unsere Tochter (5 Monate) hat seit Ihrer Geburt einen gestörten Tränenabfluss.
Dadurch ist das Auge ständig nass. In dem feuchtem Klima siedeln sich immer wieder viele Bakterien an. Das Auge bekommt dadurch einen gelben eitrigen Ausfluss.
Den behandeln wir ständig mit verschiedenen Augensalben und Tropfen.
Doch ist das der Weisheit letzter Schluss?
Unser Augenarzt rät uns mit einem Eingriff, der in Vollnarkose stattfinden solle noch bis zum Alter von einem Jahr zu warten. Eventuell würde sich dieses Problem von selbst beheben.
Wir machen uns jedoch Gedanken wegen eventueller Komplikationen wegen den vielen Infektionen im Auge. Auch haben wir von Freunden gehört, dass eine Tränenkanalspühlung bereits im Alter von 2 Monaten auch ohne Vollnarkose erfolgreich stattgefunden hatte. Seit dem Zeitpunkt hat das Mädchen keine Probleme mehr damit.
Was könne Sie uns raten? Sollte man wirklich noch 7 Monate mit einem Eingriff warten, oder ist das Risiko durch die vielen Infektionen größer ?
bei ca. 6% der Neugeborenen kommt es zu einer Stenose (Verengung) an der Mündung in den Tränenabflußkanal. Der Tränenstau führt zu den von dir beschriebenen Symptomen. In den ersten Wochen sollte man die spontane Öffnung der Stenose abwarten. Ab ca. dem 6. Monat kann man eine Überdruckspülung oder Tränenwegssondierung in Kurznarkose durchführen. Ohne Narkose wird man das bei Säuglingen nicht riskieren. Es reicht eine kurze Maskeninhalationsanästhesie.
In vielen Fällen gelingt es aber durch mehrfache tägl. Massage mit vorsichtigem! Druck auf den Tränensack die sogen. Hasner-Membran zu öffnen und damit die „Verstopfung“ zu beseitigen.
Hallo Frank.
Unser Sohn hatte das auch und das wurde im Alter von 4 Wochen ohne Narkose gemacht. Wir durften nicht dabei sein, aber danach war es in Ordnung. Ich habe bei der Gelegenheit aber auch Eltern getroffen, die erzählt haben, dass sich das bei ihren Kinder wieder geschlossen hat und sie den Eingriff wiederholen mussten. Ohne Narkose ist das wohl nicht so angenehm, die Kinder wurden festgehalten und haben auch ziemlich geschrieen ( wurde mir erzählt, habe ich nicht selber gesehen ).
Grüße
Corinna
mein Sohn hatte das auch, bis er knapp ein Jahr alt war. Unser Augenarzt (Ein recht junger) wollte den Eingriff nicht gerne befürworten…da ich auch nicht so begeistert von einer OP war, stimmte ich dem Abwarten zu.
Um Infektionen soweit es ging vorzubeugen, bzw in Schach zu halten, habe ich dem Würmchen mehrmals am Tag behutsam mit abgekochtem Wasser und sterilen Kompressen die Äuglein abgewischt bzw. getupft. Und wenn ich sanft gerieben habe, dann immer zu der Nase zu, nie in die äußeren Augenwinkel reiben.
Das Warten hatte sich gelohnt, das Problem ohne OP gelöst.