Re^6: LASIK - Misserfolgsrate
Martin,
Meine Freundin, die ihre Brille eigentlich leid ist, lehnt
Lasik mit der Begründung ab, dass man noch nicht wissen
kann, wie das Auge sich verhält wenn man 80 Jahre alt ist.
Das ist wohl war, wenn man dann noch fit genug ist... Mit zunehmendem Alter lässt nicht nur die Elastizität der Linse nach (Alterssichtigkeit = Lesebrille), es lagern sich auch zunehmend Kristalle darin ab, wodurch es zum häufigen Grauen Star kommt. Die Entfernung des Star und Einsetzen einer Kunstlinse anstatt der natürlichen ist weltweit bewährt, standardisiert und sehr sicher. Die OP kann auch ambulant vorgenommen werden und dauert kaum länger als 15 - 20 Min./Auge. Das bezahlt die Kasse und hat nur den Nachteil, dass die Anpassung von nah auf fernsehen nicht mehr funktioniert, d.h. Gleitsichtgläser oder Lesebrille je nachdem, was man dann noch scharf sehen möchte. Falls also als Greis noch einmal eine Sehverschlechterung eintreten sollte - ein Lasern ist dann nicht mehr möglich, aber das Einsetzen einer künstl. Linse kein Problem.
Mein Argument dagegen ist, dass aufgrund der Operationsmethode
(lediglich Hornhaut wird entfernt) schliessen kann,
dass auch im Alter alles OK sein wird.
Bei Kurzsichtigen ist das Auge zu lang geachsen, d.h. der Brennpunkt von Hornhaut und Linse liegt vor der Netzhaut. Die Brechkarft der Hornhaut bei ca. 0,7mm Dicke beträgt ca. 28 dpt. Man kann sich ausrechnen, wie wenig man per Laser nur "abschmirgeln" muss, um eine Korrektur = Brechkraftminderung zu erreichen. Die modernen Laser könne hauchdünne Schichten in Dicken von 2 Molekülen abtragen. Die neue Generation ist sehr weit entwickelt und sicher.
ABER: Nur niemeanden überreden! Eine Info-Veranstaltung ist aber gratis, da kann man den Arzt kennenlernen, Fragen stellen etc. Kann man ja mal hingehen...
Grüße
Pit