Krampfadern und Fliegen

Hallo liebe Experten,

Anfang Mai werde ich mit Freunden, die mich dazu überedeten, in Richtung Ibiza fliegen. Davon abgesehen, dass ich eine panische angst vorm Fliegen habe und auch noch nie geflogen bin, weil eben diese Angst da ist, habe ich schreckliche dicke Krampfadern, auch eine Venenklappe soll nicht mehr funktionieren, laut Ultraschalluntersuchungen. Jetzt meine Frage: ist es eigentlich bedenklich wenn man fliegt, Krampfadern und eine defekte Venenklappe hat? Ich weiß nur, dass man die Sauna meiden sollte, wenn man solche Krampfadern hat wie ich sie habe. Vielen Dank im voraus und fröhliche Ostern - Heike

Hallo,
als typische Thrombose-Prophylaxe empfiehlt sich Aspirin, nicht nur bei Personen die ein erhöhtes Risiko tragen. Viel trinken (alkohol-/koffeinfrei) ist sicher gut, allerdings bin ich selbst kein Fan der Flugzeugtoiletten.

Gruss
Enno

Hallo,

fliegen ist gar nicht so schlimm. Nur der Start ist ein bisschen schnell und holprig, dann kannst Du - besonders im Sommer - Dich zurücklehnen und Dich entspannen. Und Ibiza ist auch nicht so lange.

Zu den Krampfadern hab ich folgendes gefunden:

Ich leide an einer chronischen Venenschwäche, würde aber gerne in den Urlaub fliegen. Darf ich das oder würden Sie mir davon abraten? Nach den vielen Berichten in den Medien über die sogenannte Flugzeugthrombose bekommt man ja Angst.

Natürlich sollen Sie in den Urlaub fliegen. Gefahr geht eigentlich nur von Langstreckenflügen mit acht und mehr Stunden aus. Ein zwei- bis vierstündiger Flug ist genauso ungefährlich wie eine gleich lange Auto- oder Bahnfahrt, wenn Sie bestimmte Dinge beachten: Tragen Sie bequeme Kleidung, trinken Sie viel kohlensäurefreies Mineralwasser, bewegen Sie sich zwischendurch oder machen Sie jede Stunde 5 Minuten Venengymnastik.
(www.antistax.de)

Gefährlich kann ein Langsteckenflug auch sein für Patienten mit starken Krampfadern oder für übergewichtige Frauen, die zudem rauchen und die Pille schlucken. Ihnen droht eine Thrombose oder eine Lungenembolie. Tragen Sie während des Fluges unbedingt Stützstrümpfe und stehen Sie gelegentlich auf, nehmen Sie kein Schlaf- oder Beruhigungsmittel im Flugzeug (Sie bewegen sich dann kaum mehr) und trinken Sie viel (siehe unten), falls Sie zu dieser Risiko-Gruppe gehören.
(http://www.dr-walser.ch/flug.htm)

So kommt es zum Blutstau
Das Blut der Venen wird nicht - wie bei den Arterien - durch die Kraft des Herzschlages transportiert, sondern durch die Bewegung der Muskeln. Fehlen beim langen Sitzen diese Impulse, wird der Rückfluss des Blutes behindert. Es kommt zu einem Stau, der die Gefahr von Blutgerinnseln erhöht. Diese können beim Weitertransport kleine Adern, zum Beispiel in der Lunge, verstopfen, die Sauerstoffversorgung behindern und bis zu einem tödlichen Herzstillstand führen. Besonders gefährdet sind ältere Passagiere, Fluggäste mit Krampfadern, Raucher, Schwangere, Übergewichtige und frisch operierte Personen.

Die richtigen Gegenmaßnahmen
Wer den bedrohlichen Blutstau vermeiden möchte, muss sich so viel wie möglich bewegen. Leichter gesagt als getan - wenn der Passagier neben uns zum Beispiel fest schläft und wir nicht stören möchte. Doch die Gesundheit geht vor. Einmal pro Stunde aufstehen und sich die Beine vertreten, das bringt den Kreislauf auf Touren. Doch man kann auch am Platz das Blut in Wallung bringen:

Gerade sitzen, die Füße aufstellen und dann abwechselnd Zehen und Fersen hochziehen.
Füße von den Zehen zu den Fersen und zurück abrollen, rechts und links gegenläufig.
Schultern nach vorne und hinten kreisen lassen.
Jede Übungen zehn Mal wiederholen.

(http://www.managers-health.de/cda/ci/text/show_print…)

Scheinbar ist es also nur für Langstreckenflüge kritisch. Für eine solch kurze Zeit würde es also gehen.(?)
Alternativ mal hier schauen:

http://www.google.de/search?q=krampfadern+fliegen&ie…

Grüsse und guten Flug
Andreas

Hallo Don Pedro,

vielen, vielen, vielen Dank für Deine Mühe, ein bisschen angst habe ich schon wegen meiner Venenschwäche und dem Fliegen, aber vor dem Fliegen habe ich die meiste Angst, aber da ich sonst nichts von der weiten Welt sehen würde, haben meine Freunde mich überedet wenigstens eine nicht so weite Strecke zu fliegen, aber trotzdem wird mir ganz mulmig wenn ich an den Flug denke. Lieber Gruß Heike

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Enno,

auch Dir vielen Dank für Deine Mühe, ich werde Aspirin mitnehmen und auch viel trinken, obwohl die Toiletten im Flugzeug wohl nicht besonders zu sein scheinen. Lieber Gruß Heike

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

also vielleicht kann ich Dir ein wenig erzählen. Vielleicht nimmt Dir das ein wenig die Angst :wink:

Ich bin schon einige Male geflogen, die ersten Male als ich noch ziemlich klein war.
Also. Das „Schlimmste“ ist der Start. Die Triebwerke sind eben voll aufgedreht und man merkt, wenn das Flugzeug abhebt. Man ist dem Piloten ausgesetzt usw. Aber wenn man dann erstmal in der Luft ist, dann ist es ganz einfach. Man merkt überhaupt nicht mehr, dass man im Flieger ist (ihr fliegt im Sommer, wettermäßig dürfte auch alles ok sein). Es ist wie Zugfahren. Praktisch *g

Du wirst sehen, dass der Flug erstens ganz kurz dauert (unter 2 Stunden etwa?) und zweitens in keinster Weise so schlimm war(bzw. wird), wie Du ihn Dir vorgestellt hast.

Wenn Du willst, es gibt massenhaft Bücher zu dem Thema:
http://www.flugphobie.de/flug3.htm#Buchtips

Weiteres findest Du entweder hier:
http://www.netdoktor.de/reisemedizin/flugreise/fluga…
oder gleich hier:
http://www.google.de/search?q=flugangst&ie=UTF-8&oe=…

Grüsse :wink: und schönen U*****
Andreas

PS: Setze Dich ruhig mit dem Thema auseinander, aber reite Dich nicht in Deine Angst rein. Informiere Dich über Methoden, der Angst - im Vorfeld wie auch im Flugzeug - zu begegnen und über Möglichkeiten, damit umzugehen. Und Du wirst sehen, dass Du wie Millionen andere auch (irgendwann) angstfrei fliegen kannst.

1 „Gefällt mir“

Hallo Andreas,

noch einmal lieben Dank für Deine Mühe, ich werde Deinen Rat befolgen und sicher an Deine Worte denken, wenn ich in dem Flieger sitze. Nur zu blöd, dass ich solch ein Angshase bin, na ja, aber dann passt das ja wenigstens zu Ostern ;o). Gruß Heike

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Heike,

wenn Du Zeit und Lust hast dann mache vor der Reise mal einen Ausflug an den Flughafen. Guck Dich um und schau Dir das Layout des Geländes an. Vergleiche es mit den Informationen auf der Homepage des Airports.

Wenn Du Lust hast dann schnapp Dir beim Einsteigen ins Flugzeug eine Stewardess. Sag ihr dass Du noch nie geflogen und deshalb etwas nervös bist und bitte sie den Kapitän zu fragen ob Du mal ins Cockpit gucken darfs. Wenn der gut drauf ist dann kannst Du Dich nach Beendigung des Starts ins Cockpit setzen und bekommst einige Dinge gut und anschaulich erklärt. Ausserdem ist der Blick vorn aus dem Flieger wirklich ganz etwas anderes als seitlich hinten raus.

Nochwas: Wenn die Startphase vorbei ist und der Flieger seine Reisehöhe erreicht hat dann nimmt der Kapitän das Gas weg. Das fühlt sich an wie wenn das Flugzeug durchsacken würde oder wie wenn jemand bremsen würde. Auch nehmen die Turbinengeräusche stark ab so dass man denken könnte die Maschinen würden ausgehen. Das ist völlig normal, führt aber bei Neulingen zu komischen Gefühlen :smile:

Für Deinen Urlaub wünsche ich Dir ganz viel Spaß! Meine Freundin hat ihre Flugpanik mittlerweile richtig gut unter Kontrolle bekommen so dass sie jetzt schon bis zu 7 h geschafft hat *stolzaufsiebin*. Es hat zwar gedauert aber es ist zu schaffen!

Viele Grüße
Rolf

Hallo Rolf,

Dir auch vielen Dank für die Tipps und Du kannst wirklich stolz auf Deine Freundin sein. Ich wohne in Essen und der Düsseldorfer Flughafen ist nur 30 Minuten von mir entfernt, ich werde sehen wie sie das einrichten läßt, dass ich mir den Flughafen mal genauer ansehe. Schöne Ostern noch und Gruß - Heike .

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]