Februar 2003: Hüftprothesen-Ersatz
11. September 2003: Schlagartig heftigste Schmerzen verbunden mit Gehunfähigkeit. Einlieferung als Notfall in eine Orthopädische Uniklinik wo mittels einer Punktion eine verheerende Infektion festgestellt wurde
13. September 2003: Entfernung der im Februar eingesetzten Hüftgelenk-Pfanne
18. September 2003: Nachoperation zur Kontolle des Infektionsherdes und seitdem im Spital wo nach Abklingen der Infektion eine neue Hüftgelenk-Pfanne eingesetzt werden soll
Meine Fragen: Wie kommt es, dass sieben Monate nach der Operation eine dermassen verheerende Infektion auftreten kann? Es soll sich um einen Erreger handeln, der nur via Mund übertragen werden kann
Verschmutztes Gelenk eingesetzt? Aerzte-Pfusch?
Wer kennt einen gleichen oder ähnlichen Fall?
Ein Fall für die Aerzte-Haftpflicht?
Mir scheint, dass sich die Aerzte um klare Aussagen drücken und trotz nachhaken in Allgemeinplätze flüchten. Ob da ein Kollege geschont werden soll?
Hallo,
ich bin kein Arzt aber meine Großmutter hat mit einem künstlichen Kniegelenk so ziemlich dasselbe erlebt. 1/2 Jahr nach der OP traten die ersten Probleme auf, dann 2 Jahre von einem Arzt zum nächsten. In der Zeit hatte sie z.B. erhebliche Probleme mit Blutarmut (neben massiven Schmerzen). Schließlich 2 Monate Ciprobay und die Erreger waren platt.
M.M. sind die Erreger bei der OP in den Körper gelangt. Das es noch ein 1/2 Jahr dauerte bevor das Knie merklich anschwoll, würde ich auf die Immunabwehr schieben, die durchaus in der Lage ist einen gewissen Level von Erregern niederzukämpfen. Ist das Immunsystem auch anderseitig belastet (z.B. banale Erkältung), kann die Erregerzahl die „kritische Grenze“ überschreiten und die Vermehrung steigt sprungartig an.
Ich habe allerdings starke Zweifel, daß es gelingen wird, die Pfuscherei auch so belegbar zu machen, daß sie gerichtlich genutzt werden kann.
Hallo Mäni,
Ich habe früher eine Zeit lang in einem Krankenhaus als Pfleger gearbeitet, in dem ähnliche Fälle aufgetreten sind.
Einige Monate nach der Hüft OP waren die Patienten mit ähnlichen Beschwerden wieder da.
Ein Hygieneproblem im Operarionssaal war hier die Ursache; also mangelnde Desinfektion oder ein Bakteriennest in der Klimaanlage oder,oder,oder…
Die genaue Ursache habe ich nie erfahren.
Dass die Ärzte bei dir ausweichend reagieren ist verständlich, aber unehrlich.
Sie sollten zugeben, was die wahre Ursache ist.
Schau doch mal nach, ob in dem Krankenhaus noch andere Patienten mit dem gleichen Schicksal sind.
Ich würde auf jeden Fall schon mal die Krankenkasse informieren, die ja alles zahlen muss und bei Gelegenheit einen Anwalt konsultieren, der auf Ärztepfusch spezialisiert ist.
Dir erst mal gute Besserung
Gruß
KH