Sehr starke Beruhigungsmittel

Hallo,

ne Freundin von mir hat sehr große Probleme in ihrem Leben( nur so viel: zwei Todesfälle in
ihrer Familie). Ihr geht es nicht gut und sie hat sich eine Auszeit vom Berufsleben genommen,
um damit klar zu kommen. Außerdem geht sie zu einem Psychologen.
Hinzu möchte sie (ich weiss, es ist sinnloser Eskapismus) chemische Mittel zur Beruhigung
nehmen. Und zwar wirklich sehr starke. Also nicht mißverstehen, sie will sich nicht umbringen!!!
Sondern nur stark sedieren, wenn der Schmerz zu groß wird.

Könnt ihr mir welche nennen. Sowohl verschreibungspflichtige als auch solche, die man einfach
so in der Apotheke bekommen kann.

Vielen Dank.

Gruß,
Josh

Hallo!

Hinzu möchte sie (ich weiss, es ist sinnloser Eskapismus)
chemische Mittel zur Beruhigung
nehmen. Und zwar wirklich sehr starke. Also nicht
mißverstehen, sie will sich nicht umbringen!!!

Bist Du Dir da so sicher?

Sondern nur stark sedieren, wenn der Schmerz zu groß wird.

Das möcht jede® in dieser Situation, die Frage ist: Wo führt es hin?
Sie hat gute Aussichten in einer Sucht zu landen und ebenso gute zu sterben!
Verschreibungspflichtige Medikamente bekommt sie nur beim Arzt, und in diesem Fall ist das auch gut so. Sie sollte ein ausführliches Gespräch mit ihrem Psychologen führen, eventuell kann er beurteilen, ob es für sie gut wäre, einen Arzt hinzuzuziehen und sich zusätzlich medikamentös behandeln zu lassen.
Eine Selbstmedikation ist in diesem Fall höchst gefährlich!

Könnt ihr mir welche nennen. Sowohl verschreibungspflichtige
als auch solche, die man einfach
so in der Apotheke bekommen kann.

Das halte ich an dieser Stelle für unverantwortlich.

Grüße
HylTox

Hallo Joshua,

ich kann Deine Freundin zwar verstehen, aber es ist zu gefährlich.
Wenn sie schon in psychol. 'Behandlung ist, wird man ihr dort ggf.
auch etwas verschreiben.
Alles andere halte ich für ein Spiel mit dem Feuer.
Sie muß da durch, und ihr wird geholfen.

mißverstehen, sie will sich nicht umbringen!!!
Sondern nur stark sedieren, wenn der Schmerz zu groß wird.

Erstens kannst Du das nie genau wissen und zweitens schiebt sie die
Verarbeitung ihres Schmerzes durch die Sedierung doch nur auf. Es dauert dann viel länger, und vielleicht rutscht sie dadurch noch
in eine Medikamentenabhängigkeit, was alles noch viel schlimmer macht.

LG
d.

Hi,

es ist gut, daß sie:

um damit klar zu kommen. Außerdem geht sie zu einem
Psychologen.

Hinzu möchte sie (ich weiss, es ist sinnloser Eskapismus)
chemische Mittel zur Beruhigung
nehmen.

Wenn sie das genauso formuliert, dann sollten die Alarmglocken bimmeln. Fordere sie auf, diesen Wunsch mit ihrem Therapeuten zu besprechen.

Und zwar wirklich sehr starke. Also nicht

mißverstehen, sie will sich nicht umbringen!!!
Sondern nur stark sedieren, wenn der Schmerz zu groß wird.

Naja, man man sich ganz stark sediert, dann ist man tot!!!

Könnt ihr mir welche nennen. Sowohl verschreibungspflichtige
als auch solche, die man einfach
so in der Apotheke bekommen kann.

Gottseidank ist da unser Arzneimittelgesetz vor. Verschreibungspflichtige gibt es einige hundert, beim Namen, vom wirkstoff her sinds nur wenige.

sie soll man erst mit Baldrian experimentieren, oder mit einem Arzt oder ihrem Therapeuten sprechen.

Gruß,
Josh

Bist du dir sicher, daß du diese Frage für „sie“ stellst?

Vorsicht
Hallo Josh .
Ich vermute , Du möchtest einfach Erkundigungen anstellen , " Ne Freundin… "
Es gibt Beruhigungsmittel , Schlafmittel , Stimmungsaufheller , wahrscheinlich noch viele diverse andere .
Bei Beruhigungsmitteln ist es wirklich so , das sie eine Art kleiner Tod sind , wie es auch schon andere hier geschrieben haben .
Wenn geliebte Personen gestorben sind , vermute ich ebenfalls einen Todeswunsch .
Dazu kommt noch , das Sie Ihre sicherlich etwas weinerliche Hilflosigkeit als stark unwürdig , als verachtungswürdig empfindet .
Der Begriff Schmerz kann sich also auch darauf beziehen .
Die Tatsache , das sie eine chemische Methode anwenden möchte , könnte man als einen Hinweis auf körperliche Auswirkungen betrachten .
Aber das alles spielt überhaupt keine Rolle , denn nur ein ausgebildeter Mediziner kann herausfinden , was sie wirklich braucht .
Ansonsten wünsche ich gute Besserung .
Wegen einem ungefährlichen Stimmungsaufheller auf pflanzlicher Basis empfielt es sich , einmal in der Apotheke nachzufragen , dann scheint die Sonne gleich viel netter .
Solche Mittel werden meines Wissens bei Beerdigungen viel verwendet .
MfG

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Hallo Joshua…

ich schließe mich meinen Vorrednern absolut an. Ich halte es auch für äusserst gefährlich, mit Beruhigungsmitteln zu „helfen“.
Schmerz gehört zum Leben und ist genauso wichtig wie Freude und Glück.
Man kann ihn nicht für ne Zeit wegdrücken und dann verschwindet er von alleine. Es ist wichtig, ihn zu empfinden, ihn zu leben.
Wenn Du ihr wirklich helfen willst, dann steh ihr zur Seite, tröste sie, rede mit ihr und sei für sie da.
Mit einem Freund und einem Therapeuten an ihrer Seite wird sie auch ohne Beruhigungsmittel einen Weg finden, mit ihrem Schmerz umzugehen.
Und sollte es wirklich unumgänglich sein, wird sie entsprechendes verschrieben bekommen.
Alles Liebe
Tanja

Hallo,

ich kenne das so von einer Freundin, dass wenn es sinn macht irgendwelche Chemie zu verschreiben, dies der Psychologe auch macht!
Sie sollte Ihn zur Not mal drauf ansprechen.

Also sich mit Schmerzmitteln in „Eigentherapie“ zu zu drönen ist nicht ratsam und daher kann ich auch keine Empfehlung geben was wirkt…

Gruß Ivo

Hi Josh,
mit Beruhigungsmitteln ein solches Problem anzugehen ist, wenn überhaupt, nur kurzfristig sinnvoll. (z.B.eine Beerdigung zu überstehen)
In jedem Fall sollte eine Therapie mit Beruhigungsmitteln von einem Mediziner verantwortungsvoll überwacht werden. Selbst mit solchen Mitteln zu experimentieren halte ich für äußerst gefährlich.
Es führt zu einem Wechselbad von Sedierung und (keinesfalls gelindertem) Schmerz.
Ich könnte dir jetzt alle die gutgemeinten Ratschläge herunterbeten, (Trauerarbeit muß sein…,alles heilt die Zeit…usw,usw…) weiß aber aus eigener Erfahrung daß dir das wahrscheinlich z.Z. überhaupt nicht hilft.
Aber du wirst, wenn du dich stellst (mit Hilfe deines Psychologen) daran wachsen. Manchmal erst nach Jahren.
Ich wünsch`dir alles Gute
Mister Jones

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Hallo Josh,

ich möchte Dir gerne einmal etwas erzählen…

Vor einigen Jahren starb mein Vater leider viel zu früh mit 49 an einer selten Form von Krebs.
Auch ich fiel in ein dunkles schwarzes Loch und waberte nurmehr von Herzschmerz gepeinigt durch die Welt. Ich dachte ich könne nie wieder arbeiten gehen. Die erste Zeit bekam ich von meinem Hausarzt sedierende Medikamente, danach Stimmungsaufheller, denn ich wollte den Schmerz auf keinen Fall zu lassen, nicht daran denken, daß unser über alles geliebter Daddy nicht mehr bei uns war. Ich wollte den Verlust nicht wahrhaben.
Nach einer knappen Woche ging ich auch schon wieder arbeiten, trotz Medikamente, die ich (nur)ca. 4 Wochen lang einnahm.
Irgendwann begann mein Dad mir im Traum zu erscheinen, und zwar fast ausnahmslos als lebender Toter, der (so fühlte ich mich im Traum) mich aggressiv bedrohte. Einer der Träume war ein verschachtelter Traum, so einer in dem man träumt, daß man träumt…meine beste Freundin war in diesem Traum auch dabei…mein Vater lief uns hinterher und tote Katzen und Hunde fielen von einer Brücke, die Umgebung könnte Dali’s Feder entsprungen gewesen sein…wir traten in tote Tierkörper…
Ein anderer war, daß er plötzlich wieder bei uns war, aber Medikamente brauchte, damit die Totenstarre nicht einsetzt…der nächste, daß ich mit einem Zug mit ihm irgendwohin fahren sollte, mich aber kurz vorm Einsteigen in den Zug anders entschied und plötzlich in einem Treppenhaus stand, das komplett mit Reisig zugestopft war.
Mal war er auch ein Obdachloser, der unseren Hof fegen sollte…
Dann wieder „bekam“ ich im Traum symbolische Botschaften von ihm übermittelt.
Diese Träume kamen im Wechsel fast jede Nacht.

Auch ich versuchte mich an einen Therapeuten zu wenden, mit dem Erfolg, daß außer Geheule gar nichts bei mir ging. Ich war am Boden zerstört, konnte aber gleichzeitig nichts und niemanden an mich heranlassen.

Eines Tages, meine Freundin war schwanger und ich wollte ihr ein Buch schenken, waren wir im Bücherladen. Während meine Freundin bei den Erziehungsbüchern stöberte, zog ein Buch aus einem riesigen Regal meine Aufmerksamkeit auf sich.
Es hieß „Vom Umgang mit Toten“ in dem eine Frau unter anderem ihr eigenes Erlebnis mit ihrem verstorbenen Großvater beschrieb und noch vieles mehr. Ich las und las, und vergaß total die Zeit…
Als wir später nachhause fuhren, ließ ich das Gelesene Revue passieren, doch ein wirklicher Aha Effekt wollte sich noch nicht einstellen.
Der kam dann in der darauffolgenden Nacht. Mein Daddy erschien mir, aber anders als bisher, nicht mit diesem angsteinflößenden Charme eines Zombies, sondern liebevoll wir er immer war. Auch ich hatte ein wohliges heimeliges Gefühl, er stand da, nahm mich in seinen Arm und sagte mir, daß er mich lieb hat. Ich erwiederte seine Umarmung und sagte ihm, daß auch ihn ihn sehr lieb hätte.
Niemehr erschien er mir seitdem als Zombie oder als negativ gewertete, oder angsteinflößende Gestalt.

Ich hatte endlich gewagt zu Trauern,und mit der Trauer zu arbeiten, anstelle mich gegen sie zur Wehr zu setzen.
Auch das Loslassen können, muß erlernt werden und ist eng mit der Trauerarbeit verbunden. Aber loslassen zu können ist enorm wichtig, damit man die Trauerarbeit abschliessen kann.Es muß sicher jeder seinen eigenen Weg dahin finden…

Unter Medikamenteneinfluss kannst Du aber keine Trauerarbeit leisten, Du kannst sie nicht abschliessen und somit kannst Du auch nicht loslassen. Du verlagerst das Ganze nur, bis die Trauer irgendwann unkotrollierbare Wege findet und unter Umständen wirklichen Schaden anrichten kann.

Liebe Grüße und alles Gute
Maja

Hallo,

zuerst einmal vielen, vielen Dank für eure Hilfe und Ratschläge.
Ich werde sie weitergeben. Es geht hier wirklich nicht um mich, sondern
tatsächlich um eine mir sehr nahestehende Freundin. Wenn es um mich gegangen
wäre, dann hätte ich das auch so geschrieben.

Nochmals vielen Dank. Es tut (auch mir als „nur“ Fragesteller) so gut von „wildfremden“
Menschen Hilfe und Mitgefühl zu bekommen.

Liebe Grüsse,
Josh

Hallo,

Empfehle eine sehr hohe Vitamin B6 Dosierung. Beginne mit 5mg / kg Körpergewicht und steigere dies langsam bis ca 10 mg oder bis eine höhere Dosierung nichts mehr nützt.
Dazu unbedingt Magnesium einnehmen, mindestens die halbe Dosies von Vitamin B6 jedoch nicht unter 500mg.

Hallo,

Empfehle eine sehr hohe Vitamin B6 Dosierung.

Kannst Du mir bitte aber erklären wieso Vit. B6?
Was bewirkt dies in Bezug auf „Beruhigung“.
Vielen Dank schon mal.

Herzl. Grüße
d.

Warum bitte so negativ?
ich habe mir in (einer absolut vergleichbaren Situation) von meinem Hausarzt Valium verschreiben lassen; ein Medikament, welches ich über einen Zeitraum vom knapp sechs Monaten regelmäßig genommen habe und welches mir ganz hervorragend geholfen hat.

Ich wüsste nicht, wie ich die Situation anders hätte überstehen sollen.

Nachdem ich den Schmerz verarbeitet hatte, habe ich das Medikament sukzessiv abgesetzt und lebe seit einigen Monaten ganz ohne. Warum ein Mittel ablehen, welches GENAU für solche Lebenssituationen entwickelt wurde? Verstehe ich nicht!

Ich würde jederzeit wieder so handeln.

Georg

ich habe mir in (einer absolut vergleichbaren Situation) von
meinem Hausarzt Valium verschreiben lassen; ein Medikament,
welches ich über einen Zeitraum vom knapp sechs Monaten
regelmäßig genommen habe und welches mir ganz hervorragend
geholfen hat.

Ja unter ärztl. Kontrolle ist dagegen nicht allzuviel einzuwenden,
wenn es zeitl. begrenzt ist, aber im o.g. Fall las es sich für mich
nicht so, denn sonst hätte man ja auch den Arzt fragen können und nicht hier…?
Trotzdem bin ich nach wie vor dagegen, man sollte diese Mittel wirklich nur dann nehmen, wenn es gar nicht anders geht.
Und dies dann wirkl. nur unter strenger Selbst- und Arztkontrolle.

Schön, daß es bei Dir so gut geklappt hat.
LG
d.

Hallo Georg,
ich muß mich Delirah anschließen. Unter ärztlicher Kontrolle, ok. Oft wird aber nach einiger Zeit die ärztliche Kontrolle weggelassen und einige Ärzte sind dann nur noch die „Verschreiber“ des Medikamentes. Diese Medikamente sind Drogen, das muß man einfach mal so sehen. Und die Nebenwirkungen (vor allem von Antidepressiva) sind nicht gerade klein.
Gruß Mister Jones

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Warum ein Mittel ablehen, welches GENAU für solche
Lebenssituationen entwickelt wurde? Verstehe ich nicht!

Ich würde jederzeit wieder so handeln.

Georg

Hallo
Aber Du hast Dir das Mittel nicht selbst ausgesucht .
Wenn jemand krank ist , und sich selber als Nichtmediziner dagegen Tabletten aussucht , kennt er erstmal nicht das ganze Sortiment , und wahrscheinlich ist er auch durch seinen Zustand geblendet .
Ich persönlich habe das letzte Mal Beruhigungsmittel vor einer eigentlich kleinen Operation bekommen . Ich weiß nicht , ob Sie sich das vorstellen können , aber ich hasse dieses Mittel über alle Maßen . Und auch noch Heute nach mehreren Jahren , habe ich oftmals das Gefühl , als ob ein Schleier aus häßlicher Trunkenheit sich über meine Gedanken legt , so als ob die Gedanken aus Kleister bestehen .
Wenn Sie nun sagen , Sie hätten gute Erfahrungen mit Valium gemacht ,
erstmal , die Nebenwirkungen müssen nicht so gravierend sein ,ich denke zum Beispiel an Baldrian . Ich vermute jetzt stark verschiedenartige Nebenwirkungen der Mittel , insbesondere auch bei Bromhaltigen Mitteln . Auch zum Prinzip von Beruhigungsmitteln muß man nichts schlechtes finden , aber es sind die Nebenwirkungen , und ich vermute auch , das verschiedene Menschen verschieden reagieren .

MfG