Hautkrebs

Guten Tag!

Mich interessiert wie ernst man die Behauptung nehmen kann, der zur Folge es Hunde gibt, die Hautkrebs „erschnüffeln“ können?

Ich halte das für halbwegs abenteuerlich, habe aber eben einen Bericht darüber gelesen, in dem von einem Hund in Florida die Rede ist, der früher Bomben erschnüffelt hat und der von seinem Herrchen und einem Arzt auf Hautkrebs abgerichtet wurde.

Was meint Ihr dazu? Bitte nur enrstgemeinte Kommentare.

MfG

Der Michael

Hallo Michael,

ich halte dies zumindest nicht für grundsätzlich abwegig. Wenn man sich ansieht, welche Dinge die Nasen von Hunden auch sonst noch so alles zu Wege bringen, dann könnte ich mir bei Beschreibung eines spezifischen Duftstoffs, dessen Produktion oder Vorhandensein mit der Erkrankung einhergeht, durchaus vorstellen, dass ein Hund diesen auch in entsprechend geringen Dosen noch finden wird, die für menschliche Nasen einfach unvorstellbar sind.

Ein Beispiel der letzten Tage hier aus Hannover ist z.B. die Ausbildung der ersten Geldschnüffler beim Zoll, die die Ausfuhr großer Bargeldbestände erschnüffeln können. D.h. Geldscheine dünsten auch nach längerem Gebrauch immer noch so stark aus, dass ein hierauf trainierter Hund bei einer ganz normalen Kontrolle von Kfz oder verschlossenem Gepäck anschlägt. Schon länger bekannt ist die Möglichkeit mit Hunden verborgenem Schimmel in Wohnungen nachzuspüren. Und wenn ich mir ansehe, dass selbst in gefüllten Ölfässern hermetisch in Plastikfolie eingeschweißtes Rauschgift gefunden wird, oder Wassersuchhunde von der Wasseroberfläche aus in großer Tiefe liegende Menschen orten können, dann würde ich zu dem Thema erst einmal alles für glaubwürdig halten, solange man den Duftstoff angeben kann, auf den das Tier reagiert.

Gruß vom Wiz

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Hallo Michael,

ja, warum eigentlich nicht?

Tiere haben nun einmal feinere Antennen als wir Menschen und maligne Neubildungen beeinflussen nun einmal den Stoffwechsel… Ergo: auch wenn wir selbst es nicht erschnuppern können - der Geruch dürfte sich - objektiv betrachtet - verändern. Hunde (natürlich auch andere Tiere) können schließlich auch Angst und Sonstiges (Stichwort: ASW) erschnuppern oder erspüren, warum also nicht auch einen Tumor?

Ich halte es keinesfalls für abwegig.

Beste Grüße

Tessa

Tja
Das Hunde so einiges mit ihrem Geruchssinn hinbekommen is ja schon klar, sehe ich auch so.
Aber Krebs. Mich ärgert es halt, dass es gang und gebe geworden ist ein Muttermal rauszuschneiden und HINTERHER festgestellt werden muss, ob es überhaupt notwendig war. Ich weiss nicht ob es dafür sichere sinnvollere Methoden gibt, da käme dann so ein Hund gerade recht.

MfG

Der Michael

Sorry, aber DAS ist Blödsinn!
Viele Hautärzte - so auch meiner - verfügen inzwischen über eine Kamera und ein PC-Programm, mit dem man feststellen kann, ob das begutachtete Hautstückchen entfernt werden sollte bzw. ob es mit der Zeit entarten könnte…

Was ärgert Dich denn so entsetzlich???

Mir hat der Doc damals die Graphiken gezeigt und mir erklärt, welche der Muttermale er angesichts der Diagnose entfernen würde und warum. Dennoch war es MEINE Entscheidung, ob ich die Leberflecke entfernen lasse oder nicht.

Ich habe einige Leberflecke, die sich seit zig Jahren nicht verändert haben. Und natürlich habe ich sie im Auge, aber ich sehe keinen Grund, den Tieren eine ‚Erkennungsmöglichkeit‘ abzusprechen. Ich kenne es von meinen Pferden…

Beste Grüße

Tessa

Hallo !

Wenn alle Krebsarten gleich riechen, wäre das für den Hund kein Problem.

Nur - wie richtet man den Hund dafür ab? Bei Schnüffeleien irgenwelcher Sachen, sei es Geld, Rauschgift usw, wird dem Hund eine Kartusche mit diesen Dingen gezeigt, er schnüffelt, es wird versteckt und er sucht und bekommt die Belohnung.
Der Hund braucht eine jahrelange Ausbildung für die Suche nur einer einzigen Sache.

Die Dressur zur Erriechung einer Krebszelle ist dann doch recht makaber, da die Hundeerzieher immer frische Krebszellen zur Hand haben müßen. Und diese müßen 100%ig gleich riechen. Und das, denke ich, tun sie nicht.
Dieser Hund, von dem die Rede ist, ist ganz sicher nicht auf das Aufspüren von Krebs abgerichtet worden. Man hat ganz sicher wieder etwas sehen wollen. Es scheint mir das gleiche Thema zu sein, wie die vielen zählenden Affen, die es in den USA gibt. Man dressiert so lange, bis der Dresseur selbst glaubt, das da etwas abläuft, was übernatürlich ist. Ebensowenig kann ein Hund durch fließendes Wasser eine Leiche erschnüffeln!!

Ein Hund kann vieles, man sollte aber auf dem Teppich bleiben. Er kann nur eine Sache erriechen, wenn sie vollkommen identisch ist mit dem Teil, auf das er abgerichtet ist.

Gruß Max

Hallo!
Da muss ich gegen halten, denn ich habe hier in SE persönlich einen Arzt kennengelernt, der mit einem Hund Brustkrebspat. erschnüffeln konnte. War leider kein längerer Kontakt, nur so im Vorbeiflug auf einer Fortbildung, kann deshalb nicht sagen, ob sich das irgendwie weiterentwickelt hat oder nicht. Aber möglich ist es definitiv.
Gruss Kerstin.

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Hallo,
das scheint z.Z. noch in der Entwicklungsphase zu sein:

http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/…

http://www.rp-online.de/news/wissenschaft/medizin/20…
(Der letzte Abschnitt ist der Knüller :wink:)

Gruss
Enno

am Rand des Topics - Schnüffel-Hunde
Hai, Max,

Die Dressur zur Erriechung einer Krebszelle ist dann doch
recht makaber, da die Hundeerzieher immer frische Krebszellen
zur Hand haben müßen. Und diese müßen 100%ig gleich riechen.
Und das, denke ich, tun sie nicht.

Ein Hund kann vieles, man sollte aber auf dem Teppich bleiben.
Er kann nur eine Sache erriechen, wenn sie vollkommen
identisch ist mit dem Teil, auf das er abgerichtet ist.

Nanana, hier muß ich aber doch Einspruch erheben: Hunde sind durchaus in der Lage, Gerüche sozusagen nach Ähnlichkeit zu gruppieren - wäre Deine Behauptung, von wegen 100%ig identisch, richtig, könnten z.B. Lawinen-Hunde nur einen einzigen Menschen erschnüffeln - nämlich den, auf den sie abgerichtet wurden - sie finden aber auch Menschen, denen sie nie zuvor begegnet sind - obwohl Du Mühe haben dürftest, auch nur zwei Menschen auf der Welt zu finden, die wirklich 100% identisch riechen.
Wenn also Krebszellen einen (vom menschlichen „Standard“-Geruch abweichenden) Geruch erzeugen, könnte es durchaus sein, daß man Fiffis auf diese Abweichung trainieren kann.

Ebensowenig kann ein Hund durch fließendes Wasser eine Leiche
erschnüffeln!!

Stimmt, bei fließendem Wasser haben Hunde keine echte Chance, den tatsächlichen „Lager-Ort“ (merkwürdiger Begriff, in dem Zusammenhang) einer Leiche zu finden - bei stehenden Gewässern klappt das aber.

Wir hatten mal 'nen Hund, dem wir (eigentlich unbeabsichtigt) das Tauchen beibrachten - an späteren Badetagen an Seen ist er gelegentlich mal scheinbar unmotiviert abgetaucht und kam dann immer mit irgendwas stinkendem, totem wieder hoch, egal, ob Fisch oder Ratte, hauptsache schön verwest (Hunde haben echt eklige Vorlieben) - also spricht meine persönliche Erfahrung dafür, daß Hunde auch was unter Wasser befindliches erschnüffeln können.

Gruß
Sibylle

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