Blutdruck und Betablocker

Hallo,
Was meint Ihr dazu:

meine Mutter hat wegen einer einmaligen Messung (160/90) beim Hausarzt von ihm Betablocker verschrieben bekommen. Ist das nicht etwas über trieben bzw. typisch schulmedizinische Vorangehensweise?

Er hat zwar eine Blutuntersuchung gemacht und wahrscheinliche Ursachen ausgeschlossen (Niere etc.), aber meine Mutter ist keine 50 und sonst gesund.

Könnte man es da nicht erst mit Ordnungstherapie, Ernährungumstellung, pflanzlichen Mitteln, Streßbewältigung…etc. versuchen?

Frage : ist das echt angebracht/ dringend nötig???
Gruß
Larah

meine Mutter hat wegen einer einmaligen Messung (160/90) beim

Hausarzt von ihm Betablocker verschrieben bekommen. Ist das
nicht etwas über trieben bzw. typisch schulmedizinische
Vorangehensweise?

Deine Mutter sollte komplett durchgecheckt werden. Ein Blutdruck Tagesprofil sollte auch gemacht werden. Einen Besuch beim Internisten kann ich nur empfehlen. Auf eine einmalige Messung hin Beta-Blocker zu verschreiben finde ich etwas zu heftig. Kann ja sein, daß der Blutdruck nur situativ so hoch war (Weisskittelsyndrom)…

Das sollte genauer untersucht werden…

Hallo Larah,
Wenn der Blutdruck wirklich nur 160/90 war, dann ist die Verordnung eines Betablockers blanker Unfug. Der Blutdruck sollte erst einmal regelmäßig und öfter gemessen werden, um einen Überblick zu erhalten.
Bevor Betablocker eingesetzt werden sollten vorher alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft werden wie Stress- und evtl. Gewichtsreduktion, sanfte Blutdrucksenkung mit homöopathischen oder pflanzlichen Mitteln, Einsatz eines Diuretikums etc.
Ich würde die verordneten Betablocker nicht einnehmen und erst mal alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen.
Gruß
KH

Hi Larah,
dann ist Deine Mutter etwa in meinem Alter. Ich hatte das gleiche Problem vor ein paar Jahren. Mein Hausarzt hat zuerst mal ein Langzeit-EKG gemacht, und nachdem nach Ausschluß aller anderen gängigen Ursachen - wie offenbar bei Deiner Mutter - auch das keinen Aufschluß gab, habe ich auch einen Betablocker genommen. Eine ganz niedrige Dosis, um zunächst mal den Kreislauf zu entlasten. Aber schon mit dem Vorsatz, dies auf Dauer auf anderen Wegen zu schaffen. Und dann habe ich unsportlicher Mensch mit dem regelmäßigen Radfahren angefangen, mir dafür einen Heimtrainer angeschafft, aber inzwischen fahre ich überwiegend draußen. Fast täglich 12 - 15 km. Seit ich das regelmäßig tue (baut Adrenalin ab, sagt der Arzt), brauche ich keine Betablocker mehr. Ich verzichte aber auch gänzlich auf Tee und Kaffee bzw. nehme nur die koffeinfreien Sorten. Ich habe die Einnahme des Blockers damals als Soforthilfe empfunden, die mir erstmal die Angst vor irgenwelchen plötzlichen Folgen genommen hat. Eine Dauer-Einnahme hätte ich mir nicht vorstellen können. Ich habe nach einem Monat die Dosis langsam bis auf Null reduziert und die Blutdruckwerte ständig selber kontrolliert. Das ist jetzt mehrere Jahre her, und ich habe ewig nichts mehr kontrolliert, und mir geht es gut. Alles Gute für Deine Mutter!

Gruß
Aia

Hallo,
ich würde zunächst auch den Blutdruck längerfristig kontrollieren. 160/90 erfordert einfach keine Spontanmaßnahmen und allein eine (Natrium)salzärmere Ernährung könnte ausreichen, um die Werte wieder in den Normbereich zu drücken. Betablocker werden in Deutschland zu schnell und zu gerne verschrieben.

Gruss
Enno