Harnwegsinfekt durch Kondome!

Hallo liebe Leser!

Ich habe da ein kleines (mittlerweile erledigtes) anliegen.
Vor einigen Jahren habe ich meinen Freund kennengelernt und wie das so ist, schläft man ja eigentlich mit einem Kondom (sollte man zumindest!!)miteinander. Taten wir auch.
Immer wieder fiel mir auf, daß ich nach dem benutzen dieser Mützchen regelmäßig Harnwegsinfekte bekam. Mal war es schlimm, mal weniger.
Bis ich endlich erkannt hatte, daß die Kondome der Auslöser waren, war es schon zu spät. Bis dahin war ich x-mal beim Arzt, 20mal (ca) täglich auf der Toilette und spürte schon gar kein brennen mehr.
Da ich leicht empfindlich für Harnwegsinfekte bin, dachte sich auch meine Mutter nichts wirklich schlimmes dabei.
Der Arzt wollte nach dem Ultraschall eine Blasenspiegelung machen.
Gesagt, getan. Ich konnte ihn nicht mal davon abhalten, in dem ich sagte, daß ich eine Vermutung habe, woher das Problem kam.
Er schüttelte den Kopf und schob „den Spiegel“ rein. Ich hatte höllische Schmerzen - es tat furchtbar weh. Der Arzt erlaubte sich zu sagen: „Eigentlich ist das nicht schlimm, ich weiß gar nicht, warum sie weinen“ Ich erlaubte mir dann zu sagen, daß ich diesen Arzt nie wieder sehen möchte.
Klappte leider nicht, denn als ich zuhause war und das erste Mal auf die Toilette ging, hat ich höllische schmerzen, so daß kein Urin rauskonnte. Ich kniff mir blaue Flecken ins Bein und ich biß die Zähne zusammen, daß sie mir fast zerbrachen.
Ich kam ins Krankenhaus, dort konnte man mir nicht helfen.
Nächsten Tag mußte ich dann doch nochmal zum besagten Arzt, der sich meine Problem nicht erklären konnte - er gab es jedenfalls nicht zu.
Alles, was ich damit sagen/fragen will:

Kann es sein, daß der Arzt mit der Spiegelung etwas in meiner Harnröhre kaputt gemacht hat?

Heutzutage gehe ich viiieeel häufiger auf die Toilette als vor der Spiegelung. Ich habe zwar keine Schmerzen, jedoch habe ich manchmal das Gefühl, ständig zu müssen. Dann gehe ich alle 5 Minuten aufs Klo für einen Tropfen und dann ist das auch wieder vorbei.

Kann sowas Stressbedingt sein?
(Obwohl ich eigentlich gar keinen Stress empfinde)

Seitdem ich die Kondome weglasse habe ich auch keine Probleme mehr damit. Jetzt steckt eher ein schlechtes Gewissen in mir… (obwohl es noch immer der gleiche Freund ist)
Ich möchte aber unter keinen Umständen das Risiko eingehen und es nochmal ausprobieren, ob es tatsächlich die Kondome waren, die das Ganze ausgelöst haben.

Hat jemand einen Tipp oder einen Beitrag zu diesem Thema?

Vielen Dank im voraus!
Feli

Hallo Felicitas,

vorneweg: Ich habe keine Antwort auf Deine Frage.
Aber ich habe auch nach einer fast einjährigen Serie von Dauerharnwegsinfekten und Blasenentzündungen eine Blasenspiegelung und mehrere andere eklige Untersuchungen über mich ergehen lassen.
Mein Glück war, daß die Spiegelung im Krankenhaus erfolgte, wo ich für die Untersuchungen mehrere Tage war. Ich hatte auch extreme Schmerzen, Blut beim Wasserlassen für mehrere Tage, aber glücklicherweise gab mir die Krankenschwester ein Antischmerzspritze.
Die Spiegelung wurde bei mir zwar angekündigt, ich mußte sogar ein Erlaubnisformular für den Doktor unterschreiben, aber vorher hat mir niemand gesagt, daß es sooo schmerzhaft sein wird. Zudem habe ich einen gekrümmten Harnleiter, und schon höllische Schmerzen beim Einführen eines Katheters.
Aber wenn ich zurückdenke, nahm ich damals noch nicht die Pille und habe auch Kondome verwendet…wobei ich meist meiner Menstruation schuld gab. Komischerweise tauchten meine Infekte im Monatsrhythmus auf.
Langer Rede kurzer Sinn: Auch bei mir ist nach der Blasenspiegelung der Harndrang stärker, aber ich trinke eigentlich auch mehr…deshalb bin ich nicht so sicher, ob es von der Spiegelung kommen kann.
Aber seit der Spiegelung kann ich meine Blase nicht mehr richtig „füllen“, nach einer gewissen Menge muß ich auf die Toilette, da ich sonst tröpfchenweise inkontinent werde…Naja, öfter mal aufs Klo ist ja auch gesünder, als einhalten, sagt auch jeder Arzt.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück,

Sabine

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Hallo Sabine!

Vielen Dank für Deine Antwort. Es bruhigt mich sehr, daß ich nicht alleine bin. Mir geht es ganz genauso und manchmal habe ich auch das Gefühl meine Blase nicht richtig entleeren zu können. Hast Du das auch manchmal, daß Du meinst, da käme noch was, wenn Du nur ordentlich „pressen“ würdest?!
Darf ich fragen, wie alt Du bist? Ich bin nämlich erst 20 und habe das Gefühl, daß mein Leben ein bißchen beeinträchtigt ist.
Wenn ich weiß, ich habe nicht die Möglichkeit auf die Toilette gehen zu können, dann bleibe ich zuhause!

LG Feli

Hallo Feli,

ich werde im Dezember 25, und mich belastet diese Problem auch.
Zudem war es bei mir so, daß ich regelrecht Angst vor „fremden“ Toiletten hatte. Ich war der Meinung, dort würde mein Harnleiter wieder zu brennen anfangen. Mittlerweile bin ich aber so weit, daß ich lieber auf fremde Toiletten gehe, als zu warten und dadurch das Risko auf eine Entzuendung vergrössere.
Das mit dem „Pressen“ kenne ich auch aus eigener Erfahrung. Ich muß aber zugeben, daß bei mir meist noch ein Paar Tröpfchen kommen, obwohl mein Arzt gesagt hat, daß Pressen nicht gut tut…
Im Moment bin ich einfach nur froh, daß ich schon länger keinen Infekt mehr hatte, außer im Sommer ein, zweimal leichtes Brennen beim Wasserlassen, als ich zu wenig getrunken hatte, und da hat viel Trinken schon geholfen.
Ich muß zugeben, daß ich bisher auch der Meinung war, mit meinem Problem allein dazustehen, denn ich kenne keine andere Frau, die schon mal eine Blasenspiegelung gemacht hat. Für mich war es jedenfalls ein sehr traumatisches Erlebnis und seither ist das Wort „Urologe“ für mich gleichbedeutend mit „Schmerzen zufügen“.

Liebe Grüße,
Sabine

Blasenspiegelung
Hi Ihr beide,

ich habe in den letzten Jahren auch dauernd Blasenentzündungen, vor allem in dieser Jahreszeit. Bei mir ist es ähnlich, ich habe auch ständig das Gefühl zu müssen, gehe auch alle paar Minuten auf´s Klo, und es kommen nur ein paar Tropfen. Wenn ich länger einhalte, habe ich gleich die Hose naß, im Büro nicht so angenehm, auch mit Einlagen. Das Brennen beim Wasserlassen ist bei mir weg, aber der Harndrang ist geblieben, das ist echt lästig. Ich bin bisher bei meiner Hausärztin, sie hat mir mir jetzt auch einer Blasenspiegelung beim Facharzt vorgeschlagen. Naja, bei euren Erfahrungen sage ich eher nein, oder hat’s schonmal jemand geholfen?

So long
Natalia

Hallo nochmal!

Hey, das, was Du schreibst, klingt, als würdest Du von mir erzählen. Ich entdecke immer mehr „Identität“ zwischen unseren Fällen.
Das „fremde Toiletten“-Problem hatte/habe ich auch.
Meine Mutter erzähle mir, daß ich schon ganz früher nie in die Becher (zur Urinprobe) pinkeln konnte bzw. ich tierisch geheult habe dabei. Es kam nicht mal ein einziger Tropfen, wenn ein Becher drunter gehalten wurde. Dieses Problem hielt bis vor kurzem an. Ich konnte plötzlich nicht mehr pinkeln, wenn ein Becher drunter war. Die Ärzte haben mich belächelt, wenn ich fragte, ob ich die Probe später vorbeibringen kann, damit ich mich zuhause konzentriert auf die Toilette setzen konnte. Jetzt, da ich ja nun regelmäßig zum Arzt mußte,habe ich mich köpfmäßig darauf eingestellt, daß ich dann wenigstens drei Tropfen lassen kann - egal wo ich bin.
Hinzu kommt, daß ich wie Du, es gehasst habe, auf fremde Toiletten zu gehen. Oder eher: Ich kann es nicht leiden, wenn neben mit jemand fröhlich ins Wasser pinkelt. Noch heute gehe ich -ohne was gelassen zu haben- aus der Toilette, wenn ich nicht alleine dort bin.
Komische Angewohnheit von mir, aber wenn ich tatsächlich so ein Drang habe, dann stört es mich auch nicht, drei Minuten später wieder reinzugehen, wenn die anderen draußen sind.
Mittlerweile muß ich echt planen, wenn ich irgendwo hinfahre, ob es auch wirklich überall Toiletten gibt. Oftmal komme ich auch zig Stunden ohne aus, ein anderes Mal muß ich dann jede Stunde was aufsuchen.
Aber wie gesagt, seitdem ich die Kondome nicht mehr benutze, habe ich auch keine akuten Probleme mehr und wieder eindeutig mehr Spaß am Sex :o)

Liebe Grüße

Felicitas

Hallo Natalia!

Ich würde mal behaupten, daß eine Spiegelung umsonst ist, solange nicht wirklich Nierensteine o.ä. nachgewiesen werden.
Als erstes würde ich einen Ultraschall machen lassen. Im Zweifelsfall noch mal ein Röntgenbild des gesamten Harntraktes.
Ich würde tatsächlich jeder Frau (erst recht jedem Mann - da ist die Harnröhre ja noch länger!!)davon abraten sowas machen zu lassen.
Gerade jetzt in dieser Jahreszeit kommt sowas ja sehr häufig vor. Ich würde das aber eher als „normal“ bezeichnen. Also, kein Verdacht auf innere Verletzungen. Ich allerdings hatte keinen pauschalen Grund für meine Probleme. Ich konnte nicht mal sagen: „Ok, warst ja letztens im kalten Meer daben, vielleicht kommt es davon“ Es war plötzlich da. Es war regelmäßig da. Es war immer zur gleichen Zeit wieder weg, so daß ich dann sagen konnte „hey, das muß eine andere Ursache haben“. Nur durch meine alleinigen Beobachtungen habe ich dann das Problem herausgefunden.
Also, nochmal zusammengefasst. Ich würde mich an Deiner Stelle mal an einen Urologen wenden (er wird es sicherlich erst mit Medikamenten und einer Urinkultur versuchen). Wie gesagt: Ultraschall und Röntgen ist ok, aber laß Dich nicht so schnell zu einer Spiegelung überreden, wenn der Urologe keinen konkreten Verdacht hat!!

Viel Glück!

Gruß Feli

Hi Feli,

erstmal Danke für die Info. Das heißt hart bleiben, auch wenn der Urologe eine Spiegelung vor hat. Ich bin im Moment Azubine (noch 19), habe gerade erst angefangen und macht Riesenspaß da, deshalb gehe ich trotz dauernden Harndrangs ins Büro. Nur ist es echt lästig und will möglichst bald wieder normal arbeiten, statt alle paar Minuten aufs Klo zu rennen. Vielleicht bin ich auch nur zu ungeduldig damit. Bisher war ich immer nur bei uns im Dorf bei meiner Hausärztin (Fachärzte gibt’s da nicht). Hast du Erfahrung mit Urologen, machen die sofort eine Spiegelung (bei Sabine hört sich das so an), oder fangen die erstmal mit Ultraschall an, oder gibt’s zuerst Pillen o.ä. ?

so long
Natalia

Hallo Natalia,

bei mir war es so, daß ich mehrere Monate lang meine Hausärztin und den Gynäkologen aufgesucht habe. Nachdem beide mit ihrem Latein am Ende waren (Antibiotika, Schmerztabletten, Ultraschall,Urinkulturen, Bakterienkontrolle im Urin) und auch Urinkulturen angelegt haben, (alles ohne Erfolg und ohne Ergebnis) haben sie mich ins Krankenhaus zum „Grossen Check“ geschickt. Zusätzlich zur Blasenspiegelung wurde bei mir auch noch die Restharnmenge gemessen und eine Röntgenaufnahme gemacht. Aber sinnvolle Ergebnisse sind auch bei diesen Untersuchungen nicht rausgekommen.

Liebe Grüße,
Sabine