Warum muss man neuerdings zum Hausarzt

und wenn man keinen hat, sich einen Feld-Wald-und Wiesenarzt suchen, liebe www.Gemeinde,
das verteuert doch alles - er will natürlich verdienen und muss z.B. in meinem Fall Befunde von 15 Jahren lesen – das sind dann 10 Arzttermine - wunderbar- dafür sitzt man 3 Stunden im Wartezimmer - denn Hausärzte haben meist keine Anmeldung, sprich von 18:00 bis 21:00, dann 15 Minuten rein, abgrapschen, abklopfen, kopfschüttelnd feststellen, dass man auch nicht helfen kann und der Abend ist gelaufen.

Arztbriefe kann ich selbst in Empfang nehmen, ja sogar selbst lesen. Dann hat jede 2. Praxis keinen Kopierer, sprich du bekommst nicht mal die Befunde. Das ist doch eine Verdummung der Patienten.
Ist das wirklich so o.k.?

Für mich bedeutet das, wie in den vergangen 20 Jahren, man geht vollgestopft mit Schmerzmitteln, Grippemitteln, Aufbaumitteln mit 40 ° C Fieber zur Arbeit (falls Einwende kommen, ich gehe mit Fieber und vollgestopft zur Arbeit). – wenn du nicht 4 -5 Stunden beim Hausarzt verbringen willst.

Da Arbeitgeber zusehends auch bei 1 Tag eine Bescheinigung verlangen, kannst du wählen, bakterienverseucht im Büro oder Laden – oder gleicher Zustand 5 Stunden beim Hausarzt. Das ist doch irgendwie alles irrational, oder?
empörte Grüße
kikut

Hi Kikut,

ich dachte, diese Bestimmung tritt erst noch in Kraft?

Ich war letztens bei einer ganzen Reihe von Fachärzten, ohne meinen Hausarzt davon zu unterrichten. (Ich bevorzuge in klaren Fällen fröhliche Selbstdiagnose *g*)
Es wurde dann abschließend gefragt, ob ein Bericht an ihn geschickt werden soll, was ich ebenfalls ablehnte.

Aber ich habe auch schon gehört, dass künftig nichts mehr ohne den Hausarzt läuft. Selbst Frauen, die sich nur die Pille abholen wollen, müssen sich dann offenbar einen Termin geben lassen.
Ja, was für ein Schwachsinn!

Viele Grüße
Silke

Hallo,

ich denke, es geht auch darum, gleich zum richtigen Facharzt zu kommen. Die Fachärzte haben auch ihre Pfründe und werden dich selten zu einem anderen Facharzt schicken, bevor sie nicht ihre Diagnosen und Behandlungen durchgezogen haben. Am Ende warst du bei X Fachärzten, bis du den richtigen erwischst.
Im Fall der „Pille“ sind das eben ein paar Euro Mehrausgabe durch den zwischengeschalteten Hausarzt. Bei falscher Therapie durch falsch selbst gewählte Fachärzte kann sich das auf tausende Euro summieren.

Ob die Rechnung aufgeht? Wer soll das wissen?

Gruss, Niels

hallo!

dieses system ist in anderen ländern schon seit jahren gang und gäbe-
mit all den vor- und nachteilen die es eben so gibt. grossbritannien
lässt grüssen. :wink:

der beabsichtigte sinn ist folgender:
wenn jemand mit einem problem gleich zum facharzt geht dann werden
oft untersuchungen durchgeführt die sehr teuer und aufwendig sind;
das steht in keinem verhältnis zum zu erwartenden ergebnis (in vielen
fällen)-v.a. wenn schon von anderer seite entsprechende
untersuchungen gemacht wurden. (vermeidung von doppeluntersuchungen)

wird zunächst eine behandlung bzw. „vorsortierung“ durch den hausarzt
durchgeführt kann man einen teil dieser kosten einsparen.

das ist wie gesagt der theoretische teil! die praxis sieht wie immer
anders aus.

man darf nicht vergessen dass die leute die solche sachen entscheiden
sich nicht um jeden der 80 millionen bürger kümmern können.
da geht es darum mal auf die schnelle ein paar milliarden
einzusparen-und da müssen dann eben 95% der bevölkerung (d.h. die
breite masse) ran.
einzelfälle haben wie immer schlechte karten.

es kann natürlich so sein dass bei chronischen problemen dieser umweg
über den hausarzt ausgeschlossen wird, d.h. der arzt der vorher
behandelt hat bleibt auch weiterhin der alleinige ansprechpartner.

diese massnahmen scheinen nötig zu werden da die bereitschaft für
medizinische versorgung entsprechende bezahlung zu leisten in der
bevälkerung nicht vorhanden ist.
die politik selber bringt es seit jahren (jahrzehnten) auch nicht
zustande die selbstbedienungsmöglichkeiten die alle ausreichend
bekannt sind abzustellen.

im prinzip ist das alles ein riesiger misch-masch in dem ab und zu
mal ein bisschen rumgerührt wird ohne dass sich die basis verändert.

tschüss

matthias

p.s. zumindest sieht das von meinem standpunkt so aus-und der
heilmittelkatalog und diverse andere vorschriften die wir so
aufgelegt bekommen sind recht gute „beweise“ dafür.

Hallo !

Ach Du Ärmster, wieder auf die Millionärsärzte?!

Du mußt erst zum Hausarzt, weil Du gar nicht selbst beurteilen kannst, ob Du einen Facharzt benötigst. Der Hausarzt ist weitaus billiger.
Bist Du aber ein chronisch Kranker, der es vielleicht mit dem Herzen hat und regelmäßig zum Kardiologen muß, dann kannst Du Dir die Überweisung holen, ohne den Hausarzt erst zu sprechen. Das ist dann ganz einfach. Je kranker Du wirklich bist, um so einfacher geht es dann. Aber Eintageskranke sollten erstmal den Hausarzt aufsuchen.

Gruß Max

liebe www.ler,
ich sehe es natürlich ein, dass man mit dem Schnupfen nicht zum Facharzt geht - ich gehe damit gar nicht zum Arzt und auch nicht mit einer Grippe.

Aber als Diabetikerin muss ich also nun zum Hausarzt - der aber von den Zusammenhängen mit anderen Erkrankungen noch nie was gehört hat, ja noch nie von Ernährungslehre was gehört hat und darf begeistert von seinem vollen Wartezimmer sein.

Ich habe die Jahre hinter mir, in denen ich täglich zur Cortisonspritze zur Hausärztin ging, um 20:00 Termin hatte (nach der Arbeit, wie es sich gehört), bis 22:00 warten musste, dann drankam,dazu allgemeines Befindlichkeitsblabla (Tschuldigung, aber bei mehrerer chronischen Erkrankungen ist es müßig zu fragen, wie es einem geht) , dann Spritze aufziehen und um 23:00 durfte ich nach Hause fahren, dann um 24:00 im Bett und um 3:00 Uhr ging der Wecker.

Für Berufstätige ist doch ein Arztbesuch eine Katastrophe. Es ist doch das Recht des Arbeitgebers zu verlangen, dass man Arztbesuche nach oder wenn möglich vor der Arbeit erledigt. Es ist offenbar das Recht der Hausärzte die Leute in Massen in den Wartezimmern sitzen zu lassen.

Dann quakt der Arzt rum, man solle sich Ruhe gönnen, ausreichend Schlaf — und peng, vor 22:00 ist man nicht zuhause — und irgendwie eigentlich müsste man nach einem langen Arbeitstag auch was essen. Da man aber (oder ich) um die Zeit nix mehr isst, komme ich nur auf Frühstück um 5:00 und sonst nix.

Das nennt sich dann Lebensqualität. Es ist leider bekannt, chronisch Kranke haben in Deutschland die A----Karte gezogen.

Frage mich dann nur, warum die Kollegen so dämlich gucken, wenn man umkippt. Achja, das ist ja Wohlstandsschrot.

Tut mir leid, aber ich verstehe das nicht. Vielleicht bin ich auch zu dumm - oder habe momentan ein Brett vorm Kopf. Das wird mir jedenfalls immer gesagt, wenn ich 1 Tag Urlaub nehme, um zum Arzt zu gehen. Und dann quaken Kollegen herum und auch der Arzt, Urlaub sei zur Erholung da. Nee, die Zeiten sind vorbei. Wir brauchen als chronisch Kranke den Urlaub, um die Stunden in den Wartezimmern der Hausärzte zu verbringen.

Sri, dass ich heute so aggressiv argumentiere.

cu kikut

Bist Du aber ein chronisch Kranker, der es vielleicht mit dem

Herzen hat und regelmäßig zum Kardiologen muß, dann kannst Du
Dir die Überweisung holen, ohne den Hausarzt erst zu sprechen.
Das ist dann ganz einfach. Je kranker Du wirklich bist, um so
einfacher geht es dann. Aber Eintageskranke sollten erstmal
den Hausarzt aufsuchen.

Danke für die Eintagskranke mit 5 Bandscheiben-OPs, 3 weiteren Bandscheibenvorfällen, Schilddrüsenproblemen, Schlafapnoe, Diabetes, Bluthochdruck, entzündeter Schulter, Krebs OPs Darm und Unterleib… aber sonst gehts gut, ja?? Und für jede Krankheit ein Termin beim Hausarzt mit 3 Stunden Wartezeit, denn bei jedem Termin wird jede einzelne Krankheit getrennt behandelt… armes Gesundheitswesen
kikut

Gruß Max

hallo Seidenperle,

ich dachte, diese Bestimmung tritt erst noch in Kraft?

dachte ich auch, aber der Facharzt will mir nicht mal seinen schriftliche Befund geben, nein der muss vom Hausarzt angefordert werden, und der darf dann von den anderen Fachärzten auch anfordern ---- komisch, von mir wollte er die Vorbefunde haben— von mir kriegt kein Arzt mehr einen Befund— sollen sie doch anfordern, das beschleunigt die Akutbehandlung. Ich habe sooooooooooooo`n Hals…

Ich war letztens bei einer ganzen Reihe von Fachärzten, ohne
meinen Hausarzt davon zu unterrichten. (Ich bevorzuge in
klaren Fällen fröhliche Selbstdiagnose *g*)

Ich auch, außerdem geht es mir auch um einen neutralen Befund und nicht nach dem Motto, wieviel war schon, ich muss doch eh die Summen über Satz selbst bezahlen. Die verdienen an mir doch den 2,3fachen Satz…

Es wurde dann abschließend gefragt, ob ein Bericht an ihn
geschickt werden soll, was ich ebenfalls ablehnte.

Das lehne ich nämlich auch ab.

Aber ich habe auch schon gehört, dass künftig nichts mehr ohne
den Hausarzt läuft. Selbst Frauen, die sich nur die Pille
abholen wollen, müssen sich dann offenbar einen Termin geben
lassen.
Ja, was für ein Schwachsinn!

Eben und für meine Diabeteseinstellung gehe ich dann zum Hausarzt, weil die Tablettenpackung alle ist - 3 Stunden warten bzw. Urlaubstag, weil ich morgens während der Arbeitzeit da sein muss… der überweist dann an den Internisten, wieder 1 Tag Urlaub, da ja nur morgens untersucht wird… also meinen Arbeitgeber stimmen die vielen einzelnen Urlaubstage nciht fröhlich!! Zumal das dann alle 3 Monate ist und mit meinen Erkrankungen muss ich halt öfters zum Arzt. Tja, warum hat man mich bei meinem Sturz damals überleben lassen, wir landen bald da wo Groß Britannien ist — ab 55 keine KnochenOPs, weil es sich nicht lohnt.

Ach Silke, das macht alles teurer und den Arbeitnehmern wird so pöh a pöh (hihi) der urlaub genommen. Ich habe seit 10 Jahren nie mehr mehr als 5 Tage am Stück - da alle Tage von 35 (als Schwerbehinderte) für einzelne Arztbesuche draufgehen ---- und nun mit Hausarzt — damit die Abende auch ausgefüllt sind.

Sarkasmus, klar, aber darauf läuft es hinaus — und ich bin beileibe kein Einzelfall. Abends ist das Wartezimmer bis 23:00 immer gut gefüllt.

Gruß kikut

Hi!

Du mußt erst zum Hausarzt, weil Du gar nicht selbst beurteilen
kannst, ob Du einen Facharzt benötigst.

Wieso sollte man das wohl nicht selber beurteilen können? Sind wir keine „mündigen“ Patienten?
Ich gehe doch mit einem Bandscheibenvorfall, einer Nierenbeckenentzündung oder Unterleibsschmerzen nicht zum Hausarzt, nur um mir von da eine Überweisung an einen Facharzt zu holen!

Das ist doch wirklich Zeitverschwendung.

Gruß
Silke

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Hallo,
ich denke, hier wird doch das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.
Das Gesetz als auch die Durchführungsbestimmungen sind doch noch
garnicht durch - also keine Aufregung.
Es wird auch nicht so kommen, dass man grundsätzlich zuerst den
Hausarzt aufsuchen muss.
Kinder- Frauen- und Augenärzte werden meiner Ansicht nach sicher
ausgenommen.
Sinn dieser Vorschrift soll doch ein Spareffekt sein, und der tritt
immer dann ein, wenn eine ansich unnötige und teure Facharztbehandlung
auch von einem Hausarzt durchgeführt werden kann.
Und wenn ich schon höre dass man mehrere Fachärzte aufgesucht hat und
Selbstdiagnose betreibt dann macht das Gesetz gerade für diesen Personenkreis Sinn - aber sichgerlich zahlen die dann auch ohne murren
das „Eintrittsgeld“.

Gruss

Günter Czauderna

Bist Du aber ein chronisch Kranker, der es vielleicht mit dem

Herzen hat und regelmäßig zum Kardiologen muß, dann kannst Du
Dir die Überweisung holen, ohne den Hausarzt erst zu sprechen.
Das ist dann ganz einfach. Je kranker Du wirklich bist, um so
einfacher geht es dann. Aber Eintageskranke sollten erstmal
den Hausarzt aufsuchen.

Danke für die Eintagskranke mit 5 Bandscheiben-OPs, 3 weiteren
Bandscheibenvorfällen, Schilddrüsenproblemen, Schlafapnoe,
Diabetes, Bluthochdruck, entzündeter Schulter, Krebs OPs Darm
und Unterleib… aber sonst gehts gut, ja?? Und für jede
Krankheit ein Termin beim Hausarzt mit 3 Stunden Wartezeit,

Dann läuft bei Dir irgendwas total falsch. Ich muß alle 6 Monate zum Kardiologen und habe meinen Hausarzt seit Jahren nicht gesehen. Rezepte und Überweisungen mache ich mit den MTAs per Telefon.
Wer so krank ist wie Du, muß nicht jedesmal zum Hausarzt!!!

Gruß max

hallo Günter,
im Prinzip hast du sicher recht, aber… mein Arbeitgeber akzeptiert keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung von einem Hausarzt! Nun kommst du, und meine Urlaubstage sind dieses Jahr ausschließlich für Arztbesuche aufgebraucht. Also muss ich bei einem Hausarzt bitte, bitte, bitte machen, damit er mich an einen Facharzt überweist. Der macht dann die gleichen Untersuchungen wie der Hausarzt noch einmal — um dann festzustellen, o.k. arbeitsunfähig. Dann stellt er die Bescheinigung aus.

Genau aus diesem Grunde schleppe ich mich ja hin, egal wie es mir geht und von daher rege ich mich auf.

Zu den mehreren Ärzten : nenne mir 1 einzigen Arzt, der sich in all meinen chronischen Erkrankungen samt der vorhin vergessenen 54 Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten auskennt. 1 einzigen Arzt der beraten kann, was ich dann als Allergiker, Diabetiker - nur die beiden Sachen überhaupt noch zu mir nehmen kann.

Und nenn mir bitte 1 einzigen Arzt, der sich mit Lähmungen, mehrfachen Bandscheiben-OPs, hohem Blutdruck, Bandscheibenvorfällen an der HWS, Zustand nach Darm-Krebs, nach Unterleibskrebs usw. auskennt und dann ---- wie du sagst, dann umfassend die Medikamente einstellen kann und beraten kann…

Bisher habe ich keinen gefunden — und noch nicht alle Erkrankungen aufgeführt. Was du meinst, der Hausarzt weiß und kann alles ---- das ist doch illusorisch. Wenn der noch nie von Ernährungsrisiken gehört hat, ja ncht Ernährungswissenschaft studiert hat …wie soll der das Zusammenspiel von Lebensmitteln, Schmerzmitteln, Diabetesmedikamenten, Darmmedikamenten, Schilddrüse usw. und so fort erkennen und festlegen??? Solch einen allwissenden Hausarzt möchte ich gerne mal kennenlernen. Das einzige was der kann, ist alle Befunde ordentlich auf den Tisch legen und dann würfeln, welchen nehmen wir heute… ach ja, ganz zu vergessen,abnehmen auch noch, was bisher auch bei stationärem Aufenthalt und 500 kcal nicht 1 g in 8 Wochen gelungen ist — das muss er dann auch noch regeln. Meinst du ernsthaft ein Hausarzt hat 7 Tage Zeit, sich mit allen Themen gründlich zu beschäftigen, um fachkundig raten zu können???

In welcher Welt lebst du?

Für den Normalfall mag dein Argument wirklich gelten, aber wie soll dere arme Hausarzt erkennen, ob die Nieren allmählich versagen, wann soll er das erkennen, abends um 22:00 Uhr???

Ich bleibe dabei, wir chronisch Kranke sind die Fußabtreter solcher Menschen, die allenfalls mal einen Schnupfen oder eine (Darm)grippe bekommen.

Ich komme gerade von der Akupunktur, bin dafür 75km hin und 75 km zurück- gefahren, weil ich durch Zufall vor 2 Jahren einen super Akupunkteur fand, der auch tolle Erfolge bei mir erreicht hat. Nur — der üblicheSchulmediziner und Hausarzt lehnt entweder Akupunktur ab - oder hat 2 Wochenendkurse belegt und haut die Nadeln mit Gewalt rein, nach dem Motto, nur was ordentlich weh tut - hilft. Alles schon erlebt.

Und eines darfst du mir glauben, ein Arzt, der selbst nicht Akupunktur macht – der schickt auch keinen Patienten dorthin.

Und um das unangenehme Thema Darmkrebs anzusprechen — der damalige Hausarzt meinte immer, das sei normal, so dünne Leute, die so wenig essen, die haben wenig Verdauung und müssen halt pressen und dann platzt was und dann tuts weh. Irrtum, ich hatte 3 Krebsgeschwulste und mit dem Alter gab es keine Vorsorge. Damals hat auch niemand darüber geredet - aber mit 30 hab ich ihn gehabt. Ach ja, heute dürfen wir glaube ich ab 50 zur Vorsorge- wie wunderbar, wenn sie denn nícht gestorben sind.

Ich weiß ich bin sarkastisch – aber meinen Darmkrebs hat ein Hausarzt nicht erkannt, die Beschwerden nicht ernst genommen. >Und das stelle ich bei Hausärzten immer wieder fest. Das Wartezimmer platzt, die Leute werden ungeduldig, schimpfen auf dem Gang ---- da hört dir keiner (!) mehr zu.

Sri und schöne Grüße Kikut
Gruß kikut

hallo Silke -

Zeit und Geldverschwendung. Mir hat man immer angehängt, dass käme vom Rücken — bis der Krankenwagen mich mit Blaulicht abholte, da hochakute doppelseitige Nierenbeckenentzündung. Der Hausarzt behauptete auch hinterher noch, dass muss nach dem Besuch bei ihm (am Abend um 18:30) entstanden sein, der Notarzt kam um 21:00!

Also. Theorie mag ja gut sein — aber die Praxis…
Gruß kikut

hallo max,
ich habe den Vortext gelöscht. Das ist ja das Problem, und angefangen hat es mit einem ganz simplen Treppensturz vor 15 Jahren im Dienst.

Ich habe es nur heute in der Orthopädie erlebt, dass mir der Doc keine Befund geben wollte, nicht weiter krankschreiben — gehen Sie, suchen Sie einen Hausarzt, der kann dann schriftlich die Befunde anfordern und ich sende sie ihm zu, teile ihm dann mit, dass Sie in absehbarer Zeit nicht arbeitsfähig sind.----
(Ich geh natürlich morgen zum Dienst, denn die alte Bescheinigung galt bis heute … und eines schwör ich, wenn ich wieder im Dienst bin, beginnt die Tablettenfresserei umd durchzuhalten, 3:00 aufstehen, 20:30 zurück und den ganzen Tag ohne Mahlzeit… Es geht nicht anders, aber unentschuldigt fehlen — ich nicht.)

Mein Akupunktur hob die Augenbrauen - ich fragte, ob er denn den Hausarzt spielen könne, und fragte, wer ihm denn das Anschreiben an die Klinik bezahlen würde, dass dürfe er nämlich nicht abrechnen. Daraufhin grinsten wir beide, er wird es losschicken - und seine Verwunderung beim Arzt der Klinik äußern.

Normal??? Ich weiß nicht
Gruß kikut

privatversichern…
Hi!

aber die scheinen nur gesunde und junge zu wollen.
LG
Siân

hallo Siân,
damit hast du leider Recht. Ich bin damals mit 21 und kerngesund eingetreten, habe dann 2 x 3 Jahre monatlich einen Ruhensbeitrag gezahlt. Wurde vom Steuerberater und Freunden für „dumm“ erklärt, "das könne man doch sparen " O-Ton — und inzwischen gucken meine Kolleginnen dumm, wenn sie nach 5 oder 6 Jahren oder noch später neu in eine private Krankenversicherung einsteigen.

Wobei es mir damals so war, als Beamtin nahm uns keine Krankenkasse, aus der Barmer musste ich raus. Wie sich doch die Zeiten geändert haben.

Und dieses Geschehen gestern ist mir auch als „Private“ passiert- sprich als Kassenpatient kriegst du überhaupt keine Befunde mehr. Also einen Hausarzt suchen, der technisch gut ausgestattet ist und mindestens auch einen Kopierer hat - damit du dann gegen Kopierkosten selbstverständlich - an deine Befunde kommst.

Die Gesundheitsfürsorge (!?) mit den Chipkarten mit allen Befunden ist ja wohl in Anmarsch — nur dann bekommst du als Versicherter gar keine Daten, es sei denn, du hast ein eigenes Lesegerät.

Das ist dann Fortschritt!!! Denn eine Kontrolle durch den Patienten ist dann gar nicht mehr gegeben. Und wenn ich so meine Rechnungen seh… Fehler machen alle und „böse Buben“ gibt es überall, wie oft die Rechnungen nicht stimmen sprich zusätzliche Positionen abgerechnet werden…

Untergehen werden dabei die ehrlichen Abrechner, weil sie entweder zu wenig Geld von den Verrechnungsstellen bekommen - oder an Überarbeitung eingehen.

Hast du denn mal unten bei Recht gefragt, welche Möglichkeiten einer Privatversicherung bestehen? Da ist doch ein Fachmann dabei, der hat doch ne Menge Ahnung…

hilflose Grüße
kikut

Schau mal in die Ärztezeitung…
so einfach wie du es machst ist es auch für die Hausärzte nicht und bedenke, Praxisgebühr dann beim Hausarzt und noch einmal beim Facharzt…
kikut

Hallo,

Wieso sollte man das wohl nicht selber beurteilen können? Sind
wir keine „mündigen“ Patienten?
Ich gehe doch mit einem Bandscheibenvorfall, einer
Nierenbeckenentzündung oder Unterleibsschmerzen nicht zum
Hausarzt, nur um mir von da eine Überweisung an einen Facharzt
zu holen!

Also, wenn es im Rücken stark schmerzt, weiss du, dass es ein Bandscheibenvorfall ist. Wenn es in der Nierengegend schmerzt, weisst du, dass es eine Nierenbeckenentzündung ist. Alle Achtung. Du hast deinen Körper im Griff.

Mir ist es mal beim Heben höllisch ins Kreuz gefahren. Ich schon an Bandscheibenvorfall gedacht, mühsam zum Hausarzt gekrochen. Der hat gemeint ist nur Verspannung, Salbe und 1 x täglich heiss baden. Und Tatsache 2 Tage später wars weg. Dabei hatte ich mir vorher nicht mal mehr die Schuhe binden können.
Oder: Schlimme Erkältung. Stechender Schmerz beim Atmen und Husten. Ich zum Hausarzt. Der hat abgetastet, abgehört, geschmunzelt und gemeint: Muskelkater vom Husten (peinlich). Und so wars denn auch.

Also: 2 x Facharztbesuch gespart.

Heutzutage haben die meisten Leute durch das Fernsehen und Illustrierte ein mächtiges Halbwissen über Krankheiten gesammelt. Sie trauen den Ärzten nicht, die das jahrelang studiert haben, schließlich wissen sie ja selbst Bescheid (wie gesagt aus Fernsehen und Illustrierten). Diese Fälle gilt es abzufangen.

Gruß, Niels

hallo Silke

wir keine „mündigen“ Patienten?

ne, wir werden alle entmündigt, damit die Kasse klingelt…

Ich gehe doch mit einem Bandscheibenvorfall, einer
Nierenbeckenentzündung oder Unterleibsschmerzen nicht zum
Hausarzt, nur um mir von da eine Überweisung an einen Facharzt
zu holen!

sollst du aber und zahlst dann Praxisgebühr beim Hausarzt (nach 1 Stunde Wartezeit und Überweisungsformular) und dann Praxisgebühr beim Facharzt… und alle sind sauer, weil sie auch für das Inkassowesen zuständig sind. Im Grunde muss jede Praxis dann 1 zusätzliche Kraft für diese Aufgaben einstellen. Tut sie aber nicht. Damit wird der Druck auf die Mitarbeiter noch größer, als er durch die wegen langer Wartezeit ( trotz manchmal Termin)quengelnden Patienten schon ertragen muss…

Das ist doch wirklich Zeitverschwendung.

Korrektur: Zeit- und Geldverschwendung; denn die Praxisgebühr ist beschlossen

Gruß kikut

so einfach wie du es machst ist es auch für die Hausärzte
nicht und bedenke, Praxisgebühr dann beim Hausarzt und noch
einmal beim Facharzt…
kikut

Welche Praxisgebühr? Mein Hausarzt und ich machen es aber so und der Rest seiner 2500 Patienten auch.
Gruß max