Atypische Mandelentzündung

Titel: Atypische Mandelentzündung
Autor: H . W a l l e r
Datum: 22.9.2003 23:15 Uhr

Frage: Seit gut 2 Wochen habe ich rechts - wie in den letzten Jahren schon mehrmals, auch linksseitig - stark punktuell konzentrierte Mandelschmerzen beim Schlucken, dabei kein Fieber, aber eine bis zum Schmerz reichende Berührungs-Überempfindlichkeit der Haarwurzeln auf der rechten Schädelhälfte. Ein Antibiotikum (Roxidura 300 mg) blieb - anders als in 2 früheren Fällen - bisher wirkungslos. Die Erscheinungen klingen zwischendurch mal ab, kommen aber wieder. Mein HNO-Arzt kennt die Symptomatik nicht, weiss keine Therapie, versucht es jetzt mit Penicillin, bisher (2 Tage) erfolglos; natürlich nehme ich es weiter. Wer weiss mehr?
Besten Dank im voraus…

Hallo,

ich würde an deiner Stelle mal zum Neurologen gehen.

Gute Besserung und viele Grüße

Utemaus

Hallo H. Waller,
als ehemalige Schwester, auch in der HNO, frage ich mich warum überhaupt Antibiotika? Den Mandeln sieht man doch an was sie haben. Bei Ausstrahlung bis in die Haarwurzel, denke ich auch an eine Nervensache. Vielleicht strahlt eine Trigeminus Neuralgie aus.
Guten Abend noch
wünscht Dir
Marlis

Herr Waller,

der Schmerz Ihrer Mandeln muss „nicht unbedingt“ mit der schmerzhaften Überempfindlichkeit Ihrer Haarwurzeln zu tun haben ist aber "nicht"auszuschliessen. Evtl. spielen Ihre Hormone ein bisschen verrückt.Denn das Wachstum der Haare wird durch die Geschlechtshormone gesteuert.Vielleicht leiden Sie an einer „vererbten Überempfindlichkeit“ gegen das männliche Sexualhormon Testosteron.Das bei der Bildung von Testosteron entstehende Zwischenprodukt „Dihydro-Testosteron“ wirkt sich schädlich auf die Haarwurzeln aus, was dazu führt, dass das Haar nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird.

Zu den Beschwerden an den Polypen könnte es evtl. auch eine chronische Mandelentzündung sein.Eine Vergrösserung der Rachenmandel entsteht durch eine Volumenzunahme des lymphatischen Gewebes,aus dem die Rachenmandel grösstenteils besteht.Ursachen der vergrösserten Rachenmandel können hormonelle und erbliche Einflüsse sein.Ist Ihre Nasenatmung behindert ,schnarchen Sie oder haben Sie des öfteren Mittelohrentzündungen gehabt?Evtl.würde Ihnen ein Gang zu einem Heilpraktiker behilflicher sein.Lassen Sie Ihr Problem auf keinem Fall unbehandelt!

Alles Gute!