hallo zusammen,
mein orthopäde hat an der wurzel meines rechtsseitigen ischias eine akute entzündung festgestellt und findet deshalb medikamentöse behandlung nützlich (wenn auch nicht zwingend). verschreiben würde er gern „ibuprofen“, was ich in der vergangenheit leider als ziemliches teufelszeug kennen gelernt habe.
kann mir zufällig jemand von euch sagen, ob es (medikamentöse) alternativen zu diesem „hammer“ gibt?
(beim thema entzündung/schwellung denke ich als laie ja an cortison…)
beste grüße
bernd
kann mir zufällig jemand von euch sagen, ob es (medikamentöse)
alternativen zu diesem „hammer“ gibt?
(beim thema entzündung/schwellung denke ich als laie ja an
cortison…)
Hallo Bernd,
Wenn die Stelle geschwollen/Entzündet ist kann man mit Tonerde-Wickel
sehr gute Ergebnisse erreichen. Und das ohne dem Körper zu schaden.
Literatur: Heilen ist einfach ISBN: 3-928306-00-6 Buch anschauen
Noch besser ist es, vorher die Ursache genau herauszufinden.
Gruss & gute Besserung
Oliver-Michael
Lieber Bernd!
Cortison ist, was die Nebenwirkungen betrifft, sicher vorsichtiger einzusetzen als Ibuprofen, was allgemein als recht Nebenwirkungsarm gilt. M.E. ist eine Radikulitis aufgrund einer mechanischen Reizung keine Indikation zur Gabe von Cortison. Bei diesem Krankheitsbild gibt man sogenannte nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), z. B. Ibuprofen.
Diese NSAR haben den Nachteil, daß sie NEbenwirkungen haben, insbesondere gehen sie auf den MAgen. Ibuprofen ist, wie schon angedeutet, bewiesenermaßen das NSAR mit den geringsten Nebenwirkungen. ALlerdings ist die Entwicklung von Nebenwirkungen erfahrungsgemäß von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich, so daß auch ein anderes NSAR durchaus mal ausprobiert werden sollte. Einige Beispiele:
Acetylsalicylsäure („Aspirin“), Diclofenac („Voltaren“), Rofecoxib („Vioxx“), Celecoxib („Celebrex“), Naproxen.
Wie gesagt, im Allgemeinen haben die aufgeführten Medikamente eher mehr Nebenwirkungen, aber man weiß nie…probieren geht über studieren.
Gute Besserung wünscht
Philipp
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Hallo Bernd,
wodurch ist denn die Mononeuritis enstanden ?
Für gewöhnlich (und in den allermeisten Fällen) wird diese durch einen Bandscheibenvorfall/-vorwölbung hervorgerufen.
Hier ist eine lokale Therapie mit Cortikoiden (z.B. Volon, Triamhexal) die einzig effektive Methode.
Die möglichen Nebenwirkungen stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen. Da dies eine kristalloide Suspension ist, bleibt sie am Nerven sozusagen „haften“ und löst sich erst nach 24-36 Std. auf, so dass der Peak der Wirkung dann erreicht ist.
Gruß, Jürgen
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oh je…
hallo lieber philipp 
besten dank für deine gründlichen ausführungen- sie hilfen mir auf jeden fall weiter, auch wenn ich das zunächst mal leider nicht als gute nachricht empfinde:
Ibuprofen, was allgemein als
recht Nebenwirkungsarm gilt.
direkt nach meiner bandscheiben-OP vor 7 monaten hatte mir mein arzt ein mittel namens „deltaran“ verordnet und bereits nach der zweiten tablette stellte sich bei mir die ganze palette der symptome ein, die auf dem beipackzettel unter der überschrift „sofort zum arzt“ zu finden sind: atemnot, unruhe/konzentrationsstörungen, probleme mit dem sehvermögen (und mein magen ist eh ein „weichei“…). möchte ich eigentlich nicht nochmal erleben. dagegen war das cortison im krankenhaus ein netter muntermacher.
unterschiedlich, so daß auch ein anderes NSAR durchaus mal
ausprobiert werden sollte.
das wäre dann wohl der weg- aber so dramatisch ist meine lage immerhin nicht (wenn auch frustrierend).
gruß & dank
bernd
hallo magic,
durch einen Bandscheibenvorfall/-vorwölbung hervorgerufen.
das siehst du sehr richtig (s. meine antwort an philip).
Hier ist eine lokale Therapie
das hieße dann direkte injektion?
mit Cortikoiden (z.B. Volon,
Triamhexal) die einzig effektive Methode.
irgendwie hatte ich auch so das (laienhafte) gefühl, denn dies
Die möglichen Nebenwirkungen stehen in keinem Verhältnis zum
Nutzen.
kann ich bestätigen: ich habe es bislang eigentlich gut vertragen…
besten dank
bernd
Hallo Bernd,
hallo magic,
durch einen Bandscheibenvorfall/-vorwölbung hervorgerufen.
das siehst du sehr richtig (s. meine antwort an philip).
Hier ist eine lokale Therapie
das hieße dann direkte injektion?
Genau - diese Injektion nennt sich Perineurale Umflutung oder auch PRT. Hierbei wird unter CT-Kontrolle die Injektionsnadel möglichst nahe an die Nervenwurzel gebracht (1-2 mm) und dann wird diese vom Medikament umspült.
mit Cortikoiden (z.B. Volon,
Triamhexal) die einzig effektive Methode.
irgendwie hatte ich auch so das (laienhafte) gefühl, denn dies
Die möglichen Nebenwirkungen stehen in keinem Verhältnis zum
Nutzen.
kann ich bestätigen: ich habe es bislang eigentlich gut
vertragen…
Es liegt mir fern, hier anzugeben, aber nach ca. 25.000 durchgeführten Injektionen glaube ich behaupten zu können, dass die Nebenwirkungen verschwindend gering sind. Es kann z.B. kurzzeitig der Blutdruck steigen, bei Diabetikern reagiert der Blutzuckergehalt u.s.w., also alles Nebenwirkungen, die gut beherrschbar sind. Dem entgegen steht der Nutzen. Die Erfolgsquote liegt bei uns knapp über 90%. Dies bedeutet aber, dass ca. 10% der Patienten um eine OP nicht herum kommen.
Gruß, Jürgen