Hallo,
ich habe seit ca. 3 Jahren Hyperhidrose. Nachts werde ich mehrmals wach, bin völlig nassgeschwitzt, müsste eigentlich komplett die Bettwäsche wechseln, habe mir jetzt schon angewöhnt, mehrere Schlafshirts neben dem Bett liegen zu haben um wenigstens das wechseln zu können. Mein Hautarzt hat mir zwar schon Tabletten gegeben haben aber überhaupt nichts gebracht. Und es ist bei mir auch nicht lokal begrenzt, sondern der ganze Körper betroffen, so dass eine Verödung der Schweissdrüsen auch nicht viel bringt. Google hat mir auch nicht so wirklich weiter geholfen.
Und ich schlafe natürlich auch ziemlich schlecht, da ich alle 2-3 Stunden wach bin (kann mich nicht mehr erinnern, mal 8 Stunden am Stück geschlafen zu haben) Kennt jemand einen guten Spezialisten, hat selber Erfahrung, kann mir helfen. Bin für jeden Tip dankbar!!!
Grüße Almut
hallo almuth
frage: kann es sein, dass du in den wechseljahren bist?? dann könnten sojapräp./gynäkologin helfen… hast du schonmal einen homöopathen konsultiert??
gute besserung wünscht karin
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Hallo Karin,
mit 34???
Danke Trotzdem. Homöpathische Mittel schon alle durch, vielleicht muss man da auch mehr dran glauben.
Danke trotzdem
Almut
Hallo Almut,
habe mal gegooglet. Meine Schwester hatte mal ähnliche Probleme, nur nicht so stark wie du. Sie hat es mit viel Salbeitee (sowohl zum trinken als auch als Fußbad) in den Griff gekriegt.
Aber jetzt hier noch der Link, den ich gefunden habe, vielleicht findest du ja dort noch Infos
http://www.hyperhidrose-hilfe.de
Dort gibts auch ein Forum, vielleicht kann dir da noch jemand mehr Tipps geben.
Dann hab ich noch den folgenden Artikel gefunden:
_Übermässiges Schwitzen
Therapie bei Hyperhidrose
Bewährt: Salbei zur Schweißhemmung
Schwitzen ist eine für die Regulierung der Körpertemperatur notwendige Körperfunktion. Die Schweißabsonderung wird durch das sympathische Nervensystem gesteuert. Arbeitet dieses System auf einem zu hohen Niveau, weit höher als nötig wäre, um die Körpertemperatur konstant zu halten, so kommt es zur Hyperhidrose. Die sekundäre Hyperhidrose tritt als Teilsymptom bei einigen Krankheitsbildern wie Hyperthyreose, Adipositas, Hitzewallungen im Klimakterium oder Hormonbehandlung eines Prostatakarzinoms auf. Im Allgemeinen betrifft die Hyperhidrose dabei den ganzen Körper. Die primäre oder essenzielle Hyperhidrose mit unbekannter Ursache hingegen ist die weit häufigere Form. Sie beginnt meist in der Pubertät und hält das ganze Leben lang an. Nervosität und Aufregung sind oft auslösende Faktoren, ohne dass dabei eine psychische Störung vorliegt.
Bei der sekundären Hyperhidrose sollte in erster Linie die zugrunde liegende Erkrankung behandelt werden. Bei Patienten mit primärer Hyperhidrose können grundsätzlich folgende Behandlungsmethoden angewendet werden; Antitranspirantien, Iontophorese, Botulinustoxin oder chirurgische Verfahren.
Besonders geeignet und besonders schonend, um unphysiologische Schweißabsonderung zu minimieren, ist der Einsatz der Arzneipflanze Salbei. Salbeiextrakt optimiert die schweißhemmende Wirkung. Für die Normalisierung der Schweißdrüsenabsonderung sind die in den Salbeiblättern enthaltenen Gerbstoffe verantwortlich. Die antihidrotischen Wirkungen von Salvia officinalis sind durch mehrere Studien bestätigt. Die Schweißhemmung beträgt bis zu 52%, wobei bereits herkömmliche Salbeitees die Schweißsekretion hemmen, obwohl dabei größere Flüssigkeitsmengen aufgenommen werden. Die Wirkung frischer oder getrockneter Salbeiblätter setzt allerdings erst zwischen dem ersten und vierten Tag ein. Besonders hilfreich sind daher Extrakte, in denen die Gerbstoffe der Salbeiblätter angereichert vorliegen, denn sie können ihre Wirkung innerhalb weniger Stunden entfalten. Nosweat®-Biokraft-Kapseln von Madaus enthalten einen solchen angereicherten und standardisierten Salbei-Extrakt mit ? so der Hersteller ? gegenüber Salbeitees deutlich optimierter schweißhemmender Wirkung._
Quelle: http://www.oeaz.at/zeitung/3aktuell/2001/14/serie/se…
Viele Grüße,
Annegret
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Hallo Annegret,
mit dem Salbei habe ich auch schon probiert, als Tee, als Bad, als Tabletten, keine Besserung.
Danke trotzdem
Grüße Almut
Hi Almut,
da die ganze Geschichte bei Dir offenbar generalisiert auftritt, solltest Du vielleicht auch so herangehen. Ursache für die vermehrte Schweißproduktion ist oft ein aus dem Ruder geratenes vegetatives Nervensystem - in diesem Falle die anregende Hälfte, der sog. Sympathikus. Von Hormonungleichgewicht bei Streß über eine überproduzierende Nebennierenrinde bis hin zu medikamentös bedingter Dysbalance ist da so ziemlich alles denkbar, was die Körperchemie durcheinander bringt, da die „Meß- und Regelstellen“ dafür über den ganzen Körper verteilt sind und alle voneinander abhängen. Beobachte doch mal, was sonst noch so im fünften Gang läuft: Blutdruck? Puls? Harnproduktion? Haarwuchs? Angstzustände und Panikattacken? Das alles solltest Du vielleicht von einem Internisten/ einer Internistin abklären lassen, die sich auf den Hormonhaushalt spezialisiert haben, der Hautarzt behandelt leider nur das Symptom.
Physikalisch kannst Du dem Sympathikus auch eins auf den Deckel geben: sehr viele der vegetativen Nervenknoten für den Sympathikus sitzen in der Gegend um die untere Hals-/ obere Brustwirbelsäule. Vielleicht vor dem Schlafengehen einen Eisbeutel auf diese Stelle, so für 20 Minuten, könnte schon helfen. Zumindest für einige Stunden. Darüber hinaus gibt es verschiedene Möglichkeiten der Reflexzonenbehandlung. Von den Kassen bezahlt wird die Bindegewebsmassage, die zu Unrecht ein bißchen aus der Mode gekommen ist, sie hilft nämlich. Dabei wird ausschließlich die Haut und das Unterhaut-Bindegewebe üblicherweise der Reflexzonen auf dem Rücken bearbeitet, tut ein bißchen weh, ist gewöhnungsbedürftig, aber hinterher klasse. Fußreflexzonenmassage (leider keine Kassenleistung)ist auch ganz prima, wenn sie gekonnt ausgeführt wird. Falls Dich Deine nassen Füße dabei stören sollten: das funktioniert auch mit dünnen Baumwollsocken über den Flossen… die Therapeuten haben damit meistens kein Problem (Füße sind nur schlimm, wenn sie stinken…;->:wink:…
mich würde interssieren (so rein beruflich), ob überhaupt und wie Du Erfolg hattest, kannst Dich ja irgendwann nochmal melden.
Bis dahin alles Liebe,
Dörte
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