Hallo ihr Wissenden,
im Moment quält mich etwas, ich wäre froh, wenn es unter prämenstruellem Syndrom zu verbuchen wäre…Stimmungsschwankungen abstruser Art,zeitlich begrenzte Fresssucht, perverse Müdigkeit - Wachheit, warum das alles?
Ist das eine amerikanische Erfindung?Nie habe ich den Begriff PMS so oft gehört wie bei AmerikanerInnen!
Dass ich mich an Euch wende, gehört sicherlich dazu!
„Simone“
leicht offtopic
hallo!
je mehr „gesundheitssystem“ vorhanden ist-desto mehr krankheiten gibt es. da wird aus den von dir beschriebenen beschwerden gleich eine krankheit gemacht die mit einem schönen kürzel versorgt wird und schon kann man wieder ein paar milliarden verdienen.
den gleichen effekt gibt es auch hier in deutschland.
ein kollege aus holland hat mir folgendes berichtet: bei denen finden ca. 40% der geburten zuhause statt-mit einer wesentlich geringeren komplikationsrate als in anderen ländern.
warum? er vermutet dass die krankenhausumgebung eher dazu verleitet bei geringsten anzeichen gleich einzugreifen (egal ob nötig oder nicht).
auf deinen fall bezogen:
hat es eine veränderung gegeben die ursächlich sein könnte?
umzug, stress, todesfall, umstellung der ernährung, …???
oft kann man bei genauer beobachtung ein detail ausfindig machen auf das man ungewohnt reagiert.
tschüss
matthias
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Liebe Simone,
PMS ist m.E. keine amerikanische Erfindung. Ich kenne haufenweise Frauen, die sich allmonatlich damit rumschlagen. Mir hat dabei außerordentlich gut die Einnahme eines Cimicifuga Präparates geholfen (z.B Cimisan, rezeptfrei aus der Apotheke). Dies ist ein Trockenextrakt (Tablette) aus dem Cimicifugawurzelstock. Es wird auch bei Wechseljahresbeschwerden empfohlen. Ich habe drei Monate lang kurmäßig eine Tablette tägl. genommen und es ging mir bereits während der Einnahme langsam aber spürbar besser. Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung einer Creme aus natürlichem Progesteron. Hierbei wird davon ausgegangen, daß die Beschwerden durch eine Östrogendominaz entstehen. An dieser Dominaz kann eine Frau jederzeit leiden, auch wenn sie keine künstlichen Hormone einnimmt, weil uns mittlerweile Östrogen auch durch die Nahrung erreichen kann. Mit der Verwednung einer Creme aus natürlichem Progesteron wird das Gleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron weider hergestellt. Leider gibt es diese Creme in Deutschland nicht.
Auf jedenfall solltest Du Dich und Deine Beschwerden ernst nehmen. Es ist keinesfalls nur eine „Modeerscheinung“. Die Liste der Beschwerden, die unter PMS zusammengefaßt werden ist ziemlich lang. Unterschiedlichkeiten im Eßverhalten, Müdigkeit und depressiver Verstimmungen gehören in jedem Fall dazu. Vielleicht hast Du ja eine/n vertrauenswürdige/n Frauenärztin/arzt mit der oder dem Du auch mal darüber sprechen kannst.
Liebe Grüße
hi,
je mehr „gesundheitssystem“ vorhanden ist-desto mehr
krankheiten gibt es. da wird aus den von dir beschriebenen
beschwerden gleich eine krankheit gemacht die mit einem
schönen kürzel versorgt wird und schon kann man wieder ein
paar milliarden verdienen.
ich bin der meinung: wenn jemand unter einem zustand leidet, dann ist es eine krankheit, die behandelt gehört. schon möglich, daß es „normal“ ist, wenn man vor der regel depressiv ist, schmerzen bis in die beine hat und akneausbrüche bekommt, aber warum MUSS man sich das denn antun, wenn es ein gegenmittel gibt?! ich habe sogar regelmäßig fieber und bin wirklich für einen tag krank. ohne tabletten an den ersten beiden menstruationstagen könnte ich nichtmal schlafen.
es ware wünschenswert, wenn die gesellschaft pms als krankheit anerkennen würde und sich nicht abfällig darüber äußern würde (meistens von männern, die eh keine ahnung haben wie man sich dabei fühlt).
gruß datafox
hallo!
ich gebe dir vollkommen recht; wenn die beschwerden ein ausmass annehmen die die tägliche „funktionsfähigkeit“ beeinträchtigen dann kann man es als krankheit einstufen und es ist behandlungswürdig.
soviel zur theorie.
in der praxis (und das sehe ich täglich) kommen leute die wenn`s einmal im rücken zwickt schon an bandscheibenvorfall, operation und verrentung denken.
es gibt sehr sehr viele leute die a) „gerne“ (?) krank sind bzw. krank sein möchten (damit ihnen aufmerksamkeit gewidmet wird die sie im normalen alltag nicht kriegen) b) viele leute die mit einem „label“ (name/bezeichnung einer lrankheit) alles entschuldigen („ich kann dies und das nicht machen weil…“).
da das inzwischen so stark überhand genommen hat bin ich immer etwas skeptisch geworden wenn es um neue krankheiten geht.
es gibt aber gerade in dem bereich (PMS) viele ansätze (v.a. über ernährung) die vielversprechend erscheinen; wieso nicht erst das ausschöpfen bevor man zu medikamenten greift?! (das gilt auch für hunderte anderer beschwerdebilder)
tschüss
matthias
Hallo Matthias,
leichte Einschraenkung (ich trau mich was!).
Mir ging’s schlecht als ich so Mitte 30 war. Nicht wirklich koerperlich (dachte ich - ich fuehlte mich einfach nur blaaaaa). Mein Mann ging mir nur noch auf den Keks. Die Kinder waren Verpflichtung, aber nicht mehr Freude.
Weil meine Energie auch ziemlich unten war, bin ich zum Arzt. Ich hab Homeopathisches gekriegt. Ich hab Ernaehrungstipps gekriegt. Ich hab Vitamin B Spritzen gekriegt (die haben ein bissel mit der Energie geholfen, aber nicht damit, dass ich meinen Mann an die Wand haette schmettern koennen). Ich hab ein Fitnessprogramm angefangen (und gehasst).
Mir wurde zur Psychotherapie geraten (hab ich in Zimbabwe damals auf die Schnelle keinen gefunden) und zur Scheidung geraten.
Zum Glueck bin ich dann an eine Aerztin geraten, die mir eine Blutprobe genommen und meine Hormone getestet hat. Hoppla! Fruehzeitige Wechseljahre. Hormonbeschwerden. Hormon Replacement Therapie — und nach weniger als einer Woche, hab ich meinen Mann angeguckt und wieder gewusst, warum ich ihn vor all den Jahren damals geheiratet habe. Ich war wieder frisch verliebt. (koerperlich ging’s mir dann auch besser). Es hat dann noch eine Zeit gedauert, bis alles wieder im Lot war. Vor allen Dingen musste ich meinen Mann zurueckgewinnen, der sich naemlich recht vernachlaessigt vorkam.
Ich war (und bin eigentlich immer noch) geschockt, wie etwas was in mir drin war (oder besser nicht in mir drin), meine Auffassung der Aussenwelt beeinflussen konnte (ich dachte wirklich, mein Mann mache all die Sachen, die mich nervten).
Nun ist die Problematik der mangelnden Hormone durchaus vergleichbar mit dem Hormondurcheinander vor der Regel, deshalb hab ich das hier geschildert. Ohne das Wissen und die Akzeptanz, dass Hormone durchaus ganz starke Beschwerden/Veraenderungen hervorrufen koennen, waere ich heute geschieden, vielleicht sogar mit Besuchszeiten bei meinen Kindern. Im Nachhinein haben sich bei mir viele Sachen geklaert, die frueher wohl eindeutig PMS waren.
Natuerlich: erstmal natuerlich versuchen sich zu helfen. ABer man darf auch die Augen nicht verschliessen, was dieses ‚nicht-sichtbaren‘ Zustaende ausloesen koennen. Und, da stimme ich mit Datafox ueberein, Maenner (die die Erfahrungen nicht haben) und auch manche Frauen (die diese Erfahrungen - ihr Glueck! - nicht haben) sollen mit Aussagen zumindest vorsichtig sein. Besonders zu Zeiten, wenn frau PMS hat (oder mir meine Tabletten ausgegangen sind!)
Gruesse Elke
hallo!
ich wollte hier auch niemandem auf den schlips treten-deshalb habe ich ja auch „leicht offtopic“ geschrieben.
ich sehe leider viel zu oft dass sich leute ein label von einer krankheit schnappen und damit ihre beschwerden begründen wollen.
damit ist ihnen selbst nicht geholfen und auch den echten erkrankten nicht da die dann wiederum als simulanten, etc. angesehen werden.
dieses „entleihen“ von gewissen bezeichnungen tritt besonders gerne auf wenn der name bzw. das kürzel so schwungvoll klingt wie „PMS“. ich habe oft den eindruck das dass in den usa für alles benutzt wird was mit frauen zu tun hat.
))))
und diese inflation braucht man nicht noch weiter anheizen.
es stört mich eben dass wir schön langsam auf den punkt hinsteuern in dem wir in diesem land 60 millionen kranke haben und keine gesunden mehr-und das kann es nun wirklich nicht sein.
ich entschuldige mich also nochmals bei denen die mein posting anders aufgefasst haben als es gedacht war.
würdet ihr meine patienten sein dann wäre klar wie es gemeint war.
tschüss
matthias
p.s. (kann ich mir nicht verkneifen): da wir armen männer am anderen ende der beschwerden sitzen und die auswirkungen mitbekommen-wie kann man da sagen dass wir uns nicht auskennen??
)))))))))
Hallo Matthias,
ICH als Fragestellerin fühle mich nicht auf den Schlips (???) getreten! IN deinem Satz: „ich habe oft den eindruck das dass in den usa für alles benutzt wird was mit frauen zu tun hat.
))))“ sagst du genau das, was ich meinte! Vielleicht habe ich mich nur zu umständlich, emotional ausgedrückt. Ich war genervt von Schlaflosigkeit, hatte Kopfschmerzen, mir war übel, ich war traurig. Alle möglichen Symptome unter einem Kürzel zu sammeln und dann lapidar abzutun…scheint mir Mode zu sein. Da fällt mir Migräne ein, von der jede/r spricht, der/die Kopfweh hat…
Ich stimme dir zu: unendliche Zusammenhänge und Umstände beeinflussen meinen Körper und meinen Umgang mit meinem Körper. ES kann Flucht sein, sich dem Kürzel PMS zu unterwerfen. Ich hätte eine einfache Erklärung, könnte meine Lebensumstände vergessen, bräuchte mich nicht auseinanderzusetzen…Schade…es ist wohl nicht so einfach!
Mittlerweile geht es mir übrigens etwas besser.
Ich habe immer noch die gleichen Symptome bis auf die Stimmungsschwankungen und kann nun auch weder nüchterner denken und realistisch damit umgehen. Und ich weiß:Nächsten Monat kommts wieder…
Gruß, „Simone“
ich wollte hier auch niemandem auf den schlips treten-
das ginge gar nicht, denn frauen tragen keinen schlips!

gruß datafox
Liebe Simone: PM(D)S gibt es wirklich!
Hi Simone!
Ich habe zuerst von einer Engländerin davon gehört, und ich war ziemlich erleichtert, dass das Ganze einen Namen bekam. Und wenn diese Dinge wie…
…Stimmungsschwankungen abstruser Art,zeitlich begrenzte
Fresssucht, perverse Müdigkeit - Wachheit,
nach Deinem Eisprung stattfinden und du sozusagen zwei Wochen, bevor Du Deine Tage bekommst, Dich selbst nicht mehr leiden kannst, dann, meine Liebe, schiebe es ruhig auf die Hormone.
Ich selbst leide unter der verschärften Form, die sich PMDS nennt. Will soviel heissen, wie „Prämenstruelle disphorische Störung“
Wer jetzt lacht oder ungläubig schaut - das gibt es tatsächlich. Habe bei einer Studie mitgemacht, die dieses Phänomen untersucht. Der Ursprung liegt, wenn ich das richtig verstanden habe, in der Wiederaufnahme von Serotonin. Das heisst, Du bekommst alles, was Dich nervt, ungefiltert und ohne „Happymacher“ vor den prämenstruellen Bug geknallt.
Da reicht es schon, wenn dich jemand schief anguckt.
Ist es bei Dir so schlimm? Ich meine Aggressionen, Reizbarkeit, Überfordertsein, Schlaflosigkeit, Übermüdung, Streitlust, zuzüglich Deiner beschriebenen Symptome?
Wenn es die Partnerschaft belastet, ist es schon arg stressig - für beide!
Ach Matthias…
p.s. (kann ich mir nicht verkneifen): da wir armen männer am
anderen ende der beschwerden sitzen und die auswirkungen
mitbekommen-wie kann man da sagen dass wir uns nicht
auskennen??)))))))))
Ich weiss, ich weiss…
Ihr kriegt zuweilen eine ganze Menge Zickereien und „Bratpfannen“ an den Kopf geschmissen. Aber bitte habt ein bissl Verständnis! Ich sage mir oft: Hey, wir Frauen haben wenigstens unsere Hormoschwankungen als Entschuldigung…
Nee, im Ernst. Auch an der Tatsache, dass mein Ex nicht mit mir in dieser Zeit umgehen konnte, ist unsere Beziehung zerbrochen. Es verlangt schon viel Geduld und Gelassenheit, um eine PMS-Zicke zu ertragen.
Mein Beileid. Aber denke bitte nicht, es sei eine erfundene Krankheit. Es ist für uns auch die Hölle!
Hast Du ne Ahnung, wie sexy Frau in Schlips und Anzug aussehen kann! (Und weiblich dazu!)
Grinsegruß,
-doc.
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