzt fand das zwar ganz interessant, wußte aber nichts dazu zu sagen. Ich habe das mittlerweile schon recht lange (beobachtet über mehr als fünf Jahre). Ich habe bisher keine Korrelation aufstellen können, ob es mit bestimmten Lebensgewohnheiten oder der Ernährung etc. einhergeht. Aus anderen Gründen mußte ich mich vor einiger Zeit einmal bei einem Internisten intensiver untersuchen lassen, aber der hat keine nennenswerten Dysfunktionen festgestellt.
Kennt jemand von Euch ähnliche Phänomene? Weiß jemand, womit das zusammenhängen könnte?
Liebe Grüße und Dank für alle Antworten,
deiner Beschreibung nach, handelt es ich dabei um die sog. Landkartenzunge (syn.: „Exfoliatio areata linguae“ auch „Lingua
geographica“). Ursache für dieses Aussehen der Zunge ist ein Abschilfern der obersten Schichten der Zungenschleimhaut.
Hier sind zwei, wie ich glaube, recht aussagekräftige Seiten zum Thema.
Interessant ist, das die meisten Quellen behaupten, dass die Ursache völlig unbekannt ist.
Wenige andere, darunter die Uni-Bochum (Link) sagen, dass es doch in einigen Fällen auf bestimmte Ursachen zurückgeführt werden konnte: z. B. Magen- und/oder Darmprobleme, Stress, Hormonveränderungen, u. a. http://www.dr-walser.ch/linguageo.htm http://www.derma.de/bochum/Skin_Online/Hautentzuend/…
Gruß, Renate
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Hallo Renate,
vielen Dank für Deine Antwort. Möglich ist es, daß es sich um die „Lingua geographica“ handelt. Allerdings sieht meine Zunge vollständig anders aus als die Bilder auf der Bochumer Seite. Hier sehen die Areale ja durchaus „krank“ aus. Bei mir ist dies nicht der Fall. Die ganze Zunge ist leicht belegt (was streng genommen ja schon nicht gut ist) und das Areal des Flecks sieht eben gerade gesund aus. Außerdem irritiert mich, daß der Fleck in etwa immer an der gleichen Stelle auftritt.
Kann dies bei der L. g. der Fall sein? Oder ist es etwas anderes?
Liebe Grüße,
Bei meinem Sohn (3 Jahre) hat sich die Landkartenzunge gebessert nachdem er auf Anraten der Kinderärztin abwechselnd mit Salbeitee und dem dem Präparat „Nur ein Tropfen“ den Mund ausgespült hat.
Die Landkarte ist jetzt zwar nicht ganz weg aber es sieht nicht mehr so wüst aus wie am Anfang.
Sie meinte auch dass die Ursache unbekannt sei. Sie vermutet ein Ungleichgewicht der Keimbesiedelung im Mund. Sie sagt aber auch, dass das ihre Privatmeinung sei und in keiner Weise wissenschaftlich belegt. Es sei ein bischen wie mit Warzen - die kommen und gehen auch oft ohne dass man einen Grund dafür findet.
Puls- und Zungenbefundung sind entscheidende Bausteine der chinesischen Diagnostik, wie z. B. die Akupunktur in deren Therapie mittlerweile auch über Chinas Grenzen hinaus anerkannt ist.
(TCM = traditionelle chines. Diagnostik)
Die Zunge ist hierbei in verschiedene Bereiche aufgeteilt, die für Magen, Darm, Galle usw., „zuständig“ sind.
Daher können und müssen sog. Landkartenzungen auch völlig unterschiedlich aussehen, in der Form, Anordnung, Intensität und Farbe des Belages.
Ich denke, ein Arzt, der sich zusätzlich mit der TCM auseinandersetzt, der z. B. Akupunktur beherrscht, wird am ehesten so weit in das Thema integriert sein, dass er sich auch mit dem Phämomen Landkartenzunge auskennen sollte.
Viele Grüße, Renate
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