Mittelohrentzündung

Hallo!

Ich hab mich wohl etwas erkältet, und bei mir wurde eine Mittelohrentzündung und eine Entzündung am äusseren Ohr festgestellt.

Konkret hab ich Schmerzen im Ohr selbst, in der Ohrmuschel, und rund ums Ohr, also im Hals, hinterm Ohr, und im Unterkiefer.

Zu meiner Frage: ich war am Freitag beim Arzt, nehme also seit Freitag abend Antibiotika. Die einzige Veränderung seitdem ist, dass das Ohr wegen Schwellung nun wohl ganz zugegangen ist. Es hat sich also noch nichts gebessert. Soll ich mir deswegen Sorgen machen, evt. am Montag nochmal zum Arzt gehn, oder wird das schon werden?

Im Internet hab ich nun gefunden, dass die Entzündung nach 2 Tagen deutlich nachlässt. Deswegen und wegen den doch starken Schmerzen erwarte ich sehnlichst eine Verbesserung. Was kann ich machen, damits mir schnell wieder besser geht?

danke im voraus,
Michèle

Hallo!

Ich finde es beunruhigend, dass es sich trotz der Einnahme von Antibiotika nicht gebessert hast.
Ich würd es mal mit Zwiebelwatte versuchen, damit hatte ich immer gute Erfahrungen.
Du nimmst dir ein wenig Watte und tränkst diese mit Zwiebelsaft, zB zerdrückst du kleine Zwiebelstückchen in der Watte, bis sie ganz feucht ist!
Dann legst du eine feine Watte schicht um die feuchte Watte.
Und dann tust du sie ins Ohr.
Es wird ein wenig riechen, aber es hilft.
Und am MOntag ab zum Doc!

Gute Besserung.
Pia

Hallo Michèle,

versuchs doch mal mit einem homöopathischen Mittel. Ich hatte auch wiederholt Mittelohrentzündungen, die trotz Antibiotika immer wieder neu gekommen sind. Als mir die Antibiotika mal eines Samstag Nachmittags ausgegangen sind und die Schmerzen immer schlimmer geworden sind, habe ich dann mal ein homöopathisches Mittel versucht, das mir meine Schwester mal gegeben hatte. Ich hatte mir gedacht, schaden wirds schon nicht, wenn dann vielleicht auch nicht hilft.
Ich war innerhalb von 1 Stunde schmerzfrei! Und verwende es bei Ohrenschmerzen immer wieder. Meinem Sohn hat es bei eitriger Mittelohrentzündung auch schnell geholfen, bei meiner Frau wirkt es seltsamerweise gar nicht. Warum, wissen wir nicht.

Das Mittel heisst „Rebstockwasser“ und ist aus der sog. „Hildegard-Apotheke“.

Gruß und Gute Besserung
Michael

hallo michele

du solltest zusätzlich noch einen abschwellenden Nasenspray
(Otriven, Olynth oder ähnliches) verwenden. Damit steigt die Chance dass die Verbindung zwischen Nasenraum und Mittelohr - die sogenannte Eustachische Röhre - wieder aufgeht und das Mittelohr belüftet wird.
Über - oder Unterdruck im Mittelohr wird aufgehoben, der Schmerz lässt nach. Abschwellende Nasentropfen aber bitte nicht länger als 7 Tage verwenden. Zur „Pflege“ der Schleimhäute sind Meerwasser oder Kochsalzspray geeignet.
Hier ein Bild…bischen runterscrollen

http://www.medicus.de/ohren/anatomie/anatomie.shtml

Wenn du sehr starke Schmerzen hast musst Du vielleicht noch zusätzlich zum Antibiotikum ein schmerzlinderndes und abschwellendes Medikament einnehmen. Hier bietet sich Aspirin an wenn du es verträgst.
Paracetamol ist nicht geeignet weil es nur schmerzlindernd aber nicht abschwellend wirkt.

Falls die Schmerzen nicht besser werden rate ich Dir am Montag nochmal den Arzt aufzusuchen. In seltenen Fällen kann eine Mittelohrentzündung auf umliegende Areale übergreifen. Falls so etwas eintritt muß die Therapiestrategie verändert werden.

Alles Gute und baldige Besserung!

Sue

Eigentlich sollte nach Antibiotika Gabe eine deutlich Besserung innerhalb von 48 Stunden eintreten. Wenn nicht, ab zum Arzt. Mir ist schon mehrmaals passiert dass ein Antibiotikum nicht geholfen hat, daraufhin bekam ich ein anderes das dann meistens half.
Auch sehr gut und homöopathisch: Otowowen Tropfen aus der Apotheke.

Gute Besserung :smile:

Gruss Marianne

Hallo!

Hast Du das erste mal Mittelohrenentzündung? Wenn nein, meide Milchprodukte und weitere Infos später

Hi,

schliesse mich voll und ganz Sue an. Kleine Ergänzung noch:
Die meisten Antibiotika brauchen 2-3 Tage (eher 3), bis sie überhaupt greifen! erst dann ist ein Wirkeintritt zu erwarten.

Gruß
Maja

Hallo!

Hast Du das erste mal Mittelohrenentzündung? Wenn nein, meide
Milchprodukte und weitere Infos später

Die Milchprodukte haben wirklich einen Einfluss auf das Antibiotika, oder liegts an der Mittelohrentzündung?
Ich trinke gewöhnlich nämlich viel Milch und esse viel Milchprodukte, besonders wenn ich wegen Unterkieferschmerzen schlecht kauen kann.

Hallo Michèle
von Pias Zwiebelratschlag würde ich Abstand nehmen, wenn deine Gehörgange auch schon gereizt sind. Zwar enthält der Saft der Zwiebel eine Art natürlichen Antibiotikums, aber da er auch sehr aggressiv ist wäre ich da im fortgeschrittenen Stadium einer Entzündung vorsichtig.
Mit „Rebstockwasser“ kenne ich mich nicht aus, aber Otovowen bin ich aus genau gleichen Gründe wie du dein Antibiotikum auch am Schlucken.
Nasenspray ist prinzipiell auch aus genannten Gründen ein guter Tipp, aber nur wenn du nicht an erhöhtem Augeninnerdruck leidest!!!
Wenn das Antibiotikum nicht wirkt, soll dein Arzt dir ein anders verschreiben und ggf. ein Schmerzmittel. Da das Innenohr relativ schlecht durchblutet ist braucht Antibiotika sehr lange um tatsächlich zu wirken. Nimm das Antibiotikum auf jeden Fall zu Ende, aber überleg dir falls das mal wieder passiert ob du dir ein solches wieder reindrücken läßt. Frühzeitige Zwiebelwickel und Otovowen + Nasenspray verhindern meist Schlimmeres. (Du kannst dir einen Zwiebelwickel um den Hals machen, auf der Seite auf der es weh tut.)
Für etwaige nächste Ohrenentzündungen: Falls du noch eine Apotheke findest die dir Kanthariden-Pflaster verkauft, kannst du dir ein kleines Stück (2x3cm) davon hinters Ohr kleben, aber bitte nur wenn du keine vorgeschädigten Nieren hast(!!!) und nicht unter Allergien bes. der Haut leidest. (Geh am besten zu einem guten Homöopathen!) Nach ein paar Stunden bekommst du dann eine Blase unterm Pflaster die aufgestochen und vollständig abgesogen werden muß. Es sollte NICHTS davon (dem Inhalt der Blase) auf deine Haut oder gar ins Ohr gelangen. Vermutlich wird man dir in der Apotheke aber mitteilen, daß das Kanthariden-Plaster wegen seiner hautreizenden Wirkung nicht mehr erhältlich ist. Tatsächlich ist es zwar wie gesagt nierenschädigend und die Blasenbildung ist ein gewollter Effekt, aber was soll’s. Für diesmal ist es leider für Alternativen zu spät, weil z.B. Kanthariden-Plaster und Antibiotikum vertragen sich nicht, da deine Nieren ja auch gerade versuchen das Antibiotikum wieder auszuschleusen.

Ja genau und Milch erst mal gar nicht und Joghurt nach Abschluß der Antibiotikabehandlung, dann aber richtig viel wenn’s geht.
Und sei sehr vorsichtig, du hast durch das Antibiotika wesentliche Teile deiner Immunabwehr verloren.
Im tasächlichen Sinne mitleidende Grüße Zig

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Die Milchprodukte haben wirklich einen Einfluss auf das
Antibiotika, oder liegts an der Mittelohrentzündung?

Hi Michele,

es gibt Antibiotika die man nicht zusammen mit Milch bzw Milchprodukten
(Hartkäse ausgenommen) einnehmen soll. Die Milch verhindert dass das Antibiotikum aus dem Magen Darm Trakt in die Blutbahn aufgenommen wird.

Das steht aber bei den entsprechenden Präperaten im Beipackzettel.

Viele Grüße
Sue

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Aha, das Puzzle schliesst sich langsam.
Nein, Milchprodukte haben zwar bei den meisten Antipiotikas (Ausnahmen sind auf dem Beizettel vermerkt) keinen Einfluss im Zusammenhang mit Antipiotika. In Form von (Bifidus-)Joghurt sogar einen positiven, da Antipiotika die Darmflora angreift/zerstört (und gleichzeitig Dein Immunsystem angreift) und die Yoghurtbakterien hilft, sie wieder aufzubauen.
Rate Dir trotzdem, Milch abzusetzen, weil eine Nahrungsmittelunverträglichkeit (meistens Milch) oft der Auslöser für die Gehörgangverengung ist.
Dann gibt es eine Entzündung, dann nimmst du Antipiotika, welches wiederum das Immunsystem angreift, wodurch Du nebst dem engen Gehörgang für Entzündungen anfällig bist, usw.

Denke für die gegenwärtige Entzündung kann Dir nebst der Milchdiät der Arzt weiter helfen. Er soll Dir aber unbedingt nach oder während der Antipiotikabehandlung gutartige Bakterien (Laktobazillus oder so) verschreiben, damit deine Darmflora und somit auch dein Immunsystem wieder aufgebaut wird.

Rate Dir nach der Behandlung zu gewissen Labortest, welche den Zustand Deines Immunsystems/Darmes (Pilz, aggressive Bakterien zB) und über Deine vermutete Unverträglichkeit Auskunft geben. Gebe Dir auf Wunsch sonst die wenigen Labors an, welche dies auch können, da normale Labors und Ärzte dies nicht können bzw kennen.

Gruss
Beat

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Rate Dir trotzdem, Milch abzusetzen, weil eine
Nahrungsmittelunverträglichkeit (meistens Milch) oft der
Auslöser für die Gehörgangverengung ist.

Hallo Beat,

auch nach längerem Überlegen kann ich keinen anatomisch-physiologischen Zusammenhang zwischen Gehörgangverengung (meinst den äußeren oder den inneren?)und Nahrungsmittelunverträglichkeit herstellen.
Es wäre nett wenn Du noch was dazu schreiben könntest.

Grüße - Sue

Hallo Sue

Habe diesbezüglich ein sehr breites, aber leider nicht tiefes wissen, bin nicht Arzt. Hat soviel ich weiss mit dem Milchzucker einen zusammenhang.
Hab leider nicht viel Zeit und bin gleich für 3 Wochen in den Ferien.
Denke etwas findest Du unter www.greatplainslaboratiory.com im deutschen Teil, wahrscheinlich unter AD(H)D, Vortrag Aachen oder im Interview mit Dr. Shaw
Musst etwas suchen, denke aber, dass Du etwas finden wirst. Bleibe bei meiner Empfehlung. Bis mnach meinen ferien$
Gruss
Beat