Leichtes Taubheitsgefuehl in der linken Hand (Alk)

Hallo!

Ist es in meinem Alter (w, 24) normal, wenn man, als sehr seltener Alkoholtrinker, nach nur einem Glas Champagner ein Kribbeln in der linken Hand bekommt? Ich kann die Hand dann schwierig bewegen und die Fingerspitzen fuehlen sich leicht taub an. Nachdem ja bekanntlich die Linke vom Herzen kommt, finde ich das nicht so eigentartig - nur dass ich dafuer noch etwas jung bin.

Kennt sich jemand damit aus? Hat es damit zu tun, dass ich davor nichts gegessen hatte?

Danke fuer eure Hilfe!
Bethje

Hallo,
wenn das unmittelbar nach dem Alkoholgenuß passiert, wäre eine mögliche Erklärung, daß die Hand stärker durchblutet wird (Alkohol wirkt peripher gefäßerweiternd). Üblicherweise tritt sowas bei Menschen mit niedrigen Blutdruck und eher schlecht durchbluteten, kalten Händen auf. Bei nüchteren Magen gelangt der Alkohol schneller in die Blutbahn, die Wirkung setzt also schneller ein.
Tritt das am Morgen danach ein, würde ich eher auf die nachträglich schlechtere (periphere) Durchblutung und den Einfluß auf den Schlaf (man liegt ruhiger) tippen. Allerdings wären hier sicher mehr als ein Glas nötig.

Gruss
Enno

Ist es in meinem Alter (w, 24) normal, wenn man, als sehr
seltener Alkoholtrinker, nach nur einem Glas Champagner ein
Kribbeln in der linken Hand bekommt? Ich kann die Hand dann
schwierig bewegen und die Fingerspitzen fuehlen sich leicht
taub an. Nachdem ja bekanntlich die Linke vom Herzen kommt,
finde ich das nicht so eigentartig - nur dass ich dafuer noch
etwas jung bin.

Kennt sich jemand damit aus? Hat es damit zu tun, dass ich
davor nichts gegessen hatte?

Hallo Behtje!

Zusätzlich zu den anderen Infos folgendes:

Alkohol ist ein Nervengift und kann nach Veranlagung Nerven auch dauerhaft schädigen.
Das „Taubheitsgefühl“ in den Händen und den Füßen ging bei mir soweit, daß ich irgendwann im Rolli saß (für ein Jahr). Meine Leber war zwar dick, aber nicht irreparabel kaputt. Ein Arzt meinte, daß bei meinen Nervenschäden die Leber ganz hin sein müßte und daß man diese Schäden nicht von 4 l Bier täglich erreicht (war aber so).
Natürlich sollte man das bei Deiner „Trinkmenge“ keine Nervenschäden erwarten (das kann normalerweise ein gesunder Körper noch ab). Aber es gibt laut verschiedenen Ärzten auch Menschen, die empfindlicher darauf reagieren als Andere und die mit anderen Symptomen/Schäden reagieren.
Das heißt: solltest Du aus irgendwelchen Gründen vorgeschädigt/veranlagt sein für Nervenleiden, würde ich das mal abklären lassen (beim Neurologen) - die Untersuchungen sind aber nicht sehr angenehm.

Grüße
HylTox
(kein Arzt - nur durch Leiden klug)

Danke euch beiden
Danke euch beiden fuer eure Antworten! Habt mich beruhig (bis auf das Nervenleiden…;o)!

Wuensche euch einen schoenen Tag! :o)
Bethje

Hallo Bethje,

Danke euch beiden fuer eure Antworten! Habt mich beruhig (bis
auf das Nervenleiden…;o)!

So direkt beunruhigen wollte ich Dich nicht. Wie bereits gesagt, ist bei Deiner Trinkmenge eine äthyltoxische Polyneuropathie (so heißt das) eher unwahrscheinlich. Die Krankheit kann übrigens auch durch eine Diabetes verursacht werden. Vielleicht hast Du dahingehend auch noch einen Risikofaktor.
Behalte es einfach im Auge. Und: Gegenmittel gibt es keine außer Abstinenz.

sonnige Grüße
HylTox