Kennt sich wer mit Candida aus? Meine Freundin is schwanger und kriegts nich los, es wird immer schlimmer. Ihre Doktorin will ihr die ganze Zeit Clotrimazol andrehen, aber das kanns ja in der Schwangerschaft nicht sein, oder?! Bei Joghurt ist die Compliance nicht so gut (->zwecklos).
Gibts da so Naturheilereien?
Hallo Chris,
vielleicht kann ich Dir ein wenig mit diesem Beitrag helfen.
Herzliche Grüße
Agnes
Candida
Krankheitsbild:
Candida ist der Fachbegriff für eine Pilzerkrankung mit intensivem Jucken im Scheidenbereich.
Sproßpilze, auch Hefepilze genannt, entfalten sich gern in feuchtwarmem Milieu und befallen sowohl größere Hautfalten (z. B. die Falte unter den weiblichen Brüsten sowie die Leistenbeugen) als auch Schleimhäute, etwa in der Mundhöhle und in der Vagina.
Handelt es um Hefepilze, wie Candida albicans, können die Krankheitserreger sich auf den Arterien festsetzen und sogar bis ins Hirngewebe gelangen.
Hefepilze erfordern eine radikale Ernährungsumstellung. Milch, Sauerkrautsaft, geräucherte oder getrocknete Nahrungsmittel, gluten- und zuckerhaltige Lebensmittel (Getreide und Obst) grundsätzlich meiden.
mögliche Therapieformen:
Knoblauch kann Pilzerkrankungen vorbeugen, indem er die Abwehrreaktion der Haut stärkt. Außerdem ist er bekannt für seine besonderen antibakteriellen und antiseptischen Wirkeigenschaften (gewährleistet vor allem durch die Inhaltsstoffe Acillin und Kalium sowie durch Aktiv-Biostoffe der Flavonoiden- und Phenolgruppen).
Bei einem größerem Pilzbefall auf Brust, Bauch oder Rücken ist es ratsam, einen Dermatologen aufzusuchen, der die Pilzart identifizieren und eine entsprechende Therapie einleiten wird. Der flankierende Einsatz von Knoblauch kann mit ihm abgesprochen werden.
Apfelessig sorgt für eine rasche Linderung des Juckreizes und desinfiziert den Entzündungsherd. Durch die Zinkzufuhr wirkt er außerdem entzündungshemmend und beeinflußt positiv den Heilprozeß. Bei diesen Beschwerden sollte man die Unterwäsche täglich wechseln und sie vor dem Waschen in Apfelessigwasser einweichen.
2Teelöffel Apfelessig in einem Glas Wasser
lauwarme Sitzbäder mit Apfelessig und Salbei- bzw. Zinnkrautaufguß;
Ringelblumenblätter eine Woche lang in Essig ziehen lassen und die betroffenen Stellen mit dieser Lösung bestreichen.
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Also, mir hat ein Medikament (Zäpfchen und Salbe) namens „Canesten“ sehr gut geholfen, war sofort weg - durfte ich auch in der Schwangerschaft nehmen. Zur Aufrechterhaltung der gesunden Scheidenflora gibt es „Döderlein“, das sind körpereigene Bakterien, hat mir auch gut geholfen (auch wenn ich nach der Behandlung mit Canesten wieder befürchtete, einen Pilz eingefangen zu haben - gleich im Anfangsstadium damit bekämpfen!) Deine Freundin sollte ihren Arzt danach fragen.
Aber das Medikament, welches der Arzt Deiner Freundin verschrieben hat, würde ich zum „Ausrotten“ des Pilzes schon nehmen, denn sonst kann sich das Baby bei der Geburt im Geburtskanal (Scheide) mit dem Pilz anstecken - hat man mir zumindest erklärt.
Alles Gute und eine rasche Besserung Majo
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Zuckerkonsum drastisch einschränken!
Candida verhungert.Problem beseitigt.
MFG
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Falls Deine Freundin ein Eisenpräparat (wegen schwanger) schluckt, könnte dies die Infektion am Leben erhalten, da die Erreger gern Eisen naschen… aprospos, das mit dem Zucker echt sein lassen…
Gruß Eddie
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Aber bitte kein Canesten
Also, mir hat ein Medikament (Zäpfchen
und Salbe) namens „Canesten“ sehr gut
geholfen, war sofort weg - durfte ich
auch in der Schwangerschaft nehmen.
Hoppla hoppla, Canesten ist wohl nicht der Weisheit letzter Schluß bei einer Schwangeren. Canesten enthält als Wirkstoff Clotrimazol; Für diesen Wirkstoff gilt eine sehr strenge Indikationsstellung im ersten Trimenon, da für diese Substanz ein deutlich Verdacht auf ein erhöhtes Spontanabort-Risiko für diese Zeit besteht. Für das zweite und dritte Trimenon liegen m.W. keine gesicherten Erkenntnisse vor.
Alternativen wären z.B. Medikamente mit Nystatin (z.B. Nystatin Lederle) oder Dequaliniumverbindungen (z.B. Fluomycin). Für beide Wirkstoffe gibt es laut Roter Liste keine Kontraindikationen für Schwangere. Voraussetzung ist natürlich, daß die Pilze auf diese Wirkstoffe reagieren.
Die logische Vorgehensweise wäre, aus einem Abstrich eine Keimbestimmung vorzunehmen und dabei bestimmen zu lassen, auf welche Mittel die gefundenen Erreger ansprechen und erst dann das Medikament unter Berücksichtigung möglicher Kontraindikationen für Schwangere auszuwählen.
Gruß abi
Clotrimazol und Nystatin sind in der Regel wirksam. Bei örtlicher Anwendung sind keinerlei Schäden für den Embryo nachgewiesen. Die Idee, man könne durch Entzug von Zucker oder bestimmte Diätformen das Wachstum von Candida (in Vagina, Darm usw.) irgendwie beeinflussen, ist erst vor wenigen Jahren durch die gesamte „Regenbogenpresse“ gegeistert und leider von vielen Ärzten aufgegriffen worden. Wissenschaftlich nicht haltbar, wie man heute sicher weiß.
Rüdiger Dierkesmann
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Das mit dem Knoblauch
Hallo!
Das mit dem Knoblauch habe ich auch schon gehört. Zugegeben, es hört sich befremdend an, aber es soll helfen, sich eine Knoblauchzehe (geschält) einzuführen und über Nacht „wirken“ zu lassen. Das steht in irgendeinem Hebammenbuch drin, ich weiß leider nicht, wie es heißt.
Man muß die Zehe irgendwie mit einem Bändchen fixieren, damit sie nicht verschwindet . . . 
Gute Besserung!
Iris