Eierstockzysten-Operation! Wer hat Erfahrung?

Hallo Mediziner,

nachdem ich schon die ganze Woche mit Bauchschmerzen rumlaufe und der Arzt erst auf Blinddarm tippte, wurde gestern durch Sono eine Eierstockzyste festgestellt.
Das Teil ist ca. 5 cm groß und schon eingeblutet. Am Montag oder Dienstag muß ich im KH anrücken zwecks OP.
Ich hoffe das ganze kann per Laparoskopie und daher ohne „großen“ Schnitt entfernt werden.

Nun meine Fragen:
Wer von euch kennt sich damit aus? Wielange dauert die OP? Ist die Narkose schlimm (habe ziemliche Schiß vor der Narkose!)? Wie lange werde ich im KH bleiben müssen? Der Arzt sagte was von zwei Tagen, aber das erscheint mir etwas unrealistisch.
Wie lange muß ich mich schonen, bzw was heisst schonen in dem Fall? Was darf ich tun und was nicht (insbesondere langes Sitzen und Stehen, so ca. 9 Stunden)? Ich hätte nämlich ab Montag zwei Wochen Pflichtpraktikum und würde da gerne so früh wie irgend möglich mitmachen, denn wenn ich das sausenlassen muß, kann ichs erst nächstes Jahr wieder machen und verliere dadurch wertvolle und vor allem teure Zeit. (Ja, ich weiß, daß die Gesundheit vor geht, aber danach fragt hier leider niemand).

Ich hoffe, ihr könnt etwas Licht ins Dunkel bringen, bzw mich etwas beruhigen.
Viele Grüße
Nicky

Hi Nicky,

welche Narkose bekommst Du denn, eine Vollnarkose?

MecFleih

Hi MecFleih,

soweit ich weiss, ja. Geht das auch lokal betäubt?
Allerdings weiß ich eh nicht, wie das ablaufen soll. Ich muß am Montag morgen in der Klinik anrufen und nen Termin machen. Es kann sein, dass ich noch am Montag operiert werde. Wann ist da dann die Voruntersuchung? Ich bin Asthmatikerin und mache mir da schon Sorgen…
Danke schonmal,
Nicky

Hi Nicky,

welche Narkose bekommst Du denn, eine Vollnarkose?

MecFleih

Hi Nicky,

zu der Operation kann ich Dir leider nichts schreiben, aber zur Vollnarkose, so Du denn eine bekommst…

Man wird Dich vor der Operation in einem Aufklärungsgespräch und mittels eines entsprechenden Schriftstückes, welches Du durchlesen und unterschreiben mußt, einschüchtern :smile: In dem Blatt werden so viele Nebenwirkungen und mögliche Pannen aufgeführt daß Du am liebsten schreiend wegrennen möchtest.

In der Tat ist das alles bei weitem nicht so schlimm wie es zunächst erscheint und die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen ist extrem gering. Man sichert sich mit der vorherigen Aufklärung nur rechtlich ab, deswegen solltest Du dich davon nicht beeinflussen lassen.

Generell kann man sagen daß eine Narkose aus verschiedenen Komponenten besteht: man schaltet Dein Bewußtsein aus, man schaltet das Schmerzempfinden ab und man gibt Dir entspannende Medikamente, damit Du locker und unverkrampft bist und der Operateur nicht gegen Deine eventuelle Abwehrspannung ankämpfen muß.

Je nachdem wie der Anästhesist Deine Vorgeschichte kennt und welches Gewicht Du hast wird er den für Dich pasenden Cocktail aus Medikamenten mixen. Man hat verschiedene Präparate zur Verfügung und dosiert diese nach ml pro kg Körpergewicht. Wieviel Schlaf-, Schmerz- und Entspannungsmittel Du brauchst um optimal narkotisiert zu sein hängt also vom Gewicht des Patienten ab, und da die Mittel alle sehr gut erprobt sind und viele Erfahrungswerte vorliegen ist nahezu ausgeschlossen daß Du einen der Horrortrips erlebst, die man sich als Patient immer ausmalt.

Es ist nicht besonders schwer zu erkennen ob der Patient wirklich eingeschlafen ist und ob er Schmerzen hat oder nicht. Reagierst Du auf bestimmte Reize oder auch nicht, bist Du bei Bewußtsein - oder auch nicht :smile: Unabhängig davon daß Du es im Schlaf nicht bewußt miterlebst (und das ist ja das Entscheidende, weswegen alle Angst haben) kann der Körper Schmerz wahrnehmen. Das ist aber durch Veränderung von Körper-Parametern auch gut erkennbar und dann gibt es wieder eine Dröhnung mit Schmerzmittel.
Fazit: Die weit verbreitete Angst vor Narkosen ist unbegründet. Du wirst während der OP nichts spüren, keine Angst und keine Schmerzen haben, und auch danach kannst Du ausreichend Schmerzmittel bekommen um dich wohlzufühlen.

Am Anfang der ganzen Prozedur wird man Dich in den Vorbereitungsraum vor dem OP bringen. Bangemachen gilt nicht, also laß Dich von der im wahrsten Sinne des Wortes sterilen Athmosphäre nicht ins Bochshorn jagen. Die Ausstaffierung und auch die abgedrehten Klamotten der Marsmännchen dort dienen einer möglichst hohen Sauberkeit, insbesondere vor kleinen, fiesen Krankheitskeimen. Grün ist die OP-Kleidung deswegen weil das die Komplementärfarbe zu rot ist, und das ist nun mal die Farbe unseres Blutes. Verschmutzungen würden also auf den grünen Kitteln umgehend auffallen.

Du steigst dann im Vorbereitungsraum aus dem Bett auf den OP-Tisch. Das Bett gilt als „unrein“ und muß deswegen draußen bleiben. Der OP-Tisch ist eine fahrbare Trage, die man aus dem Vorbereitungsraum in den OP fahren kann wenn Du schlummerst, später kann man Dich damit wieder herausfahren, außerdem ist das Ding in verschiedener Weise verstellbar, so wie der Operateur es braucht - also eine praktische Sache.

Nun also, auf dem OP-Tisch im Vorbereitungsraum bekommst Du zuerst einen venösen Zugang - im Volksmund sagt man „einen Tropf“. Über den kann man im weiteren Verlauf die Medikamente direkt in die Blutbahn spritzen, was den Vorteil hat daß sie dort sofort wirken. Entgegen der oft vermuteten Annahme bleibt die Nadel nicht im Arm, sie dient nur dazu in die Vene zu picksen und wird dann wieder herausgezogen. In der Vene bleibt nur ein kleiner, sehr flexibler Schlauch. Die oft verbreitete Sorge den Arm nicht mehr bewegen zu dürfen weil eine Nadel im Arm steckt ist also falsch.

Dann wird man Dir ein EKG kleben. Dazu kommen ein paar Aufkleberchen in die Nähe der Schultern und unterhalb der Brust seitlich an den Brustkorb - keine Sorge, der „BH-Bereich“ muß nicht freigelegt werden, die Aufkleber kommen nur daneben. An die Aufkleber werden Kabel geklemmt, die Deine Herzaktionen in das EKG-Gerät melden und man kann dann sehen ob Dein Kreislauf OK ist. Geht’s ihm gut ist alles prima, sollte etwas nicht optimal sein kann man ja über den Zugang für bessere Verhältnisse sorgen.

Man wird Dir dann noch eine Art Wäscheklammer am Finger befestigen. Die rote Lampe in der Wäscheklammer checkt durch den Finger und ohne daß es weh tut den Sauerstoffgehalt im Blut. Du wirst nachher noch lesen wozu das gut ist.

So, jetzt wird’s dann spannend :smile:

Du darfst nämlich nun überlegen wovon Du träumen möchtest wenn Du einschläfst… Der Anästhesist wird Dir nämlich nun ein „Einschlafmittel“ in den Zugang spritzen und Du wirst nur Sekunden später feststellen daß „Müdigkeit heranflutet“, gegen die Du dich nicht wirst wehren können - Du wirst sehen, ein geiles Feeling! :smile:
Ab jetzt bekommst Du rein gar nichts mehr mit und wir könnten hier aufhören, Du wirst nämlich irgendwann in Deinem Zimmer im Bett wieder wach werden und hast schon alles überstanden - war doch echt nicht so schlimm, oder?

Na gut, um Dir trotzdem den weiteren Ablauf zu schildern: wenn Du also eingeschlafen bist und auch die nach Deinem Körpergewicht und der Wirkung berechnete Menge des Medikamenten-Cocktails bekommen hast wird Dein Körper sich ein wenig schwer tun selber zu atmen. Also hilft man ihm mittels einer künstlichen Beatmung, und damit die optimal ist und zu keinem Zeitpunkt sowas wie „Luftnot“ auftritt (die Du nicht wahrnehmen würdest, denn Du bist ja narkotisiert, aber Dein Körper würde auf den Sauerstoffmangel reagieren) haben wir ja eben die Wäscheklammer an den Finger gemacht. Die Wäscheklammer - Wichtigtuer nennen es Pulsoxymeter :smile: - würde registrieren wenn der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt, und dann gäbe es Alarm und man könnte mehr Sauerstoff geben bevor Dein Körper wahrnimmt daß der O2-Wert gesunken ist.

Zu dieser künstlichen Beatmung führt man einen Schlauch, Ärzte nennen ihn Endotrachealtubus, in die Luftröhre ein. Wärst Du bei Bewußtsein wäre das ein wenig unangenehm, aber Du schläfst ja… Über diesen Tubus bekommst Du dann durch eine Beatmungsmaschine Sauerstoff. Er wird sooft und in der Menge in Deine Lunge gepumpt wie Du normalerweise atmen würdest. Wegen der Wäscheklammer und auch aus Erfahrung weiß man immer wieviel Sauerstoff Du brauchst damit es Dir gut geht.

Während der Operation spritzt man dann allerdings nicht andauernd Medikamente in den Zugang, sondern man leitet neben dem Sauerstoff ein Narkosegas über den Tubus in die Lunge. Das Mittel gelangt so direkt in den Körper und ist höchst effektiv. Das Stellrad für die Gasmenge dreht man je nach Größe/Gewicht des Patienten auf einen Wert von ca. 1, die Skala geht aber bis 8. Mit dem Teil könnte man also Elefanten schlafen lassen und schmerzfrei halten - Du brauchst also keine Sorge haben wach zu werden, etc. Das würde man auch über die Meßgeräte lange bevor Du wirklich zu Bewußtsein kommen würdest merken. Also keine Sorge, da kann nix passieren…

Zum Ende der Operation hin dreht man dann das Gas ab. Ein Weilchen lang pennst Du trotzdem noch, dann kehren allmählich die Lebensgeister zurück :smile: Sobald Du selber wieder anfängst zu atmen zieht man den Tubus raus, und die bequeme Zeit des „nicht mal mehr selber atmen müssens“ :smile: ist vorbei. Du wirst zwar noch eine ganze Weile total benommen sein und nicht mitbekommen was los ist, denn die Wirkung der Medikamente klingt langsam ab. Man fährt Dich aus dem OP zurück zur Schleuse, wo Dein Bett wartet, legt Dich vom OP-Tisch in Dein Bett zurück und da wirst Du wahrscheinlich erstmal gleich wieder einpennen weil Du noch benommen bist.

Wenn Du dann wacher geworden bist geht es Dir entweder gut - naja gut, eine Wunde ist natürlich da, aber das wirst Du überleben - oder Du hast doch ein wenig Schmerzen. Dann sagst Du einer Schwester Bescheid und man gibt Dir etwas dagegen.

Letztlich ist das alles nur deswegen beängstigend weil man einen „Kontrollverlust“ hat, also nicht mitbekommt was mit einem geschieht und Angst hat man könnte entweder nicht fest genug schlafen oder aber nach nicht mehr aufwachen. Beides ist aber eine vollkommen unbegründete Sorge.
Eine Narkose ist halb so schlimm, das wirst Du locker über die Bühne bringen.

Ich drücke Dir die Daumen und hoffe ich konnte Dir ein wenig von der Angst nehmen.

MecFleih

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Hi Mecfleih,

erstmal vielen Dank für diese tolle ausführliche Schilderung.
Habe inzwischen auch etwas gegoogelt. Eine gewisse Restangst bleibt, da ich auch einige Schmerzmittel ua Medikamente nicht vertrage wg. allerg. Reaktionen. Ich hoffe der Arzt ist damit bewandert. Ich darf zb. kein Novalgin oder Tramadol nehmen. Und ich bekomme ja während der OP schon Schmerzmittel. Naja, mal sehen.
Es gibt sicher auch noch andere die ähnliche Probleme haben und es überstanden haben…

Viele liebe Grüße
Nicky

Hi Nicky,

Eine gewisse Restangst
bleibt,

Klar…

da ich auch einige Schmerzmittel ua Medikamente nicht
vertrage wg. allerg. Reaktionen. Ich hoffe der Arzt ist damit
bewandert.

Ja, bestimmt. Die Medikamente, die Du aufzählst, sind sehr gängig und bekannt.

Ich darf zb. kein Novalgin oder Tramadol nehmen.

Das macht nix :smile: Novalgin hätte man ggf. nach der Operation eingesetzt wenn Du Schmerzen hast, aber da finden sich Alternativen. Tramadol löst bei vielen Leute Übelkeit aus - man kann es zwar mit einem „Anti-Kotz-Mittel“ kombinieren, aber trotzdem… da verpaßt Du also nicht wirklich etwas.
Während der Operation nimmt man diese beiden Mittel sowieso nicht, da gibt es andere (viel stärkere) Sachen.

Und ich bekomme ja während der OP schon Schmerzmittel. Naja,
mal sehen.
Es gibt sicher auch noch andere die ähnliche Probleme haben
und es überstanden haben…

Ja klar. Du wirst es auch überstehen, ganz bestimmt! Ich drück’ Dir die Daumen!

Liebe Grüße,

MecFleih :smile:

1 „Gefällt mir“

Wie lange werde ich im KH bleiben müssen? Der Arzt sagte was
von zwei Tagen, aber das erscheint mir etwas unrealistisch.
Wie lange muß ich mich schonen, bzw was heisst schonen in dem
Fall? Was darf ich tun und was nicht (insbesondere langes
Sitzen und Stehen, so ca. 9 Stunden)? Ich hätte nämlich ab
Montag zwei Wochen Pflichtpraktikum und würde da gerne so früh

Servus,
meine Freundin hat das Ganze gerade hintersich gebracht. Bei Ihr wurde es ambulant gemacht. Das ist aber nicht zu empfehlen. Ein, zwei Tage Krankenhaus sind einfach beruhigender. Dann noch eine Woche Krankgeschrieben und das war´s…

Viel Glück,
Wolfram

erfahrungen noch frisch! :smile:

Hallo Mediziner,

Bin zwar kein Mediziner, aber gerade selbst frisch laparoskopiert! :smile:

nachdem ich schon die ganze Woche mit Bauchschmerzen rumlaufe
und der Arzt erst auf Blinddarm tippte, wurde gestern durch
Sono eine Eierstockzyste festgestellt.

Hatte ich auch im Rahmen von Endometriose!

http://www.medizinfo.de/annasusanna/endometriose/end…

Das Teil ist ca. 5 cm groß und schon eingeblutet. Am Montag
oder Dienstag muß ich im KH anrücken zwecks OP.
Ich hoffe das ganze kann per Laparoskopie und daher ohne
„großen“ Schnitt entfernt werden.

Bei mir hat die Laparsokopie gereicht, obwohl da noch 'ne Menge mehr zu entfernen war als die Zyste. Ich war um acht im OP, um 10 wieder wach, gegen 15 Uhr nach Visite bin ich auf meinen eigenen Beinen nach Hause gelaufen und habe mich zwei Tage pflegen lassen. Ätzend sind die Gasblasen, die noch im Bauch rumblubbern (für die Laparoskopie wirst Du „aufgeblasen“), aber die waren am dritten Tag weg. Das war letzten Donnerstag, heute bin ich fit (bis auf bissel Wundschmerz an den Schnittstellen, aber nicht schlimm).

Nun meine Fragen:
Wer von euch kennt sich damit aus? Wielange dauert die OP?

Wie gesagt, um acht im OP, um 10 wieder wach, kann so lange nicht gedauert haben.

Ist
die Narkose schlimm (habe ziemliche Schiß vor der Narkose!)?

NEIN! Ich hatte auch Angst davor, weil schlechte Erfahrung, aber da es nur ambulant war, war es wirklich harmlos.

Wie lange werde ich im KH bleiben müssen? Der Arzt sagte was
von zwei Tagen, aber das erscheint mir etwas unrealistisch.

Bei ambulant gar nicht, wenn es Dir nach dem Aufwachen gut geht. Zwei Tage war bei mir nur die „Betreuungszeit“.

Wie lange muß ich mich schonen, bzw was heisst schonen in dem
Fall? Was darf ich tun und was nicht (insbesondere langes
Sitzen und Stehen, so ca. 9 Stunden)?

Ich konnte zwei Tage lang nicht lange aufrecht bleiben, ob Stehen oder Sitzen, wg oben genannter Gasblasen. Geht aber seit Sonntag wieder!

Ich hoffe, ihr könnt etwas Licht ins Dunkel bringen, bzw mich
etwas beruhigen.

Wie gesagt, wenn es ambulant ist, würde ich mir keine allzu großen Sorgen machen! Ich war überrascht, wie locker alles ablief und wie schnell es mir wieder gut ging. Ich war heute wieder arbeiten!

Alles Gute,

Cess

[offtopic]
Hi,

zu der Operation kann ich Dir leider nichts schreiben, aber
zur Vollnarkose, so Du denn eine bekommst…

generelle Frage: Mir wurde gesagt, eine Vollnarkose sei bei einer Laparoskopie absolut nötig, da beatmet werden muss - weil CO2 in den Bauchraum geleitet wird, um besser gucken zu können, und das drückt das Zwerchfell hoch und verhindert autonome Atmung oder so ähnlich…

Oder stimmt das so nicht?

*neugier*

Cess

ups, zu spät?!
Ups,

da ist ja schon Montag…

Naja, falls Du noch nicht unterm Messer warst, hilft Dir mein Artikel ja vielleicht noch, ansonsten schon mal:

Gute Besserung!

Cess

Hi Cess,

zu der Operationsmethode kann ich wie erwähnt keine Expertise abgeben, allerdings ist die Aussage mit der Vollnarkose, die man Dir gegenüber gemacht hat, richtig.

Es ist nämlich so daß die Inspiration (so nennt man nicht nur geistiges Feuerwerk sondern auch die Einatemphase :smile: ) beim eigenständig atmenden Menschen durch das „Aufstellen“ der Rippen sowie eine Verlagerung des Zwerchfells nach unten (wir gehen mal davon aus daß der Mensch steht) verursacht wird. Die Rippen ziehen die Lunge also nach aussen, das Zwerchfell zieht nach unten, und so entsteht ein Unterdruck, der Luft in den Körper saugt. Gas im Bauchraum stört diesen Vorgang.

Bei einer Vollnarkose wird der Patient nicht nur schmerzfrei und bewußtlos gemacht, sondern auch zwingend künstlich beatmet. Durch eine „Luftpumpe“, also ein Beatmungsgerät, wird die Luft also mit positivem Druck von aussen in den Körper gepustet.

Die Tatsache daß bei einer künstlichen Beatmung Luft mit Überdruck in den Patienten geblasen wird, im Gegensatz zu der Unterdruck-Einatmung im „Normalzustand“, macht übrigens bei Langzeitbeatmeten mitunter Probleme, weil deren Muskulatur nicht mehr darauf trainiert ist kontinuierlich selber zu atmen. Es gibt da einen ganzen Rattenschwanz an Problemen…

Die Expiration (Ausatemphase) hingegen geschieht allein durch die „Materialspannung“ unseres Brustkorbs.

Schöne Grüße,

MecFleih

Hallo Nicky,

ich hoffe, Du hast die OP mittlerweile gut überstanden und bist bald wieder im Forum. Solltest Du noch irgendwelche Fragen haben, kann ich gerne versuchen, sie Dir zu beantworten.

Meine Endometriose wurde vergangenes Jahr festgestellt, auch über eine große Eierstockszyste. Während der OP von laparoskopisch auf offen umgestellt, weil diese Zyste breitbasig mit der Beckenwand festgewachsen war und - wie ich selbst dann im Video sehen konnte - partout nicht loszubekommen war. Hierdurch lag ich dann 1 Woche stationär und bin froh, dass ich es nicht ambulant machen ließ, weil man sonst hätte abbrechen müssen und eine zweite Narkose notwendig gewesen wäre.
Aufgrund von Personalproblemen bei meiner Arbeitsstelle habe ich mich danach nicht krankschreiben lassen, konnte mich aber trotz Arztberuf während des Jobs einigermaßen schonen. Bis ich komplett wieder auf dem Damm war, vergingen ca. 3 Wochen.

Bis auf die Sorge vor einem Wiederkehren der Endometriose und einem weiter bestehenden unerfüllten Kinderwunsch geht es mir gut.

Wie lief es jetzt bei Dir?

Gruß,

Claudia