Halsschmerzen nach längerem Reden/Vortrag

Hallo ihr alle,

habe ein Problem und hoffe, ihr könnt mir helfen:
Ich betreue in meinem Hiwi-Job Labor-Praktika an der Uni.
Da muss ich mehrere Stunden täglich auf die Studenten aufpassen, ihnen was erzählen (eine Art Vortrag) und vieles erklären. Danach habe ich jedesmal Halsschmerzen, die den ganzen Tag über anhalten.
Bonbons lutschen und Trinken ist während des Praktikums nicht möglich bzw. nicht erlaubt. Zeit für Pausen bleibt meist auch nicht.
Muß ich damit mal zum HNO? Oder habt ihr Tips für mich, wie ich diese Halsschmerzen, das Kratzen und die manchmal auftretende Heiserkeit vermeiden kann?
Viele Grüße
Nicky

Hi nicky,

Brüllknötchen??? - auch Sängerknötchen genannt, auf jeden Fall zum HNO. Der/die betäubt den Schlund, guckt sich die Stimmbänder an (tut nicht weh) und sagt entweder „ja“ oder „nein“.

Mußte auch schonmal mit Prednisolut gurgeln *ggg*
grüßelnd, Minx

Hallo Nicky.

würde auch den Kehlkopf auf alle Fälle beim HNO abchecken lassen.
Für nachher (abends) nen rein pflanzlichen tip: ISLA MOOS. Das sind kaugummimäßige Lutschdragees , die einen heilenden Film auf die Stimmbänder legen. Geschmack finde ich recht angenehm.

Ansonsten abends Stimme schonen (Mund halten, nicht schreien, verrauchte Kneigen meiden, Disco gespräche - schreien- meiden)

Spreche mit der Luft aus deinem Bauch nicht die Stimme duch den Hals quetschen.(Kann man auch bei ner Lögopädin lernen)
Niemals flüstern - nur leise reden. sonst reiben die Stimmbänder aneinander.

Mit ebenfalls regelmäßig Kehlkopfentzündeten Grüßen
Ynnette

Hallo Nicky,

weniger zum HNO - eher zum Logopäden, weil man auch bei so etwas Selbstverständlichem wie Sprechen oder Atmen jede Menge Müll fabrizieren kann… :wink: Ein paar Tips für den Anfang: http://www.quarks.de/dyn/6841.phtml.

Beste Grüße

Tessa

Ein paar Stunden Logopädie!
Hi Nicky,

meine Frau ist Logopädin, daher bin ich so bestimmt. :smile:

Wenn du das stimmschonende Sprechen nicht gelernt hast - das hat kaum jemand nötig, weil wir allgemein recht wenig den Tag über sprechen und dazwischen längere Pausen einlegen - und jetzt überraschend viel und täglich sprechen musst, dann hast du höchstwahrscheinlich einfach nicht die richtige Sprechtechnik. Wenn du mit deiner Stimme beruflich weiter umgehen willst, dann empfehle ich dir einige „Sprechstunden“ bei einer qualifizierten Logopädin, dir dir die wesentlichen Tricks der Lautbildung zeigt, so dass deine Sprechwerkzeuge der Belastung standhalten.

Schauspieler müssen das Sprechen auch erst lernen, Politiker und Manager schon gar, wenn sie denn plötzlich die Leiter hochfallen.

Wenn du nichts tust und deine Stimme dauerhaft überlastest, kannst du tatsächlich die angesprochenen Knötchen bekommen und dir Dauerschäden zuziehen. Eine gute und preiswerte Alternative, die allerdings erst längerfristig wirkt ist: Kirchenchor! Singen lernen hilft auch gut beim Sprechenlernen. (es muss je kein Kirchenchor sein…)

Wichtig ist noch: NICHT räuspern, das ist Maximalbelastung für die Stimmbänder.

Gruß
Burkh

Hi Nicky,

sag mal, trinken während des Praktikums ist nicht erlaubt? Ich habe selbst Probleme mit meiner Stimme und wenn ich nicht immer was trinke, kriege ich sehr bald gar kein Ton mehr raus. Da würde ich mal mit dem Chef reden.

Aber abklären beim HNO, was das ist, würde ich auf alle Fälle. Ich habe selbst sog. Sängerknötchen, bei mir von etwas häufigen Discobesuchen (vor allem, wenn man schon heiser ist und noch versucht zu schreien …). Ein Jahr vor meinem Abi hatte ich gar keine Stimme mehr, heute geht es wieder etwas, die Stimme ist immer noch heiser. Ich bin leider zu spät zum HNO, so ist es eben eine längere Geschichte mit meiner Heiserkeit …

so long
Natalia

Hallo Natalia,

sag mal, trinken während des Praktikums ist nicht erlaubt? Ich
habe selbst Probleme mit meiner Stimme und wenn ich nicht
immer was trinke, kriege ich sehr bald gar kein Ton mehr raus.
Da würde ich mal mit dem Chef reden.

Du hast offenbar übersehen, daß sich Nicky in einem Labor den Mund fusselig reden muß und in einem Labor ist Speis & Trank sowie das gepflegte Zigarettchen zwischendurch nun einmal aus guten Gründen verboten… Nur mal so am Rande bemerkt… :wink:

Grüßlis

Tessa

Hi Nicky,

Muß ich damit mal zum HNO? Oder habt ihr Tips für mich, wie
ich diese Halsschmerzen, das Kratzen und die manchmal
auftretende Heiserkeit vermeiden kann?

Geh auf jeden Fall zum HNO, falls du eine Kehlkopfentzündung hast, sollte die behandelt werden. Ansonsten kann ich Litorino zustimmen, allerdings habe ich auch Chöre kennengelernt, in denen auf Stimmbildung gar keinen Wert gelegt wurde.

Vielleicht kann dir dein HNO ja einige Sitzungen bei nem Logopäden verschreiben. Warme Geträke (vielleicht vorher und nach dem Praktikum wenn währenddessen nicht geht) allerdings keine mit Pfefferminz (auch keine Bonbons mit Minze, denn die trocknet die Schleimhäute aus) helfen meist gut, ebenso wie Emser Salz Pastillen, die befeuchten die Schleimhäute auch gut.

Viele Frauen machen den Fehler, dass sie, wenn sie besser gehört werden wollen, die Stimme erheben, also lauter werden und höher sprechen. Das ist meist auch sehr anstrengend für die Stimme. Die Stimmlage, in der du sprichst, wenn du morgens aus dem Bett krabbelst und deinem Spiegelbild ein paar Warte zumurmelst, das ist meist dein natürlicher Eigenton. Der strengt die Stimme am wenigsten an und ist auch gut zu verstehen. Versuche mal dir den zu merken und mit diesem Ton zu sprechen. Wenn du besser gehört werden willst, werde nicht höher, sondern etwas tiefer.

Viel Erfolg beim entspannten Sprechen
&
Gruß
Xelya

Vielen Dank euch allen!
Hallo,

wirklich beruhigt bin ich jetzt ja nicht, aber ich werde nächste Woche zum HNO gehen. Mal sehen, was da rauskommt.
Vielen Dank und viele liebe Grüße
Nicky