Lymphknotenentfernung und Sauna

Hallo Experten,
nach der Entfernung eines Krebsknotens in der Brust (Diagnose:smiley:uctal invasives Mamakarzinom recht;Therapie:Ablatio mamae rechts, hautsparend) wurden 19 tumorfreie Lymphknoten der Level I und II, sowie 4 tumorfreie Lymphknoten des Level III entfernt. In Bezug auf die Entfernung habe ich der Lymphknoten habe ich keine Probleme im Alltag. Frage: kann man auch in der anschließenden Chemotherapie in die Sauna gehen?
Gruß Uwe

Hallo, Uwe!

Nach Lymphknotenentfernung ist, zur Vermeidung eines Lymphödems (Dein lymphatischer Abfluß ist schwer eingeschränkt!), von jeglichem thermischen Einfluß auf die betroffene Seite abzusehen. Wenn Du also nicht mit dick geschwollenem Arm durchs Leben ziehen willst, würde ich Dir dringend von Verletzungen (Haustiere, Rosen im Garten), Überbelastung (Einkaufstaschen) und Thermik (Sauna, Eis) abraten.
Viele Grüße, Peter

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Hallo, Uwe!

Nach Lymphknotenentfernung ist, zur
Vermeidung eines Lymphödems (Dein
lymphatischer Abfluß ist schwer
eingeschränkt!), von jeglichem
thermischen Einfluß auf die betroffene
Seite abzusehen.

Wie lange ist die OP her? Merkst du leichtes Spannungsgefühl auf der Haut?
Ist der Arm abends dicker als morgens, bzw im Seitenvergleich? Wird „Manuelle Lymphdrainage“ als Folgetherapie durchbeführt?

Wenn Du also nicht mit
dick geschwollenem Arm durchs Leben
ziehen willst, würde ich Dir dringend von
Verletzungen (Haustiere, Rosen im
Garten), Überbelastung (Einkaufstaschen)
und Thermik (Sauna, Eis) abraten.
Viele Grüße, Peter

Vermeide zusätzlich (bei Frauen) Einschnürungen im Schulterbereich durch Handtaschen und dünne BH-Träger.

Hallo Uwe

ich bin nicht medizinischer Experte, sondern Selbstbetroffener: Vor 8 Jahren wurden mir nach einer radikalen Entfernung eines Liposarkoms aus dem Oberschenkel die Lymphknoten in der Leiste entfernt. Mit der Folge eines ständigen starken Lymphödems, das tagsüber mit einem Stützstrumpf Klasse 3 in gewissen Schranken gehalten wird.

Während 2 Jahren bin ich regelmässig zur Lymphdrainage gegangen - dann hat sich die Krankenkasse (in der Schweiz) geweigert, diese Behandlung weiter zu übernehmen.

Ich nahm diesen Umstand als Chance, mich von meinem Krebs zu verabschieden. Die ständige Behandlung des Lymphödems und das fortwährende Beachten von Vorschriften wie keine warmen Bäder mehr (nur noch Duschen mit abschliessender Kaltwasserbrause zur Gefässkontraktion), keine Sauna etc. erinnerten mich ständig an meine (überstandene?) Krankheit mit vielen Ungewissheiten und Aengsten.

Ich lebe nun mit einer Ausnahme ganz normal (aber nicht übertrieben): Morgens ziehe ich im Badezimmer (wo ich mich am Vorabend ausgezogen habe) meinen Stützstrumpf an - That’s it! Und daran habe ich mich gewöhnt, so fühle ich mich nicht mehr krank.

Ob es geschickt ist, während der Chemotherapie in die Sauna zu gehen, weiss ich nicht - vielleicht wäre es sinnvoll während dieser Zeit zu verzichten. Vielleicht (oder eher: bestimmt) brauchst Du auch eine gewisse Zeit, um mit Deiner (hoffentlich überstandenen) Krankheit fertig zu werden.

Mir ist in meiner Situation bewusst geworden, dass Leben (wie ich es verstehe) immer auch lebensgefährlich ist - nur dahinvegetieren möchte ich nicht. Mit anderen Worten: Wenn ich mein Leben durch jedes warme Bad und jeden Saunabesuch um 2 Tage oder Wochen verkürze, dann ist das mir egal! Leben ist eher Qualität als Quantität.

Ich wünsch alles Gute!

Urs Peter Hinnen

Hallo Experten,
nach der Entfernung eines Krebsknotens in
der Brust kann man auch
in der anschließenden Chemotherapie in
die Sauna gehen?
Gruß Uwe

Nichts spricht gegen Sauna. Das einzige Problem könnte in der Kreislaufbelastung stecken. Also langsam steigern! Aber das merkt jeder selbst. Dann werden die einzelnen Gänge eben verkürzt.
Rüdiger Dierkesmann