Hallo Leute!
Ich (als Laie) habe den dringenden Verdacht, dass mein Schwiegervater (67 Jahre) an sehr starker Diabetes Typ 2 (345! -laut Messgerät und alle Symtome dazu vorhanden!) leidet.
Mit Symtome meine ich (als Laie!):
Mattigkeit, extremes Durstgefühl, stark beeinträchtigte Sehfähigkeit,
Kribbeln in den Gliedmassen, sehr schlechte Konzentrationsfähigkeit(schiebt er auf sein Alter!), starke
Gewichtsabnahme wie ca. 15 Kilo in ca. 2 Monaten (schiebt er auf seine
zuckerfreie Diät!).
Leider ist er mit keinem Mittel der Welt zu bewegen , diesbezüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen!
Mein Schwiegervater war über 30 Jahre lang bei keinem Arzt und meint er könne seine Zuckerkrankheit allein mit Diät (kein Zucker) behandeln. Ich denke mal, dass das keineswegs gut gehen kann.
Ich vermute, dass er sich gegen eine ärztliche Behandlung so
derart stäubt, weil er grosse Angst hat, dass er ins Krankenhaus muss und
die Ärzte dort noch mehr diagnostizieren könnten, als seine Diabetes, was
auch sehr wahrscheinlich ist.
Ja er betont sogar immer wieder, dass: „Wenn man ins Krankenhaus geht, dann
wird man „verpfuscht“ und dann gehts erst richtig abwärts mit einem!“
Einen Arzt finden, das ist nicht das Problem. - Ich weiss nur nicht wie ich
ihn dort hinbringen könnte-
denn ich würde mir diesbezügl. (Arztbesuch) auch keine Vorschriften machen
lassen, das würde ich persönlich als Entmündigung empfinden - schließlich
ist ja jeder ganz allein für sich selbst verantwortlich und hat das Recht über
sein Leben frei zu bestimmen.
Jedenfalls werde ich ihm eure Mail bringen (bitte setzt eure ganze Überzeugungskraft und Wissen dabei ein!), sodass er sieht, wie
Aussenstehende über seine Meinung denken.
Hallo Elisabeth!
Ich kann dieses Problem sehr gut verstehen.
Meine Freundin war auch, ohne daß sie es wußte Diabetikerin.
Die Symptome und Messund die du schilderst sichd ABSOLUT typisch.
Meine Freundin war damals 62Jahre, erst durch einen Zuckerschock - den ich Gott sei Dank mitbekam - war sie gezwungen ins Krankenhaus zu gehen; sprich sie war bewußtlos und konnte sich nicht mehr dagegen wehren. Sie schob auch viele ihrer Beschwerden einfach aufs Alter.
Nachdem der Diabetes mit Insulin eingestellt war ging es sichtar bergauf. Es wurde ihr dadurch auch klar, daß viele andere Beschwerden nur vom Zucker gekommen sind.
Sie ist jetzt 66 und topfit und unternehmungslustig, wie seit Jahren nicht mehr.
zuckerfreie Diät schadet zwar nicht, bei echtem Diabetes - und darauf deutet alles hin - reicht sie aber bei weitem nicht aus. Es geht ja um die Broteinheiten die gegessen werden dürfen, d.h. alle Beilagen müssen berechnet werden (nach Kohlehydraten).
Mein Rat:
So schnell wie möglich zu einem Spezialisten, vielleicht ist ein Krankenhausaufenthalt ja gar nicht nötig.
Ich habs wirklich erlebt, plötzlich ist das Leben wieder lebenswert!!!
Hoffe meine Zeilen können Mut machen!!
Ich (als Laie) habe den dringenden
Verdacht, dass mein Schwiegervater (67
Jahre) an sehr starker Diabetes Typ 2
(345! -laut Messgerät und alle Symtome
dazu vorhanden!) leidet.
Den Verdacht habe ich als Profi auch, bei den Symptomen, die du anschilderst.
Leider ist er mit keinem Mittel der Welt
zu bewegen , diesbezüglich ärztliche
Hilfe in Anspruch zu nehmen!
Ich glaube, dem guten Mann muss einmal deutlich gemacht werden, was auf ihn wartet, wenn er sich vorm Onkel Doktor drückt: Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblindung und unheilbare offene Wunden (ulcera) an den Beinen sind da nur die feinsten Dinge, die auf ihn warten.
Die Alternative heisst „Einstellung des Diabetes“, die heutzutage in vielen Fällen schon ambulant gemacht wird.
Aufgrund seines Alters tippe ich eher auf einen Diabetes vom Typ 2, den man in vielen Fällen nicht mit Insulin behandeln muß,- meist genügen Tabletten, die die im Alter müde gewordene Bauchspeicheldrüse zu neuen Leistungen anspornen können. Ganz ohne Diät wird es nicht abgehen und die muß ebenfalls von Profis aufgestellt werden (Diätassistentin, Arzt, Krankenschwester). Bloß den Zucker weglassen ist ein bissel zu wenig.
ist ja jeder ganz allein für sich selbst
verantwortlich und hat das Recht über
sein Leben frei zu bestimmen.
Na ganz so ist es auch nicht. Es hat nämlich auch jeder die Pflicht, alles dazu zu tun, seine Gesundheit zu erhalten und alles zu seiner Gesundung beizutragen. Auch wenn mann in den letzten dreissig Jahren keinen Arzt gebraucht hat.
Hallo Elisabeth!
Den beiden Mails vor mir kann ich nicht mehr viel hinzufügen, aber sie haben alle recht, daß Dein Schwiegervater unbeding zum Arzt sollte. Der Zucker wird so nicht besser und alleine bekommt man die Einstellung nicht hin. Ich selbst bin auch Diabetikerin, zwar Typ I, aber so groß ist der Unterschied nicht. Im Gegensatz zu mir ist es schon möglich, daß er mit Tabletten auskommt und nicht Insulin spritzen muß. Auch das ist heute nicht mehr das Problem. Es gibt nicht nur Spritzen, sondern auch sogenannte Pens. Diese sogar schon so, daß man die Kanüle nicht sieht. Geht doch mal in einer Apotheke vorbeit. Da gibt es meistens Muster und auch einen Diabetiker-Ratgeber für erst Infos. Ich selbst arbeite auch in einer Apotheke und weiß wieviel Broschüren man dort bekommen kann.
Der große Gewichtsverlust deutet schon auf sehr hohe Zuckerwerte hin. Er soll bloß aufpassen, daß er nicht ins Koma fällt (siehe andere Mail).
Mit zuckerfreier Diät allein ist es nun wirklich nicht getan. Anzurechnen sind z. B. Säfte (auch Diätsäfte oder manche Light-Säfte, Kartoffeln, Reis, Nudeln, Kekse, Kuchen…, aber keien BEs haben z. B. Käse, Wurst, Sahne, Fleisch, Fisch, Salat, fast alle Gemüsesorten, Nüsse… Da muß man aber auf die Kalorien achten.
Diabetes ist ein sehr komplexes und umfangreiches Gebiet und gerade als Diabetiker sollte man sich damit auskenne. Zu Spätfolgen, z. B. Blindheit, Schädigung der Nieren, Herz, Füsse… können ab ca. 10 Jahren auftreten. Dann wäre Dein Schwiegervater 77 und ist dann das Leben vorbei? Oder ist man dann so alt, daß es egal ist? Eigentlich nicht.
Ich hoffe, Euch damit geholfen zu haben. Und Dir Elisabeth viel Erfolg.
MfG
Christine
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