hallo Günter,
im Prinzip hast du sicher recht, aber… mein Arbeitgeber akzeptiert keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung von einem Hausarzt! Nun kommst du, und meine Urlaubstage sind dieses Jahr ausschließlich für Arztbesuche aufgebraucht. Also muss ich bei einem Hausarzt bitte, bitte, bitte machen, damit er mich an einen Facharzt überweist. Der macht dann die gleichen Untersuchungen wie der Hausarzt noch einmal — um dann festzustellen, o.k. arbeitsunfähig. Dann stellt er die Bescheinigung aus.
Genau aus diesem Grunde schleppe ich mich ja hin, egal wie es mir geht und von daher rege ich mich auf.
Zu den mehreren Ärzten : nenne mir 1 einzigen Arzt, der sich in all meinen chronischen Erkrankungen samt der vorhin vergessenen 54 Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten auskennt. 1 einzigen Arzt der beraten kann, was ich dann als Allergiker, Diabetiker - nur die beiden Sachen überhaupt noch zu mir nehmen kann.
Und nenn mir bitte 1 einzigen Arzt, der sich mit Lähmungen, mehrfachen Bandscheiben-OPs, hohem Blutdruck, Bandscheibenvorfällen an der HWS, Zustand nach Darm-Krebs, nach Unterleibskrebs usw. auskennt und dann ---- wie du sagst, dann umfassend die Medikamente einstellen kann und beraten kann…
Bisher habe ich keinen gefunden — und noch nicht alle Erkrankungen aufgeführt. Was du meinst, der Hausarzt weiß und kann alles ---- das ist doch illusorisch. Wenn der noch nie von Ernährungsrisiken gehört hat, ja ncht Ernährungswissenschaft studiert hat …wie soll der das Zusammenspiel von Lebensmitteln, Schmerzmitteln, Diabetesmedikamenten, Darmmedikamenten, Schilddrüse usw. und so fort erkennen und festlegen??? Solch einen allwissenden Hausarzt möchte ich gerne mal kennenlernen. Das einzige was der kann, ist alle Befunde ordentlich auf den Tisch legen und dann würfeln, welchen nehmen wir heute… ach ja, ganz zu vergessen,abnehmen auch noch, was bisher auch bei stationärem Aufenthalt und 500 kcal nicht 1 g in 8 Wochen gelungen ist — das muss er dann auch noch regeln. Meinst du ernsthaft ein Hausarzt hat 7 Tage Zeit, sich mit allen Themen gründlich zu beschäftigen, um fachkundig raten zu können???
In welcher Welt lebst du?
Für den Normalfall mag dein Argument wirklich gelten, aber wie soll dere arme Hausarzt erkennen, ob die Nieren allmählich versagen, wann soll er das erkennen, abends um 22:00 Uhr???
Ich bleibe dabei, wir chronisch Kranke sind die Fußabtreter solcher Menschen, die allenfalls mal einen Schnupfen oder eine (Darm)grippe bekommen.
Ich komme gerade von der Akupunktur, bin dafür 75km hin und 75 km zurück- gefahren, weil ich durch Zufall vor 2 Jahren einen super Akupunkteur fand, der auch tolle Erfolge bei mir erreicht hat. Nur — der üblicheSchulmediziner und Hausarzt lehnt entweder Akupunktur ab - oder hat 2 Wochenendkurse belegt und haut die Nadeln mit Gewalt rein, nach dem Motto, nur was ordentlich weh tut - hilft. Alles schon erlebt.
Und eines darfst du mir glauben, ein Arzt, der selbst nicht Akupunktur macht – der schickt auch keinen Patienten dorthin.
Und um das unangenehme Thema Darmkrebs anzusprechen — der damalige Hausarzt meinte immer, das sei normal, so dünne Leute, die so wenig essen, die haben wenig Verdauung und müssen halt pressen und dann platzt was und dann tuts weh. Irrtum, ich hatte 3 Krebsgeschwulste und mit dem Alter gab es keine Vorsorge. Damals hat auch niemand darüber geredet - aber mit 30 hab ich ihn gehabt. Ach ja, heute dürfen wir glaube ich ab 50 zur Vorsorge- wie wunderbar, wenn sie denn nícht gestorben sind.
Ich weiß ich bin sarkastisch – aber meinen Darmkrebs hat ein Hausarzt nicht erkannt, die Beschwerden nicht ernst genommen. >Und das stelle ich bei Hausärzten immer wieder fest. Das Wartezimmer platzt, die Leute werden ungeduldig, schimpfen auf dem Gang ---- da hört dir keiner (!) mehr zu.
Sri und schöne Grüße Kikut
Gruß kikut