am Rand des Topics - Schnüffel-Hunde
Hai, Max,
Die Dressur zur Erriechung einer Krebszelle ist dann doch
recht makaber, da die Hundeerzieher immer frische Krebszellen
zur Hand haben müßen. Und diese müßen 100%ig gleich riechen.
Und das, denke ich, tun sie nicht.
Ein Hund kann vieles, man sollte aber auf dem Teppich bleiben.
Er kann nur eine Sache erriechen, wenn sie vollkommen
identisch ist mit dem Teil, auf das er abgerichtet ist.
Nanana, hier muß ich aber doch Einspruch erheben: Hunde sind durchaus in der Lage, Gerüche sozusagen nach Ähnlichkeit zu gruppieren - wäre Deine Behauptung, von wegen 100%ig identisch, richtig, könnten z.B. Lawinen-Hunde nur einen einzigen Menschen erschnüffeln - nämlich den, auf den sie abgerichtet wurden - sie finden aber auch Menschen, denen sie nie zuvor begegnet sind - obwohl Du Mühe haben dürftest, auch nur zwei Menschen auf der Welt zu finden, die wirklich 100% identisch riechen.
Wenn also Krebszellen einen (vom menschlichen „Standard“-Geruch abweichenden) Geruch erzeugen, könnte es durchaus sein, daß man Fiffis auf diese Abweichung trainieren kann.
Ebensowenig kann ein Hund durch fließendes Wasser eine Leiche
erschnüffeln!!
Stimmt, bei fließendem Wasser haben Hunde keine echte Chance, den tatsächlichen „Lager-Ort“ (merkwürdiger Begriff, in dem Zusammenhang) einer Leiche zu finden - bei stehenden Gewässern klappt das aber.
Wir hatten mal 'nen Hund, dem wir (eigentlich unbeabsichtigt) das Tauchen beibrachten - an späteren Badetagen an Seen ist er gelegentlich mal scheinbar unmotiviert abgetaucht und kam dann immer mit irgendwas stinkendem, totem wieder hoch, egal, ob Fisch oder Ratte, hauptsache schön verwest (Hunde haben echt eklige Vorlieben) - also spricht meine persönliche Erfahrung dafür, daß Hunde auch was unter Wasser befindliches erschnüffeln können.
Gruß
Sibylle