Hi,
ich hoffe wirklich sehr, dass mir hier jemand helfen kann, und wenn es nur durch den Bericht mit ähnlichen Erfahrungen ist.
Seit (ungefähr) Mai '03 habe ich (17) Unterleibsschmerzen. Erst dachte ich, es wären evtl. verfrühte Regelschmerzen oder so etwas, denn genauso hat es sich angefühlt. Die Schmerzen sind hauptsächlich rechts aufgetreten. Meine Frauenärztin verschrieb mir dann ein Antibiotika, weil sie auf eine entzündete Zyste tippte. Dies half zunächst auch, die Schmerzen ließen etwas noch, doch musste ich es aufgrund einer allergischen Reaktion absetzen und der Unterleibsschmerz kam wieder ganz zurück. Nach der abgebrochenen Woche Antibiotikabehandlung suchte ich meine Ärztin wieder auf, sie überwies mich sofort in ein Krankenhaus (3. Juni) zur Bauspieglung - die Zyste sollte entfernt werden.
Ich blieb von Dienstag bis Sonntag im Krankenhaus und glaubte, meine Schmerzen seien behoben, OP und Heilung waren gut verlaufen, nur der Wundschmerz war noch da. Doch kaum zu Hause angekommen kam zu dem Wundschmerz der alte Schmerz wieder hinzu. Zwei Tage habe ich abgewartet, doch dienstags konnte ich kaum mehr stehen vor Schmerzen und meine Mutter fuhr mich sofort wieder ins Krankenhaus.
Dort gingen dann allerlei Untersuchungen los, Blut, Urin, Darmspieglung, Röntgen der Leiste, Lende, etc, alle möglichen „Krankmacher“ wurden gecheckt, bis auf die orthopädische Seite, aber darauf komme ich noch.
Nichts wurde gefunden, im Gegenteil, alles bestens! Ich verbrachte eine weitere Woche mit Schmerzen im Krankenhaus, bekam täglich Infusionen und Tabletten gegen die Schmerzen.
Nun muss ich erwähnen, dass ich seit 1 1/2 Jaren in psychotherapeutischer Behandlung bin. Mein Therapeut rief mich an und sagte zu mir, es sei ihm jetzt wie Schuppen von den Augen gefallen, es handele sich eindeutig um ewas Psychosomatisches handele, bedingt durch Stress zu Hause, Schule, etc. Schule war zu der Zeit noch ein großes Thema.
Ich blieb noch 5 Wochen zu Hause, am 11.7. wäre Ausschulung gewesen, ich wusste nicht wieso ich mich mit meinen Schmerzen auch noch in den „Unterricht“ quälen sollte, der zu diesem Zeitpunkt eh nicht mehr regulär statt fand, „Gammelunterricht halt“.
Nun hätte man denken sollen, dass es nach der Ausschulung besser werden würde, aber nichts dergleichen. Es waren ja schon lang keine regelschmerzähnlichen Schmerzen, sondern richtig stechenede, auch links und mittig auftretende Krämpfe und Schübe.
Ich verstand die Welt nicht mehr, an Psychosomatik wollte ich nicht glauben, da es mir eindeutig lieber wäre eine OP über mich ergehen zu lassen anstatt „verrückt“ zu sein.
Der Orthopödenbesuch brachte auch keinen Aufschluss, eher noch mehr Verwirrung.
Als ich ungefähr 10 war, stellte ein Orthopäde einen sog. „Gleitwirbel“ fest, ein verrückter Wirbel, der sich nie wieder verwachsen würde, aber mit Gymnastik könnten Schmerzen verhindert werden.
Nun ging ich im Juni/Juli zu einem neuen Orthopäden, der mir zunächst einmal bestätigte, was ich doch für ein gesundes Kreuz habe. Keine Spur von Gleitwirbel, Hohlkreuz oder ähnlichem.
Er röntge mich und stellte etwas spitzgestellte Hüftgelenke fest, was aber mehr oder weniger häufig bei Mädchen vorkommt, daher KÖNNTEN die Schmerzen rühren.
Aber hätten dann nicht all die Mädchen, die das haben, auch diese Schmerzen?
Ich bin total verwirrt und weiß nicht was ich glauben soll, hab jetzt vor Kurzem erst die Schmerzmittel abgesetzt, ohne die ich nicht mehr ausgekommen bin. Hatte einen Aufenthalt in der Diagnostikklinik Wiesbaden beantragt (wohne Nähe Darmstadt), welcher aber abgelehnt wurde, da der Orthopäde angeblich Therapiemöglichkeiten für diese Fehlstellung(?) des Beckens erklärt haben soll (Seine Worte waren: Machen Sie einen Sport? Nein? Dann suchen sie sich mal einen, damit die Beckenmuskulatur gestärkt wird.).
Die ganze Sache kratzt langsam an meinem Ego, da es sich auch auf meine Sexualität auswirkt und ich schon richtig Panik vor Nähe/den Schmerzen, die dann einsetzen (könnten) habe.
So, das war jetzt viel Text, ich hoffe irgendwer hat ein paar tröstende und hilfreiche Worte für mich übrig!
Liebe Grüße
Deli

beide brachten mehrere gesúnde Babies zur Welt!